Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Gesellschaft) (Englisch)
Hans Peter Heinzl, Georg Danzer, Sketches und Parodien…
Diesmal eine Hommage an Hans Peter Heinzl, einem österr. Kabarettisten der 80er und 90er Jahre. Dazu einige seiner Musikstücke, ausserdem Songs von Georg Danzer und Parodien vom unruhestifter: „wie textet Gabalier und DJ Ötzi wenn sie Julian le play einladen?“ „Neues aus der Menosphere“ und „Tagebücher der Schwester eines Diktators“ Viel Vergnügen
Sprachenvielfalt
Die Teilnehmer*innen des Audio-Basiskurses sprechen über Sprachen und persönliche Lebenserfahrungen.
Ubuntu – 10,000 Falling Petals I.
In den nächsten zwei Episoden der Sendereihe „Der kraffftvolle Weg“ liest der Dichter und Philosoph David Lee ausgewählte Gedichte aus seinem Buch „10.000 Falling Petals“ in englischer Sprache. In einem Gespräch mit Erika Krafft werden die Hintergründe erläutert und weiterführende Gedanken zu den Werken in deutscher Sprache geteilt.
Die Gedichte in dieser Episode:
Ubuntu
Of That
Capitulate
Desire
Plenty of Years
It is me
Weitere Informationen über David Lee sind auf seiner Autorenseite zu finden. Das Buch „10.000 Falling Petals“ ist 2024 im Verlag Kraffftvoll erschienen.
Herzlichen Dank an Christine Högl für einige Takte aus ihrem Musikstück „Der Aufbruch“, die ich mit ihrer Erlaubnis verwenden durfte.
Weltempfänger: Wahlen in Bangladesch
Wahlen in Bangladesch
In Bangladesch, südlich von Nepal am Golf von Bengal gelegen, finden die ersten Wahlen seit dem Sturz der vorherigen Regierung statt. Und wer diese Wahlen gewinnen wird, ist heute noch kaum absehbar. Die Wahlen sind aber dabei ganz besondere, denn sie sind die Konsequenz aus den ersten erfolgreichen sogenannten Gen Z Protesten. Im August 2024 floh die damals amtierende Premierministerin, Sheikh Hasina nach Indien, weil die Armee ihren Befehl, die Protestierenden auf den Straßen niederzuschießen, verweigerte. Eine Übergangsregierung übernahm das Ruder. Dabei beteiligten sich Vertreter aus der Protestbewegung mit dem Ziel eine neue demokratische politische Kultur zu etablieren. Mostafizur Rahman und Christian Wagner erläutern mit Radio Corax, wie die Wahl einzuordnen ist. Das Gespräch ist in Englisch und Deutsch geführt. Mittlerweile haben die Wahlen bereits stattgefunden. Die nationalistische Partei Bangladeschs gewann bei der Parlamentswahl mit einem eindeutigen Sieg, was Hoffnung auf Stabilisierung im Land gibt.
Zugunglücke in Spanien
In Spanien ist in der Provinz Andalusien am 19. Januar ein Hochgeschwindigkeit entgleist. Dabei prallte er mit einem entegegenkommenden Zug zusammen. 46 Menschen starben und es gab zahlreiche Verletzte. Mutmaßlich lag es an einer gebrochenen Schiene. Drei Tag später starb dann ein Lokführer bei einem Unfall in Katalonien, diesmal im Nahverkehr. Daraus ergab sich ein landesweiter Lokführer*innen Streik in Spanien. Der Ruf nach mehr Sicherheit ist laut. RDL sprach mit dem Spanienkorrespondenten, den freien Journalisten, Ralf Streck.
Gespräch zum Nachhören
Moderation: Nora Niemetz
CC-BY Musik: Ronald Kah, brother, abendrot
Story Strategies with Lesedi Oluko Moche
aufgequeerlt
Lesedi Oluko Moche says that her work is about complicating simplified ideas of identity. She connects this strongly to her own life. And to the historical circumstances that led her family to be scattered across different places. Lesedi is a South Africa–based Story Producer and Narrative Strategist, as well as a creative producer and festival curator. Her work moves between film, television, podcasting, and cultural programming. At the centre of her practice is storytelling. She is particularly interested in symbols and in how meaning travels through time, how power and history appear in everyday life, often very subtly.
We met in January for a Zoom conversation, where she spoke about her work and her approaches to storytelling. In November last year, she also took part in the book launch of CINÉMA AFRICAIN – Archiving, Resistance and Freedom, to which she contributed the text “The T-Shirt: Unchosen Histories in Cinematic Texts.”
The book was edited by Nadia Denton and Sandra Krampelhuber and published by JAAPO in 2025. The full recording of the book launch is available on the dorfTV website. The publication itself is also available as a free PDF download. We also talk about this text in the interview, and you’ll find out whether Lesedi sees herself as a diva in Divensplitter.
Music (c): Koko Taylor, Nina Simone, Thandiswa Mazwai, Amy Winehouse and Erykah Badu
Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich
„Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.“ Dieser Gedanke ist für Ida Brandstätter die Motivation, um die Erinnerung an unsere Vergangenheit wachzuhalten. Ida Brandstätter ist Jugendarbeiterin der Diözese Linz. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit mit der Geschichte des sogenannten Fremdvölkischen Kinderheims“ in Spital am Pyhrn.
Heim für Kinder von Zwangsarbeiterinnen
Dieses Heim beherbergte zwischen 1943 und 1945 die Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die in der Linzer Industrie arbeiten mussten. Oft wenige Tage nach der Geburt wurden die Kinder von ihren Müttern getrennt und ins Heim nach Spital am Pyhrn gebracht. Zahlreich Kinder starben dort an den Folgen mangelnder Ernährung und Zuwendung.
Jugendliche halten Erinnerung wach
Jungen Menschen die wenig bekannte Geschichte dieses Heims näherzubringen, war Ziel eines Projekts, das Ida Brandstätter im Oktober 2025 im Benediktinerstift Kremsmünster organisiert hat. Schüler*innen der Anton Bruckner International School in Linz gestalteten dort eine Radiosendung sowie eine Gedenkfeier zur Geschichte des „Fremdvölkischen Kinderheims“ in Spital am Pyhrn. Betreut wurden die Jugendlichen dabei von Jugendbetreuer*innen der Diözese und von Radio FRO. Die Sendung wurde im Kultur- und Bildungskanal von Radio FRO ausgestrahlt. Den Rahmen des Projekts bildete die Aktion 72 Stunden ohne Kompromiss. Worum es sich dabei handelt und was wir über die Geschichte des Fremdvölkischen Kinderheims wissen, erzählt Ida Brandstätter im Interview. Anschließend reflektieren die Schüler*innen der Anton Bruckner International School über die Arbeit am Projekt.
Interviews und Moderation: David Winkler-Ebner
Literatur zum Thema
Maria Prieler-Woldan, Vielleicht hätte ich eine Familie. Vielleicht hat jemand um mich geweint.“ Das „fremdvölkische” Kinderheim in Spital am Pyhrn 1943–1945. Wien 2023.
Manfred Berger, Der Kindergarten im Nationalsozialismus. „Drum beten wir
deutschen Kinder: Den Führer erhalte uns Gott“. Ein Beitrag zur Geschichte der
öffentlichen Kleinkinder-/Kindergartenpädagogik in den Jahren 1933 bis 1945, Göttingen 2019.
Leopold Pickner, ZeitgeschichteMUSEUM 1938-1945. Gewidmet den NS-Zwangsarbeiterinnen
und Zwangsarbeitern am Standort Linz der „Reichswerke Hermann Göring AG Berlin“.
Arbeitsgrundlagen für Lehrerinnen und Lehrer, o.D., [https://www.voestalpine.com/zeitgeschichte/Schulklassen/Unterrichtsmaterialien], eingesehen am 25.11.2025.
Link zur KuB-Sendung “72 Stunden im Dienst der Erinnerung“.
72 Stunden im Dienst der Erinnerung – das “Fremdvölkische Kinderheim” in Spital...
Wie konnten Menschen einander so viel Leid antun? Warum konnten all die Grausamkeiten nicht verhindert werden? Und was können wir tun, damit sich diese Geschichte nicht wiederholt? Wer sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzt, stößt bald auf Fragen wie diese. Und auch wenn es schwer ist, darauf Antworten zu finden – die bewusste Erinnerung ist ein wesentliches Moment im Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Darum ging es in einem Projekt, das Ende Oktober 2025 im Benediktinerstift Kremsmünster umgesetzt wurde. Jugendliche haben sich mit dem sogenannten Fremdvölkischen Kinderheims in Spital am Pyhrn auseinandergesetzt. Sie veranstalteten eine Gedenkfeier zum Thema – und eine Radiosendung. Das Ergebnis hören Sie in dieser Ausgabe von KuB Spezial.
Den Rahmen des Projekts bildetet die Aktion 72 Stundten ohne Kompromiss. Diese findet seit dem Jahr 2002 österreichweit statt und wird von der Katholischen Jugend, der youngCaritas und dem ORF organisisert.In zahlreichen Einzelprojekten stellen sich Jugendliche dabei 72 Stunden lang in den Dienst an einer guten Sache.
So auch die Schüler*innen der Anton Bruckner International School in Linz. Sie verbrachten im Oktober 2025 einige Tage im Benediktinerstift Kremsmünster. Dort beschäftigten sich die Schüler*innen mit der Geschichte des sogenannten „Fremdvölkischen Kinderheims“ in Spital am Pyhrn. Dieses Heim bestand von März 1943 bis Jänner 1945 und beherbergte die Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die in Industriebetrieben in Linz arbeiten mussten. Die Kinder dieser Arbeiterinnen wurden oft bereits wenige Tage nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und ins Heim nach Spital am Pyhrn gebracht.
Das Heim, das für 40 Kinder ausgelegt war, beherbergte bald mehr als 60 Kinder. Es mangelte an Ausstattung, Betreuungspersonal und Nahrung. Zahlreiche Kinder starben.
Die Soziologin Maria Prieler-Woldan hat die Geschichte des Heims und das Schicksal der darin lebenden Kinder erforscht. Aufbauend auf ihren Erkenntnissen, haben die Schüler*innen der Anton Bruckner International School eine Sendung über die Geschichte des „Fremdvölkischen Kinderheims“ in Spital am Pyhrn gestaltet. Betreut wurden sie dabei von Jugendarbeiter*innen der Diözese Linz und von Radio FRO.
Die Schüler*innen näherten sich dem Thema anhand von 5 verschiedenen Perspektiven. Layla und Anna berichten in der Sendung über die Geschichte des Fremdvölkischen Kinderheims in Spital am Pyhrn. Ihr Beitrag steht zu Beginn der Sendung. Alex, Patrick und Paulina sprechen anschließend über das Thema der Kindeserziehung im Nationalsozialismus und schildern anhand der Biographie von Katharina B. Beispielhaft das Schicksal von Kindern in den Heimen der Nationalsozialisten. Auch Amanda und Yuexi stellen die Geschichten von zwei Heimkindern vor. Arina und Destiny diskutieren über die Rolle der Frauen in der nationalsozialistischen Gesellschaft und wie sich diese im Laufe des Kriegs gewandelt hat. Den Abschluss machen Lucas, Maalin und Ishaan, die sich mit Zwangsarbeit im Nationalsozialismus auseinandersetzen.
Moderation: David Winkler-Ebner
Literatur zum Thema:
Maria Prieler-Woldan, Vielleicht hätte ich eine Familie. Vielleicht hat jemand um mich geweint.“ Das „fremdvölkische” Kinderheim in Spital am Pyhrn 1943–1945. Wien 2023.
Manfred Berger, Der Kindergarten im Nationalsozialismus. „Drum beten wir
deutschen Kinder: Den Führer erhalte uns Gott“. Ein Beitrag zur Geschichte der
öffentlichen Kleinkinder-/Kindergartenpädagogik in den Jahren 1933 bis 1945, Göttingen 2019.
Leopold Pickner, ZeitgeschichteMUSEUM 1938-1945. Gewidmet den NS-Zwangsarbeiterinnen
und Zwangsarbeitern am Standort Linz der „Reichswerke Hermann Göring AG Berlin“.
Arbeitsgrundlagen für Lehrerinnen und Lehrer, o.D., [https://www.voestalpine.com/zeitgeschichte/Schulklassen/Unterrichtsmaterialien], eingesehen am 25.11.2025.
Arne Hintz über Gerechtigkeit in der Datengesellschaft
Sowohl staatliche Behörden als auch wirtschaftliche Unternehmen sammeln immer mehr Daten über ihre Bewohner*innen und Kund*innen. Diese Daten lassen sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisch auswerten. Das betrifft sowohl autoritäre Regime als auch demokratische Gesellschaften. Über die Folgen davon forscht der Politikwissenschafter Arne Hintz am Data Justice Lab in Cardiff. David Winkler-Ebner hat mit ihm über die Vor- und Nachteile des Datensammelns gesprochen und wie diese Praxis Diskriminierung in Gesellschaften verstärkt.
Österreichische UNESCO-Kommission (Hg.), Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll gestalten: ethische Rahmenbedingungen und Chancengerechtigkeit in demokratischen Gesellschaften. Wien, 2025, [https://zenodo.org/records/15528167] eingesehen am 20.11.2025.
Website der Österreichischen UNESCO-Konferenz: https://www.unesco.at/
Website School of Journalism, Media and Culture: https://www.cardiff.ac.uk/journalism-media-and-culture
Website University of Cardiff, Data Justice Lab:
- https://datajusticelab.org/
- https://www.cardiff.ac.uk/research/explore/research-units/the-data-justice-lab
Konferenz: Digital Citizenship and Surveillance Society, 18.-19.62026, University of Cardiff: https://dcssproject.net/conference/
Zeit für mich
Wir nahmen uns die Zeit. Mit Atemübungen. Musik. Spaziergänge. Längere Zeit und kurze Me-Time Pausenzeiten. Bildschirmfrei. Hier und jetzt. David und Vera sprachen über ihren Erfahrungen und darüber, was sie gerne loslassen würden, weil es nur ihre Zeit stehlt.
Tracklist:
- The Jacksons: Blame it on the Boogie
- Gesangskapelle Hermann: Drawig
- The Beautiful South: Have Fun
- Yung Hurn: Nein
- Peter Alexander: Der Badewannentango
- Sido, Helga Schneider: Arbeit
- Dr. Nelle Karajic, Dejan Sparavalo: Bubamara
- House of Pain: Jump Around
Tag der wohnungslosen Menschen
Eine Aktion der Kupfermuckn macht auf die dramatische Wohnsituation in Linz aufmerksam.
Der 11. September ist der Tag der wohnungslosen Menschen. Dieser Aktionstag wird bisher nur in Deutschland begangen. Die Straßenzeitung Kupfermuckn hat den Tag der wohnungslosen Menschen im Rahmen einer Aktion nach Linz geholt.
Unter dem Titel “Immobbing” präsentierte die Kupfermuckn die andere Seite des Wohnungsmarktes. Auf dem Martin-Luther-Platz wurde ein Zelt aufgeschlagen, daneben Plakate mit satirisch formulierten Wohnungsannoncen aufgestellt: “zentrumsnahes Wohnen im Grünen” auf einer Parkbank, Wohnen mit Aussicht in einem Parkhaus, ein Leben in einem Zelt für “Freiheitsliebende”. Was den einen zunächst humorvoll erscheint, ist für andere bittere Realität, wie Betroffene erzählen.
Weitere Beiträge zum Thema:
“Armutsbekämpfung beginnt mit gerechter Entlohnung”
Einblicke in die philippinische Community in den USA
Im Podcast Gekommen, um zu bleiben – Diaspora im Gespräch kommen Menschen mit Migrationsgeschichte zu Wort. Migration ins Ausland ist ein wesentlicher Teil der philippinischen Gesellschaft, vor allem Arbeitsmigration. Derzeit werden gezielt Pflegekräfte nach Österreich angeworben. Die größte philippinische Community ist mit etwa 4,5 Millionen Menschen in den USA vorzufinden. Dieses Podcast-Gespräch wurde auf dem SBÄM Fest in Wels aufgenommen. Zu hören sind The Dollheads – drei Geschwister mit philippinischen Wurzeln, die über ihre Musik aber auch ihre Erfahrungen mit der Community in Las Vegas erzählen. (Beitrag auf Englisch!)
Sendungsgestaltung: Marina Wetzlmaier
STWST84x11 – Flooding the zone with fog
Vorschau auf die Showcase-Extravaganza der Stadtwerkstatt STWST84x11.
Mit STWST84x11 FOG MANIFESTO thematisiert die STWST Nebel als Material, Medium und Netzwerk. Die Stadtwerkstatt zeigt in ihrer Showcase-Extravaganza desorientierte Arbeiten und vernebelte Kontinuitäten zwischen Theorie und künstlerischer Praxis.
Ein Gespräch über Nebel in der Informationsgesellschaft, Nebel-Kegeln, Clowns und Video Games mit:
- Tanja Brandmayr (STWST)
- Claudia Reiche (Installation New Jokes)
- Gokay Atabek (Volksamt! Klang Manufaktur, VLKFST Orkest Re-Enacts: Symphony of Sirens (1922), Installation und NIGHTLINE, Samstag Nacht, 6. Sept, 02:00, STWST Saal)
Das Programm und alle Infos zu STWST84x11 gibt es unter: stwst84x11.stwst.at
Moderation: Marina Wetzlmaier, Jakob Mak
Weltempfänger: Landnahme in Uganda
Uganda: Land is not for sale
Land is not for sale – das Land (Uganda) steht nicht zum Verkauf. So sagte einmal der ugandische Präsident Museveni anlässlich einer Fabrikeröffnung. Und doch ist Uganda aktuell einer der weltweiten Hotspots von Landnahmen, auch als Landgrabbing bekannt. Das teils lückenhafte Landrechtssystem bietet nicht allen die gleiche Sicherheit. Die Regierung verschafft Investoren Zugang zu Land, oft auf Kosten der Bevölkerung. Zwei Fälle zeigen auf, wie deutsche Unternehmen in Prozesse investitionsbasierter Landkonflikte verwickelt sind. In einem Fall geht es um Kaffee für den Export. In dem anderen um eine Forstplantage, mit der CO2-Zertifikate für den globalen Kohlenstoffmarkt produziert werden. Ein Feature gestaltet für Süd-Nord-Funk von Lisa Binder und Tonny Katende.
Wasserknappheit in den mexikanischen Chinampas
Die Chinampas sind eine jahrtausendealte Methode der Landwirtschaft auf künstlichen Inseln in den Seen von Mexiko-Stadt. Ursprünglich von den Mexicas und Aztek*innen entwickelt, liefern sie bis heute einen wichtigen Teil der Lebensmittelversorgung der Millionenmetropole. Doch das fragile Ökosystem ist bedroht. In San Gregorio Atlapulco, einem der letzten verbliebenen Chinampa-Gebiete, kämpfen campesinxs und Aktivist*innen für den Erhalt ihrer Kultur und Lebensgrundlage. Sie sehen sich mit steigenden Anforderungen der Stadt und dem wachsenden Tourismus konfrontiert. Trotz Anerkennung auf internationaler Ebene bleiben Unterstützung und Schutz oft unzureichend. Johanna Fuchs und Gibran Mena waren vor Ort. Sie haben für diesen Radiobeitrag mit den Chinamperos David Jimenez und Tomás Rufino über die Bedeutung der Chinampas als nachhaltiges Anbausystem, die ökologischen Herausforderungen und den sozialen Widerstand der lokalen Bevölkerung gesprochen. Weitere Sprecher*innen im npla-Beitrag sind Lya Cuéllar und Santiago Infantino. Zwei Musikstücke im Beitrag sind Sonromepera – Xochimilco und Sonrompepera – Cumbia algarrobera.
Moderation: Nora Niemetz
CC-BY Musik: Ronald Kah, dancing in the moonlight
Kunst als Ort des politischen Widerstands
Im Gespräch mit der Künstlerin und Kuratorin Jelena Micić über die Proteste in Serbien, koloniale Kontinuitäten und Diversität im Kulturbetrieb.
Jelena ist seit 2022 künstlerische Leiterin der Wienwoche, dem Festival für Kunst und Aktivismus, das von 12. bis 21. September unter dem Motto „Breath Again“ stattfindet. Einige Projekte der Wienwoche sind schon bekannt, daher wird es eine Vorschau darauf geben.
Ein Gespräch über Antikolonialismus, Machtverhältnisse, Diversität im Kulturbetrieb, sowie über die Proteste in Serbien, die seit November 2024 weiterhin andauern.
Hinweise:
Wienwoche, Festival für Kunst und Aktivismus, 12. bis 21. September 2025. Programm und Infos unter: www.wienwoche.org
Kumain ka na? Hast Du schon gegessen? Die philippinische Community in Wien. bis 31. August im WIEN MUSEUM
Foto: © WIENWOCHE/ David Cuka
Weltempfänger: Wahlen in Albanien
Wahlen in Albanien
In Albanien wurde gewählt. Als Siegerin ging zum 4. Mal infolge die sozialistische Partei des Ministerpräsidenten Edi Rama hervor. Unter ihr verharrt das Land und seine Menschen in Armut, Korruption und Entrechtung. Eine kleine, progressive linke Wahlliste der „Bewegung Zusammen“ konnte allerdings einen Sitz im Parlament erlangen, nachdem sie über Jahre basisorientiert Arbeiter*innen und Studierende organisierte. Ein echter Hoffnungsschimmer meint unsere Gesprächspartnerin Inva Halili. Sie ist Gewerkschafterin und war als Wahlbeobachterin vor Ort. Radio Blau hat mit ihr das Gespräch geführt.
Stayin‘ Alive – Community Radio in Ungarn
Seit letzter Woche ist klar, dass die ungarische Regierung versucht auch über große Medien und NGOs in Ungarn ihren Einfluss massiv auszuweiten. Mit einem „Transparenz Gesetz“ ermöglicht sich die sogenannte „Souveränitätsbehörde“ den autoritären Eingriff in alle Organisationen, welche ausländische Fördermittel bekommen. Egal ob von Einzelpersonen gespendet oder über EU-Projekte finanziert. In Zuge dessen haben nun auch die größeren Medien gemerkt, dass ihre Pressefreiheit endgültig abgeschafft werden sollen. Doch was aktuell passiert ist nur die nächste Eskalation einer nun 15 Jahre andauernden Strategie. Eine Strategie, welche mit der Ausschaltung der florierenden Community Radio begann. Radio Corax sprach mit zwei Radioaktivisten in Budapest, um auf Spurensuche zu gehen. Die Beiträge sind Teils in englischer Sprache.
Moderation: Nora Niemetz
CC-BY Musik: Ronald Kah, is ist real song
Weltempfänger: Green City Zagreb
Worum geht es Indien und Pakistan in Kaschmir?
In der Region Kaschmir im Himalaya gibt es seit über einer Woche wieder kriegerische Auseinandersetzung zwischen Pakistan und Indien. Medial werden sie als einige der heftigsten seit Jahren bezeichnet. In vielen kurzen medialen Berichten entsteht jedoch nur ein sehr diffuses Bild des Konfliktes. Oft wird nicht wirklich klar, worum es bei dem Konflikt in der Grenzregion überhaupt geht und wie der historische Hintergrund des Konfliktes genau aussieht. Um Kaschmir führten die beiden Länder seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1947 bereits zwei Kriege. Beide Länder beanspruchen die Region vollständig für sich, sie kontrollieren jedoch jeweils nur einen Teil. Dem jüngsten Konflikt geht der Anschlag am 22. April voraus. Im indischen Teil Kaschmirs starben dabei 26 Menschen. Indien macht dafür muslimische Extremisten mit Verbindungen nach Pakistan verantwortlich. Dies streitet Pakistan ab. RDL sprach mit dem Soziologen Hanns Wienold. Er wohnte lange in Pakistan und forschte und auch einige Jahre in Indien zur Agrarsituation.
Gespräch zum Nachhören
OECD-Studie: How’s Life for Children in the Digital Age?
Kinderaugen im digitalen Zeitalter
Sehen ist wichtig. Unsere Augen sind für das Leben in der Natur gemacht. Besonders für das Sehen in die Ferne. Heute verbringen wir aber viel zu viel Zeit in Innenräumen und vor Bildschirmen, was für unser Sehsystem unnatürlich ist. Beim Blick auf ein Smartphone oder einen Bildschirm muss sich das Auge anstrengen – ein Muskel verändert die Linsenform. Bei zu viel Naharbeit wächst das Auge dabei in die Länge, was zu Kurzsichtigkeit führt. Kurzsichtigkeit kann zwar mit einer Brille korrigiert werden, erhöht aber das Risiko für ernste Augenerkrankungen. Kurzsichtigkeit ist also mehr als nur ein Sehfehler. LoraMuc sprach dazu mit Norbert Pfeiffer. Er ist Vorstandsmitglied der Stiftung Auge und Direktor der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz im Gespräch mit Sabrina Hartmann.
Wer sich über Augenerkrankungen informieren möchte, kann sich auf der Homepage der Stiftung Auge vier Kurzfilme ansehen. Diese zeigen Alltagssituationen aus der Sicht von Menschen mit Sehbehinderungen.
Moderation: Nora Niemetz
CC-BY Musik: Ronald Kah, summer tears
Weltempfänger: Pressefreiheit in der Westsahara
Pressefreiheit in der Westsahara
Weltweit sind Journalist*innen häufig und immer öfter in ihrer Arbeit eingeschränkt. Die die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (RSF) am 2. Mai 2025 veröffentlicht hat, zeigt, dass die Pressefreiheit auf einem historischen Tiefstand angelangt ist. Die Situation für Medienschaffende in der Westsahara ist besonders bedrohlich. Das von Marokko beanspruchte Gebiet, dessen Status umstritten ist, gilt als „Wüste für Journalist*innen“. Über die Situation der Sahrauis, der ursprünglichen Bewohner*innen Westsaharas, dringen kaum Informationen nach außen. Ausländischen Journalist*innen ist die Einreise meistens verwehrt. Gegen diese Stille kämpft seit 2009 das Medienkollektiv Equipe Media an, in dem mehrere sahrauische Journalist*innen arbeiten. Für den südnordfunk hat Antonia Vangelista den Journalisten und Koordinator von Equipe Media Mohamed Mayara interviewt.
Interview zum Nachhören
Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen
Zukunft des deutschen Lieferkettengesetzes
2021 wurde das deutsche Lieferkettengesetz verabschiedet – gegen den Widerstand diverser Wirtschaftslobbyverbände. Die damalige Bundesregierung, eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD, sprach von einem Meilenstein im internationalen Schutz von Menschenrechten. Nun wollen ebenfalls CDU/CSU und SPD das Gesetz wieder abschaffen. So steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Stattdessen soll die Europäische Lieferkettenrichtlinie bürokratiearm und vollzugsfreundlich umgesetzt werden. Die Berichtspflichten für Unternehmen, die seit 2023 gelten, sollen unmittelbar entfallen. Was das konkret bedeutet, darüber sprach RDL mit Felix Roll. Felix Roll ist Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei der Werkstatt Ökonomie, WÖK, in Heidelberg.
Digitale Souveränität
Cyberangriffe stehen bei der hybriden Kriegsführung im Vordergrund. Deutschland hängt im Bereich Cybersicherheit meilenweit anderen Staaten hinterher. Sowohl Russland als auch die USA gelten als Bedrohung in Sachen Cyberangriffe. Radio Corax hinterfragt in einem Interview was jene Veränderungen in den USA für den Schutz deutscher digitalen Infrastruktur bedeuten könnten. Gesprächspartner ist Manuel Atug. Er ist Gründer und Sprecher der unabhängigen Arbeitsgruppe Kritische Infrastruktur, kurz „AG Kritis“. Er beschäftigt sich seit über 23 Jahren mit den Themen Informationssicherheit und dem Schutz kritischer Infrastrukturen.
Moderation: Nora Niemetz
CC-BY Musik: Ronald Kah, water song
Protesttour nach Straßburg
„Subotica, Budapest, Bratislava und Wien, über Linz und Salzburg geht’s weiter, unsere Route ist wirklich lang“, riefen die Studierenden aus Serbien, die auf ihrer Protesttour durch Europa am 9. April in Linz ankamen.
Am 3. April machten sie sich mit ihren Fahrrädern von Novi Sad aus auf den Weg. Am 15. April wollen sie Straßburg erreichen, wo sich das EU-Parlament befindet. Sie fordern die europäischen Staaten und Institutionen dazu auf Druck auf die serbische Regierung auszuüben. Dort demonstrieren die Menschen seit November 2024 gegen die Korruption im Land und für die Demokratie. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines neu renovierten Vordachs am Bahnhof von Novi Sad. 16 Menschen starben dabei.
Am Linzer Hauptplatz versammelten sich u.a. viele Menschen mit serbischen Wurzeln, um ihre Solidarität mit den Protestierenden auszudrücken. Sie machen sich Sorgen um die politische Situation im Land, wie sie sagen. Marina Wetzlmaier war vor Ort und hat Eindrücke vom Empfang der Studierenden gesammelt.
Mehr Informationen zur “Tour nach Straßburg”: de.turadostrazbura.rs
Gemeinsam Druck aufbauen
Die Protestradler*innen aus Serbien wurden in Linz empfangen | Digitalisierung & (De-) Radikalisierung junger Menschen
Protesttour nach Straßburg
„Subotica, Budapest, Bratislava und Wien, über Linz und Salzburg geht’s weiter, unsere Route ist wirklich lang“, riefen die rund 80 Studierenden aus Serbien, die auf ihrer Protesttour durch Europa am 9. April in Linz ankamen.
Am 3. April machten sie sich mit ihren Fahrrädern von Novi Sad aus auf den Weg. Am 15. April wollen sie Straßburg erreichen, wo sich das EU-Parlament befindet. Sie fordern die europäischen Staaten und Institutionen dazu auf Druck auf die serbische Regierung auszuüben. Dort demonstrieren die Menschen seit November 2024 gegen die Korruption im Land und für die Demokratie. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines neu renovierten Vordachs am Bahnhof von Novi Sad. 16 Menschen starben dabei.
Am Linzer Hauptplatz versammelten sich u.a. viele Menschen mit serbischen Wurzeln, um ihre Solidarität mit den Protestierenden auszudrücken. Sie machen sich Sorgen um die politische Situation im Land, wie sie sagen. Marina Wetzlmaier war vor Ort und hat Eindrücke vom Empfang der Studierenden gesammelt.
Mehr Informationen zur “Tour nach Straßburg”: de.turadostrazbura.rs
“Unser größter Kampf gilt dem Algorithmus”
TikTok, Instagram, Whatsapp. Die digitale Welt ist aus dem Alltag von vielen Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Laut dem Jugend-Internet-Monitor von saferinternet verbringt ein erheblicher Teil der jungen Menschen täglich mehrere Stunden online. Doch diese intensive Nutzung birgt auch Risiken.
Am zweiten April 2025 richtete die Kinder und Jugendanwaltschat Oberösterreich ihre Fachtagung zum Thema „Digitalisierung & (De-) Radikalisierung junger Menschen“ im Linzer Schlossmuseum aus. Gemeinsam mit Expert*innen konnten Lehrende, Pädagog*innen oder Mitarbeitende im Jugendbereich einen Einblick in die präventative De-Radikalisierungsarbeit bekommen. Ziel war es, Strategien zu entwickeln, um Jugendliche vor extremistischer Beeinflussung im digitalen Raum zu schützen und diejenigen Menschen, die mit Jugendlichen und Kinder in Kontakt kommen, zu schulen.
Bei der Pressekonferenz vor dem Start der Tagung, sprachen Michael Lindner (Kinder – und Jugendschutz-Landesrat), Ingrid Brodnig (Buchautorin und Journalistin), Kenan Dogan Güngör (Soziologe, Integrations- und Diversitätsexperte) und die Leiterin der Kinder – und Jugendanwaltschaft OÖ, Christine Winkler-Kirchberger über die wichtigsten Erkenntnisse und Ansatzpunkte der präventiven De- Radikalisierungsarbeit. Anna Jungwirth berichtet.
Weltempfänger: Proteste in Serbien
Proteste in Serbien gegen die Regierung
Seit Monaten gehen in Serbien die Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung von Präsident Aleksandar Vučić zu demonstrieren. Begonnen hatten die Proteste vergangenes Jahr im November, als 15 Menschen ums Leben gekommen waren, als in der Stadt Novi Sad ein Bahnhofsvordach eingestürzt war. Vorläufiger Höhepunkt der Proteste war die Demonstration vom 15. März in Belgrad, bei der Zehntausende ihren Unmut über Korruption und die serbische Regierung zum Ausdruck brachten. Radio FSK hat mit dem Studenten und Akitivisten Tisa über die Proteste und die politische Situation in Serbien gesprochen.
Beitrag zum Nachhören
Suche nach Leben auf Exoplaneten
Hat sich auch auf anderen Planeten der Milchstraße Leben entwickelt? Eine Antwort auf diese Frage soll PLATO liefern, die aktuelle Mission der europäischen Weltraumagentur ESA. Zu diesem Zweck wird im Jahr 2026 die Raumsonde PLATO vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana ins All starten und sechs Jahre lang nach erdähnlichen Planeten suchen. Matthias Loke von Radio Ginseng hat mit Astrophysikerin Heike Rauer über das Projekt gesprochen. Rauer leitet das Institut für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und forscht seit Jahren zu sogenannten extrasolaren Planeten, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden. Ziel ihrer Forschung ist es, auf diesen Planeten Leben nachzuweisen. Welchen Beitrag dazu die Mission PLATO leisten kann, erzählt sie im Interview.
Beitrag zum Nachhören
10 Jahre Alarm-Phone
Menschen zu helfen, die auf der Flucht nach Europa in eine Notlage geraten, ist Ziel der Initiative Alarm-Phone, die im Oktober 2014 ins Leben gerufen wurde. Zu diesem Zweck haben die Aktivist*innen eine Hotline für Flüchtlinge in Seenot eingerichtet. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums hat Radio Corax mit Mitglieder von Alarm-Phone Leipzig über die Aktion gesprochen.
Moderation: David Winkler-Ebner
Weltempfänger: Fünf Jahre nach dem Brexit
Fünf Jahre nach dem Brexit
Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs am 31. Jänner 2020 wird auch als Brexit bezeichnet. Dabei ist Brexit ein sogenanntes Kofferwort, eine Wortkombination aus zwei Wörtern zu einem neuen Begriff. In dem Fall „British“ und „exit“. Bereits im Jahr 2016 stimmten 51,9% der Briten beim EU-Referendum für einen Austritt aus der EU. Bis zum 31. Januar 2020 dauerte es bis Großbritannien endgültig aus der EU und dessen Binnenmarkt austrat. Über die aktuelle Situation und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sprach Radio Corax mit dem freien Journalisten Jörg Kronauer.
Proteste in Serbien
Ein Generalstreik legte am 24.01.2025 Serbien lahm. Ein Generalstreik, der politischer nicht sein könnte. Denn Anlass ist, dass seit zweieinhalb Monaten die Aufarbeitung eines tödlichen Unfalls am Hauptbahnhof in Novi Sad nicht stattfanden. 15 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Verantwortlichen für die Renovierung des Bahnhofs, die kurz vorher abgeschlossen wurde, haben mit einer Ausnahme bis heute keine Konsequenzen erfahren. Noch bevor es zu dem Generalstreik kam, versammelten sich am 17. Januar 50 000 Menschen vor dem nationalen Radio von Serbien, RTS. Auslöser für diesen gezielten Protest war, dass kurz davor eine Studierende bei einer der täglichen Gedenkveranstaltungen, bei der für 15 Minuten Straßenkreuzungen blockiert werden, von einem Autofahrer angefahren und schwer verletzt wurde. Über diesen Vorfall am 14. Jänner und dessen tragweite sowie den aktuellen Stand der Bewegung sprach Radio Corax mit Dunja, eine der Studierenden an der Universität in Belgrad. Mittlerweile ist der serbische Premierminister Miloš Vučević zurückgetreten.
MulluTV – Filme über indigene Kämpfe
Im August 2023 wurden die Wähler*innen Ecuadors an die Urnen gerufen, um über das Schicksal des Yasuní Regenwalds abzustimmen. Das Ergebnis war überwältigend: mehr als 60% stimmten dafür, dass die gut 700 Millionen Barrel Öl unter dem Yasuní Nationalpark in der Erde bleiben sollen und somit für den Erhalt der für ihre reiche Biodiversität bekannten Amazonas-Region. Dieser Sieg war dem Engagement der indigenen Gemeinschaften und zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen, unter ihnen MulluTV, zu verdanken. Zusammen starteten sie die Kampagne #SíAlYasuní, um die Menschen darüber aufzuklären, worum es bei der Abstimmung geht. Der Nachrichtenpool Lateinamerika gestaltete darüber einen Beitrag.
Begnadigung des indigenen Aktivisten Leonard Peltier
Nach fast 50 Jahren Haft kann der indigene Aktivist Leonard Peltier das Gefängnis hinter sich lassen. In letzter Minute hat Ex-Präsident Joe Biden ihn begnadigt und seine Haft in Hausarrest umgewandelt. Leonard Peltier wurde wegen der Erschießung von 2 FBI-Agenten verurteilt – unter sehr fragwürdigen Umständen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert – wie auch Amnesty International – schon lange die Freilassung von Leonard Peltier. Nun wird er zwar nicht in Freiheit entlassen, aber der 80-Jährige kann zumindest nach Hause zurückkehren. Heike Demmel sprach dazu mit Sarah Reinke, der Leiterin der Menschenrechtsarbeit der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Moderation: Nora Niemetz
CC-Musik von Ronald Kah
Wo bleibt die Solidarität in der Klimakrise?
Perspektiven aus dem Globalen Süden am Beispiel der Philippinen anlässlich der UN-Klimakonferenz.
Auf der UN-Klimakonferenz in Baku, Aserbaidschan, scheinen sich die rund 200 Teillnehmerländer nicht einig zu werden. Gestritten wird ums Geld und die Verantwortung. Denn beim Thema Klima werden globale Ungleichheiten drastisch sichtbar – sowohl aufseiten der Verursacher*innen als auch der Betroffenen: Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung verursachen fast die Hälfte der weltweiten Treibhausgasemissionen. Zehn Länder sind für zwei Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich.
Spürbar ist die Klimakrise zwar für alle, jedoch verfügen reichere Länder über mehr Mittel für Klimawandelanpassungen oder die Reduktion von Emissionen. Hingegen sind jene Länder und Bevölkerungsgruppen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, am stärksten davon betroffen. Sie können sich weniger vor den Folgen schützen und sich nach Naturkatastrophen weniger gut erholen. Wie jene Menschen in der zentral-philippinischen Provinz Leyte, deren Häuser und Lebensgrundlagen im Jahr 2013 von Taifun Haiyan zerstört wurden. Einige von ihnen haben nie staatliche Unterstützung erhalten. Viele konnten bis heute nicht in ihre Heimatorte zurückkehren, berichtet Andya Paz, dekoloniale Wissenschaftlerin und Doktorandin für Umweltwissenschaften an der Central European University (CEU) in Wien.
Die Zerstörung durch Taifun Haiyan löste auf der UN-Klimakonferenz 2013 in Warschau eine Diskussion über Verluste und Schäden aus, die aus den sich verschärfenden Katastrophen folgten. Bis heute wird jedoch die Frage diskutiert: wer ist verantworlich, wer zahlt und wie viel? Im Jahr 2050 werde die Summe, die der Globale Süden für seine Klimaschäden benötigt, jährlich zwischen 1,1 und 1,8 Billionen US-Dollar liegen, errechneten Wissenschaftler:innen der London School of Economics. Das ist weit von jener Summe entfernt, auf die sich die Industrieländer bisher einigen konnten: 100 Milliarden Euro jährlich an Klima-Hilfsgeldern.
Auf internationaler sowie lokaler Ebene hängen Entscheidungen von den Machtverhältnissen ab und von der Frage: wer wird gehört? Andya Paz betont im Rahmen einer Podiumsdiskussion, wie wichtig es ist betroffene Communities einzubeziehen. Dem stimmen auch die weiteren Gäste zu:
- Veronica Cabe, von der philippinischen Umweltschutzorganisation Nuclear-Coal Free Bataan Movement. Sie setzt sich gegen Kohlekraftwerke und andere Formen der Umweltverschmutzung in ihrer Heimatregion ein und berichtet über die Folgen von Taifunen für arme Bevölkerungsgruppen.
- Amadeo Kaus, Klimaaktivist bei Fridays For Future in Köln, die auch mit philippinischen Klimabewegungen vernetzt sind
- Gerardo Parco, Umweltspezialist beim OPEC Fund for International Development in Wien
In dieser Sendung werden Ausschnitte aus der Diskussion präsentiert, die auf Englisch stattgefunden hat, aufgezeichnet im Rahmen des philippinischen Kulturfestivals KUBO in Wien.
Mehr zum Thema hören:
Reportage „Ein philippinisches Dorf im Kampf gegen die Klimakrise“
Vor der Weltklimakonferenz: Ugandischer Klimaaktivist Nicholas Omonuk im Gespräch
Die Klimakrise trifft Menschen im Globalen Süden, etwa in den Dörfern Ugandas, besonders hart. Aber nicht nur das: Der ugandische Klimaaktivist Nicholas Omonuk berichtet, wie die Agrarexportwirtschaft und die Fossilindustrie in Uganda ländliche Gemeinden unter Druck setzen und Menschenrechte verletzen. Der südnordfunk von Radio Dreyeckland fragt ihn mit Blick auf die Weltklimakonferenz in Baku, was das für den globalen Kampf gegen eine verschleppte Klimapolitik bedeutet.
Sendungsmoderation: Marina Wetzlmaier
TERA FM – Schulpraxis im Ausland
Sehen wie’s anderswo gemacht wird
Es ist manchmal überraschend wie wenig Best Practice Austausch es bez. der Schulbildung gibt, wie wenig wir sogar von unseren Nachbarländern wissen. Jedes Land scheint davon überzeugt zu sein, dass man ohnehin zu den Besten gehört – eine Vermutung, die gerade auf Österreich bezogen, wohl so gar nicht stimmt.
Die meisten Studierenden, die Lehrer*innen werden und auf ein Erasmus Auslandssemester gehen, praktizieren im Gastland auch in Schulen. Sie sind also die große Ausnahme, sie sehen wie es anderswo gemacht wird. Im ersten Teil dazu ist Karl Wegenschimmel zu Gast im Studio – er organisiert die Schulpraxis für Erasmus Studierende, die aus dem Ausland zu uns kommen. Mit ihm kommen einige Erasmus Studierende aus verschiedenen Ländern, die dieses Semester in Linz verbringen.
Und so ist es eben. Bildung finden wir gut. Und Bildung bewegt. Und wir wollen Bildung bewegen. Und deshalb bewegt uns vieles. Was uns bewegt? Inklusion. Globalisierung. Menschenrechte. Ernährung. Politik. Neue Ideen. Alte Ideen. Junge Leute. Alte Leute. Denn all das macht Schule aus. Macht Bildung aus. Macht uns aus. Und uns macht das was aus.
ProduzentIn: Studenten PHOÖ
Sprachen: Deutsch
Voices of Culture – Episode 3
Welcome to „Voices of Culture,“ the podcast that bridges the gaps in our fast-paced, often disconnected world presented Dr. Lida Tsene, your host, and produced by Dina Ntziora. In an era where meaningful connections can feel increasingly rare, „Voices of Culture“ aims to foster compassion, build a sense of community, and reimagine the ways we engage with one another. Episode 3: Vasileia Vaxevani, Trauma Sensitive Informed Storyteller Funded by the European Cultural Foundation for Display Europe and co-funded by EU. Funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the Directorate General for Communications Networks, Content and Technology. Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.
Voices of Culture – Episode 2
Welcome to „Voices of Culture,“ the podcast that bridges the gaps in our fast-paced, often disconnected world presented Dr. Lida Tsene, your host, and produced by Dina Ntziora. In an era where meaningful connections can feel increasingly rare, „Voices of Culture“ aims to foster compassion, build a sense of community, and reimagine the ways we engage with one another. Episode 2: Hayden Bridgeman, North Area Ranger · New Forest National Park Authority Funded by the European Cultural Foundation for Display Europe and co-funded by EU. Funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the Directorate General for Communications Networks, Content and Technology. Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.
Voices of Culture – Episode 1
Welcome to „Voices of Culture,“ the podcast that bridges the gaps in our fast-paced, often disconnected world presented Dr. Lida Tsene, your host, and produced by Dina Ntziora. In an era where meaningful connections can feel increasingly rare, „Voices of Culture“ aims to foster compassion, build a sense of community, and reimagine the ways we engage with one another. Episode 1: Cristina Sarris ,Mainstreaming Sustainability Literacy, Facilitator & Director, Resilient Planet, Country Coordinator, Climate Fresk Greece, Ambassador | European Climate Pact Funded by the European Cultural Foundation for Display Europe and co-funded by EU. Funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the Directorate General for Communications Networks, Content and Technology. Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.