Beiträge von Daniela Lipka

Höhenangst (Wiederholung 17.5.2017)

In dieser Sendung geht es um die Kunst, auf einem schmalen Band einen Abgrund zu überqueren, um künstlich erzeugte Höhenangst aus dem Labor und Filme am Rande am Abgrunds. Reinhard Kleindl ist theoretischr Physiker, Krimiautor und professioneller Slackliner aus Graz. Er erklärt, warum Slacklining ein Gentleman’s Sport ist und Athleten mit Höhenangst mehr Spaß daran haben. Anna Felnhofer und Oswald Kothgassner haben im Virtual Reality Laboratory der Universität Wien erforscht, ob sich Höhenangst künstlich erzeugen lässt. Ihre Forschungsergebnisse haben sie im Interview mit Daniela Lipka preisgegeben. Hartmut Schnedl hat sich auf die Suche nach Filmen gemacht die Höhenangst verursachen. Er ist fündig geworden und stellt acht Beispiele vor, von der Stummfilmkomödie bis zum 3D-Biopic. Fremdmaterial in Höhenangst The Man on the Burning Tightrope by Firewater © Der Berg by Wolfgang Ambros © Where is my Mind by Pixies © At the ball by Laurel and Hardy © The Nightmare and the Dawn by Bernard Hermann © Time Lapse by Michael Nyman © Waves of Fear by Lou Reed © Falling (Twin Peaks) by Julee Cruise ©

Vom Kommen und Gehen der Arten

In der kommenden Stunde reden wir mit Gabor Wichmann von BirdLife Österreich über Vogelgesänge, die immer seltener zu hören sind und lassen uns erklären, wie man zum Birdwatcher wird. Der Biodiversitätsexperte der Universität Wien Franz Essl erzählt uns von Pflanzen und Tieren, die von einem Kontinent zum anderen verfrachtet werden oder als blinde Passagiere reisen. Und wir stellen das Buch „Gesang der Fledermäuse“der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokàrczuk vor. Bild: asiatischer Marienkäfer; erkennbar an der schwarzen w-förmigen Zeichnung am Halsschild.

Wie das Blau in die Welt kam

Es geht um den gigantischen Aufwand, den Pflanzen und Tiere treiben, um blau zu sein, um den Kampf in der Kunst um die Farbe Blau, um das Naturbild von Albrecht Dürer und um eine Reise ins blaue Schlaraffenland Okzitanien.

Sloweniens wilder Süden. Von Selbstversorgern und Menschen, die auf...

In der kommenden Sendung machen wir eine Landpartie nach Bela Krajina und besuchen ein Ehepaar aus Laibach, das es in ein kleines Dorf verschlagen hat. Und wir befragen die Tierfotografen Marc Graf und Christine Sonvilla über das Zusammenleben von Menschen und Bären in Slowenien. Das Foto stammt aus ihrem aktuellen Buch "Unter wilden Bären".

Überleben ohne Wohnadresse (Wiederholung vom 13.2.2018)

Für den Leiter der Wildnisschule „Wild Sprouts“, Michael Schreyner,  ist die Natur ein erweitertes Wohnzimmer. Im Gespräch verrät er, wie er es sich unter freiem Himmel gemütlich macht, welche Pflanzen er zum Zähne putzen verwendet, wie Veganer im Wald überleben können und mit welcher Konzentrationsübung er für Tiere unsichtbar wird.  www.wildsprouts.at Das Buch „Der Ruf der Stille“ von Michael Finkel widmet sich einem Einsiedler, der 27 Jahre ohne jeden Kontakt mit Menschen in den Wäldern von Maine gelebt hat. Das Buch erzählt vom Überleben bei extremer Kälte, von der Veränderung der Zeitwahrnehmung und von einem Pilz als Haustier und Kameraden. Der Verein „Supertramps“ bietet Führungen durch ein etwas anderes Wien unter der Leitung von Obdachlosen oder ehemaligen Obdachlosen an. Angelo und Sandra sind zwei dieser „Guides“. Doch ihre Hintergründe sind sehr unterschiedlich: Angelo versteht sich als Nomade, der die Obdachlosigkeit selbst gewählt hat. Er schildert, wie er – teilweise mit Esel – durch halb Europa und Mexiko gewandert ist. Sandra erzählt aus eigener Erfahrung, wie rasch man auf der Straße landet und beschreibt die unsichtbare Obdachlosigkeit von Frauen. supertramps.at

In der Luft (Wiederholung vom 14.3.2016)

Eine Sendung über die Gerüche der Stadt, tanzende Flugdrohnen und das Sozialleben der Rabenvögel. Die Kunstphilosophin und Ästhetikerin Madalina Diaconu spricht darüber, warum wir dringend eine Bildung des Geruchssinns bräuchten, wie Bäckereien schlechte Gerüche in der Stadt übertünchen und warum wir „Es riecht schön“ statt „Es riecht gut“ sagen sollten. Chris Bruckmayr vom Ars Electronica Futurelab schwärmt von der Schönheit fliegender Lichtpunkte und erklärt, warum der fliegende Pizzabote auch in Zukunft die Ausnahme bleiben wird. Die Biologin Christine Schwab erläutert die Zweiklassengesellschaft der Krähen und erzählt, wie Rabenvögel einen Persönlichkeitstest bestehen, der eigentlich für vierjährige Kinder erdacht wurde. Dazu gibt es  Musik von Marcy Playground, Rammstein, Double Drums, Serj Tankian, Petula Clark und Ramones. Fremdmaterial in In der Luft Sex and Candy by Marcy Playground © Du riechst so gut by Rammstein © Groove over Beethoven by Double Drums © Sky is over by Serj Tankian © The cat in the window by Petula Clark © We want the airwaves by Ramones ©

Special über die Künstlerin und Musikerin Danielle de Picciotto

Danielle de Picciotto ist eine verwegene Pionierin auf vielen Gebieten. Sie ist Musikerin, Künstlerin und Filmerin. Sie liebt alte Instrumente und ist immer auf der Suche nach einem Sound, der quietscht und Ecken hat. Ihr neues Solo-Album „Deliverance“ dokumentiert den momentanen Zustand der Welt und will Mut machen: Niemals aufgeben! Zusammen mit ihrem Ehemann Alexander Hacke, dem Bassist der „Einstürzenden Neubauten“ bereist sie als moderne Nomadin die ganze Welt. Im wunderschön gestalteten Graphic diary, „We are gypsies now- Der Weg ins Ungewisse“ gibt sie Einblicke in ihr Leben als Freigeist und Underground-Musikerin. Daniela Lipka hat sie in Wien in einem Garten getroffen.

Berlin – Kunst zwischen Underground und Stadtwildnis

Flaneur und Distel hat es nach Berlin verschlagen: Wir sprechen mit der Musikerin und Künstlerin Danielle de Picciotto über die Leichtigkeit des Seins im Berlin der 1980er und 90er Jahre. Wir besuchen den Maler, Aktions- und Landartkünstler Ben Wagin in seinem Haus im Tiergarten und schauen uns das Tier-Theaterstück „Hirundo rustica – Die Rauchschwalbe“ von „Fräulein Brehms Tierleben“ an.

Natur auf der Leinwand

Land Art, botanische Illustrationen und Ökoaktivismus im Film Im Höllental wird die Landschaft zur Leinwand, wenn Eva Gruber auf den Kiesbänken der Schwarza mit Steinen, Blättern, Zweigen oder Eis Kunstwerke schafft. Wir begleiten die Land Art-Künstlerin in ihr „Freiluft-Atelier“. Weniger verspielt geht es in der „Wiener Schule der botanischen Illustration“ zu. Hier arbeiten die Künstlerinnen und Künstler im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und künstlerischer Freiheit. Magareta Pertl erzählt, unter welchen Strapazen sie in Madagaskar das bislang einzige Bild einer seltenen Orchideenart gemalt hat, und Petra Hudler erklärt, warum botanische Illustrationen auch im Zeitalter der Fotografie unverzichtbar sind. Dazu gibt es eine Exkursion in die Welt des Kinos: Wir stellen Spielfilme vor, die sich dem Ökoaktivismus widmen.

Wer rettet die Lobau? Der langsame Tod eines Nationalparks

Die Lobau trocknet aus. Wo bleibt das Wasser? Der Anblick blühender Seerosen ist für viele Menschen ein schönes Naturerlebnis. In der Lobau sind Seerosen ein alarmierendes Zeichen für das langsame Sterben einer Wasserlandschaft. Der Au geht das Wasser aus. Wir befragen LobaukennerInnen und Wissenschafter über die Hintergründe und über mögliche Rettungsmaßnahmen. Foto: Hirschkühe in der Lobau (c) www.kurt-kracher.at