Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Kultur) (Englisch)
Kunst am Bierfilz – Wasserdeckel 2026
Die Donau prägt Linz wie kaum ein anderes Element. Mit einer Länge von rund 2.850 Kilometern ist sie nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas und verbindet zehn Länder miteinander. Ihre Wassermengen bieten Lebensraum für fast fünfhundert unterschiedliche Wirbellose Tierarten, für über 70 Arten von Fischen. Auch Biber und Otter bevölkern den Fluss.
Für den Menschen ist die Donau allerdings nicht nicht als Trinkwasser nutzbar. Es muss aufwendig aufbereitet werden, bevor es bedenkenlos konsumiert werden kann. Aber das muss so nicht sein. Die Vision einer trinkbaren Donau liegt der Ausstellung Wasserdeckel 2026 zu Grunde und ist auch die Kernidee der Organisation Pure Water water for generation, die hinter der Ausstellung steht.
Künstler*innen aus Europa haben sich mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt. Und ihre Ideen auf Wasserdeckeln – also Untersetzer für Getränke festgehalten. Die 33 besten Arbeiten wurden ausgewählt und zeigen auf kleinstem Raum große Fragen: Wie gehen wir mit unseren Flüssen um? Welche Bedeutung hat Wasser für unser Leben? Und wie können Kunst und Kreativität dazu beitragen, das Bewusstsein für diese lebenswichtige Ressource zu stärken?
Elli Hurst, Elisabeth Süss, Napsugár Trömböczky, Anna Bungenberg und Julia Ostermeier sprechen über ihre Werke und darüber wie sie künstlerisch arbeiten.
Radio Fro war bei der Vernissage dabei. Gespräche mit dem Gründer von Pure Water for Generations und den Künstler*innen zeigen Eindrücke von einem Abend, an dem Kunst, Umweltbewusstsein und die Donau auf besondere Weise zusammenfinden.
Beitragsbild: Der von Anna Bungenberg gestaltete Wasserdeckel, Sofia Engler
HEAVY QUEENS V
Today’s fifth edition of HEAVY QUEENS will rock with female frontwomen out of ROCK, PUNK and METAL!
Welcome back to HEAVY QUEENS, the fifth edition. Today we’re doing this show in English. And we have a special guest: our intern Arina, who is supporting tonight with moderating through the show. The one and only show with only female fronted content.
Today’s playlist is:
- SKYND – Andrei Chikatilo
- Nova Twins – Taxi
- Garbage – Only Happy When It Rains
- L7 – Pretend We’re Dead
- Sleater-Kinney – Dig Me Out
- Bratmobile – Cool Schmool
- STELLVRIS – Sillence After Violence
- Evanescence – My Heart Is Broken
- Halestorm, I Prevail – can you see me in the dark?
- Nightwish – The Greatest Show On Earth
Who the hell is James Webb oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum...
Hörstück von Katharina Kain.
Welturaufführung am 24. Mai 2026, live aus dem Studio 1 von Radio FRO.
„Who the Hell is James Webb? oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum entdeckte” erzählt die Geschichte der Astronomin Henrietta Leavitt, die zwischen 1895 und 1921 am Harvard Observatorium als sogenannte Rechnerin arbeitete.
Die Frauen, die heute als „Harvard Computers” bekannt sind, befanden sich im Zentrum der astronomischen Forschung. Mit Lupe und Bleistift analysierten sie die Daten der weltgrößten Sammlung an Himmelsfotografien und machten Entdeckungen, die das Verständnis des Weltraums verändern und bis heute prägen sollten.
Das Stück spielt an Leavitts Arbeitsplatz, wo sie mit ihrer Kollegin Annie Jump Cannon eigene und universelle Erkenntnisse diskutiert. Zuweilen spielt es auch unter Wasser, wo Jahrhunderte alte Eishaie über den Verlauf der Geschichte und das Geschriebenwerden der Geschichte Bescheid wissen.
Dramatis Personae:
Henrietta Swan Leavitt, Astronomin
geboren 1868
gelesen von Carla Nicolini
Annie Jump Cannon, Astronomin
geboren 1863
gelesen von Alenka Maly
Großer Eishai
geboren 1626
gelesen von Katharina Kain
Kleiner Eishai
geboren 1926
gelesen von Erich Klinger
Sounds und Geräusche: Katharina und das Kollektiv
Tontechnik und Aufnahme: Erich Klinger
Mit dieser Sendung beende ich meine Nachspann-Aera, die am 29.3.2011 mit einer einstündigen Sendung über das Buch „Der Elefantenfuß“ von Hans Platzgumer begann. Auch als Fortschreibung meiner Sendereihe „Summerau,96“, die ich mit Juni 2011 an Wally Rettenbacher übergeben habe.
Ich war, zählt man beide eigenständigen Sendereihen mit „Schwerpunkt Literatur“ zusammen, im Zeitraum März 2000 bis Mai 2025 für 136 Summerau,96-Sendungen und für 65 Nachspann-Sendungen verantwortlich – mit dem Zusatz, dass etwa 8 bis 9 der Summerau-Sendungen nicht von mir, sondern von Petra Mayer, Manuela Mittermayer und Wally Rettenbacher gestaltet und umgesetzt wurden, wie auch ich umgekehrt als Gastgestalter bei Wally oder bei FRO-eigenen-Sendungen tätig war.
Summerau,96 war als „unzuordnbares Magazin“ allerdings auch öfter auf nicht-literarischen Wegen, Abwegen und Pfaden unterwegs, nichtsdestotrotz ist die Zahl an AutorInnen, die in vielfältiger Weise zu Wort kamen, beachtlich. Nachspann kam mit weniger „Spielflächen“ aus, wurde ab Folge 3 zwei-stündig und mit verstärktem Literaturbezug – auch in Form umfassenderer Portraits – ausgestrahlt. Mit weniger Sendungen pro Jahr – nicht mehr monatlich – konnte ich mir „damals“ im Frühjahr 2011 vorstellen, auch weiterhin Literatur on Air zu bringen und daraus wurde eine Sendereihe, die mir zusehends bedeutsam vorkam, auch im Sinne einer Ernsthaftigkeit der eigenen Radioarbeit.
Danke an Radio FRO für die Möglichkeit, 26 Jahre zeitgenössische Literatur on Air zu bringen, zumeist in Form von Lesungen und Gesprächen mit den jeweiligen AutorInnen im Studio, aber auch in Form von Aufzeichnungen bei Veranstaltungen, Wiedergabe von Hörstücken oder Vorträgen…
Ohne Infrastruktur keine Sendungen, umgekehrt jedoch auch ohne Sendungsmachende mit langem Atem keine derartige Geschichte.
Nachspann wird ab 30. Juni vom Autorenkollegen Rudolf Habringer weitergeführt. Glück auf!
Erich Klinger, 07. Juni 2026
Musikliste Laura Veirs im und nach dem Stück:
Fire snakes*; Through the glow*; The Cloud Room~; Drink deep#; Galaxies*; Riptide~ (Alben: *Year of Meteors, #Saltbreakers, ~Carbon glacier – Nonesuch Records und Nonesuch Records and Bella Records)
Anschließend: nochmals Fire snakes*; Ocean night song#; Lake swimming*
6. Sendung Lido SOUND SYSTEM
Wir spielen Musik auf alten Grammophonen. Flohmarkt Funde. Schallplatten. Oper.
Linz FMR 2026
Von 03. bis 07. Juni werden im Rahmen des vierten FMR Festivals für Kunst in digitalen Kontexten und öffentlichen Räumen Installationen um das Linzer Schloss ausgestellt. Dadurch entsteht ein bei freiem Eintritt öffentlich zugänglicher Kunstraum. In diesem können Besucher:innen 23 Werke von nationalen und internationalen Künstler:innen betrachteten, die sich mit digitaler Kunst, Medienkunst und dem öffentlichen Raum auseinandersetzen. Das Rahmenprogramm zur Ausstellung bilden Vorträge, Gespräche, Performances und Konzerte.
Bereits am 01. Juni fand ein Presserundgang durch die Location am Schlossberg statt, über den Anneta Trimis bereits für Radio FRO berichtete. Eröffnet wurde das FMR Festival am Abend des 03. Juni mit Reden der Veranstalter und Vertreter:innen der Stadt Linz, des Landes Oberösterreich und des Ministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Sofia Engler, Katharina Waxenegger und Marina Weinzierl haben die Eröffnung aufgezeichnet und sich mit einem Veranstalter, mit Künstler:innen und Besucher:innen unterhalten.
Sendungsgestaltung: Katharina Waxenegger und Marina Weinzierl
AMRO26 on air #5
A Conversation with AMRO26 Contributors Christina Gruber and Livio Liechti about walking, artistic research and ecological perspectives on digital infrastructures and data centers.
At AMRO26, they both contributed to the morningsession: „How to boil a datacenter“ and also to the workshop Landscape Grief Camp, which explores collective mourning, protest, and ritual practices in response to data center construction and ecological transformation.
The conversation focused on the material realities behind the “Cloud,” the environmental impact of data centers on landscapes and water systems, and how walking, publishing, artistic research, and collective ritual practices can create new forms of awareness, resistance, and imagination.
For more information about the festival and the full program, visit radical-openness.org.
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
Ephemere
Arina, Vera and Petra were talking about art and music from the perspective of the FMR Festival, which is happening in Linz between 3rd-7th June 2026. The three were talking about the temporality of the impressions a festival, a piece of art or music can have and the long lasting effects it can bring on an individual. Good morning!
Tracklist:
- Lemon Demon: Fine
- Apex Anima: I want to lick the eyeballs of free market capitalism
- Bihary Kira: Tiszavirág
- Camilla Sparksss: I like noise
- Anita Ward : Ring my bell
- Michael Jackson: Workin‘ day and night
- Dean Martin: Raindrops keep fallin‘ on my head
FMR Festival: https://www.linzfmr.at/de
AMRO26 on air #4
In this episode Anna Maria Sikorska, Postartist and socialist based in Warsaw, talked about collective empowerment, technological education and the political dimensions of digital infrastructures.
At AMRO26, she led the workshop Empower your non-tech community!, exploring how technological knowledge can be shared collectively and how non-technical communities can build safer and more independent infrastructures.
The conversation touched on technological literacy as a form of political practice, the need for accessible and secure digital infrastructures, and the role of collective learning, solidarity, and care in resisting unequal technological systems.
For more information about the festival and the full program, visit radical-openness.org.
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
AMRO26 on air #3
In this episode, we welcome the curators of the exhibition From the Ashes of the Burnout Machines: Lara Mejač, Arianna Forte, Noemi Garay Murcia, Diane Pricop and Davide Bevilacqua.
Together, they discuss the ideas and research behind the exhibition, which approaches burnout not only as an individual condition, but as a broader social, ecological, and technological climate shaped by extractive forms of digitalization. The conversation reflects on exhaustion, hyperconnectivity, productivity pressure, and the ways digital systems increasingly influence bodies, environments, and everyday life.
The episode offers insights into the curatorial process and explores how artistic practices can create space for collective reflection and alternative imaginaries. How can art respond to conditions of constant acceleration? What forms of resistance or care become possible through collaborative and critical practices? And how can exhibitions open discussions around technology beyond narratives of efficiency and innovation?
Through the perspectives of the curators, the conversation highlights the exhibition as a space for dialogue, experimentation, and shared experience within AMRO26 and this year’s festival theme „Becoming Unreadable“.
For more information about the festival and the full program, visit radical-openness.org.
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth.
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
#Stimmlagen: Queerness beim ESC, 40 Jahre nach Tschornobyl und mehr
Diese Ausgabe der Stimmlagen wurde gestaltet von der Redaktion von ANDI, den O94News auf Radio Orange in Wien.
Das sind die Themen für diese Woche:
ESC: „United by Queerness“
Vom 12. bis zum 16. Mai findet der Eurovision Song Contest in Wien statt. Zu diesem Anlass zeigt das Zentrum für queere Kultur und Geschichte, Qwien, eine Ausstellung zum Eurovision Song Contest als Ort queerer Sichtbarkeit. Andreas Brunner führt vor Ort durch die Ausstellung „United by Queerness“.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
Proteste gegen Atomkraft 40 Jahre nach Tschornobyl
Am 25.April 1986 ereignete sich der bisher größte und schwerwiegendste Kernreaktorunfall der Geschichte im Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Folgen dieses Unfalls sind bis heute – 40 Jahre später – weiterhin sichtbar. Im Gedenken an dieses Unglück veranstaltete die Wiener Plattform Atomkraftfrei am 25. April 2026 eine Demonstration um auf die Gefahren der Kernenergie aufmerksam zu machen und an Bevölkerung und Politik für eine Abkehr von der Kernenergie zu appellieren.
Beitragsgestaltung: Sophia Tietjen mit Aufnahmen von Elisabeth Judmaier und Maria Wallner
F4F kritisiert klimaschädliche Förderungen
Unter dem Motto „Geld für die Zukunft statt für Fossile“ riefen Fridays for Future, Global 2000 und Greenpeace am 24. April zum Protest auf. Anlässlich der laufenden Budgetverhandlungen forderten sie das Ende von Finanzspritzen für Öl und Gas.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
NGOs warnen vor Kürzungen bei internationalem Engagement
Österreich plant im Zuge des Doppelbudgets 2027/28 Kürzungen bei internationalen Entwicklungsgeldern und humanitärer Hilfe. Dagegen protestiert der Dachverband „Globale Verantwortung“ mit 39 heimischen NGOs. Sie warnen: Wer heute bei Krisenprävention und Entwicklungszusammenarbeit spart, bekommt die Folgekosten morgen in vielfacher Höhe zurück.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
Habgier – ein szenisch-musikalischer Abend
In der heutigen Sendung hören Sie den szenisch-musikalischen Abend „Habgier“ der am 10.März im Theater Phönix Premiere feierte.
Das Wort „Habgier“ beschreibt erschreckend gut die politische Lage unserer Zeit. Doch nicht nur in der Politik wird gegiert. Vielleicht tragen wir alle etwas Habgier in uns? Ein szenisch-musikalischer Abend von und mit Johanna Egger und Theo Helm. Sie spielen eigene Kompositionen und Cover-songs
Habgier ist eine der sieben Todsünden, und ein Stück aus der Reihe „die Sieben Todsünden“ welche diese und kommende Spielsaison am Phönix:Balkon im Theater Phönix aufgeführt werden.
AMRO26 on air #2
Together, they explore the strong community dimension at the heart of Art Meets Radical Openness and reflect on how digital technologies continue to shape artistic production, collaboration, and exchange. The conversation offers insights into the curatorial approaches behind this year’s festival and highlights how AMRO creates spaces for collective engagement across disciplines.
A special focus is placed on the 2026 program: What kinds of formats invite participation? How do artists respond to current technological and social conditions? And in what ways can digital tools foster not only innovation but also critical reflection?
From exhibitions and performances to the Nightline, this episode sheds light on the diverse practices and perspectives that define AMRO26. It reveals how the festival operates not just as an event, but as a living network shaped by its contributors and audiences alike.
This episode invites listeners to take a closer look at the intersections of community, technology, and artistic experimentation. And to discover how AMRO continues to evolve as a platform for radical openness.
For more information about the festival and the program visit: www.radical-openness.org
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
If Pigeons Turned To Gold//Silencio//Jenseits der Erinnerung//This Is Not A French Film
Am letzten Festivaltag von Crossing Europe 2026 berichtet Radio FRO über eine sehr vielfältige Palette an Filmen. Diese reicht von der sehr persönlichen und bewegenden Arbeit der tschechischen Filmemacherin Pepa Lubojacki, die den Preis der Competition Fiction gewann, über den skurrilen Vampirfilm „Silencio“ und einer Dokumentation über das Andenken an NS-Kriegsverbrechen im oberösterreichischen Mühlviertel bis hin zur Satire „This Is Not A French Film“.
KDYBY SE HOLUBI PROMĚNILI VE ZLATO / IF PIGEONS TURNED TO GOLD, Pepa Lubojacki CZ/SK 2026
Die sehr persönlich gehaltene Dokumentation erzählt über Suchterkrankung innerhalb Pepas Familie. Sie portraitiert ihren Bruder und ihre beiden Cousins und macht sichtbar, dass auch wenn Sucht und Obdachlosigkeit ein großer Teil ihrer Leben ist, sie auch noch mehr sind als das. Mit bunten, teils flippigen Stilmitteln werden Familienfotos durch KI zum Sprechen gebracht und die schwere Geschichte mit einer guten Menge Humor erzählt, ohne dabei ihre Ernsthafitgkeit zu verlieren.
Sofia Engler im Interview mit der Filmemacherin Pepa Lubojacki. Der Film wurde außerdem mit dem CROSSING EUROPE Social Awareness Award – Best Documentary ausgezeichnet.
SILENCIO/SILENCE, Eduardo Casanova, ES 2025
Aylin Yilmaz und Melanie Schiller stellen sich die Frage „Wie viele Vampirfilme braucht es noch“ und besprechen dabei den Film „Silencio“ von Eduardo Casanov. In diesem Film aus der Nachtsicht-Programmschiene stehen vier Vampirschwestern vor ethischen Problemen. Denn die Menschheit ist durch die Pest geplagt.
JENSEITS DER ERINNERUNG, Michael John, Bernhard Branstein, AT 2025
Michael Diesenreither mit dem Historiker Michael John über dessen Film Jenseits der Erinnerung. Schattenseiten Gallneukirchen 1938 bis 1945 gesprochen. Der Film beschäftigt sich mit NS-Kriegsverbrechen in Gallneukirchen.
Ceci n’est pas un film français/This Is Not A French Film
„This is not a french Film“ zeigt Tom Adjibi, den Filmemacher selbst, wie er erst etwas planlos versucht, als Reaktion auf die eurozentrische Filmwelt einen Film auf die Beine zu stellen, bei dem nur nicht-weiße Personen im Cast und in der Crew sind. Im Stile eines Making-Off-Videos nimmt er uns mit auf eine Reise über Black Pain, Rassismus und die Spuren der Kolonialzeit in Belgien. Die satirische Dokumentation „This is not a french film“ von Tom Adjibi besprechen Raissa Iradukunda und Sofia Engler.
Am Sonntag, 3.5. noch im Programm des Crossing Europe Film Festivals:
- 18.15 Uhr, City 1: ON VOUS CROIT/WE BELIEVE YOU/WIR GLAUBEN EUCH, BE 2025
- 18.15 Uhr, Movie 1: SOLOMAMMA, NO/LV/DK/FI 2025
- 18.15 Uhr, Movie 3: HEX, NO 2026
- 19.00 Uhr, Movie 2: MIOB NEW VISION AWARD 2026: VETRE, PRIČAJ SA MNOM / WIND, TALK TO ME, SR/SI/HR 2025
- 20.00 Uhr, City 1: KDYBY SE HOLUBI PROMĚNILI VE ZLATO / IF PIGEONS TURNED TO GOLD, CZ/SK 2026
Moderation: Sofia Engler und David Winkler-Ebner
Peacemaker//White Lies//Die noch unbekannten Tage//A Year of School
Caravan // Stereo Girls // Ida Who Sang So Badly…// Rainy Summer Days
Vier Filme, vier ganz unterschiedliche Geschichten – und doch kreisen sie alle um denselben Kern: das Erwachsenwerden in all seinen widersprüchlichen Facetten. Ob eine überforderte Mutter auf der Suche nach einem anderen Leben, zwei Freundinnen mit einem zerbrechenden Traum, ein Mädchen, das sich in Fantasie vor der Realität schützt, oder drei junge Menschen, die lernen müssen, dass nichts für immer bleibt – sie alle erzählen von Umbrüchen, Verlusten und der Sehnsucht nach Nähe. Es sind leise, eindringliche Geschichten über Beziehungen, Identität und den Moment, in dem sich alles verändert.
Caravan / Karavan – Aylin Yilmaz hat mit Regisseurin Zuzana Kirchnerová gesprochen, die mit Karavan einen Film geschaffen hat, der eine Mutter-Sohn Beziehung zeigt. Man begleitet Ester, gespielt von Aňa Geislerová und ihren behinderten Sohn David, gespielt von David Vodstrčil auf einen Roadtrip durch Italien. Karavan handelt vom Erwachsenwerden, Loslassen und sich selbst finden.
Screening: 02.05.2026 um 12:00 in City 1
Les Immortelles / Stereo Girls – Raissa Iradukunda und Aylin Yilmaz besprechen jetzt den Film Stereo Girls von der Regisseurin Caroline Deruas Peano. Ein Coming of age Film, der in den frühen 90er Jahren in Frankreich spielt. Es geht um Freundschaft, die Ungewissheit des Erwachsenwerdens, Träume und Musik.
Screening: 02.05.2026 um 16:45 in Movie 1
Ida, ki je pela tako grdo, da so še mrtvi vstali od mrtvih in zapeli z njo / Ida Who Sang So Badly Even the Dead Rose Up and Joined Her in Song
Aus der Perspektive der zehnjährigen Ida entfaltet sich eine Kindheit, in der Fantasie zum Schutzraum wird. In einem ländlichen Umfeld der 1970er-Jahre – im damaligen sozialistischen Jugoslawien – scheint zunächst alles geordnet, doch unter der Oberfläche zeigen sich Risse; sei es in der Familie, in der Schule oder im allgemeinen Umgang mit Verlust. Während Ida glaubt, mit ihrem Gesang die kranke Großmutter retten zu können, verdichten sich Traumwelt und Wirklichkeit zu einer leisen Coming-of-Age-Geschichte über Einsamkeit, Hoffnung und die fragile Kraft kindlicher Vorstellung. Sofia Engler spricht mit der Regisseurin Ester Ivakic.
Screenings waren schon am 29. und 30. April 2026.
Musik: Nebes Glas aus dem Original Soundtrack des Films von Alenja Pivko Knezevic and Simon Pensek
Dies d’estiu i de pluja / Rainy Summer Days – Abril, Biel und Gerard sind lange schon befreundet. Doch haben sie sich von einander entfernt. Beim gemeinsamen Wanderurlaub in den Pyrenäen versuchen sie sich anzunähern und stoßen dabei immer wieder auf Hindernisse. „Rainy Summer Days“ erzählt von Freundschaft, dem stetigen Neuausloten von Beziehungen, von den Herausforderungen und Krisen des Heranwachsens. Gedreht hat den Film das junge spanische Kollektiv „Espurnes“. Àlex Serra, Clàudia Vila und Eva Picazo sind Teil des Kollektivs. David Winkler-Ebner hat die drei getroffen und mit ihnen über den Werdegang des Films, über peinliches Küssen in der Öffentlichkeit und nächtliche Fuchsbesuche gesprochen.
Screening: 02.05.2026 um 14:30 in Movie 1
Dieser Beitrag enthält Ausschnitte aus den Trailern von den Filmen.
Crossing Europe 2026: Interview „Rainy Summer Days“
Abril, Biel and Gerard have been friends for a long time. But they’ve seperated from each other. During a hiking vacation in the Pyrenees they try to get closer again and face severeal difficulties doing so. „Dies d’estiu i de pluja“ („Rainy Summer Days“) tells about friendship, the continuous rearranging within relationships and the challenges and crises of growing-up. The movie is a collaboration of the members of the Spain-based Espurnes Collective. Clàudia Vila, Àlex Serra and Eva Picazo are members of the collective. David Winkler-Ebner has visited them and talked with them about the making process of the movie, embarrassing kissing in public spaces and nocturnal fox visits.
Hysteria, Was an Empfindsamkeit bleibt, Don’t worry, Sári und Straight Circle
In diesem Beitrag können Sie mehr über die Filme Hysteria, Was an Empfindsamkeit bleibt, Don’t worry, Sári und Straight Cirlce, welche am Crossing Europe Festival laufen, erfahren.
Hysteria
Im ersten Beitrag hören Sie eine Filmbesprechung von meinen Kolleginnen Anneta Trimis, Raissa Iradukunda und Aylin Yilmaz. Sie haben den Film Hysteria von Mehmed Akif Büyükatalay gesehen. In dem Film steht ein verbrannter Koran im Zentrum, behandelt aber weiters viel mehr Themen, wie Privilegien und Rassismus.
Was an Empfindsamkeit bleibt
Das dokumentarische Langfilmdebüt der Regisseurin Daniela Magnani Hüller feierte im Forum der Berlinale 2026 seine Premiere. Der Film setzt sich auf eindringliche und zugleich zurückhaltende Weise mit einem versuchten Femizid auseinander, die die Filmemacherin selbst als Jugendliche überlebt hat. Jahre später spricht sie mit Menschen aus dem damaligen Umfeld – eine Ermittlerin, eine Lehrerin, eine Mitschülerin, ein Notarzt, ihr Rechtsbeistand – und fragt nach Erinnerungen, Wahrnehmungen und dem, was geblieben ist.
Anna Jungwirth hat mit der Regisseurin Daniela Magnani Hüller über ihren Film gesprochen.
Don’t worry, Sári
Beim Crossing Europe Filmfestival in der Sektion Competition Documentary läuft heuer ein besonders persönlicher Film: „Don’t Worry, Sári“ (Sári spricht man als „Schahri“ aus). Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, die das Familienleben stets mit der Kamera festgehalten hat, beginnt Sári selbst zu filmen – und bringt damit ihren Vater und ihre beiden Brüder wieder ein Stück näher zusammen. Archivmaterial und neue Aufnahmen verschmelzen zu einer eindringlichen Geschichte über Familie, Verlust und psychische Herausforderungen.
Meine Kollegin Vera Ecser (‚Etscher) hat mit Regisseurin Sári Haragonics (Schahri ´Haragonitsch) über die Intimität des Films gesprochen, darüber, wie ihre Familie darauf reagiert hat, warum der Titel international anders ist – und wem sie diesen Film besonders empfehlen würde.
STRAIGHT CIRCLE
Das Spielfilmdebüt von Regisseur Oscar Hudson feierte seine österreich Premiere beim crossing europe filmfestival 2026 in der Kategorie Competition Fiction. In einer stilisierten, präzise komponierten Inszenierung erzählt der Film von zwei gegnerischen Soldaten an einer abgelegenen Wüstengrenze, die durch einen fragilen Waffenstillstand gezwungen sind, sich eine Unterkunft zu teilen – nicht aber ihre Haltung zur Welt.
Geprägt von seiner Arbeit im Musikvideo- und Werbefilmbereich entwickelt Hudson eine eigene, rhythmisch klare Handschrift, die ebenso kontrolliert wie verstörend wirkt.
Anna Jungwirth hat mit Regisseur Oscar Hudson über seinen Film gesprochen. Das Interview wurde auf englisch geführt.
Fantasy // Avant/Après // Feels Like Home
Wir starten unsere Crossing Europe Film Festival Sendereihe „Kino für die Ohren“ gleich mit vier spannenden Beiträgen.
Festivaleröffnung
Die Festivaleröffnung fand bereits gestern Abend (28.04.) statt. Wir waren vor Ort und haben erste Eindrücke für euch gesammelt. Zu hören sind Moderator Neil Young, die beiden Festivalleiterinnen Sabine Gebetsroiter und Katharina Riedler sowie Regina Rusz und Theresa Eckstein als Vertreterinnen der Bundesministerien.
FANTASY
Live im Studio begrüßen wir Kukla, die Regisseurin von „FANTASY“, im Gespräch mit Anneta Trimis.
Das Spielfilmdebut von Regisseurin Kukla führt auf eine Reise nach Nordmazedonien und in die Lebenswelt der Protagonistinnen Mihrije, Sina und Jasna. Die drei besten Freundinnen sind um die zwanzig Jahre alt und versuchen sich dem konservativen System zu widersetzen, in das sie hineingeboren wurden. Ihre Welt gerät aus den Fugen, als sie Fantasy kennenlernen. Fantasy kümmert es wenig, was andere über sie sagen.
Screening: 30.04.2026, 10:15 Central
Avant / Après
Michael widmet sich dem Film „Avant / Après“ und hat dazu Manoël Dupont zum Interview eingeladen.
In diesem belgischen Low-Budget-Buddy-Movie versuchen zwei junge Männer, ihre schwindende Haarpracht durch eine Operation in Istanbul in der Türkei zu neuer Fülle zu verhelfen. Der Film läuft in der Kategorie Competition Fiction 2026, die Operationen der beiden Männer und die politischen Eindrücke und Treffen mit Menschen aus Istanbul sind aber real. Der Film hatte kein fixes Skript und lud die beiden Schauspieler zur Improvisation ein.
Screening: 30.04.2026, 12:15 City 1
Itt érzem magam otthon
Außerdem hat Vera Ecser mit Attila Veres gesprochen, der das Drehbuch zum erfolgreichen ungarischen Psychothriller „FEELS LIKE HOME“ geschrieben hat.
Rita, die eben ihren Job verloren hat, wird auf dem Nachhauseweg gekidnappt und findet sich gefesselt in einem spärlich eingerichteten Raum wieder. Ihr Entführer behauptet, sie sei seine davongelaufene Schwester Szilvi. Nach anfänglichem Widerstand wird Rita nach und nach klar, dass der einzig mögliche Ausweg über die ihr aufgezwungene Rolle führt.
Screening: 30.04.2026, 11:00 City 2
Musik: Victoria West – Call Me
Moderation: Michael Diesenreither, Anneta Trimis
How Far? – 10,000 Falling Petals II.
In dieser Episode der Sendereihe „Der kraffftvolle Weg“ liest der Dichter und Philosoph David Lee neuerlich ausgewählte Gedichte aus seinem Werk „10,000 Falling Petals“ – im englischen Original. Im anschließenden Gespräch mit Erika Krafft gibt er Einblicke in die Hintergründe seiner Texte und teilt weiterführende Gedanken dazu in deutscher Sprache.
In dieser Episode hören Sie folgende Gedichte:
Going Organic
Lockdown Breakdown
The bard he told us
In India they say
How Far
Please Lettuce Bee
Shelf Life
one thing I have learned
Weitere Informationen zu David Lee finden Sie auf seiner Autorenseite. Das Buch „10,000 Falling Petals“ erschien 2024 im Verlag Kraffftvoll.
Ein herzlicher Dank gilt Christine Högl für einige Takte aus ihrem Musikstück „Der Aufbruch“, die freundlicherweise mit ihrer Erlaubnis verwendet werden durften.
An exploratory cultural and theoretical history of mermaids
The essay then examines how, within European traditions, these figures gradually become tied to narratives of love, possession, and projection. Through literary works such as Undine geht by Ingeborg Bachmann, Achatz reflects on the loss of voice, autonomy, and subjectivity, showing how the transition from water to land marks a shift into silence, dependency, and objectification.At the same time, the radio essay opens a queer-feminist and poststructuralist perspective: returning to the water becomes an act of resistance and self-assertion. Underwater, identity dissolves into multiplicity, fluidity, and affect — a space beyond fixed roles and normative concepts of love. Drawing on thinkers such as Gilles Deleuze, Maurice Blanchot, and Franz Kafka, sirens are reimagined not as seductive figures, but as forces, events, and interruptions that destabilize language and meaning.
The essay also connects these ideas to global mythologies, including Mami Wata and Oshun, where water beings appear as powerful, sovereign entities rather than passive objects. In dialogue with voices such as Anaïs Nin and Audre Lorde and bell hooks the essay situates these figures within broader questions of creativity, voice, and resistance.
Finally, Achatz reflects on the ecological and political urgency of these myths today. In the context of climate crisis, displacement, and ongoing violence, the figure of the mermaid becomes an allegory for the fragile relationship between humans and nature — and a call to return to depth, to imagination, and to forms of life that resist domination.
The radio essay unfolds as a poetic and analytical journey into the oceanic — an invitation to listen differently, to embrace uncertainty, and to rediscover the creative forces that lie beneath the surface.
AMRO26 on air #1
What exactly is AMRO? And how do free software, art, and social change intersect?
In this podcast episode, we speak with Aileen Derieg – translator, media activist, and curator of AMRO26 – and Ushi Reiter, curator and co-founder of “Art Meets Radical Openness.” Together, they share insights into the origins of the open-source movement and its lasting impact on artistic practices and collaborative processes.
Since its beginnings, the “Art Meets Radical Openness” festival has positioned itself as a platform for exchange, critical thinking, and collective experimentation. The conversation highlights how the principles of free software have profoundly influenced the cultural and artistic landscape.
A key focus of this year’s edition is the theme “Becoming Unreadable.” It explores strategies of withdrawal and resistance against total legibility and exploitation within digital systems. What does it mean to evade constant surveillance and data capture? And how can art open up new spaces for ambiguity and self-determination?
This episode offers compelling perspectives on the intersections of technology, activism, and art and invites listeners to rethink what openness can mean today.
For more information about the festival and the program visit www.radical-openness.org
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
Erich Klinger Spezial
Live aus dem Studio 1:
An meinem vorletzten Nachspann-Sendungstermin waren unter anderem 10 Exponate aus meinem Liederzyklus „Panoramabilder aus dem Keller“ und weitere Lieder sowie textliche Wieder-Entdeckungen, neue Texte und akustische Experimente/Hörbilder aus der „jüngeren Vergangenheit“ zu hören. Und die erstmalige Wiedergabe der Aufnahme der am 12.11.2025 im Strandgut bei der X-Blatt-Präsentation „Prosa“ von mir gelesenen Texte.
Das Inhaltsverzeichnis der Sendung (s.u.) wird von mir in den nächsten Tagen vervollständigt.
Die für diesen Termin geplante Ausstrahlung des Hörstücks “Who the Hell is James Webb? oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum entdeckte” von Katharina Kain (Welturaufführung!) – Mitwirkende: Universumsforscherinnen, die Autorin, Alenka Maly, ich als Stimmen- und Klangmischer und vielleicht als Eishai – wird am 24. Mai von 18 bis 20 Uhr über die akustische Radio-Bühne gehen.
Erich Klinger 18.04.2026
Zwischen Leinwand und Lebensrealität
aufgequirlt
Das Final Girls Berlin Film Festival präsentiert Horrorfilme von Frauen* und non-binären Filmemacher*innen und schafft Raum für vielfältige Visionen – ob monströs, heroisch oder irgendwo dazwischen. Die elfte Ausgabe fand vom 4. bis 8. März 2026 im City Kino Wedding in Berlin statt.
M.C. Monster* und Barbara Eder waren beim Festival vor Ort und haben für die 52 Radiominuten Stimmen und Eindrücke gesammelt. M.C. Monster* ist ein queer-feministischer Medienclub aus Linz, der sich dem phantastischen Genre – insbesondere dem Horror – aus theoretischer, visueller und politischer Perspektive widmet. Das Team besteht aus den Künstlerinnen* Judith Gattermayr, Rebekka Hochreiter und Melanie Ludwig und wird vom FIFTITU% unterstützt.
- Instagram-Kanal: @m.c.monster_linz
- Die nächste Veranstaltung, „Haunted Woods – rest in sleep: open research part 1“, findet am 25. März um 19:00 Uhr im FIFTITU% statt.
Shownotes:
- “TOKUM AMA YERİM (I’m Full But I’ll Eat Anyway)” (5:22) Written, directed and produced by Bilge Olcay yılmaz, Turkey, 2025
- “Mother of Flies” (92 mins) Written, directed, and produced by John Adams, Zelda Adams, Toby Poser, USA, 2025
- “Jeff” (24:34) Written and directed by Julia Hebner, USA, 2025
- Final Girls Berlin Halloween 2025
- Ausblick auf das Final Girls Berlin Brain Binge-Symposion
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Der mit 5.000 Euro dotierte Frauenpreis der Stadt Linz ging heuer an die LENA, eine Caritas-Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren. Ausgezeichnet wurde ihre Aufklärungskampagne, die gezielt Kunden anspricht und für mehr Verantwortung beim Thema Safer Sex sensibilisiert.
Zu hören ist ein Gespräch, das im Rahmen der Preisverleihung entstanden ist: Die Frauenbeauftragte der Stadt Linz, Abena Carty-Pinner, spricht mit Mitarbeiterinnen* der Beratungsstelle LENA über ihre Arbeit.
Die Frauenpreisverleihung könnt ihr auf dorftv.at nachsehen.
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Am 8. März 2026 gingen in Linz rund 5.000 Menschen auf die Straße zum Internationalen Feministischen Kampftag. Unter dem Motto „ENOUGH. BASTA. GENUG!“ zogen sie mit bunten Schildern und Transparenten vom Musiktheater über die Landstraße bis zur Endstation Hauptplatz.
Wir blicken auf die Demonstration zurück.
Bündnis 8. März OÖ – Frauen* verbünden sich
Musik:
- „Witch“ by Notic Nastic
- „Bury the Evidence“ by Tricky
- „Bullet With Butterfly Wings“ by The Smashing Pumpkins
- Festivaltrailer „Ectoplasmic Runoff“ by Sarattma
- „Medusa“ by Uzi Freyja
- „Out of Luck“ by H6llb6nder
- ŽEN – Igra protona elektrona i neutrona
- „Terminal“ by Drained Glory
Foto: Judith Gattermayr
Unruhestifter zum Jahresbeginn
Eine diesmal sehr musikalische Sendungvon Eurem Unruhestifter. Die Sendung wird gerade neu konzipiert und ab März warten einige neue Themen und ein neuer Co Moderator auf Euch.
Selecting Memories: Auswahl der Erinnerungen
Die aktuelle Ausgabe des FROzine beschäftigt sich mit der Frage, wie Museen entscheiden, was erinnert und was vergessen wird.
Ausgangspunkt ist ein Gesprächsabend im Weltmuseum Wien mit der neuen Kuratorin der Afrika-Sammlung südlich der Sahara, Henri Denise, der Philosophin Marina Gržinić und der Erziehungswissenschaftler*in und Pädagog*in Dshamilja Gosteli.
Unter dem Titel „Selecting Memories – Auswahl der Erinnerungen: Was kommt ins Museum?“ diskutierten die drei darüber, wie afrikanische und Schwarze Geschichte in ethnografischen Museen dargestellt wird und wer die Macht hat zu bestimmen, was gesammelt, ausgestellt und damit Teil des kollektiven Gedächtnisses wird.
In der Sendung reflektieren die Gesprächspartner*innen die kolonialen Ursprünge vieler Museen und sprechen über strukturellen Rassismus in kulturellen Institutionen. Dabei wird deutlich, dass Museen nicht neutrale Orte sind, sondern Räume, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar werden und reproduziert werden können.
Gleichzeitig geht es auch um mögliche Veränderungen: um die Frage, wie Museen zu Orten des Dialogs werden können, wie marginalisierte Perspektiven stärker einbezogen werden und welche Rolle Besucher*innen selbst dabei spielen. Kritisches Nachfragen, institutionelle Selbstreflexion und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven werden dabei als zentrale Schritte gesehen.
Die Sendung enthält Ausschnitte aus Gesprächen, die Anneta Trimis nach dem Panel mit Henrie Denise, Marina Gržinić und Dshamilja Gosteli geführt hat. Die Interviews wurden auf Englisch geführt und in der Sendung auf Deutsch eingeordnet.