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Gesendet am Mo 23. Okt 2017 / 17 Uhr
Onda-Info

Ondistas berichten über Mexiko und Venezuela

Tag des Widerstands in Mexiko und das Gesundheitssystem in Venezuela

onda – info 418

Viele, vor allem europäisch stämmige Nord- und Lateinamerikaner*innen, sehen im 12. Oktober bis heute einen Feiertag für die „Zivilisierung“ und Missionierung des Kontinents. In Spanien ist der Tag, an dem Christoph Kolumbus vor 525 Jahren auf den amerikanischen Kontinent traf, Nationalfeiertag; aber auch in fast allen amerikanischen Ländern wird der 12. Oktober als Tag des „Hispanischen“, als Kolumbus-Tag, als Tag des Kontaktes zweier Kulturen oder, weniger schön, als Tag der Rasse, begangen. Für das indigene Lateinamerika ist derselbe Tag dagegen ein Symbol für Versklavung, Völkermord und die Vernichtung ganzer Kulturen. Wie jedes Jahr begehen Lateinamerikas Indigene den 12. Oktober als Tag des Widerstands – und fordern Ihre Rechte ein.

Venezuela galt einst als vorbildlich: Im Kampf gegen den Hunger und für eine gute medizinische Versorgung hatte das Land im vergangenen Jahrzehnt große Fortschritte erzielt. Aber die Sache hatte einen Haken: Das gesamte Sozialsystem war durch den Verkauf von Erdöl finanziert, schließlich verfügt der Staat über umfangreiche Vorkommen des schwarzen Goldes. Das war das Konzept, das bereits der linke Präsident Hugo Chávez verfolgte, und auch sein Nachfolger Nicolás Maduro hält daran fest. Doch seit der Ölpreis auf dem Weltmarkt um die Hälfte gesunken ist, geht in Venezuela nichts mehr. Das betrifft auch das Gesundheitssystem: Menschen sterben, weil die Medikamente fehlen, und auch von der Basisversorgung in den Armenvierteln ist wenig geblieben. Onda hat eine Krebsklinik in Caracas besucht.

 

Zuletzt geändert am 11.10.17, 11:51 Uhr

Dorota Trepczyk

Verfasst von Dorota Trepczyk

Gebürtige Polin, Absolventin der Slavistik an der Uni Salzburg.

Ab 2007 freie Mitarbeiterin des Radio FRO, zuerst als Gründerin und Moderatorin des Polnischen Radios in Oberösterreich.
Im Jahre 2011 entscheidet sie sich, eine neue polnische Redaktion für Kultur und Unterhaltung PoloNews zu errichten. PoloNews-Sendungen sind ein fester Teil ihres Radiolebens.
Seit 2014 arbeitet sie als Programmkoordinatorin bei Radio FRO, und seit September 2017 ist sie Realisatorin und Moderatorin des Radiomagazins Frozine. Da ihr Herz in großem Teil immer noch nach polnischem Tempo schlägt, beschäftigt sie sich in Frozine mit den Themen aus Polen und Ostmitteleuropa.

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Gesendet am Mo 23. Okt 2017 / 17 Uhr

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