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Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Politik) (Deutsch)

Do. 29. Okt.

Stimmlagen – Marlene Engelhorn über das Fehlen der „Reichensteuer“

„Die Welt schaut so aus, wie überreiche Menschen sich eine schöne Welt vorstellen, wir sehen aber, dass das keine schöne Welt ist“ – das sagt Marlene Engelhorn. Im Jahr 2024 hat die Millionenerbin einen großen Teil ihres Erbes über einen Bürger:innenrat „rückverteilen“ lassen, an verschiedene NGOs. Warum hat sie sich dazu entschieden, 25 Millionen Euro auf diese Art und Weise zu verteilen? Was hat diese Aktion damit zu tun, dass sie sich eigentlich lieber besteuern lassen würde? Welche Form von Finanzbildung findet sie, wird in der breiten Bevölkerung dringend gebraucht und was hat das mit dem Spannungsfeld von Vermögen und Macht zu tun? Und wie geht sie selbst, die nicht nur die Möglichkeit hatte, über die Verwendung eines sehr großen Vermögens zu entscheiden, sondern auch als Person viel in der Öffentlichkeit steht, mit ihrer eigenen Macht um? Über all diese Fragen sprechen wir im Interview. Für einen Vortrag unter dem Titel „Geld und Gerechtigkeit“ war sie Ende September auf Einladung der Alternativen Grünen und Unabhängigen Gewerkschafter:innen in Vöcklabruck zu Gast, wir haben die Gelegenheit für ein Gespräch genutzt.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
29 Min.
Di. 27. Okt.

🎙️Radio FRO 105.0 MHz & Studio Enns Redaktion Mentale Stärke, Druck im...





🎙Radio FRO 105.0 MHz & Studio Enns Redaktion Mentale Stärke, Druck im Spitzensport & der Mut zum Aufstehen nach existenziellen Lebenskrisen


🎙 Radio FRO 105.0 MHz & Studio Enns Redaktion

Mentale Stärke, Druck im Spitzensport & der Mut zum Aufstehen nach existenziellen Lebenskrisen

Ausführlicher Sendungsbericht, Tiefeninterview-Reflexion und Praxis-Kompendium zur Radiabled-Ausstrahlung mit Ex-Volleyball-Nationalspieler, Mentaltrainer und Buchautor Philipp Kroiss.

📻 Sendungsinformationen & Direkte Nachhörquellen

  • Sendereihe: Radiabled / No Handicap auf Radio FRO 105.0 MHz (Sendetag: 4. Dienstag im Monat um 19:00 Uhr)
  • Redaktionsleitung & Regie: Harald Bachlmayr (Studio Enns)
  • Im Studio am Mikrofon: Harald, Mario, Silke, Andreas, Lukas & Technikerin Michi
  • Studiogast: Philipp Kroiss (ehem. Volleyball-Nationalteamspieler, 173 Länderspiele, Mentaltrainer & Lebensberater i.A.)
  • CBA Medienarchiv (Sendung in voller Länge nachhören): https://cba.media/798129 (die letzte Sendung)
  • Sendeankündigung & Updates: studioenns.eu/sendungsankuendigung/
  • Radio FRO Sendungsportal: fro.at/sendungen/radiabled/

⚠

Wichtiger redaktioneller Hinweis & Triggerwarnung

Dieser Beitrag und die verlinkte Radiosendung thematisieren neben mentalen Trainingsmethoden im Leistungssport auch schwere Schicksalsschläge, schwere Gewalttaten innerhalb der Familie, den Verlust von Angehörigen sowie Suizidversuche und psychische Extremsituationen. Die offenen Schilderungen können emotional belastend und retraumatisierend wirken.

Empfehlung der Redaktion: Für Kinder und jüngere Jugendliche ist dieser Beitrag nicht geeignet. Wir raten Jugendlichen und sensiblen Personen dringend, die Sendung nur im Beisein, in Rücksprache oder gemeinsam mit erwachsenen Vertrauenspersonen anzuhören. Bitte entscheide eigenverantwortlich, ob und in welchem Rahmen du diese Inhalte konsumierst.

Kostenlose & vertrauliche Hilfsangebote in Krisensituationen (Österreich):

  • Telefonseelsorge Österreich: Notruf 142 (kostenlos, 24 Stunden täglich erreichbar, vertraulich & anonym)
  • Krisenhilfe Oberösterreich: 0732 / 21 77 (Rund um die Uhr kompetente Hilfe in akuten Krisen)
  • Rat auf Draht (für Kinder, Jugendliche & deren Bezugspersonen): Notruf 147 (kostenlos ohne Vorwahl, auch per Online-Beratung)
  • Verein „Bleib bei uns“ (Hilfe für Angehörige nach Suizid / Trauerbegleitung OÖ): Information & Selbsthilfe unter Sendungsprojekt Bleib bei uns
  • Gewaltschutzzentrum Oberösterreich: 0732 / 60 77 60
  • Sozialpsychiatrische Ambulanzen & Notdienste der Region: Rettung 144 oder Euro-Notruf 112


1. Einleitung: Wenn im Studio Enns der Sportgeist auf existenzielle Lebenstiefe trifft
Das Freie Radio zeichnet sich dadurch aus, dass es Räume öffnet, an denen der kommerzielle Rundfunk und die Hochglanzmedien häufig scheitern. Während Mainstream-Sender Sportlerinnen und Sportler oft nur dann ins Rampenlicht zerren, wenn Medaillen glänzen oder knackige Schlagzeilen Quote versprechen, verfolgt die Sendereihe Radiabled / No Handicap auf Radio FRO 105.0 MHz seit Jahren einen radikal anderen Weg: Wir stellen den ungeschminkten Menschen, seine Biographie, seine Hürden, aber auch seine innere Widerstandskraft in den Mittelpunkt.In der aktuellen Ausgabe hatten Moderator Harald Bachlmayr und das Studio-Team – bestehend aus Mario, Silke, Andreas, Lukas und Regietechnikerin Michi – einen ganz besonderen Gast am Mikrofon: Philipp Kroiss, gebürtiger Ennser, ehemaliger Volleyball-Nationalspieler Österreichs mit über 170 Länderspielen, international erfahrener Profiathleth in den stärksten europäischen Ligen (Frankreich, Belgien, Rumänien, Schweiz) und heute als diplomierter Mentaltrainer, Buchautor und angehender Lebens- und Sozialberater tätig.

Was als fundierter Fachaustausch über Leistungsdruck, Athleten-Mindset und Nervenflattern im Finale begann, entwickelte sich im Verlauf der einstündigen Live-Sendung zu einem berührenden, tiefgehenden Zeitdokument. Es zeigte sich in schonungsloser Klarheit: Mentale Stärke ist kein Zaubermittel, um Probleme wegzulächeln. Sie ist vielmehr ein mühsam erarbeitetes Handwerkzeug, um in dunklen Stunden nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn das Schicksal mit voller Härte zuschlägt.

2. Vom Bundesliga-Youngster zum 173-fachen Nationalspieler: Die Anfänge
Die sportliche Vita von Philipp Kroiss liest sich auf dem Papier wie eine Bilderbuchkarriere: Mit sieben Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für den Volleyballsport, mit gerade einmal 15 Jahren stand er bereits in der ersten österreichischen Bundesliga auf dem Feld. Es folgten zwei Jahrzehnte als Vollprofi, 15 Jahre im Ausland auf allerhöchstem europäischem Niveau sowie 173 Einsätze für das österreichische Nationalteam. Doch hinter diesen beeindruckenden Zahlen verbirgt sich eine Realität, über die im Spitzensport nur selten gesprochen wird.Auf die Einstiegsfrage von Mario, was die eigentliche Motivation war, sich der mentalen Arbeit zuzuwenden, fand Philipp im Studio bemerkenswert ehrliche Worte:

„Ich war mit 15 schon sehr gut und in der Bundesliga, aber ich war mental damals sicher nicht der Beste. Ich bin oft als ‚zu weich‘ abgestempelt worden. In entscheidenden Phasen habe ich die Nerven weggeschmissen. Erst als mir mein damaliger Trainer mit 17 Jahren ein Buch über Mentaltraining in die Hand gedrückt hat, habe ich verstanden, dass der Kopf ein Muskel ist, den man gezielt trainieren kann.“

Dieser Moment markierte den Wendepunkt. Philipp begriff früh, dass Talent, Athletik und Balltechnik zwar die Eintrittskarte in den Profibereich darstellen, aber auf dem Spielfeld letztlich der Kopf darüber entscheidet, wer unter extremem Stress seine Bestleistung abrufen kann und wer unter der Last der Erwartungen zusammenbricht.

3. Die drei Säulen des Sports: Warum der Kopf den Unterschied macht
Im Gespräch mit dem Team kristallisierte sich heraus, wie klassisches Mentaltraining in der modernen Trainingslehre verankert sein sollte. Philipp gliedert die athletische Entwicklung in drei gleichwertige Säulen:

  1. Technik-Training: Das Erlernen und Perfektionieren sportspezifischer Bewegungsabläufe, Ballgefühls und taktischer Grundlagen.
  2. Kondition & Athletik: Physische Belastbarkeit, Kraft, Schnelligkeit und Verletzungsprävention.
  3. Mentale Fitness & Kognition: Emotionsregulation, Aufmerksamkeitslenkung, Resilienz bei Rückständen und das Bewältigen von Versagensängsten vor großem Publikum.

Studiokollege Andreas warf hierbei treffend ein, ob der Kopf nicht letztlich der einzige wirkliche Unterscheidungsfaktor sei, sobald man die oberste Leistungsspitze betrachtet. Denn dort sind alle Athleten physisch austrainiert und beherrschen ihr Handwerk nahezu fehlerfrei. Philipp bestätigte dies uneingeschränkt:

Wenn zwei Mannschaften mit identischem Trainingspensum und ähnlichem Budget aufeinandertreffen, gewinnt nicht zwingend die Mannschaft mit der schöneren Technik, sondern jene, die im fünften Satz beim Stand von 23:23 trotz kreischender Fanblöcke die innere Ruhe bewahrt. Genau hier setzt gezieltes Mentaltraining an: Es liefert Techniken wie Visualisierung, strukturierte Selbstdialoge und Atemregulation, um das vegetative Nervensystem aus der Schockstarre zu holen.

4. Schattenseiten des Profi-Daseins: Einsamkeit, Tabus & das „Harte-Kerle-Dogma“
Einer der aufschlussreichsten Momente der Sendung war die Entmystifizierung des Profi-Alltags. Viele Menschen verbinden mit dem Leben eines Profisportlers Ruhm, Reisen, Applaus und finanzielle Sorglosigkeit. Die Realität hinter den Kulissen sieht jedoch oft düster aus.Philipp berichtete offen über die jahrelange Isolation im Ausland. Acht Jahre lang stand er in Frankreich unter Vertrag, spielte vor tausenden Zuschauern – und saß danach oft allein in einer fremden Wohnung, fernab von Freunden und Familie. Hinzu kommt eine Kultur des Schweigens, die im Leistungssport bis heute tief verankert ist:

„Ich habe fast 15 Jahre lang verheimlicht, wie intensiv ich mich mit Mentaltraining beschäftige. Warum? Weil man in der Kabine sofort als Schwächling oder ‚Psycho‘ abgestempelt wurde, wenn man gesagt hat, man arbeitet an seinem Geist. Du musstest immer der unerschütterliche Gockel sein, an dem alles abprallt.“

Dieses „Harte-Kerle-Dogma“ führt dazu, dass viele Sportlerinnen und Sportler ihre Ängste, Schlafstörungen und Überlastungssymptome jahrelang herunterschlucken, anstatt rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dass sich heute immer mehr Top-Athleten wie Simone Biles oder Naomi Osaka öffentlich zu ihren mentalen Krisen bekennen, sei ein wichtiger Schritt, doch an der Basis – insbesondere im Jugendbereich – herrsche weiterhin enormer Aufklärungsbedarf.

5. Der abrupte Schnitt: Warum das Karriereende einem Entzug gleicht
Ein zentraler Schwerpunkt der Studio-Diskussion drehte sich um das oft unterschätzte Trauma des Karriereendes. Wer 20 bis 30 Jahre lang in einem fest durchgetakteten Rhythmus aus Aufstehen, zwei Trainingseinheiten pro Tag, taktischen Besprechungen und Wochenendspielen gelebt hat, fällt nach dem Rücktritt in ein tiefes existenzielles Loch.Harald und Andreas brachten diesen Umstand mit treffenden Fragen auf den Punkt: Was passiert mit dem Dopaminspiegel? Woher holt man die Bestätigung, wenn plötzlich niemand mehr klatscht? Philipp verglich diesen Übergang treffend mit einem chemischen und sozialen Entzug:

  • Verlust des Dopamin-Kicks: Im Wettkampf schüttet der Körper unter Adrenalin und vor tausenden Fans massive Mengen an Glückshormonen aus. Fällt dieser Reiz von einem Tag auf den anderen weg, reagiert das Gehirn mit Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit.
  • Verlust des sozialen Gefüges: Als Mannschaftssportler verbringt man mehr Zeit mit Teamkollegen als mit der eigenen Familie. Nach dem Karriereende bricht dieses Netz schlagartig weg; man sitzt plötzlich allein im Wohnzimmer.
  • Struktur-Vakuum: Wenn der Verein nicht mehr vorgibt, wann man isst, schläft und trainiert, muss der gesamte Alltag völlig neu erfunden werden.

Philipp betonte, wie essenziell es ist, dass Sportler bereits während ihrer aktiven Laufbahn eine zweite Identität aufbauen – sei es durch Ausbildungen, das Schreiben von Büchern oder unternehmerische Projekte –, um nach dem Abpfiff nicht in die sprichwörtliche Leere zu stürzen.

6. Schicksalsschlag & Resilienz: Wenn das Leben alle Pläne zerschlägt
Der emotional anspruchsvollste und zugleich bewegendste Teil der Sendung berührte Philipps persönliche Biographie. Vor rund einem Jahr, im Herbst 2025, ereilte ihn und seine Familie eine unfassbare Tragödie, die medial kurzzeitig für großes Aufsehen sorgte: Ein schwerer familiärer Gewaltakt riss ihm auf tragischste Weise seine Mutter und seinen Bruder aus dem Leben, während der Vater nach einem Suizidversuch schwer verletzt überlebte.Die Redaktion von Studio Enns und Radio FRO hatte im Vorfeld im Regieplan klar vereinbart, diese Thematik mit größtem Respekt und äußerster Sensibilität zu behandeln. Philipp selbst bestimmte die Tiefe seiner Schilderungen vollkommen frei. Seine Worte im Studio zeugten von einer tiefen, fast ehrfurchtgebietenden Reife:

„Wenn du in einem Finale stehst und um die Meisterschaft spielst, glaubst du, das ist das Wichtigste auf der Welt. Aber auf ein Ereignis, bei dem du von einer Sekunde auf die andere fast deine gesamte Familie auf so verstörende Weise verlierst, kann dich kein Mentaltraining der Welt vorbereiten. Da nützt kein Lehrbuch.“

Und dennoch, so erklärte Philipp weiter, haben ihm bestimmte Mechanismen aus seiner sportlichen Vergangenheit geholfen, in den dunkelsten Stunden nicht vollends den Verstand zu verlieren: die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitslenkung. Wenn existenzielle Panik, Trauer und Ohnmacht überhandnehmen, besteht die einzige Überlebensstrategie darin, die Gedanken radikal auf das Hier und Jetzt zu fokussieren – auf den nächsten Atemzug, den nächsten Schritt, das nächste Glas Wasser – und sich nicht in endlosen „Warum“-Fragen zu verlieren, auf die es keine rationale Antwort gibt.

Harald wies in diesem Zusammenhang auf die unschätzbare Arbeit von regionalen Hilfsorganisationen hin, insbesondere auf den oberösterreichischen Verein „Bleib bei uns“, der Hinterbliebene nach traumatischen Verlusten und Suizidfällen begleitet. Ein Thema, das in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert wird, obwohl professionelle Trauerbegleitung oft der einzige Rettungsanker vor dem seelischen Zusammenbruch ist.

7. Inklusion, gelebte Empathie & der Blick auf Menschen mit Behinderungen
Da die Sendereihe Radiabled den Schwerpunkt auf Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe legt, lenkte Moderatorin Silke das Gespräch auf Philipps Bruder Nick, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde und in Enns aufgewachsen war.Die Erinnerungen, die Philipp an seinen Bruder teilte, berührten das gesamte Studio-Team zutiefst:

  • Ungefilterte Lebensfreude: Nick besaß die seltene Gabe, Menschen mit seiner Herzlichkeit sofort für sich einzunehmen. Er lebte im absoluten Hier und Jetzt – frei von den zermürbenden Zukunftssorgen, unter denen die meisten sogenannten „gesunden“ Menschen leiden.
  • Der Wert von Integrationsklassen: Philipp betonte, wie wertvoll es für die gesamte Gemeinschaft war, dass Nick in Enns ganz regulär die Integrationsklasse der Volks- und Hauptschule besuchte. Kinder lernen dadurch von klein auf ganz selbstverständlich, dass Anderssein normal ist.
  • Erfahrungen am Arbeitsmarkt: Nick arbeitete später erfolgreich in geschützten Werkstätten und zeigte, wie viel Potenzial in Menschen mit Beeinträchtigung steckt, wenn ihnen Gesellschaft und Betriebe eine faire Chance geben.

Auf die Frage von Silke und Harald, wie gut Menschen mit Behinderungen heute in Österreich tatsächlich integriert sind, entwickelte sich eine kritische Diskussion: Andreas und Harald gaben zu bedenken, dass Österreich trotz der UN-Behindertenrechtskonvention noch meilenweit von echter Inklusion entfernt ist. Noch immer scheitert es an bürokratischen Hürden, unzureichend finanzierten persönlichen Assistenzen und dem zögerlichen politischen Willen, inklusive Bildung und barrierefreies Wohnen flächendeckend zur Pflicht zu machen.

8. Die Kunst des Zuhörens: Warum Beratung ohne Bewertung beginnt
Im weiteren Verlauf der Sendung ging Mario der Frage nach, welche Rolle das aktive Zuhören in der Praxis eines Mentaltrainers und Lebensberaters spielt. In einer Zeit, in der soziale Medien von selbsternannten Motivationsgurus überschwemmt werden, die schnelle Patentrezepte für Reichtum und ewiges Glück versprechen, plädierte Philipp für Demut und professionelle Zurückhaltung:Echtes Mentaltraining beginnt nicht mit schlauen Ratschlägen oder motivierenden Durchhalteparolen. Es beginnt damit, dem Gegenüber den Raum zu geben, sich alles von der Seele zu reden – ohne Unterbrechung, ohne vorgefertigte Schablone und vor allem ohne Wertung. Erst wenn ein Klient spürt, dass er in seiner Schwäche und seinen Zweifeln vollständig angenommen wird, kann die eigentliche methodische Arbeit beginnen.

Harald ergänzte dies mit seinen Erfahrungen aus der Studio Enns Radioproduktion: Auch beim Interviewen und Gestalten von Sendungen ist das Zuhören die wichtigste journalistische Tugend. Nur wer dem Gast echten Respekt entgegenbringt, entlockt ihm die authentischen, bewegenden Geschichten, die Hörerinnen und Hörer berühren.

9. Selbstfürsorge & Bücher: Schreiben als Therapie und Wissensvermittlung
Neben seiner Arbeit als Coach ist Philipp Kroiss mittlerweile auch erfolgreicher Buchautor. Im Studio stellte er seine beiden aktuellen Werke vor, die im Buchhandel und auf Amazon erhältlich sind:

  1. Buch 1: Mentale Stärke im Sport: Ein praxisnaher Ratgeber für Athleten, Trainer und ambitionierte Sportler, der verständlich erklärt, wie man kognitive Blockaden löst, mit Druck umgeht und Routinen für den Wettkampftag etabliert.
  2. Buch 2: Die Volleyball-Biografie & Anekdoten: Ein persönlicher Rückblick auf 30 Jahre Volleyball-Leidenschaft, gespickt mit spannenden Geschichten aus den europäischen Top-Ligen und dem Alltag eines Nationalspielers.

Für Philipp war das Führen von Trainingstagebüchern und das spätere Verfassen von Büchern nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch eine Form der Selbsttherapie. Gedanken auf Papier zu bringen zwingt das Gehirn dazu, diffuse Ängste und Gefühle zu ordnen, zu strukturieren und aus einer gesunden Distanz zu betrachten.

10. Fazit & Die Kernbotschaft: „Glaub nicht alles, was du denkst!“
Zum Abschluss der Sendung bat Harald seinen Studiogast um einen zentralen Leitsatz, den er den Hörerinnen und Hörern von Radio FRO und Studio Enns für ihren Alltag mitgeben möchte. Philipp formulierte eine Erkenntnis, die so simpel klingt und doch das Fundament jeder psychischen Gesundheit bildet:

💡 Die goldene Regel des Mentaltrainings:

„Glaub nicht alles, was du denkst!“

Unser Gehirn produziert täglich zehntausende Gedanken. Viele davon sind pessimistisch, irrational, fremdgesteuert oder von alten Ängsten geprägt. Mentale Freiheit beginnt in jenem Moment, in dem wir begreifen: Ein negativer Gedanke ist kein Fakt und keine unabwendbare Realität. Wir haben jederzeit die Wahl, schädliche Gedankenmuster als solche zu entlarven, sie ziehen zu lassen und unseren Fokus bewusst auf das zu lenken, was wir im Hier und Jetzt positiv beeinflussen können.

Die Sendung vom 27. Oktober hat eindrucksvoll bewiesen, wie kraftvoll Freies Radio sein kann, wenn ehrliche Fragen, empathische Moderation und ein mutiger Studiogast aufeinandertreffen. Das gesamte Team von Studio Enns dankt Philipp Kroiss für seine Offenheit, seine Kraft und seinen unermüdlichen Einsatz für das Thema mentale Gesundheit.

Redaktionell wurden wir auch von Radiosupermaus unterstützt. Hierfürmöchten wir uns wie immer herzlich bedanken.

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radiabled
56 Min.
Mi. 28. Okt.

Inklusionstag 2026 | Protesttour nach Straßburg

In dieser Folge zu Hören: eine Reportage zum Inklusionstag 2026 im neuen Rathaus in Linz, sowie einen Beitrag zur europaweiten Protesttour der serbischen Studierenden aus dem Jahr 2025.

Zweiter Inklusionstag im neuen Rathaus

Barrieren abbauen, Chancen schaffen und Vielfalt leben: Am 14. Oktober 2026 laden Vizebürgermeisterin Karin Leitner und Stadtrat Dr. Michael Raml zum zweiten Inklusionstag ins Neue Rathaus ein. Von 9 bis 17 Uhr stehen Gesundheit und Bewegung als wichtige Bausteine eines inklusiven Lebens im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Leben = Barrieren brechen, Chancen schaffen“ bringt die Veranstaltung Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen und schafft Raum für Begegnung, Information und Austausch.

Der Inklusionstag macht diese Grundsätze mit Workshops, Vorträgen, Erfahrungsberichten sowie Info- und Aktionsständen konkret erlebbar. Tanz-, Sport- und Kulturvorführungen sowie kreative Aktionen ergänzen das Programm. Am Vormittag wurden besonders Schüler*innen ab der achten Schulstufe angesprochen. Workshops und weitere Angebote sollen junge Menschen für Inklusion sowie für die Bedeutung von Gesundheit und Bewegung sensibilisieren.

Melanie Schiller berichtet.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://fit.linz.at/inklusionstag-2026-schaut-vorbei/

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Protesttour nach Straßburg (WH 15.4.2025)

„Subotica, Budapest, Bratislava und Wien, über Linz und Salzburg geht’s weiter, unsere Route ist wirklich lang“, riefen die Studierenden aus Serbien, die auf ihrer Protesttour durch Europa am 9. April in Linz ankamen.

Am 3. April machten sie sich mit ihren Fahrrädern von Novi Sad aus auf den Weg. Am 15. April wollen sie Straßburg erreichen, wo sich das EU-Parlament befindet. Sie fordern die europäischen Staaten und Institutionen dazu auf Druck auf die serbische Regierung auszuüben. Dort demonstrieren die Menschen seit November 2024 gegen die Korruption im Land und für die Demokratie. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines neu renovierten Vordachs am Bahnhof von Novi Sad. 16 Menschen starben dabei.

Am Linzer Hauptplatz versammelten sich u.a. viele Menschen mit serbischen Wurzeln, um ihre Solidarität mit den Protestierenden auszudrücken. Sie machen sich Sorgen um die politische Situation im Land, wie sie sagen. Marina Wetzlmaier war vor Ort und hat Eindrücke vom Empfang der Studierenden gesammelt.

Mehr Informationen zur “Tour nach Straßburg”: de.turadostrazbura.rs

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FROzine
58 Min.
Di. 13. Okt.

Radiabled Sendungs-Spezial · Radio FRO & Studio Enns 13. Oktober ·...

Radiabled Sendungs-Spezial · Radio FRO & Studio Enns
13. Oktober · Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung (UNDRR)

⚡ Katastrophenvorbeugung, Blackout und Barrierefreiheit: Was tun im Notfall, wenn man Rollstuhlfahrer ist?

Sendungsschwerpunkt zum 13. Oktober auf Radio FRO in der Sendereihe Radiabled: Warum der offizielle Zivilschutz Menschen mit Behinderungen im Ernstfall oft übersieht, weshalb Akku-Mythen lebensgefährlich sind und wie barrierefreie Krisenfestigkeit, Selbstbestimmung und Nachbarschaftsnetze in der Praxis wirklich funktionieren.

1. Der 13. Oktober: Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung (UNDRR) und die verdrängte Ungleichheit
Jedes Jahr am 13. Oktober begehen die Vereinten Nationen den International Day for Disaster Risk Reduction (Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung). Der Gedenk- und Aktionstag wurde 1989 ins Leben gerufen und wird heute weltweit durch das United Nations Office for Disaster Risk Reduction (UNDRR) koordiniert. Sein Ziel ist es, den Fokus weg vom reinen Reagieren nach einer Katastrophe hin zu systematischer Prävention, Gefahrenminderung und nachhaltiger Resilienzförderung zu lenken.

Ein zentraler Grundsatz der UN und des Sendai-Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge (2015–2030) lautet: „Leave no one behind“ – Niemand darf zurückgelassen werden. Doch weltweite und regionale Studien belegen Jahr für Jahr eine erschütternde Diskrepanz: Bei Naturkatastrophen, Überschwemmungen, Hitzewellen, Erdbeben und großflächigen Infrastrukturkollapsen ist die Mortalitäts- und Verletzungsrate von Menschen mit körperlichen, sensorischen oder kognitiven Beeinträchtigungen bis zu zwei- bis viermal höher als in der Gesamtbevölkerung.

Katastrophen treffen nicht alle Menschen gleich. Katastrophen treffen jene am härtesten, für deren Bedürfnisse in der Bauordnung, in Notfallplänen, bei Evakuierungskonzepten und in Alarmierungsketten nicht vorausschauend mitgedacht wurde. Genau an dieser Nahtstelle setzt unsere Sendung Radiabled auf Radio FRO in Kooperation mit Studio Enns an: Wir feiern diesen Aktionstag nicht mit wohlklingenden politischen Floskeln, sondern mit knallharten Fakten, praxisnaher Kritik und konkreten Selbstschutzanleitungen für Rollstuhlfahrende, Angehörige und Nachbarschaften.

2. Wenn die Lichter ausgehen: Die Realität des Blackouts für Rollstuhlnutzer
Ein überregionaler, langanhaltender Strom-, Infrastruktur- und Telekommunikationsausfall – im Expertenjargon schlicht als Blackout bezeichnet – ist kein fiktiver Hollywood-Katastrophenfilm. Die europäischen Stromübertragungsnetze arbeiten an den physikalischen Belastungsgrenzen. Cyberangriffe, extreme Wetterereignisse, Umspannwerk-Defekte oder Frequenzschwankungen machen das Szenario zu einem realen Risiko, auf das sich Staaten und Kommunen seit Jahren vorbereiten.

Der Zivilschutzverband empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig, Kerzen bereitzulegen, Konserven für 10 bis 14 Tage einzulagern und ein Kurbelradio anzuschaffen. Doch wer diese Empfehlungen aus der Perspektive eines Menschen im Aktiv- oder Elektrorollstuhl liest, bemerkt schnell eine eklatante Lücke: Diese Pläne setzen wie selbstverständlich einen uneingeschränkt mobilen, treppensteigenden und körperlich autarken Musterbürger voraus.

Tritt der Ernstfall ein, bricht für Menschen mit Mobilitätsbehinderung die physische Umwelt innerhalb von Sekundenbruchteilen zusammen:

  • Aufzüge stoppen augenblicklich: Wer im 4., 6. oder 10. Stockwerk wohnt, sitzt in der vertikalen Falle fest. Es gibt kein Vor und kein Zurück.
  • Elektrische Haustüren verriegeln: Barrierefreie Drehtürantriebe, elektronische Gegensprechanlagen und Chipschließsysteme versagen. Viele Türen lassen sich manuell nur mit extrem hohem Kraftaufwand oder Spezialschlüsseln öffnen.
  • Pflege- und Assistenzdienste brechen zusammen: Mobile Pflegedienste stehen im Ampelausfall-Verkehrsstau, Tankstellen können ohne Notstrom keinen Treibstoff abgeben, Mobilfunknetze brechen zusammen – die vertraute tägliche Unterstützung bleibt unvermittelt aus.
  • Stromabhängige Medizintechnik verliert die Energie: Elektrisch verstellbare Pflegebetten verharren in ungünstigen Positionen, Hebelifter lassen sich nicht mehr betätigen, elektrische Weichlagerungs- und Dekubitusmatratzen verlieren ihren Innendruck, Absauggeräte und Beatmungssysteme schalten auf interne Notakkus um, deren Laufzeit in Minuten gemessen wird.
  • Der Kommunikationsabriss: Das Smartphone verliert binnen 30 bis 60 Minuten das Netz, da Mobilfunkbasisstationen ohne Netzstrom rasch zusammenbrechen und die Pufferakkus leergesaugt sind.

Vorbeugung bedeutet für uns: Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass „im Fall der Fälle schon jemand klingeln wird“. Vorbereitung ist die einzige Garantie für Selbstbestimmung, Würde und Überleben.

3. Theorie vs. Reha-Praxis: Warum Ersatz-Akkus für den E-Rollstuhl scheitern
In Ratgebern und theoretischen Krisenpapieren liest man regelmäßig die lapidare Aufforderung: „Legen Sie sich für medizinische Hilfsmittel und Ihren elektrischen Rollstuhl einen geladenen Ersatzakku in die Vorratskammer.“

Wer jemals einen handelsüblichen Elektrorollstuhl von Marken wie Permobil, Sunrise Medical, Meyra oder Ottobock aus der Nähe betrachtet hat, weiß: Dieser Ratschlag ist ein theoretisches Hirngespinst und in der Praxis gemeingefährlich. In zahllosen Fachgesprächen mit Reha-Technikern, Sanitätshäusern und Betroffenen kristallisiert sich heraus, warum diese Illusion scheitert:

Die 4 unüberwindbaren Hürden klassischer E-Rollstuhl-Akkus:

  1. Komplexer, tonnenschwerer Einbau: Moderne Elektrorollstühle nutzen meist zwei in Reihe geschaltete 12V Blei-Gel- oder AGM-Batterieblöcke (zusammen 24V) mit 50 bis 80 Amperestunden. Ein einzelner Block wiegt zwischen 18 und 26 kg. Sie sind tief im Chassis unter Sitzhubmechanismen verbaut, mit massiven Polklemmen verschraubt und mit schweren Gehäusedeckeln gesichert. Im stockdunklen Raum, ohne Werkzeug, ohne Hebebühne und durch einen Laien oder flüchtigen Helfer ist ein Tausch völlig unmöglich.
  2. Selbstentladung und irreversible Sulfatierung: Bleiakkus, die ungenutzt im Keller oder Schrank stehen, entladen sich kontinuierlich selbst. Werden sie nicht permanent an einem professionellen Erhaltungsladegerät betrieben, setzt nach wenigen Wochen eine irreversible Bleisulfatierung ein. Wenn die Katastrophe nach 9 Monaten eintritt, ist der teure Reserveakku tiefentladen und reif für den Sondermüll.
  3. Die brutale Gewichtsfalle: Ein typischer Standard-Elektrorollstuhl mit Sitzkantelung, Hubfunktion und Lichtanlage wiegt leer zwischen 115 und 185 kg. Rechnet man das Körpergewicht des Nutzers hinzu, wiegt das Gesamtsystem 200 bis knapp 300 kg. Fällt der Lift aus, nützt der vollste Akku der Welt nichts: Weder Angehörige noch Feuerwehrleute können dieses Monstrum über enge, verrauchte oder dunkle Treppenhäuser nach unten schleppen.
  4. Elektrische Freilauf-Blockade: Ist der E-Rolli komplett stromlos und müssen die Magnetbremsen manuell entriegelt werden, lässt sich das 150-kg-Fahrzeug auf ebener Fläche zwar mühsam schieben, auf Treppen jedoch wird es zur unkontrollierbaren, tödlichen Abrissbirne.
💡 Der goldene Reha-Praxis-Standard: Der manuelle Reserve-Rollstuhl

Der einzig funktionierende, lebensrettende Plan B für E-Rollstuhlfahrer lautet: Halte immer einen voll funktionsfähigen manuellen Aktiv- oder Faltrollstuhl in der Wohnung bereit. Selbst wenn du im Alltag zu schwach bist, ihn selbst anzutreiben! Ein Faltrollstuhl wiegt 10 bis 14 kg, lässt sich zusammenklappen, benötigt null Wattstunden Strom und kann im Notfall von zwei Personen über Stufen getragen werden. Er passt in den Kofferraum jedes Einsatzfahrzeugs und sichert die Grundmobilität in Notunterkünften.

4. Notstrom im Wohnbereich: Powerstations, LiFePO4, USV und Solarmodule
Wenn lebenserhaltende Hilfsmittel wie invasive/nicht-invasive Beatmungsgeräte, Absauger für Trachealkanülen, elektrische Dekubitus-Wechseldruckmatratzen oder Sondennahrungs-Pumpen im Spiel sind, ist Strom keine Komfortfrage, sondern reine Existenzsicherung. Hierbei muss eine saubere technische Trennung zwischen Puffersystemen vorgenommen werden:
A) Klassische USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung)
USV-Geräte (z.B. von APC, Eaton oder CyberPower) stammen aus dem IT-Bereich. Sie werden permanent zwischen Wandsteckdose und Verbraucher geschaltet. Bei einem Netzabriss springen sie im Millisekundenbereich an – ohne dass ein Rechner abstürzt oder ein Beatmungsgerät aussetzt. Aber Vorsicht: Standard-Büro-USVs sind reine Überbrückungssysteme. Sie halten kleine Lasten für 15 bis 45 Minuten am Laufen – Zeit genug, um geordnet herunterzufahren oder manuelle Systeme zu aktivieren. Als Dauerversorgung für Tage sind sie ungeeignet.
B) Mobile LiFePO4-Powerstations: Der moderne Goldstandard
Für Privathaushalte mit Pflege- und Hilfsmittelbedarf haben moderne tragbare Großspeicher auf Basis von Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) (wie EcoFlow Delta Pro/Max, Bluetti, Anker SOLIX) den Markt revolutioniert. Im Vergleich zu alten Bleiakkus oder brandgefährlichen NMC-Lithium-Ionen-Zellen bieten sie fundamentale Vorteile:

  • Chemische und thermische Stabilität: LiFePO4-Zellen brennen nicht thermisch durch und explodieren nicht. Sie können gefahrlos im Schlaf- oder Wohnzimmer betrieben werden.
  • Extreme Zyklenfestigkeit: 3.000 bis 4.000 Ladezyklen bis zum Erreichen von 80% Restkapazität bedeuten eine Haltbarkeit von 10 Jahren und mehr.
  • Echter Sinus-Wechselrichter (230 Volt): Empfindliche medizinische Netzteile und moderne Rollstuhlladegeräte tolerieren keine modifizierten Rechteckspannungen billiger Spannungswandler. LiFePO4-Powerstations liefern reinen Haushaltsstrom.
  • Kapazitätsempfehlung: Für Haushalte mit Hilfsmitteln empfiehlt sich eine Mindestkapazität von 1.500 bis 2.000 Wattstunden (Wh). Damit lässt sich ein E-Rollstuhl mindestens einmal komplett voll aufladen oder eine Beatmungsmaschine sowie Wechselfeldsensormatten über Tage hinweg betreiben.

C) Balkon- und Falt-Solarmodule als autarke Nachladelinie
Eine Powerstation ist nur so gut wie ihre Nachlademöglichkeit. Im Falle eines mehrtägigen Stromausfalls nützt auch der größte Akku nichts, wenn er leergesaugt ist. Halte mindestens ein faltbares 200W- bis 400W-Solarpanel mit ausreichend langem MC4- bzw. XT60-Kabel bereit. Dieses kann im Notfall auf den Balkon, die Terrasse oder aus dem südseitigen Fenster gehängt werden, um die Station tagsüber lautlos und emissionsfrei wieder aufzuladen. Benzinstromerzeuger sind in Mietwohnungen auf Grund tödlicher Kohlenmonoxid-Vergiftungsgefahren und Treibstofflagerbeschränkungen strengstens verboten.

5. Vertikale Isolation: Die Stiegenhaus-Falle und Evakuierungsstrategien
Das größte physikalische Hindernis im Katastrophenfall ist die Treppe. Fällt im Wohnblock der Strom aus, sitzt du als Rollstuhlnutzer in einer Festung fest. Nach den Bauordnungen der österreichischen Bundesländer und nach internationalen Standards verfügen Standardaufzüge in reinen Wohnbauten über keine Notstromversorgung für den Dauerbetrieb. Das Höchste der Gefühle ist eine interne Evakuierungs- bzw. Notbefreiungsfahrt: Erkennt die Aufzugsteuerung den Netzausfall, fährt die Kabine mit Batteriekraft langsam ins nächste Stockwerk, öffnet die Türen, damit Insassen entkommen können, und schaltet sich danach tot.

Wenn das Gebäude wegen Gasaustritt, Brandgefahr, Trinkwasserausfall oder extremer Kälte geräumt werden muss, droht die lebensbedrohliche Blockade. Was hilft in dieser Lage?

Rettungsmittel Funktionsweise & Vorteile Voraussetzungen & Grenzen
Evakuierungsstuhl (Evac-Chair) Spezialsitz mit elastomerbeschichteten Sicherheits-Gleitkufen. Gleitet kontrolliert, bremsbar und erschütterungsarm über Treppenkanten abwärts. Kann von einer einzigen geschulten Person bedient werden. Muss im Stiegenhaus oder der Wohnung griffbereit montiert sein. Erfordert einmaliges Trockentraining mit Nachbarn. Nur abwärts nutzbar.
Reißfestes Rettungstuch / Bergetuch Hochfestes Nylontuch mit 6 bis 8 Haltegriffen. Extrem leicht, platzsparend verstaubar. Erlaubt es, eine Person schnell vom Bett oder Rollstuhl zu heben und zu tragen. Erfordert mindestens zwei, besser vier kräftige Personen. Über Treppenstufen rutschgefährdet; erfordert Koordination und Körperspannung.
Manueller Faltrollstuhl (Treppen-Trageweise) Ermöglicht sofortige Weitermobilität im Freien. Wenn zwei Träger an festen Rahmenteilen (niemals an abnehmbaren Fußrasten oder Griffen!) anpacken, kann die Person sitzend getragen werden. Hoher Kraftaufwand für Helfer, Stolpergefahr auf unbeleuchteten Stufen. Die Helfer müssen wissen, welche Rahmenteile fest verschraubt sind.

Die Initiative an die Hausgemeinschaft: Sprich noch heute mit deiner Hausverwaltung, dem Vermieter oder den Miteigentümern. Nach den Bestimmungen des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes und modernen Brandschutzkonzepten (TRVB) gehört ein Evakuierungskonzept für mobilitätseingeschränkte Personen in jedes mehrgeschossige Wohnhaus. Ein an der Wand versperrter oder verplombter Evakuierungsstuhl im Stiegenhaus schützt nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch gehbehinderte Senioren, Schwangere oder Verletzte.

6. Wenn das Smartphone schweigt: Alarmierung und analoger Rundfunk
Im Alltag ist das Smartphone die wichtigste Fernbedienung unseres Lebens – besonders für Menschen mit Behinderungen. Ob Lichtsteuerung via Smart Home, Sprachbefehle, Telemedizin, Taxiruf oder der Notrufknopf am Handgelenk: Alles hängt am unsichtbaren Faden der Mobilfunknetze. Dieser Faden reißt im Blackout fast augenblicklich.
Die Illusion des Hausnotrufs und des Handys
Hausnotruf-Sender kommunizieren über SIM-Karten oder VoIP-Telefonanschlüsse. Ist die Basisstation im Keller stromlos, stirbt die Verbindung. Doch selbst bei akkugepufferten Notrufboxen hilft dies nicht weiter, wenn der Mobilfunkmast auf dem Nachbardach dunkel ist. Mobilfunkanbieter puffern ihre Antennen mit Batterien ab, die unter Volllast durch panische Anrufe meist nach 30 bis maximal 90 Minuten leer sind. Die Leitstellen der Rettungsorganisationen werden zudem binnen Minuten mit abertausenden Anrufen überflutet, sodass kein Durchkommen mehr ist.
Akustische und optische Notsignale direkt am Rollstuhl
Bist du in deiner Wohnung eingeschlossen oder sitzt im Treppenhaus fest, musst du lautstark auf dich aufmerksam machen können, ohne deine Stimme zu ruinieren. Statte deinen Rollstuhl mit folgenden redundanten Hilfsmitteln aus:

  • Kugellose Hochfrequenz-Trillerpfeife (z.B. Fox 40 Classic): Erzeugt bis zu 115 Dezibel Schallpegel, funktioniert auch bei Nässe und friert im Winter nicht ein. Durchdringt geschlossene Wohnungstüren und Fenster.
  • Taktische LED-Taschenlampe mit Stroboskop- und SOS-Modus: Signalisiere nachts aus dem Fenster. 3x kurz, 3x lang, 3x kurz ist das internationale Notrufsignal.
  • PMR-446 Funkgeräte: Ein Set lizenzfreier Handfunkgeräte in der Wohnung erlaubt den Funkkontakt zu deinen Nachbarn oder Buddies im Stockwerk darunter oder darüber – völlig unabhängig von Internet und Telefonnetz.

Das analoge Radio: Die unzerstörbare Informationsbrücke
Wenn das Internet tot ist, wird das Radio zum Überlebensinstrument. Ein Kurbel-, Solar- oder Batterie-Notfallradio (mit UKW und DAB+) gehört zwingend in deinen Notfallrucksack. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (in Österreich ORF Hitradio Ö3 und die regionalen ORF-Landesstudios) sowie die Katastrophenschutzstäbe der Länder senden über fest notstromgesicherte Großsendeanlagen (wie dem Sender Lichtenberg bei Linz oder dem Kahlenberg in Wien), die über Tage und Wochen mit Schweröl und Dieselaggregaten betrieben werden können.

Auch Freie Radios wie Radio FRO spielen in urbanen Regionen eine entscheidende soziokulturelle Rolle: Sie informieren ortsnah, bürgernah und unbürokratisch über lokale Hilfsangebote, barrierefreie Trinkwasserverteilstellen und Nachbarschaftszentren.

7. Österreichische Zivilschutz-Infrastruktur: Notrufnummern und Notfall-Leuchttürme
Solange Mobilfunknetze oder Festnetzleitungen in den ersten Minuten noch stabil sind, müssen Notrufe präzise abgesetzt werden. Als Rollstuhlnutzer ist deine wichtigste Information beim Notruf nicht nur wo es brennt, sondern sofort: „Ich bin Rollstuhlfahrer, kann nicht gehen und befinde mich im X. Stockwerk!“

🚨 Die wichtigsten Notrufnummern in Österreich im Überblick:

Nummer Organisation Besonderheiten für Menschen mit Beeinträchtigung
112 Euro-Notruf Funktioniert europaweit in jedem verfügbaren Mobilfunknetz, auch ohne SIM-Guthaben oder Tastensperre.
122 Feuerwehr Erste Anlaufstelle für technische Menschenrettung, Evakuierung aus Höhen und Brandbekämpfung.
133 Polizei Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, Schutz bei Übergriffen und Plünderungen.
144 Rettungsdienst Akute medizinische Notfälle, Kreislaufkollaps, Ausfall lebensnotwendiger Beatmungsgeräte.
141 Ärztefunkdienst Medizinische Versorgung außerhalb der regulären Ordinationszeiten bei nicht lebensbedrohlichen Krisen.
1455 Apothekenruf Auskunft über dienstbereite Notdienst-Apotheken und Arzneimittelverfügbarkeiten.
0800 133 133 Gehörlosen-Notruf Barrierefreie Notfallmeldung per Fax oder SMS speziell für gehörlose und sprachbehinderte Personen.
142 Telefonseelsorge Kostenlose psychische Krisenintervention, seelischer Beistand bei Panik und Angstzuständen rund um die Uhr.

Das Konzept der Notfall-Leuchttürme (Katastrophenschutz-Treffpunkte)
Wenn das gesamte Kommunikationsnetz ausfällt, schlägt die Geburtsstunde der sogenannten Notfall-Leuchttürme bzw. Zivilschutz-Sammelstellen. Jede österreichische Gemeinde und jede Bezirksverwaltungsbehörde richtet diese Anlaufpunkte ein. Meist handelt es sich um:

  • Freiwillige Feuerwehrhäuser und Berufsfeuerwehr-Wachen
  • Polizeiinspektionen
  • Rathäuser und Gemeindeämter
  • Dienststellen des Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes

Diese Leuchttürme sind notstromversorgt und stehen über den abhör- und ausfallsicheren behördlichen BOS-Digitalfunk (TETRA) in direkter Verbindung mit den Landeswarnzentralen und Einsatzleitungen. Hier können Bürger zu Fuß oder im Rollstuhl Notfälle melden, Erste Hilfe empfangen und offizielle Lageberichte einholen.

🏛 Das Best-Practice-Beispiel Stadt Graz und deine Hausaufgabe:

Die Stadt Graz hat mit ihrer Broschüre „Blackout – Was tun bei einem länger andauernden Stromausfall? Für Menschen mit Behinderungen“ (abrufbar unter sicherheit.graz.at) Maßstäbe gesetzt. Dort werden Anlaufstellen explizit auf Rollstuhlgängigkeit geprüft und Hilfsbedarfe systematisiert.

Werde jetzt in deiner Gemeinde aktiv: Erkundige dich bei deinem Magistrat oder Gemeindeamt in Linz, Enns, Wels, Steyr oder deiner Heimatgemeinde: Wo befindet sich der nächste Notfall-Leuchtturm? Ist der Zugang tatsächlich stufenlos und rollstuhlgerecht? Führt die Gemeinde ein freiwilliges Katastrophen-Melderegister für Menschen mit Beatmungsgeräten oder Schwerstbehinderungen? Wenn nicht: Fordere diesen Schutz ein!

8. Bevorratung, Wasser und Hygiene: Ergonomisch und barrierefrei lagern
Ein Bevorratungsratgeber, der empfiehlt, 50 Liter Wasser in schweren Glasflaschen im tiefen Keller zu lagern, ist für einen Rollstuhlnutzer in einer Etagenwohnung schlicht unbrauchbar. Im Katastrophenfall fallen Wasserwerke und Druckerhöhungspumpen rasch aus. Ohne Leitungsdruck kommt kein Tropfen mehr aus dem Hahn, und die Spülung der Toilette funktioniert genau ein einziges Mal. Wer jetzt nicht vorbereitet ist, gerät binnen 48 Stunden in eine lebensgefährliche Dehydrierungs- und Hygienefalle.

Bereich Bedarf für 14 Tage Spezifischer Praxistipp für Rollstuhlnutzer
Trinkwasser Mindestens 2,5 bis 3 Liter pro Tag und Person (ca. 35–42 Liter) Keine 5- oder 10-Liter-Kanister! Lagere handliche 1,5-Liter-PET-Flaschen in Sixpacks auf Greifhöhe (80–110 cm) im Unterschrank oder unter dem Bett. Für Menschen mit eingeschränkter Handfunktion: Trinkhalme oder Sporttrinkverschlüsse bereithalten.
Nahrungsmittel Haltbare Fertiggerichte, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Nüsse, Knäckebrot Bevorzuge Dosen mit Aufreißlasche (Ring-Pull) oder beschaffe einen elektrisch wiederaufladbaren bzw. extrem leichtgängigen ergonomischen Dosenöffner. Lebensmittel wählen, die notfalls auch kalt verzehrbar sind.
Warme Mahlzeiten Camping-Gaskocher mit Schraub- oder Stechkartuschen Höchste Verbrennungsgefahr: Koche niemals auf einem Schoßbrett oder instabilen Beistelltischen! Nutze einen breiten, kippsicheren Tisch mit rutschfester Unterlage. Stets lüften wegen tödlichem Kohlenmonoxid (CO)!
Notfalltoilette & Hygiene Schwerlast-Müllsäcke (120L), Katzenstreu, Rindeneinstreu, Feuchttücher, Einmalhandschuhe Toiletten-Umbau: Wenn die Wasserspülung streikt, klemme einen stabilen Müllsack unter die Toilettenbrille deines WC-Becken oder Toilettenstuhls. Etwas Katzenstreu bindet Flüssigkeit und Geruch sofort. Nach Benutzung verknoten und in separater Tonne lagern. Feuchttücher ersetzen die Waschung ohne Fließwasser.
Medikamente & Verbrauchsmaterial Dauermedikation, Schmerzmittel, Desinfektion, sterile Wundauflagen, Katheter, Inkontinenzmaterial Vorrat für mindestens 4 Wochen anlegen! Spreche frühzeitig mit Hausarzt und Krankenkasse über Rezeptvorgriffe. Katheter und Desinfektionsmittel dürfen niemals ausgehen – eine Urosepsis im krisengeschüttelten Gesundheitssystem ist lebensbedrohlich!
Kühlpflichtige Medikamente (z.B. Insulin) Passivkühlboxen, Frio-Kühltaschen, 12V/230V Kompressor-Kühlbox Frio-Kühltaschen kühlen durch Verdunstungskälte nur mit Wasser tagelang ohne Strom. Eine hocheffiziente 12V-Kompressor-Kühlbox kann an der LiFePO4-Powerstation tagelang betrieben werden.
Bargeldreserve Ca. 500 bis 800 Euro pro Haushalt Bankomaten, Kassen-Terminals und Online-Banking sind tot. Halte ausschließlich kleine Scheine (5€, 10€, 20€) sowie Euromünzen vor. Niemand kann im Notgeschäft auf einen 100-Euro-Schein herausgeben.

9. Das Buddy-System und die analoge Notfallmappe: Menschliche Resilienz
Im Zentrum moderner Katastrophenvorbeugung steht eine unumstößliche Erkenntnis: Technik hilft, aber Menschen retten Menschen. Keine Powerstation und kein Kurbelradio der Welt kann dich bei einem Wohnungsbrand die Stufen hinuntertragen. Wirkliche Krisenresilienz entsteht durch soziale Netze und klare, im Vorfeld getroffene Absprachen.
Das „Buddy-System“ im Wohnhaus
Verlasse dich im Ernstfall niemals auf das Prinzip Zufall. Baue dir ein persönliches Sicherheitsnetzwerk auf:

  • 2 bis 3 feste Vertrauenspersonen: Wähle körperlich fitte Nachbarn im selben Haus oder in unmittelbarer Gehdistanz.
  • Der Krisen-Schlüssel: Mindestens ein Nachbar deines Vertrauens besitzt einen Wohnungsschlüssel, um bei ausgefallener Klingel oder verschlossener Tür Zugang zu haben.
  • Die 2-Stunden-Regel: Vereinbare ein fixes Krisenprotokoll: „Wenn der Strom länger als zwei Stunden ununterbrochen ausfällt, schaust du unaufgefordert bei mir vorbei!“
  • Technikeinweisung: Zeige deinen Buddies in Friedenszeiten, wie dein manueller Faltrollstuhl aufgeklappt wird, wie der Evakuierungsstuhl bedient wird und an welchen Körperstellen man dich schmerz- und verletzungsfrei anhebt (Transfertechnik).

Die analoge, signalfarbene Notfallmappe
Wenn fremde Einsatzkräfte von Feuerwehr oder Rettungsdienst deine Wohnung stürmen, haben sie weder Zeit für lange Gespräche noch funktioniert ihr Zugriff auf digitale Patientenakten. An deinem Rollstuhl oder direkt an der Wohnungseingangstür hängt eine wasserfeste, knallgelbe oder rote Dokumententasche mit folgendem Inhalt:

  • Medikamenten- und Dosierungsplan: Mit Handelsnamen, Wirkstoffen und exakten Einnahmezeiten.
  • Kompakte Notfalldiagnose: Querschnittslähmungshöhe (z.B. TH4, C6), Spastik-Besonderheiten, autonome Dysreflexie, Allergien, Blutgruppe.
  • Rollstuhl- und Hilfsmittel-Steckbrief: Wo sind Arretierungen? Wo darf angefasst werden (nur Rahmen!), wo keinesfalls (Steuerpult, Armlehnen, Beinstützen)?
  • Wichtige Kontaktpersonen: Name, exakte Wohnadresse und Festnetznummer von Angehörigen, Pflegedienst und Hausarzt (nicht nur Handynummern!).
  • Kopien wesentlicher Dokumente: Personalausweis, Behindertenpass, E-Card, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Fazit & Appell zum 13. Oktober: Selbstbestimmung statt Almosen!
Katastrophenvorbeugung ist kein abstraktes Thema für behördliche Festakte, sondern ein elementares Menschenrecht. Echte Inklusion nach der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) bewährt sich nicht bei Schönwetterveranstaltungen, sondern im Moment des Systemausfalls. Rollstuhlfahrende und chronisch kranke Menschen dürfen im Ernstfall nicht als „passive Opfer“ oder „zu vernachlässigende Randgruppe“ verbucht werden.

Indem wir uns vorbereiten, unsere Wohnungen resilient machen, den manuellen Faltrollstuhl als Trumpfkarte bereithalten, auf saubere Notstromlösungen setzen und im Wohnumfeld starke soziale Allianzen schmieden, entreißen wir der Katastrophe ihre Lähmung. Vorsorge ist die radikalste Form der Selbstbestimmung!

📻 Schalte heute und morgen Radio FRO ein!
Höre unsere Schwerpunktsendung Radiabled, diskutiere mit Betroffenen, Reha-Experten und Zivilschützern und hol dir das Rüstzeug für deine persönliche Krisensicherheit. Alle Checklisten, Audiomitschnitte und vertiefenden Artikel findest du gebündelt auf unserer Wissensplattform unter studioenns.eu/wastunimnotfall/ sowie auf www.fro.at/radiabled.

Auch wenn Radiosupermaus nicht live dabei war diesmal. Sie gehört, aber zum Redaktionsteam deswegen steht in den Hashtags dabei.

Hashtags zum Thema (durch Komma getrennt):

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radiabled
59 Min.
Di. 13. Okt.

#Stimmlagen: „Ich rufe NICHT zum Widerstand auf“ – Ekaterina Degot beim...

Diese Ausgabe von #Stimmlagen, dem Infomagazin der Freien Radios in Österreich, kommt aus der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz. Wir beschäftigen uns mit der Rolle von Kunst und Kultur in politisch angespannten Zeiten und mit der finanziellen Situation der Stadt Graz.

„Ich rufe NICHT zum Widerstand auf“ – Ekaterina Degot beim steirischen herbst
Der steirische herbst sorgt seit seiner Gründung 1968 immer wieder für Kontroversen. Das Festival für zeitgenössische Kunst versteht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten als Teil seiner Geschichte. Bei der diesjährigen Eröffnung am 24. September sprach Intendantin Ekaterina Degot über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und deren Spiegelung in der Kultur. Dabei ruft sie nicht zum Widerstand auf, sondern setzt angesichts der gegenwärtigen politischen Entwicklungen auf Mut.
Ihr hört die Eröffnungsrede von Ekaterina Degot, die sich damit beschäftigt, welche Rolle Kunst und Kultur in einer polarisierten Gesellschaft einnehmen können.

Bild: Johanna Lamprecht

Kontrollamt zur Finanzlage in Graz
Die Grazer Stadtfinanzen stehen unter Druck. Anfang September verhängte die Stadt eine Haushaltssperre, durch die neue Förderansuchen und Bestellungen eingeschränkt werden. Bereits Ende 2022 hatte das damalige Kontrollamt, seinerzeit noch Stadtrechnungshof, vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit im Jahr 2023 gewarnt.
Im zweiten Beitrag sprechen wir mit Hans-Georg Windhaber, dem Leiter des Grazer Kontrollamts. Er erklärt, wie es zur aktuellen finanziellen Situation gekommen ist, welche Entwicklungen und Entscheidungen dabei eine Rolle spielen und vor welchen Herausforderungen die Stadt Graz nun steht.

Das ausführliche Interview mit Hans-Georg Windhaber vom Kotrollamt und dem Finanzdirektor der Stadt Graz Johannes Müller ist in den kommenden Wochen bei VON UNTEN im Gespräch zu hören.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Do. 08. Okt.

25 Jahre OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Am Samstag, 10. Oktober wird im Bildungshaus Schloss Puchberg das 25-jährige Bestehen des OÖ Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus gefeiert. Ralf Schinko hat dazu Robert Eiter, Mitgründer und Sprecher des Netzwerks, interviewt.

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FRO – Sonderprogramm
32 Min.
Fr. 09. Okt.

Tina Leisch erzählt über Theaterarbeit & Theaterworkshops an Schulen

Tina Leisch – Regisseurin | Journalistin | politische Aktivistin

erzählt – im Teil 2 – über Theaterarbeit allgemein und im Besonderen über ihre pädagogische Arbeit an Schulen in Form von Theaterworkshops.

Eine Produktion von Helga Schager


Teil 1: Listen To The Female Artists: Tina Leisch im Porträt
www.listen-to-the-female.at/
https://cba.media/779498

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X_XY (Un)gelöst und (Un)erhört!
60 Min.
Di. 29. Sep.

Solidaritätsfilmabend zu Protesten in Georgien

Dokumentarfilm „Inner Blooming Springs“ und Podiumsdiskussion über die Proteste in Georgien Am Montag, den 21. September zeigte das Urania Ceenema in Zusammenarbeit mit Amnesty International Österreich den Dokumentarfilm „Inner Blooming Springs“ der georgischen Regisseurin Tiku Kobiashvili. Neben dem Film wurde auch eine Reportage über den georgischen Schauspieler Andro Chichinadze gezeigt, welcher in Folge seiner Unterstützung der Proteste seit zwei Jahren in Haft sitzt. Während der anschließenden Podiumsdiskussion, klärten die Amnesty-Expert:innen Marcel Zippenfenig und Ruth Dellinger über die aktuelle Menschenrechtslage in Georgien auf und machten auf den Fall des inhaftierten georgischen Schauspielers Andro Chichinadze aufmerksam. Dieser wurde in Folge seiner Teilnahme an den Protesten festgenommen und zu zwei Jahren Haft verurteilt. „Inner Blooming Springs“ Die Dokumentation Inner Blooming Springs oder im georgischen Original „Shinagani gazapkhulebis q’vaviloba“ feierte im Jahr 2025 seine Premiere bei der Berlinale und begleitet Tiku Kobiashvili und ihre engen Freunde Tina Matchavariani und Luka Chibukhaia dabei, wie sie die Zeit der Proteste miterleben und auch selbst auf die Straßen von Tbilisi gehen um zu demonstrieren. Dabei geraten auch sie und ihre Freundesgruppe in die Schusslinie der Polizei. Doch ihr Rückhalt untereinander und ihre Entschlossenheit die Geschehnisse festzuhalten sind ungebrochen. Sie versprechen sich, dass wenn jemand aus dem Kreis bei einer Demo festgenommen wird, Tiku das filmen soll. Der Film handelt von Zusammenhalt und dem Erwachsenwerden inmitten politischer Unruhen und Chaos, wobei die einzige Konstante die Freundschaft zwischen ihnen bleibt. Die 22-jährige Tiku Kobiashvili ist Fotografin, Filmstudentin und Filmemacherin. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in audiovisueller Kunst vom Georgian Institute of Public Affairs. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung zur Kameratechnikerin und Kameraassistentin. Politische Situation in Georgien und die Protestbewegung Bereits seit 2024 dauern die pro-europäischen und pro-demokratischen Proteste in Georgien an. Im Mittelpunkt stehen die Kritik an der Regierungspartei Georgischer Traum, Vorwürfe von Wahlbetrug rund um die Parlamentswahl 2024 und die zunehmende politische Annäherung Georgiens an Russland. Ein zentraler Streitpunkt ist das „Foreign Agents Law“, das Organisationen und Medien mit erheblicher ausländischer Finanzierung zur Registrierung verpflichtet. Kritiker:innen sehen darin eine Einschränkung der Zivilgesellschaft und eine Orientierung am russischen Vorbild. Viele NGOs verweigerten die Registrierung. 2025 wurden die Maßnahmen gegen regierungskritische Organisationen weiter verschärft. Ende November 2024 verschärfte sich die politische Situation zusätzlich: Premierminister Irakli Kobachidze kündigte eine Aussetzung des EU-Beitrittsprozesses bis 2028 an. Dies führte zu weiterer Kritik aus der Bevölkerung und Europa, während der russische Präsident Wladimir Putin die Entscheidung begrüßte. Seitdem dauern die Proteste an. Es kommt infolgedessen zu Polizeigewalt, Verhaftungen und Strafverfahren gegen Demonstrierende, Journalist:innen und Personen des öffentlichen Lebens. Besonders bei politischen und protestbezogenen Verfahren komme es laut Amnesty wiederholt zu Verstößen gegen das Recht auf ein faires Verfahren. Verurteilungen und Verwaltungsstrafen würden sich häufig überwiegend oder sogar ausschließlich auf Aussagen der Polizei stützen, während die Beweislast faktisch auf die Angeklagten verlagert werde. Dadurch seien Tausende Menschen mit Geld- oder Freiheitsstrafen belegt worden, ohne dass die Rechtmäßigkeit, Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ausreichend geprüft worden sei. Gleichzeitig nehme auch der politische Einfluss auf Medien sowie auf den Kunst- und Kulturbereich zu. Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 weigerte sich die ehemalige Präsidentin Salome Surabischwili, die Wahl ihres Nachfolgers Micheil Qawelaschwili anzuerkennen. Wie viele Demonstrierende erkennt sie dessen Präsidentschaft bis heute nicht an. Gleichzeitig wird der politische Einfluss von Surabischwili und anderen Oppositionspolitiker:innen durch die Regierungspartei Georgischer Traum zunehmend eingeschränkt. Da es kaum noch politische Führungspersönlichkeiten gibt, die die Protestbewegung anführen, organisieren und koordinieren die Bürger:innen die Demonstrationen zunehmend selbst. Trotz der zunehmenden Repressionen setzen sich die Proteste fort. Die Bevölkerung hält weiterhin an ihren Forderungen nach Demokratie und Freiheit fest. Gleichzeitig nimmt die internationale mediale Aufmerksamkeit für die Protestbewegung deutlich ab. Während Georgien insbesondere 2024 noch stark im Fokus der internationalen Berichterstattung stand, ist das Interesse inzwischen zurückgegangen. Die internationale Berichterstattung ist jedoch von hoher Bedeutung, damit die Proteste und die Situation der georgischen Bevölkerung nicht in Vergessenheit geraten. Die Partei Georgischer Traum und Bidzina Ivanischwili Georgischer Traum wurde 2012 vom Milliardär Bidzina Ivanischwili als breites Oppositionsbündnis gegen den ehemaligen Präsidenten Micheil Saakaschwili gegründet, dem dieser die Unterdrückung der Demonstartionen 2007 und eine zunehmende Kontrolle der Meinungs- und Medienfreiheit vorwarf. Die Partei gewann die Parlamentswahl 2012 und regiert Georgien seither. Unter Iwanischwili und der heutigen Parteiführung strebt die Partei eine Politik der nationalen Souveränität, konservativer und LGBTQ+ feindlicher Werte sowie eine Annäherung an Russland an. Das Verhältnis zur EU und zu westlichen Institutionen ist dagegen konfliktreicher geworden. Bidzina Iwanischwili ist ein georgischer Unternehmer und Milliardär, der sein Vermögen vor allem in Russland im Banken- und Rohstoffgeschäft aufbaute. Er war 2012–2013 Premierminister, zog sich danach formal aus der Politik zurück und kehrte 2023 als Ehrenvorsitzender des Georgischen Traums zurück. Aufgrund seines großen politischen und wirtschaftlichen Einflusses gilt er weiterhin als zentrale Figur der Partei.

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FROzine
48 Min.
Fr. 25. Sep.

Safe Abortion Week 21.-28.9.2026

Zwischen 21 und 28.9.2026 wurde in ganz Österreich auf die Wichtigkeit des sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch mit unterschiedlichen Aktionen aufmerksam gemacht.

Am Freitag, 25.9.26 gab es auf den Linzer Hauptplatz Informationen, Mythencheck, Quiz und eine bunte und laute Prozession der heiligen Abortia durch die Linzer Innenstadt.

In dieser Sendung wird auf die Forderungen hingewiesen und das Thema kurz erörtert.

Dazwischen viel Musik.

Sendungsverantwortung und live aus dem Studio: Michi Schoissengeier

mehr Infos unter:

Safe Abortion Day

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X_XY (Un)gelöst und (Un)erhört!
59 Min.
Di. 22. Sep.

Radiabled❤️ World Marrow Donor Day 2026 22. September 2026 – Weltweiter...

❤ World Marrow Donor Day 2026

22. September 2026 – Weltweiter Stammzellspender-Tag

📻 Heute bei Radio FRO / Radiabled
Am 22. September 2026 haben wir das Thema World Marrow Donor Day 2026
in unserer Sendung bei Radio FRO / Radiabled von 19:00 bis 20:00 Uhr
aufgegriffen.

Dabei ging es nicht nur um die Stammzellspende und die Möglichkeiten, sich als potenzielle
Stammzellspenderin oder potenzieller Stammzellspender registrieren zu lassen. Wir haben das Thema
bewusst um weitere wichtige Bereiche rund um Hilfe, Vorsorge und medizinische Notfälle ergänzt:
Blutspende, Defibrillatoren und schnelle Hilfe, wenn es auf Sekunden ankommt.

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🎧 Die Sendung kann nachgehört werden:

Entdecken


📡 Studio Enns – Wann on Air bei FRO:

https://studioenns.eu/wannonairbeifro

📻 Radio FRO / Radiabled:

https://www.fro.at/radiabled

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Der 22. September 2026 steht weltweit ganz im Zeichen der Stammzellspende.
Der World Marrow Donor Day erinnert an die vielen Menschen, die sich als potenzielle
Stammzellspenderinnen und Stammzellspender registrieren lassen und damit die Chance schaffen,
einem schwer erkrankten Menschen eines Tages helfen zu können.

Stammzellspende ist ein Thema, das viele Menschen erst dann unmittelbar beschäftigt, wenn eine
schwere Erkrankung das eigene Leben oder das Leben eines Familienmitglieds verändert. Gerade
deshalb ist Information so wichtig. Die Möglichkeit einer passenden Stammzellspende kann für
Menschen mit schweren Erkrankungen des blutbildenden Systems eine wichtige medizinische
Behandlungsmöglichkeit darstellen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Formen von Leukämien
und andere Erkrankungen, bei denen die Funktion des blutbildenden Systems stark beeinträchtigt ist.
🧬 Warum die Registrierung als Stammzellspender wichtig sein kann
Bei einer Stammzelltransplantation kommt es entscheidend darauf an, eine möglichst passende
Spenderin oder einen möglichst passenden Spender zu finden. Die Suche nach einem geeigneten
Match ist dabei nicht immer einfach. Genau deshalb sind viele registrierte potenzielle
Spenderinnen und Spender wichtig.

Wer sich als potenzielle Stammzellspenderin oder potenzieller Stammzellspender registrieren
lassen möchte, sollte sich zunächst bei den zuständigen offiziellen Stellen über die aktuellen
Voraussetzungen, den Ablauf der Registrierung und die medizinischen Voraussetzungen informieren.
Das Österreichische Stammzellregister bietet dazu Informationen über die Suche
nach passenden Stammzellspenderinnen und Stammzellspendern und über Möglichkeiten der
Registrierung.

Wichtig ist dabei: Eine Registrierung bedeutet nicht automatisch, dass man tatsächlich irgendwann
Stammzellen spendet. Sie bedeutet zunächst, dass man grundsätzlich als potenzielle Spenderin oder
potenzieller Spender zur Verfügung steht und im Fall eines passenden Matches kontaktiert werden
kann. Ob eine tatsächliche Spende möglich ist, hängt von verschiedenen medizinischen und
organisatorischen Voraussetzungen ab.
🩸 Blut spenden – Leben retten
Neben der Stammzellspende spielt auch die klassische Blutspende eine wichtige Rolle
im Gesundheitswesen. Blut wird jeden Tag benötigt. Nach Angaben des Österreichischen Roten Kreuzes
wird in Österreich laut den dort veröffentlichten Informationen etwa alle 90 Sekunden
eine Blutkonserve benötigt.

Blut kann beispielsweise nach schweren Unfällen notwendig sein. Auch bei Geburten, Operationen
und bei der Behandlung von Menschen mit schweren Erkrankungen werden Blutkonserven benötigt.
Blut ist ein wichtiges Notfallmedikament und kann nicht künstlich hergestellt werden. Deshalb
ist jede einzelne Blutspende von Bedeutung.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Blutgruppe besonders häufig oder seltener vertreten ist:
Für die medizinische Versorgung werden unterschiedliche Blutgruppen benötigt. Wer Blut spenden
möchte, sollte sich über die aktuellen Bedingungen, Altersgrenzen, gesundheitlichen
Voraussetzungen und verfügbaren Blutspendetermine bei den zuständigen offiziellen Stellen
informieren.

🩸 Blutspende:
Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Deshalb sind Menschen, die Blut spenden können
und die medizinischen Voraussetzungen erfüllen, ein wichtiger Bestandteil der Versorgung von
Patientinnen und Patienten.

❤ Wenn es um Sekunden geht: Defibrillatoren schnell finden
Ein weiteres Thema unserer heutigen Sendung war der medizinische Notfall. Bei einem
Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Eine schnelle Reaktion, der
unverzügliche Notruf, eine möglichst rasche Wiederbelebung und – sofern verfügbar – der Einsatz
eines Defibrillators (AED) können wichtige Bestandteile der Notfallversorgung sein.

Gerade in einer solchen Situation kann es hilfreich sein, bereits im Vorfeld zu wissen, wo sich
ein Defibrillator in der eigenen Umgebung befindet. Deshalb haben wir in unserer heutigen Sendung
auch auf zwei Angebote hingewiesen, die bei der Suche nach AED-Standorten unterstützen können.

Das Defi-Netzwerk Österreich kann Informationen zu Defibrillator-Standorten in
Österreich bereitstellen. Ergänzend dazu gibt es die Defi-Karte Schweiz, die
Informationen zu AED-Standorten in der Schweiz zugänglich macht. Solche Angebote können
insbesondere dann hilfreich sein, wenn man unterwegs ist oder sich in einer Umgebung aufhält,
in der man die örtliche Infrastruktur nicht kennt.

Es lohnt sich daher, sich nicht erst im Notfall damit zu beschäftigen. Wer weiß, wo sich ein AED
in der näheren Umgebung befindet, hat im Ernstfall zumindest einen wichtigen Informationsvorsprung.
Das ersetzt natürlich keinesfalls die professionelle medizinische Notfallversorgung.
🚑 Im medizinischen Notfall
Bei einem medizinischen Notfall gilt grundsätzlich: unverzüglich den jeweiligen lokalen
Notruf verständigen und den Anweisungen der Rettungsleitstelle folgen.
Die Mitarbeitenden
der Leitstelle können wichtige Anweisungen geben und die nächsten Schritte koordinieren.

Je nach Situation können Erste-Hilfe-Maßnahmen, Wiederbelebung oder der Einsatz eines verfügbaren
AED eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend ist, möglichst schnell Hilfe zu holen und die
Anweisungen der professionellen Einsatzkräfte zu befolgen.

❤🧬 Heute ging es um Hilfe, Vorsorge und Verantwortung

Die Themen Stammzellspende, Blutspende und Erste Hilfe haben auf den ersten Blick unterschiedliche
Schwerpunkte. Gleichzeitig verbindet sie ein gemeinsamer Gedanke: Hilfe kann vorbereitet werden,
bevor sie dringend benötigt wird. Eine Registrierung als potenzielle Stammzellspenderin oder
potenzieller Stammzellspender, eine Blutspende oder das Wissen über AED-Standorte können wichtige
Beiträge für die medizinische Versorgung sein.

Mit unserer heutigen Sendung am 22. September 2026 von 19:00 bis 20:00 Uhr bei Radio FRO /
Radiabled
wollten wir deshalb nicht nur auf den World Marrow Donor Day
aufmerksam machen, sondern gleichzeitig daran erinnern, wie wichtig medizinische Versorgung,
Blutspenden, Stammzellspenden und schnelle Hilfe im Notfall sind.

Die Sendung bleibt auch nach der Ausstrahlung verfügbar und kann über das
Cultural Broadcasting Archive (CBA) nachgehört werden. Damit kann das Thema auch
später noch einmal in Ruhe angehört und weitergegeben werden.

🎧 Sendung nachhören
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CBA – Cultural Broadcasting Archive:

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Studio Enns – Wann on Air bei FRO:

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ℹ Wichtiger Hinweis
Diese Studio-Enns-Information dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische
Beratung. Informationen zur persönlichen Eignung für eine Stammzell- oder Blutspende sowie zu
Registrierung, medizinischen Voraussetzungen und konkreten Abläufen erhältst du direkt bei den
jeweils zuständigen offiziellen Stellen.

Bei einem medizinischen Notfall bitte immer unverzüglich den jeweiligen lokalen Notruf verständigen
und den Anweisungen der Rettungsleitstelle folgen.

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radiabled
56 Min.
Di. 22. Sep.

Demenz – in Beziehung bleiben ohne Überforderung

Die Sendereihe Lust aufs Alter?! beschäftigt sich in diesem Jahr ein zweites Mal mit dem Thema Demenz. Nachdem die Politik in Oberösterreich in ihrer Pflegestrategie 2040 festgelegt hat , die Betreuungsangebote für zuhause stark auszubauen, schaut diese Sendung genauer auf die Situation der Pflegenden zuhause  hin.

Die Validationslehrerin Hildegard Nachum und  Sozialpädagogin Ulrike Zika haben ein Buch geschrieben – Verbunden bleiben bei Demenz . Sie rücken damit die Pflegenden in den Mittelpunkt.

Ich habe mit Hildegard Nachum dieses Interview im Studio FRO in Linz geführt. Frau Nachum sieht viel Unterstützungsbedarf für Menschen, die dementiell  veränderte Angehörige vielfach ohne fachliche Ausbildung betreuen. Sie wünscht sich von der Politik kostenlose Kurse für die Validation, auch ein Kummertelefon wäre hilfreich.

Sie weist darauf hin, daß der Mensch nicht nur aus Kognitivität besteht , sondern auch aus Emotionalität. In ihrem Spezialgebiet, der Validation erklärt sie wunderbar an Hand von Verhalten von Menschen mit Demenz  deren Symbolsprache.

Die Anwendung der Validation ermöglicht ein Entschärfen von Alltagssituationen, die Pflegende zuhause immer wieder erleben und sie oft an ihre Grenzen bringen.

Frau Nachum erklärt sehr  gut nachvollziehbar die Technik des Zentrierens , die gegen die eigene Überforderung wirkt. Wer sie anwendet, kommt leichter in einen Modus, wo nicht geurteilt, nicht verurteilt wird.

Validation muss man erlernen ,räumt sie ein. Ein, zwei Techniken bringen aber schon eine validierende Grundhaltung, die gut helfen kann bei der Pflege von dementiell veränderten Menschen.  Sie weist darauf hin, wie wichtig es für Pflegende gerade zuhause ist, aus der Opferrolle rauszukommen. Dabei hilft auch zwischen Empathie und Mitgefühl unterscheiden zu können. Frau Nachum weist darauf hin, daß dieses Thema von Ulrike Zika im Buch ausführlich betreut wird. Das gilt auch für die Themen Achtsamkeit und Selbstfürsorge, die im Buch anschaulich und mit Übungen erklärt werden.

Musiktitel und Interpreten :

All By Myself                              Celine Dion

My Baby Just Cares For Me    Nina Simone

I hate you then I love you        Celine Dion    Luciano Pavarotti

Tomorrow                                   Nina Simone

Mood Indigo                              Nina Simone

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Radio von Senior*innen
59 Min.
Mi. 16. Sep.

Gewaltambulanz gehört ausgebaut

Bei einer Kundgebung wurde gefordert, dass das Angebot der Gewaltambulanz in Linz 24/7 verfügbar sein muss. | Bei der Urban Nature Quest können Bürger*innen Naturbeobachtungen einreichen.

„Ich ging drei mal durch die Hölle!“

Am 9. September fand vor dem Landhaus in Linz eine Kundgebung für eine durchgehend geöffnete Gewaltambulanz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt statt. Seit Jänner 2026 gibt es am Kepler Universitätsklinikum eine Gewaltambulanz. Sie ist werktags von 7 bis 15 Uhr geöffnet – exklusive Mittwochsdiensten.

Auslöser für die Kundgebung war der Fall der trans Frau Viola. Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung wurde sie in zwei Linzer Krankenhäusern abgewiesen und erst im dritten versorgt. Sie wandte sich an das MOMENT Magazin und machte ihren Fall öffentlich. Was darauf folgte: Transfeindlichkeit, Schuldzuweisungen und eine Verschiebung der Debatte.

Bereits 2025 setzte sich Didem Wenger, Juristin und Organisatorin der Kundgebung, mit einer Petition für eine Gewaltambulanz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ein. Als Vorbilder dienten andere österreichische Städte wie Wien, Graz oder Innsbruck, in denen entsprechende Strukturen bereits existieren.

Mehr über die Petition und die Entwicklungen rund um eine Gewaltambulanz könnt ihr in dieser FROzine-Sendung aus dem Jahr 2025 nachhören.

Notrufnummern:

  • Frauenhelpline: 0800 222 555
  • Gewaltschutzzentrum OÖ: 0732 60 77 60
  • Männerinfo: 0800 400 777
  • Helpchat: www.haltdergewalt.at

Urban Nature Quest 2026

Der Naturschutzbund Österreich ruft vom 18. bis 21. September dazu auf, im städtischen Gebiet Flora und Fauna zu beobachten. Egal ob im Garten, am Balkon oder am Straßenrand, Bürger*innen sollen Fotos von Tieren und Pflanzen machen, die ihnen im Alltag begegnen. Diese Aktion ist ein sogenanntes Citizen Science Projekt. Bei diesen werden Bürger*innen zu Hobbywissenschaftler*innen und sammeln Daten, die von Expert*innen ausgewertet werden.

3 Tauben sind in einer Baumscheibe. Eine springt gerade auf einen Randstein.
Stadttauben. Foto: clumsycolours @ Instagram

Bei der Urban Nature Quest sollen anhand der Fotos die Vielfalt im Stadtgebiet erforscht werden. Welche Pflanzenarten sind oft vertreten und welche davon sind unter Umständen invasive Arten? Im urbanen Raum gibt es eine große Artenvielfalt, wobei Gärten eine große Rolle spielen können. Gut angelegt, können sie Lebensraum bieten oder sogenannte Grünbrücken bilden, erklärt Carolina Trcka-Rojas, Ökologin vom Naturschutzbund Österreich. Diese Brücken helfen Tieren dabei, Wege sicherer zurückzulegen. So könnten Straßen, und somit Autos, vermieden werden.

Ebenfalls wichtig zu beachten sei, dass weniger mehr ist. Das Gras höher stehen lassen, nicht alles, was für uns Menschen „Unkraut“ ist, entfernen, Laub in einer Ecke des Gartens einfach liegen lassen – ein bisschen faulsein hilft der Natur! Tiere finden Futter und Lebensraum in einer Umgebung, die immer weniger Platz bietet und durch den Klimawandel auch widriger wird.

Alle Informationen, wie man bei der Urban Nature Quest teilnehmen kann und was alles beobachtet werden soll, findet man hier.

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FROzine
53 Min.
Do. 17. Sep.

Zwangssterilisation – entsetzliches und verrücktes Konzept der Nazis!

Unter der Naziherrschaft in Mitteleuropa wurden unzählige Frauen und Männer zwangssterilisiert, weil sie für ungeeignet befunden wurden, Kinder zu bekommen und/oder groß zu ziehen. Ein unfassbarer Eingriff in die Autonomie von Menschen und eine schreckliche Menschenrechtsverletzung.

Studierende der Sekundarstufenausbildung „Geschichte“ forschten zu diesem Thema bez. Vergangenheit und Gegenwart und erstellten großteils Audiogeschichten dazu. Sie und Prof. Egbert Bernauer sind Gäste in dieser TERA FM Sendung und wir hören ihre Beiträge.

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Tera FM
59 Min.
Do. 17. Sep.

#Stimmlagen: Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung | Razzien...

Diese Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich, kommt aus der der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz und widmet sich heute den Filmtagen Hunger.Macht.Profite. und den landesweiten Razzien gegen die LGBTIQ+ Community in der Türkei.

Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung
Heuer finden die Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite. – bereits zum 15. Mal statt. Seit der ersten Ausgabe 2006 bringt die Reihe kritische Dokumentarfilme über unser globales Agrar- und Ernährungssystem auf die Kinoleinwände, mit veranstaltet von FIAN Österreich. Wir haben mit Julia Kocher von FIAN gesprochen – über das Grundanliegen der Filmtage und was sich seit der ersten Ausgabe verändert hat, über die Auswahl der heuer vier gezeigten Filme und was sie inhaltlich verbindet, sowie über die Filmgespräche im Anschluss an die Vorführungen, bei denen Impulsgeber:innen mit dem Publikum über Handlungsoptionen diskutieren.

Hier findet ihr die Termine für alle Filme in Österreich:
Wien
Admiral Kino 15.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Admiral Kino 16.10.2026, 19:00 Uhr – Tevî her tiştî – Trotz alledem
Admiral Kino 17.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Admiral Kino 18.10.2026, 17:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer

Niederösterreich
Pfarrheim Lanzenkirchen 20.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Redbox Mödling 22.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Schloss Wolkersdorf 22.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Stadt-Kino Horn 28.10.2026, 20:00 Uhr – Tevî her tiştî – Trotz alledem
Kino im Kesselhaus Krems 29.10.2026, 18:30 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer

Steiermark
Filmzentrum im Rechbauerkino Graz 20.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Stieglerhaus in St. Stefan ob Stainz, 21.10.2026, 19:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer

Kärnten
Volkskino Klagenfurt 22.10.2026, 19:30 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer
Kulturverein Container 25 in Hattendorf bei Wolfsberg 23.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer

Oberösterreich
Kino Kirchdorf 11.11.2026, 19:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer
Die GIESSEREI Ried im Innkreis 12.11.2026, 19:00 Uhr – Tevî her tiştî – Trotz alledem Lichtspiele Katsdorf 16.11.2026, 19:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer
Lichtspiele Lenzing 17.11.2026, 19:30 Uhr – Milch ins Feuer
Kino Freistadt 24.11.2026, 20:00 Uhr – Toxic Harvest

Tirol
Theatersaal im Hotel Tipotsch in Stumm 20.11.2026, 20:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer

Vorarlberg
Frauenmuseum 13.11.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Spielboden Dornbirn 25.11.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Altes Kino Rankweil 26.11.2026, 19:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer

Razzien gegen queere Community in der Türkei
Queere Menschen in der Türkei stehen aktuell unter massivem Druck: Bei einer Razzia in 15 Provinzen wurden bislang fast 50 Menschen festgenommen – gesucht wird aber nach rund 160 Personen. Die Vorwürfe lauten mutmaßlich auf „Obszönität“ und „Prostitution“. Gleichzeitig werden Webseiten und Social-Media-Accounts von LGBTIQ+ Organisationen gesperrt.
Wir haben mit Ipek Yüksek gesprochen. Sie ist bei Lila Solidarität – auf Türkisch Mor Dayanışma – organisiert und war selbst Teil der queer-feministischen Community in der Türkei, bevor sie nach Graz kam. Im Gespräch erzählt sie uns, wie sie Repression, Überwachung und Kriminalisierung gegen LGBTIQ+ Personen in der Türkei erfahren hat, bevor sie das Land verlassen hat, und was sich in den letzten Jahren konkret verändert hat – von Pride-Verboten bis zu wachsender Überwachung und Kriminalisierung. Sie erzählt uns außerdem, was sie über die aktuelle Repressionswelle weiß und wie sie davon erfahren hat, wie die juristische Konstruktion hinter den Vorwürfen einzuordnen ist und was die Sperrung von Webseiten und Accounts für die betroffenen Organisationen und Aktivist:innen vor Ort bedeutet. Sie hat noch direkten Kontakt zu Menschen, die von den Razzien betroffen sind, und berichtet uns, wie es ihnen geht.
Zum Schluss sprechen wir darüber, was es jetzt an internationaler Solidarität braucht, was die queere Community hier in Österreich konkret tun kann – und was sich Ipek Yüksek von Politik und Öffentlichkeit in Österreich wünscht, wenn es um die Situation in der Türkei geht.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mo. 21. Sep.

KI und Krieg, ein profitables Rechenbeispiel

Es geschehen nicht nur, aber auch in Österreich Dinge, welche sich der Gesellschaft durch vorenthalten von Informationen entziehen. Am Schauplatz im oberösterreichischen Kronstorf können oder wollen die politisch Verantwortlichen auf die dringenden Fragen von Bürgerinnen nur mit schalldichten Kopfhörern zugehen. Eben weil die Politik ihre Entscheidung zugunsten eines solchen Rechenzentrum schon längst getroffen hat.
„Kriege werden heute durch Technologieüberlegenheit gewonnen“ meint der Professor für Künstliche Intelligenz an der Fakultät Angewandte Informatik der Technischen Hochschule Deggendorf Patrik Glauner. Der Strategieexperte Kenneth Payne vom King’s College London ließ gängige KI-Catboots Simulationen geopolitischer Krisen durchspielen. In 95 Prozent der Fälle steigerte sich die KI in den Einsatz von Atomwaffen hinein. ‚Das nukleare Tabu scheint für Maschinen nicht so stark zu sein“, sagt Payne im ‚New Scientist’…. Es entsteht ein Rüstungswettstreit, bei dem man KI einsetzen muss, um mit dem Feind mitzuhalten. Nicht einmal zum Ab nicken der Entscheidung wird Zeit bleiben. Der Preis: Ein kompletter Kontrollverlust an die Maschine.“
Was tun aber, wenn diese Rechenzentren und KI nicht mehr das tun wollen, was ihnen aufgetragen wurde? Wenn nicht das Schlachtfeld des Gegner in der Analyse das Ziel wird, sondern der befehlende Kriegsherr? Gibt es nicht? Wirklich nicht? Wir gehen in dieser Frage nach.

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Werkstatt-Radio
59 Min.
Mi. 02. Sep.

ME/CFS Mahnwache und Radclub Radieschen

ME/CFS Mahnwache am 6. August 2026

ME/CFS ist eine immer noch weitgehend unerforschte und oft übersehene chronische Krankheit.
ME – oder ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis, bzw. Chronisches Fatigue Syndrom. Die in Folge von Virusinfektionen auftretende neuroimmunologische Erkrankung schränkt das Leben der Betroffenen massiv ein. Infolge von körperlicher oder kognitiver Anstrengung tritt die Post-Exertionelle Malaise auf, die zu einer zeitversetzten Verschlechterung der Symptome führt, bis hin zum sogenannten Crash, dem körperlichen Zusammenbruch, bei dem Betroffene einen rapiden Leistungs- und Energieabfall erleiden und mitunter tagelange Bettruhe benötigen.

ME tritt meist in Folge einer Virusinfektion auf, oft durch Epstein-Barr oder Influenza-Viren verursacht. Durch die COVID-19-Pandemie stieg die Anzahl der ME Betroffenen noch einmal deutlich an. Laut der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS liege die Anzahl der in Österreich Betroffenen bei 26.000 – 80.000 Personen. Durch die Pandemie könne sich die Anzahl noch einmal verdoppelt haben.

Die Erkrankung hat unterschiedliche Schweregrade, von mildem ME bis hin zu einer sehr schweren Ausprägungsform. Selbst eine milde Form der Erkrankung bedeutet für die betroffenen Personen jedoch schon Einschränkungen in der Mobilität, der Arbeitszeit- und Freizeitgestaltung. Für Severe ME/CFS Patient:innen werden selbst die scheinbar kleinsten Aufgaben wie Aufstehen oder Essen zur Unmöglichkeit. Fehlende Forschung und medizinisches Fachpersonal, mangelhafte soziale Absicherung sowie ein nicht vorhandenes gesellschaftliches Bewusstsein für die Erkrankung führen oft zum Tod der Betroffenen. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, hielt die Initiative MUT (ME Unterstützung und Teilhabe) am 6. August – zwei Tage vor dem internationalen Severe ME Awareness Day am 8. August – eine Mahnwache und Protestreden vor dem Gesundheits- und Sozialministerium in Wien.
Sie forderten die gesellschaftliche Aufarbeitung der jahrzehntelangen Vernachlässigung von ME/CFS, mehr Forschungsgelder und die generelle Verbesserung der gesellschaftlichen Sichtbarkeit von betroffenen Personen, damit diese nicht unbeachtet daheim in Vergessenheit geraten.
Dabei legten sie auch Leichensäcke vor dem Ministerium ab – als Erinnerung und Mahnung an die sinnbildlich und buchstäblich durch ME/CFS Begrabenen und Vergessenen.

Interview FLINTA Fahrradclub Radieschen

Heute berichten wir über den ersten Linzer FLINTA Fahrradclub, der sich dieses Jahr neu gegründet und es sich als Ziel gesetzt hat, Diskriminierung und Ausgrenzung im Radsport entgegenzutreten. Aylin Yilmaz spricht im Interview mit den Gründungspersonen über die Idee und die Entstehung des Fahrrad-Kollektivs.

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FROzine
58 Min.
Mi. 13. Mai

Unversorgt seit 1969

Bei der Aktion zum ME/CFS Awareness Tag 2026 berichten Menschen über immer noch fehlende medizinische Versorgung und soziale Absicherung.

ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome. Das ist eine schwere Multisystemerkrankung, die oft nach einer Virusinfektion auftritt. Symptome sind unter anderem Gelenksschmerzen, Schwindel, Magen-Darm Beschwerden, Schlafstörungen, POTS (Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom). Eines der Hauptmerkmale ist die sogenannte Post-Exertional Malaise (PEM), eine Verschlechterung des körperlichen Zustandes nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. PEM tritt zeitverzögert auf und kann sogar zu einer dauerhaften Zustandsverschlechterung führen.

ME/CFS ist seit 1969 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt, bis heute gibt es aber keine Heilung, oder Behandlung. In Österreich schätzt man die Zahl der Erkrankten auf ca. 80.000 Personen. Jedes Jahr wird am 12. Mai am ME/CFS Awareness Tag darauf aufmerksam gemacht, dass diese Personen großteils medizinisch unversorgt sind und auch keine soziale Absicherung erfahren. Viele Mediziner*innen kennen die Krankheit nicht, oder sie wird als psychosomatisch diagnostiziert. Dabei ist ME eine neurologische Erkrankung mit körperlichen Symptomen. Manche Personen sind großteils bettlägrig, halten keine Reize aus und müssen in dunklen Zimmern mit so wenig Geräuschen wie möglich liegen. Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) stuft diese Personen teilweise als arbeitsfähig ein, wie man auf der Kundgebung am 9. Mai am Platz der Menschenrechte in Wien von einigen Angehörigen erfährt.

Eine Recherche von Dossier, APA und ORF hat gezeigt, dass Gutachter*innen der PVA mit teils veralteten Unterlagen geschult werden, wo ME als psychische Krankheit dargestellt wrd. In Gesprächen hört man die Verzweiflung der Menschen, Expert*innen seien eigentlich immer privat zu zahlen, auch sonstige Kosten für Medikamente und Behandlungen müssen selbst gestemmt werden. Dass Pflegegrade und Berufsunfähigkeit meistens abgelehnt werden und Betroffene dann dagegen klagen hört man auch immer wieder.

Die We&Me Foundation der Bäckereifamilie Ströck sammelt Geld für die Forschung, damit in Zukunft schnellere Diagnosen gestellt werden können und auch die Versorgung besser funktionieren soll. Die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS betreibt Aufklärungsarbeit und hilft bei der Umsetzung von Forschungsprojekten mit.

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FROzine
36 Min.
Fr. 28. Aug.

Im Rampenlicht #8 | Freiheits- und Widerstandskämpferinnen

politisch, emanzipatorisch, frauenbewegt, stärkend, empowernd, rebellisch, widerständig, unermüdlich …

In einer Radiostunde haben wir engagierte, mutige Frauenpersönlichkeiten, Freiheits- und Widerstandskämpferinnen gewürdigt !

Aus Myanmar, ehemals Burma
Aung San Suu Kyi (*19. Juni 1945)
Politikerin, Bürgerrechtlerin, Freiheits- und Friedenskämpferin, Oppositionsführerin, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin 1991

Aus der Publikation: Widerstand und Zivilcourage | Frauen in Oberösterreich gegen das NS-Regime, 1938–1945 von Elisa Frei, Martina Gugglberger, Alexandra Wachter), erschienen 2022 wurden 3 Frauenbiografien zu organisierten Widerstand, Alltagswiderstand und Überleben/Widersetzen ausgewählt
und zwar:

Maria Ehmer: Eine antifaschistische Aktivistin im kommunistischen Widerstand, die das Ende des Krieges schwer gezeichnet überlebte / erlebte.

Margarethe Smolan (Schwester Kamilla): Eine Ursulinen-Ordensschwester, die verhaftet wurde, weil sie einem französischen Zwangsarbeiter Socken zusteckte.

Gerti Schindel (1913–2008) war eine jüdisch-kommunistische Widerstandskämpferin, die in Oberösterreich eine Widerstandsgruppe aufbaute und unter Lebensgefahr gegen das NS-Regime agierte.

Musik: Widerstands- und Protestlieder, so wird zB das antifaschistische Protestlied „Bella Ciao“ von unterschiedlichen weiblichen Interpretinnen vorgestellt.

Eine Produktion von Michaela Schoissengeier & Helga Schager

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X_XY (Un)gelöst und (Un)erhört!
59 Min.
Mi. 29. Juli

EXPOsed 2027 – Interview

Dieser Beitrag lief im FROzine am 29.07.2026

EXPOsed Network

Die EXPO 2027 in Belgrad gilt als eines der größten politischen und wirtschaftlichen Projekte Serbiens in den kommenden Jahren. Während die Regierung das Großereignis als Motor für Modernisierung, internationale Sichtbarkeit und wirtschaftliches Wachstum präsentiert, wächst zugleich die Kritik. Im Fokus stehen Fragen zur Transparenz, zu öffentlichen Kosten, zu Korruptionsrisiken sowie zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen der umfangreichen Bauprojekte.

Für diese Ausgabe des FROzine haben wir mit dem Netzwerk EXPOsed gesprochen. Das dezentral organisierte Netzwerk aus Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Mitgliedern der serbischen Diaspora in Europa sowie in Nord- und Südamerika setzt sich dafür ein, alle Fakten und Informationen rund um die EXPO 2027 öffentlich zu machen und eine kritische Debatte über das Projekt anzustoßen. Auf der eigenen Webseite sammelt das Netzwerk Dokumente, Analysen und Berichte zu Themen wie öffentliche Sicherheit, finanzielle Transparenz, Umweltfolgen und Korruption.

Die Gesprächspartner*innen möchten aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. Deshalb wurde das Interview von Anneta Trimis und Anna Jungwirth nachvertont. Im Gespräch berichten die Mitglieder*innen von EXPOsed nicht nur über ihre Arbeit als Netzwerk, die Kritik an der EXPO 2027, sondern auch, weshalb Anonymität für sie notwendig ist.

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FROzine
31 Min.
Mi. 29. Juli

Serbia Expo(sed) 2027

Im heutigen FROzine hören Sie ein (nachvertontes) Interview mit dem Netzwerk EXPOsed über die Lage rund um die EXPO 2027 in Serbien, sowie einen Auschnitt aus einer Paneldiskussion zu den Studierendenprotesten in Serbien.

EXPOsed Network

Die EXPO 2027 in Belgrad gilt als eines der größten politischen und wirtschaftlichen Projekte Serbiens in den kommenden Jahren. Während die Regierung das Großereignis als Motor für Modernisierung, internationale Sichtbarkeit und wirtschaftliches Wachstum präsentiert, wächst zugleich die Kritik. Im Fokus stehen Fragen zur Transparenz, zu öffentlichen Kosten, zu Korruptionsrisiken sowie zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen der umfangreichen Bauprojekte.

Für diese Ausgabe des FROzine haben wir mit dem Netzwerk EXPOsed gesprochen. Das dezentral organisierte Netzwerk aus Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Mitgliedern der serbischen Diaspora in Europa sowie in Nord- und Südamerika setzt sich dafür ein, alle Fakten und Informationen rund um die EXPO 2027 öffentlich zu machen und eine kritische Debatte über das Projekt anzustoßen. Auf der eigenen Webseite sammelt das Netzwerk Dokumente, Analysen und Berichte zu Themen wie öffentliche Sicherheit, finanzielle Transparenz, Umweltfolgen und Korruption.

Die Gesprächspartner*innen möchten aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. Deshalb wurde das Interview von Anneta Trimis und Anna Jungwirth nachvertont. Im Gespräch berichten die Mitglieder*innen von EXPOsed nicht nur über ihre Arbeit als Netzwerk, die Kritik an der EXPO 2027, sondern auch, weshalb Anonymität für sie notwendig ist.

Paneldiskussion: Studierendenproteste in Serbien

Im zweiten Teil der Sendung hören Sie einen Ausschnitt aus der Diskussionsrunde über die Studierendenproteste in Serbien. Zu hören sind Ausschnitte aus einer Podiumsdiskussion mit Studierenden und Journalist*innen über die Protestbewegung, ihre Organisation und die politischen Entwicklungen im Land.

An der Diskussion am 15.April 2026 nahmen Davud Delimeđac, Natalija Petrović und Tatjana Rašić teil. Moderiert wurde das Gespräch von Tamara Cvetković. Das Gespräch war Teil der Reihe „Days of Attention – Student Protests in Serbia“ an der Universität Wien.

Der Beitrag kommt von Vienne REC von Radio Orange.

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FROzine
50 Min.
So. 19. Juli

Kürzungen bei AMS-Projekten (Ausschnitt)

Das Budget für die vom AMS Oberösterreich geförderten Arbeitsmarktprojekte wird für die kommenden Jahre stark gekürzt. Bei vielen der Projekte handelt es sich dabei um Kürzungen von 25 bis 30 Prozent des Fördervolumens. Die Sozialplattform Oberösterreich, ein Netzwerk von 46 sozialen Organisationen in Oberösterreich, kritisiert in einem offenen Brief die Kürzungen. Mit dem an die Politik gerichteten Appell „wer heute Unterstützung kürzt, zahlt morgen doppelt“, macht sie auf durch die Einsparungen entstehende Probleme aufmerksam.

Katharina Waxenegger hat sich mit Stefan Thurner, Geschäftsführer der Sozialplattform, und Ulrike Würzburger, Geschäftsführerin des Vereins B7 – Arbeit und Leben, über die Kürzungen und ihre Auswirkungen unterhalten. Thurner und Würzburger sehen nicht nur negative Folgen für die betroffenen Projekte und Organisationen, sondern für ganz Oberösterreich.

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FROzine
9 Min.
Di. 21. Juli

Kürzungen bei AMS-Projekten

Das Budget für die vom AMS Oberösterreich geförderten Arbeitsmarktprojekte wird für die kommenden Jahre stark gekürzt. Bei vielen der Projekte handelt es sich dabei um Kürzungen von 25 bis 30 Prozent des Fördervolumens. Die Sozialplattform Oberösterreich, ein Netzwerk von 46 sozialen Organisationen in Oberösterreich, kritisiert in einem offenen Brief die Kürzungen. Mit dem an die Politik gerichteten Appell „wer heute Unterstützung kürzt, zahlt morgen doppelt“, macht sie auf durch die Einsparungen entstehende Probleme aufmerksam.

Katharina Waxenegger hat sich mit Stefan Thurner, Geschäftsführer der Sozialplattform, und Ulrike Würzburger, Geschäftsführerin des Vereins B7 – Arbeit und Leben, über die Kürzungen und ihre Auswirkungen unterhalten. Thurner und Würzburger sehen nicht nur negative Folgen für die betroffenen Projekte und Organisationen, sondern für ganz Oberösterreich.

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FROzine
20 Min.
Di. 14. Juli

#Stimmlagen: Graz hat gewählt | Falschinformation im ORF: Wenn Falschaussagen...

Diese Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich, kommt aus der der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz und widmet sich heute der Gemeinderatswahl in Graz und nicht richtiggestellten Falschaussagen von FPÖ Landeshauptmann Kunasek im ORF Steiermark.

Graz hat gewählt
Am 28. Juni hat Graz einen neuen Gemeinderat gewählt, und die KPÖ von Bürgermeisterin Elke Kahr hat ihren historischen Erfolg von 2021 noch einmal deutlich ausgebaut. In dieser Ausgabe schauen wir uns genau an, was hinter diesem Ergebnis steckt: wie sich die Stimmen stadtweit und in den einzelnen Bezirken verteilt haben, wo die FPÖ ihre Hochburgen hat, und was die Wählerstromanalyse darüber verrät, woher die KPÖ ihre Stimmen wirklich bekommen hat und wohin die SPÖ ihre verloren hat. Auch die Grünen, die spürbar Mandate eingebüßt haben, nehmen wir genauer unter die Lupe – und fragen, warum sie bei der parallel stattfindenden Bezirksratswahl deutlich besser abschneiden als bei der Gemeinderatswahl.
Wir fragen auch, warum so viele Grazerinnen und Grazer Elke Kahr nach wie vor ihr Vertrauen schenken, wie es um die Koalitionsfrage und den Grazer Proporz-Stadtsenat steht, und werfen einen Blick auf eine Wahl, die oft übersehen wird: die des Migrant:innenbeirats, samt der Frage, welche Befugnisse dieses Gremium überhaupt hat.

Falschaussagen im ORF: Wenn Falschaussagen nicht richtiggestellt werden
FPÖ-Chef Mario Kunasek behauptete öffentlich, Sozialhilfen könnten als Einkommensnachweis für die Staatsbürgerschaft gelten. Das ist falsch – und gesetzlich bereits ausgeschlossen. Trotzdem steht die Aussage bis heute unkorrigiert in der ORF-Mediathek. Wir fragen, was es bedeutet, wenn rechtsextreme Falschinformationen unwidersprochen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbreitet werden – und warum eine Richtigstellung von Lukas Gahleitner-Gerz (Asylkoordination) im zugehörigen Artikel nur stark verkürzt und ganz am Ende auftaucht. Im Gespräch mit Alexander Pollak von SOS Mitmensch geht es um Österreichs im europäischen Vergleich besonders restriktives Staatsbürgerschaftsrecht, um die realen Folgen für Betroffene und Arbeitsmarkt – und um den Blick nach Spanien, wo Anfang 2026 rund 500.000 Menschen ohne gesicherten Status einen Bleibestatus erhielten.
Außerdem: Welche Strategie steckt dahinter, wenn Politik gezielt Neid zwischen Menschen schürt, die ohnehin prekär leben? Und was erwartet Pollak sich von der eingebrachten Beschwerde beim ORF-Publikumsrat?

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mo. 20. Juli

Früher woas a haas

Etwas genauer betrachtet, trotz den allgegenwärtigen Hausverstand, müssen wir zugeben, a bisserl warm ist es schon. Etwas intensiver als gewohnt, aber gewohnheitsmäßig im Auto sitzend sagt uns der allgegenwärtige Hausverstand was? Klar, Klimaanlage in Betrieb nehmen und schon ist die gegenwärtige Hitzewelle zum erträglichen Nebenschauplatz geworden. Ob eine Disziplinierung von Industrie und Finanz für eine wünschenswerte Veränderung und Anpassung am geschändeten Globus und seinem Klima möglich ist, stelle ich zur Diskussion. Denn ein Überleben mit den derzeitigen Regeln von freier Marktwirtschaft und räuberischen Kapitalismus scheint es unmöglich zu sein, ein nachhaltig gutes Überleben für alle zu sichern. Ja, früher woas a haas, in Zukunft wird es heißer, dafür sorgen wir, oder?

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Werkstatt-Radio
59 Min.
Di. 30. Juni

Der Zustand der Sozialhilfe

Im heutigen FROzine hören Sie die Ergebnisse der bundesweiten Erhebung zum Zustand der Sozialhilfe in Österreich. Durchgeführt wurde diese von der Armutskonferenz, sie befragte 700 Expert*innen der sozialen Praxis vor Ort.

Schatten und Wahrnehmungsbericht der Armutskonferenz

Die Armutskonferenz, als Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, über Armut in Österreich zu informieren und diese auch aktiv zu bekämpfen, führte zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 eine bundesweite Erhebung zum Zustand der Sozialhilfe in Österreich durch. Ziel dieser Erhebung war die umfassende Bestandsaufnahme der Sozialhilfe, es wurden sowohl positive als auch negative Entwicklungen abgefragt. Insgesamt nahmen 700 Expert*innen aus der Praxis an der Studie teil. Die zentralen Ergebnisse: Die Sozialhilfe wird als letztes soziales Netz, sowie als wichtiges Mittel zur Armutsbekämpfung angesehen, dennoch äußert sich ein großer Teil der Expert*innen kritisch, da sie bei vielen Aspekten deutliches Verbesserungspotential sehen.

Die Punkte, die am häufigsten kritisiert werden:

  • die Soforthilfe funktioniert nicht  
  • die Wohnkosten sind zu gering,
  • Härtefallregeln fehlen,  
  • Menschen mit Behinderungen wird ein selbstbestimmtes Leben verweigert,  
  • Hilfestellung und Angebote fehlen,  
  • Entscheidungsfristen am Amt sind zu lang,  
  • große Mängel im behördlichen Vollzug.

Zur geplanten Reform der Sozialhilfe

Durch die geplante Reform der Sozialhilfe und der Gesetzesverschärfungen in mehreren Bundesländern befürchten viele Expert*innenweitere Verschlechterungen.

Die größten Sorgen sind hierbei:

  • die Anrechnung der Familienbeihilfe auf die Sozialhilfe gefährdet eine Kindergrundsicherung,
  • die geplante Integrationsphase mit gekürzten Leistungen,
  • weitere Absenkungen der Höchstsätze.

Der ganze Bericht „Vom Zustand der Sozialhilfe in Österreich. Schatten und Wahrnehmungsbericht“, welcher die Studie, die Grafiken und Auswertungen der Befragung, sowie Zitate der Exper*innen beinhaltet finden Sie hier.  

– Bild: ©Amutskonferenz

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FROzine
49 Min.
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