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Rauchzeichen – Tabakfabrik on air

Radio FRO begleitet die Tabakfabrik Linz bei ihrer rasanten Entwicklung. In der Sendung dokumentieren wir Veranstaltungen, porträtieren Mieter*innen und diskutieren die Zukunft des neuen kreativen Hotspots in Linz.

Dort, wo einst pro Minute und Maschine rund 8.000 Zigaretten produziert wurden, rauchen nun die Köpfe kreativer Geister. In der Tabakfabrik Linz arbeiten heute bereits rund 300 Personen in den Bereichen Kunst und Forschung, Kultur und Kreativwirtschaft, sowie Industrie und Handwerk. Damit produzieren mehr Menschen in der Fabrik als vor ihrer Schließung 2009. Unter dem Schlagwort „Kollaborativer Konzern“ entsteht auf dem alten Areal ein neuer, pulsierender Stadtteil, der sämtlichen Bereichen des urbanen Lebens Raum bietet, mit einem speziellen Schwerpunkt auf kreative Industrien und innovative Formen der Zusammenarbeit.

Die Radioreihe „Rauchzeichen – Tabakfabrik on air“ bietet halbstündige Features oder Interviews aus der Tabakfabrik Linz, porträtiert Einzelpersonen, Initiativen und Unternehmen, die sich am Areal angesiedelt haben, berichtet über ausgewählte Veranstaltungen und beleuchtet gesellschaftspolitische Phänomene, die für die Entwicklung der Tabakfabrik als Manufaktur der neuen Moderne zentrale Bedeutung haben, wie etwa „Co-Working“ oder „Community Production“.

Rauchzeichen – Tabakfabrik Linz on air wird im Kultur- und Bildungskanal ausgestrahlt.

Verantwortliche/r: Michael Diesenreither
Kontakt: kundb@fro.at
Sprachen: Deutsch

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Von der DNA der Marke

Die Welt der Werbung ist heute eine gänzlich andere als noch vor 20 Jahren. Zwar bestimmen klassische Formate wie TV-Spots und Zeitungsreklame nach wie vor das Image einer Marke. Doch die digitale Revolution hat unsere Kommunikation von Grund auf verändert und bietet völlig neue Marketingwerkzeuge, deren Potential noch längst nicht ausgeschöpft sei, meinen Experten wie Nicolas Clasen, Autor des viel diskutierten Buchs „Der digitale Tsunami“.

Das rosarote Universum des Nick Treadwell

Es gibt wohl kaum jemanden, der im Lauf seiner 51-jährigen Karriere als Galerist und Kurator so viel erlebt hat wie Nick Treadwell. Und es gibt wohl kaum jemanden, dem der gebürtige Brite nicht auffällt, wird sein Erscheinungsbild doch vom Scheitel bis zur Sohle vollständig von der Farbe Rosa beherrscht. Da Nick Treadwell kürzlich seine insgesamt dritte Ausstellung in der Tabakfabrik Linz realisiert hat, wandelt die aktuelle Ausgabe der Sendereihe „Rauchzeichen“ auf den Spuren seiner facettenreichen Biografie.

Gerhard Haderers Schule des Ungehorsams

„Der Zwang zur Konformität hat gleichsam sein altes Gewand abgestreift und ist modern, individualistisch und flexibel geworden“, sagt die Soziologin Cornelia Koppetsch. Wir leben in einer Zeit, die wenig schmeichelhaft als „Bionade-Biedermeier“ bezeichnet wird. Einer Zeit, in der Spießbürgerlichkeit auch bei der urbanen Boheme en vogue ist, die neue Sehnsucht nach konservativen Werten alle Bereiche des Lebens durchdringt und sich gesellschaftspolitisches Engagement nicht selten in Facebook-Postings erschöpft.

Projektionsmaschine für Realitäten und Fiktionen

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ (Willy Brandt) Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute bereits in Städten. Dass Metropolen wachsen ist keineswegs ein neuer Trend. Neu ist allerdings die Geschwindigkeit und Dynamik, mit der sich die Bildung von Megacities vollzieht. Sie konfrontieren die StädteplanerInnen tagtäglich mit schier unlösbaren ökologischen, sozialen und infrastrukturellen Problemen. In Peking geht kaum jemand mehr ohne Atemmaske auf der Straße. Wenn dort eine U-Bahn auch nur für eine halbe Stunde ausfällt, wartet eine halbe Million Menschen an den Stationen.

Swing tanzen verboten

In einer Zeit, in der die NS-Diktatur alle im Gleichschritt marschieren ließ und alles „Nicht-Deutsche“ vollständig zu vernichten versuchte, schwärmten sie für die britisch-amerikanische Swing-Musik, erkoren die persönliche Freiheit zum höchsten Gut und pflegten einen frivol-freien Lebensstil. Die Rede ist von den sogenannten Swing-Kids, die in Österreich auch die Bezeichnung „Schlurf“ trugen.

Starkstrom – Wechselstrom

Die Geschichte der "Tschickbuden"-Techniker: Als in der Tabakfabrik Linz einst noch Rauchwaren produziert wurden, brauchte die dafür vorgesehene Reinigungskraft ein ganzes Jahr, um alle Fenster der Industrieanlage zu putzen. Heute liegt das Wohl des gigantischen, denkmalgeschützten Areals mit einer überdachten Nutzfläche von rund 80.000 m² in den Händen einer fünfköpfigen Abteilung, des Facility Managements.

Do it yourself: Die Sektionen der Tabakfabrik Linz

Aus der Idee der einstigen Arbeitervereine haben sich in der Tabakfabrik zahlreiche so genannte Sektionen entwickelt. – Zeitgenössische Interessensgemeinschaften von Menschen, die vor Ort arbeiten, ihre Leidenschaften im Kollektiv ausleben, dem allgegenwärtigen Leistungsdruck ganz bewusst etwas entgegensetzen wollen und die Prinzipien der „Do it yourself“-Bewegung hochhalten.

Hannes Langeders langsame Luxusautos

Als einer der ersten hat der Linzer Künstler Hannes Langeder im Jahr 2011 sein Atelier in der Tabakfabrik Linz bezogen. Dort produziert er Luxuskarossen, mit denen er in die Geschichte der Automobilindustrie eingegangen ist.