6.00

FROzine (WH)

Schweine leiden - Bäuer*innen schweigen?

Politik & Gesellschaft
Kürzlich veröffentlichte die Tierschutzorganisation Verein gegen Tierfabriken (VGT) investigativ recherchiertes Foto- und Videomaterial aus österreichischen Schweinehaltungsbetrieben im Zuge der Kampagne "7/7 Kulturschande Schweinehaltung". Die Betriebe erfüllen die Mindeststandards der österreichischen Tierhaltungsverordnung, doch der Verdacht wird laut, dass Schweine in konventionellen, gesetzeskonformen Haltungsformen leiden.

Das Dokumentationsmaterial zeigt Schweine, die in dunklen, staubigen Hallen auf engem Raum über ihren eigenen Exkrementen leben. Bereits im zarten Ferkelalter werden Schweinen die Schwänze abgeschnitten, um Kannibalismus zu vermeiden. Die männlichen Ferkeln werden, ohne Betäubung, kastriert, in dem die Hoden rausgeschnitten werden. Die alltäglichen gesetzeskonformen Praktiken und Produktionsbedingungen werden von Tierschutzorganisationen und Bürgerinitiativen kritisiert.


Wie reagiert die landwirtschaftliche Tierhaltungsindustrie auf die Kritik?
Hat die Tierindustrie Angst vor pflanzlichen Produkten?
Gefährdet die intensive Schweinehaltung die Umwelt und die menschliche Gesundheit?
Warum trauen sich Schweinebauern*Schweinebäuerinnen in der Öffentlichkeit kaum über ihre Probleme im System der Schweineproduktionsindustrie zu sprechen?
Wer vertritt die Interessen von kleinstrukturierten bäuerlichen Betrieben?
Welche Rolle spielt das Kaufverhalten der Konsument*innen?

Die Fabriken der landwirtschaftlichen Tierproduktionsindustrie wachsen, um massenhaft billiges (Schweine)Fleisch zu produzieren. Der Genuss von billigen Kotletts und Würstchen hat jedoch seinen Preis, kleinstrukturierte bäuerliche Schweineproduktionsbetriebe sterben aus und die Schweine leiden in der Produktion bis sie getötet und zerlegt werden.


Interviews
David Richter, Kampagnenleiter „7/7 Kulturschande Schweinehaltung“ (Verein gegen Tierfabriken) über die Reaktionen der Landwirtschaft auf die aktuelle Kampagne.
Interview anhören

Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher und Abgeordneter zum Nationalrat (Die Grünen) über die schwierige Lage der Schweinebäuer*innen und wie die aktuelle Agrarpolitik, u.a. von Landwirtschaftminister Andrä Rupprechter für weitere Verschlechterungen sorgt.
Interview anhören

Franz Sölkner, Sprecher der Bürgerinitiative „Initiative SteirerInnen gegen Tierfabriken“, über die verherrenden Folgen der intensiven Schweinehaltung auf Menschen, Tiere und Umwelt.
Interview anhören


Ergo Express
In der Rubrik "Ergo Express" von Claus Harringer gibt es einige wissenschaftliche Meldungen der letzten Zeit zu hören. In dieser Ausgabe geht es um die These von der "Retrokausalität" in der Quantenwelt, die Auswilderung von Bürstenkängurus auf dem australischen Kontinent, die Gefährung kleiner Vögel durch Fangschrecken, jahrtausendealte Pilze als Wanderhilfen für Bäume und eine kleine Galaxie, der das Gas abgedreht wird.
Ergo Express anhören

7.00

FROmat

FROmat
ausgewählte Musik
9.00

Radio für Senioren

„So klingt`s bei uns“

SeniorInnenradio

Franz Hagenberger kommt aus Wels, arbeitete als Bundesbediensteter und in weiterer Folge als Werbegestalter im Pharmabereich. Er schreibt Lyrik- und Prosatexte, vorwiegend in Mundart. Veröffentlichungen seiner Werke erfolgen immer wieder in namhaften Anthologien, Zeitschriften und bei Lesungen weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus.

Neben mehrfachen literarischen Anerkennungspreisen und Auszeichnungen ist er Leopold Wandl – Preisträger 2012 sowie Preisträger 2013 – Sparte Lyrik des Alberndorfer Literaturpreises. Sein Hauptinteresse gilt, neben dem Schreiben, der überlieferten Volkskultur mit ihrem vielfältigen Brauchtum. Er ist langjähriges Mitglied des Stelzhamerbundes am liebsten mit dem Fahrrad unterwegs. In das Studio von Radio FRO kommt er mit der Eisenbahn und Straßenbahn.

 

 

Mitarbeiter gesucht!

Wenn auch Sie beim „Radio für Senioren“ ehrenamtlich mitarbeiten möchten, bitten wir Sie um ein E-Mail an senioren@fro.at

 

 

 

10.00

Literarische Matinée

"Was ist eigentlich eine Metapher? - fragt ein Briefträger einen Dichter"

Literatur
Wir alle verwenden immer wieder Metaphern, möglicherweise gar nicht bewusst. Dichter hingegen lieben Metaphern. Wer also wäre berufener, uns zu zeigen, was Metaphern sind, als ein großer Dichter? Zum Beispiel Pablo Neruda. Wir hören Gedichte von ihm und auch etwas aus seinem Leben, seinem realen und seinem verfilmten.

Lyrische musikalische BegleiterInnen sind Neil Young, Leonard Cohen, Francoise Hardy & Jaques Brel.
10.30

literadio

Literatur
Lesungen von und Gespräche mit AutorInnen sowie Diskussionen und Gespräche mit VerlagsleiterInnen, ÜbersetzerInnen und anderen RepräsentantInnen des Literaturbetriebes.Literadio berichtet zudem jährlich live von den Buchmessen aus Frankfurt und Leipzig.
12.00

Open Space

Im Gespräch mit dem italienischen Liedermacher Alberto Cantone

Spezialsendung

Es kommt ja nicht jeden Tag vor, dass man zu Hause internationalen Besuch bekommt. Bei mir daheim, in Bach, in der kleinsten Gemeinde Oberösterreichs, der Gemeinde Rutzenham, war dies aber am Montag, den 29. Mai abends der Fall.

Mein Bruder Michael hatte den italienischen Liedermacher Alberto Cantone an die Universität Salzburg eingeladen, wo er einen Vortrag über die Poetik in Liedformen hielt. Danach statteten mir die beiden einen Besuch ab.

Alberto Cantone ist als Liedermacher seit Beginn der 80iger Jahre aktiv und hat bislang für mehr als 200 Songs die Texte und die Musik geschrieben. In Italien war und ist er auch in diversen lokalen Radio- und Fernsehstationen präsent, die Konzerte von ihm übertragen haben, und auch auf ORF 1 wurde schon ein Beitrag über ihn ausgestrahlt. Seine Konzerte sind vor allem für ihre spezielle Intensität und Intimität der Atmosphäre bekannt. Er bevorzugt für seine Auftritte Theater, Kulturvereine und kleine Clubs.

Cantone, der seit über 30 Jahren seine Texte selbst schreibt, komponiert und singt, hat bisher zahlreiche Platten publiziert, darunter:

“Angeli e ribelli” mit Liedern zu einem Aufruf zu gesellschaftlichem Engagement,

“C’era un sogno per cappello” mit Bezügen zu Traum und Poesie, aber auch zur Realität, etwa zur Psychiatrie.

Als letzte CD erschien  “Il Viandante”, ein Titel, welcher der Philosophie Alberto Cantones entspricht. Der Mensch ist ein Wanderer, der im Unterwegssein auf alle Dimensionen der Seele stößt und die dunklen und hellen Seite seiner Seele auslotet.

Bedeutsam ist des Weiteren Alberto Cantones Engagement für eine Sammlung von Liedern aus der italienischen Resistenza (dem Befreiungskampf gegen den Faschsimus im Zweiten Weltkrieg) mit Zeugnissen von Partisanen in Dialogen auf einer Theaterbühne, begleitet von seiner Musik, sowie sein aktueller Einsatz mit Liedern für demenzkranke Menschen.

Ich habe die Gelegenheit ihn kennen zu lernen gleich genutzt, und mit ihm ein Interview geführt, wobei dankenswerter Weise mein Bruder Michael als Dolmetscher fungierte …

 

Fremdmaterial in Alberto Cantone

Il Viandante by Alberto Cantone ©

Dick E Aiace by Alberto Cantone ©

Tutto Si Impara Per Il Mare by Alberto Cantone ©
13.00

FROzine (WH)

Schweine leiden - Bäuer*innen schweigen?

Politik & Gesellschaft
Kürzlich veröffentlichte die Tierschutzorganisation Verein gegen Tierfabriken (VGT) investigativ recherchiertes Foto- und Videomaterial aus österreichischen Schweinehaltungsbetrieben im Zuge der Kampagne "7/7 Kulturschande Schweinehaltung". Die Betriebe erfüllen die Mindeststandards der österreichischen Tierhaltungsverordnung, doch der Verdacht wird laut, dass Schweine in konventionellen, gesetzeskonformen Haltungsformen leiden.

Das Dokumentationsmaterial zeigt Schweine, die in dunklen, staubigen Hallen auf engem Raum über ihren eigenen Exkrementen leben. Bereits im zarten Ferkelalter werden Schweinen die Schwänze abgeschnitten, um Kannibalismus zu vermeiden. Die männlichen Ferkeln werden, ohne Betäubung, kastriert, in dem die Hoden rausgeschnitten werden. Die alltäglichen gesetzeskonformen Praktiken und Produktionsbedingungen werden von Tierschutzorganisationen und Bürgerinitiativen kritisiert.


Wie reagiert die landwirtschaftliche Tierhaltungsindustrie auf die Kritik?
Hat die Tierindustrie Angst vor pflanzlichen Produkten?
Gefährdet die intensive Schweinehaltung die Umwelt und die menschliche Gesundheit?
Warum trauen sich Schweinebauern*Schweinebäuerinnen in der Öffentlichkeit kaum über ihre Probleme im System der Schweineproduktionsindustrie zu sprechen?
Wer vertritt die Interessen von kleinstrukturierten bäuerlichen Betrieben?
Welche Rolle spielt das Kaufverhalten der Konsument*innen?

Die Fabriken der landwirtschaftlichen Tierproduktionsindustrie wachsen, um massenhaft billiges (Schweine)Fleisch zu produzieren. Der Genuss von billigen Kotletts und Würstchen hat jedoch seinen Preis, kleinstrukturierte bäuerliche Schweineproduktionsbetriebe sterben aus und die Schweine leiden in der Produktion bis sie getötet und zerlegt werden.


Interviews
David Richter, Kampagnenleiter „7/7 Kulturschande Schweinehaltung“ (Verein gegen Tierfabriken) über die Reaktionen der Landwirtschaft auf die aktuelle Kampagne.
Interview anhören

Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher und Abgeordneter zum Nationalrat (Die Grünen) über die schwierige Lage der Schweinebäuer*innen und wie die aktuelle Agrarpolitik, u.a. von Landwirtschaftminister Andrä Rupprechter für weitere Verschlechterungen sorgt.
Interview anhören

Franz Sölkner, Sprecher der Bürgerinitiative „Initiative SteirerInnen gegen Tierfabriken“, über die verherrenden Folgen der intensiven Schweinehaltung auf Menschen, Tiere und Umwelt.
Interview anhören


Ergo Express
In der Rubrik "Ergo Express" von Claus Harringer gibt es einige wissenschaftliche Meldungen der letzten Zeit zu hören. In dieser Ausgabe geht es um die These von der "Retrokausalität" in der Quantenwelt, die Auswilderung von Bürstenkängurus auf dem australischen Kontinent, die Gefährung kleiner Vögel durch Fangschrecken, jahrtausendealte Pilze als Wanderhilfen für Bäume und eine kleine Galaxie, der das Gas abgedreht wird.
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14.00

Amnesty informiert (WH)

BRAVE - Mutig für die Menschenrechte

Politik & Gesellschaft

Die Versuche Menschenrechtsverteidiger*innen mundtot zu machen, reichen von Hetzkampagnen, persönlichen Angriffen wie Drohungen oder Schläge bis hin zu Tötungen.

Vor diesem Hintergrund gestaltete Amnesty International die globale Kampagne «BRAVE – Mutig für die Menschenrechte», die dazu aufruft, die Menschenrechtsverteidiger*innen anzuerkennen, sie zu schützen und darauf zu achten, dass sie ihre Arbeit in einem sicheren und förderlichen Umfeld ausüben können.

Wenn wir von Menschenrechtsverteidiger*innen sprechen, ist es wichtig zu sehen, dass ihre Arbeit, ihr Engagement uns alle stark betrifft. Egal in welchem Land diese Menschen arbeiten und für welche Rechte sie sich stark machen, sie arbeiten und engagieren sich immer auch für unsere eigenen Rechte.

Wir berichten über diese aktuelle Kampagne von Amnesty. Wie immer haben wir auch aktuelle Meldungen und noch mehr.

Gestaltung; Myriam Karlinger, Martin Walther, Moderation: Myriam Karlinger, Technik: Sarah Walther 

15.00

Wissenskiste

Jugend
Es können Themen aus vergangenen Zeiten sowie auch Zukunftsvisionen besprochen werden. Unterbrochen wird die Moderation durch ausgewählte Musikbeiträge.
16.00

Radio Afghanistan

Kunst und Kultur
 رادیو افغانستان در بر گیرنده نشرات ادبی ،اجتماعی،فرهنگی،هنری و معلوماتی می باشد.سه شنبه ها

هفته های اخیر هر ماه روی موج 105،0 مگاهرتز از رادیو فرو به نشر می رسد.

برگرداننده:هما ایوبی
17.00

Rauchzeichen - Tabakfabrik Linz on air

Die Querdenker

Kunst und Kultur
Unter dem Motto „Think different“ begleiten und unterstützen die Querdenker Einzelpersonen in schwierigen Lebenssituationen, aber auch Gruppen und Organisationen bei der Entscheidungsfindung oder beim Aufbau von neuen Strukturen.

Sie wollen sich handlungsleitend am Schutz der Menschenwürde orientieren sowie an der Implementierung und Weiterentwicklung von Sozialstandards, die die gesellschaftliche Position von Menschen mit besonderen Bedürfnissen stärken. Dabei agieren sie auf nationaler und auf internationaler Ebene und versuchen im Sinne von Nachhaltigkeit Lösungen zu finden, die aus individuellen Bedürfnissen heraus von allen betroffenen Personen selbst entwickelt worden sind.

Wir haben dazu den Leiter Tom Zuljevic live zu Gast im Studio.

Durch die Sendung führt Sarah Praschak.
17.30

FROmat

FROmat
ausgewählte Musik
18.00

FROzine

Sinnloser Kurztrip ins Elend?

Politik & Gesellschaft
Kürzlich hat eine Ausgabe der ORF-Sendung "Thema" (3.7., 21:02) wieder daran erinnert, dass viele Arten von Ausbeutung existieren. Eine davon wird "Sozialtourismus" genannt. Freiwillige aus den reichen Teilen der Welt zahlen bis zu 2000 Euro um in einem sogenannten "Entwicklungsland" in Projekten mithelfen zu dürfen. Mittlerweile ist die Nachfrage nach solchen Möglichkeiten helfen zu können so groß, dass es gar nicht genügend Projekte gibt um all der Hilfsbereitschaft Raum zur Entfaltung bieten zu können. Daraus hat sich vor einiger Zeit ein Volunteer-Business entwickel, das in den betroffenen Regionen oft schlimme Auswirkungen zeitigt.

In Ghana etwa existieren mittlerweile mehrere illegale Waisenhäuser deren Business-Model darin besteht Voluntär*innen gegen Bezahlung Einsatzmöglichkeiten anzubieten. Dafür werden Kinder in Waisenhäuser geholt deren Unterbringung in einer solchen Einrichtung gar nicht notwendig wäre.

Der Linzer Verein BRAVEAURORA versucht die durch den Sozialtourismus angerichteten Schäden wieder zu reparieren. Ziel ist es  Kinder aus "Waisenhäusern" wieder zu ihren Familien rückzuführen und in die Dorfgemeinschaft zu reintegrieren. Im Studio zu Gast ist Julia Obereder, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von BRAVEAUROR. Sie wird über die Tätigkeiten des Vereins berichten und Hintergründe der Vereinsarbeit beleuchten.

Via Telefon zugeschaltet ist Petra Radeschnig, ehemalige Entwicklungshelferin in Burkina Faso und nach wie vor Mitbetreiberin einiger Hilfsprojekte. Ihr Credo ist es neben der (systemstabilisierenden) Wohlfahrt auch politische Projekte zu unterstützen die eine nachhaltige Entwicklung voran treiben und die Unabhängigkeit sogenannter Entwicklungsländer von Hilfsprojekten der satten Welt zum Ziel haben.

Natürlich ging es in der Sendung auch um den "Marshallplan für Afrika" der kürzlich von den G20 in Hamburg beraten wurd. Dazu finden Sie hier einen interessanter Beitrag der Sendung Monitor des ersten Deutschen Fernsehens.

Die Musik stammt von der CD "Figura De Bailce" von der Formation Sinfonia de Carnaval
19.00

Radiabled

Politik & Gesellschaft
Ein Projekt von Radio FRO zum Thema Barrierefreiheit. Im Zentrum stehen Empowerment und eigenständiges Leben.
20.00

Kopfhörer

Unterhaltungsmusik
Erlaubt ist, was gespielt wird. Gespielt wird, was gefällt. Ohne stilistische Scheuklappen und jenseits enger Schubladendenkerei. Musik in aller Breite präsentiert von zwei Enthusiasten.
0.00

madhou5e

Unterhaltungsmusik
Sie machen dein Wohnzimmer zum Tanzfloor und geben einen Einblick in ihre Technik.

Die Gäste spielen hervorragende Musik, sind geskillte, erfahrene Performer, und bekannt in der lokalen Szene.
Verpasse nicht den Radio um 00:00 Uhr laut aufzudrehen, damit auch deine Nachbarn was davon haben.

Contact & Links:
Homepage: www.madhou5e.tv
Livestream: www.madhou5e.tv/live
Videos: www.youtube.com/MadhouseMusik
Mixcloud: www.mixcloud.com/madhou5e
Twitter: https://twitter.com/#!/madhou5e_music
1.00

FROmat

FROmat
ausgewählte Musik
6.00

FROzine (WH)

Sinnloser Kurztrip ins Elend?

Politik & Gesellschaft
Kürzlich hat eine Ausgabe der ORF-Sendung "Thema" (3.7., 21:02) wieder daran erinnert, dass viele Arten von Ausbeutung existieren. Eine davon wird "Sozialtourismus" genannt. Freiwillige aus den reichen Teilen der Welt zahlen bis zu 2000 Euro um in einem sogenannten "Entwicklungsland" in Projekten mithelfen zu dürfen. Mittlerweile ist die Nachfrage nach solchen Möglichkeiten helfen zu können so groß, dass es gar nicht genügend Projekte gibt um all der Hilfsbereitschaft Raum zur Entfaltung bieten zu können. Daraus hat sich vor einiger Zeit ein Volunteer-Business entwickel, das in den betroffenen Regionen oft schlimme Auswirkungen zeitigt.

In Ghana etwa existieren mittlerweile mehrere illegale Waisenhäuser deren Business-Model darin besteht Voluntär*innen gegen Bezahlung Einsatzmöglichkeiten anzubieten. Dafür werden Kinder in Waisenhäuser geholt deren Unterbringung in einer solchen Einrichtung gar nicht notwendig wäre.

Der Linzer Verein BRAVEAURORA versucht die durch den Sozialtourismus angerichteten Schäden wieder zu reparieren. Ziel ist es  Kinder aus "Waisenhäusern" wieder zu ihren Familien rückzuführen und in die Dorfgemeinschaft zu reintegrieren. Im Studio zu Gast ist Julia Obereder, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von BRAVEAUROR. Sie wird über die Tätigkeiten des Vereins berichten und Hintergründe der Vereinsarbeit beleuchten.

Via Telefon zugeschaltet ist Petra Radeschnig, ehemalige Entwicklungshelferin in Burkina Faso und nach wie vor Mitbetreiberin einiger Hilfsprojekte. Ihr Credo ist es neben der (systemstabilisierenden) Wohlfahrt auch politische Projekte zu unterstützen die eine nachhaltige Entwicklung voran treiben und die Unabhängigkeit sogenannter Entwicklungsländer von Hilfsprojekten der satten Welt zum Ziel haben.

Natürlich ging es in der Sendung auch um den "Marshallplan für Afrika" der kürzlich von den G20 in Hamburg beraten wurd. Dazu finden Sie hier einen interessanter Beitrag der Sendung Monitor des ersten Deutschen Fernsehens.

Die Musik stammt von der CD "Figura De Bailce" von der Formation Sinfonia de Carnaval