Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Kultur) (Englisch)
How Far? – 10,000 Falling Petals II.
In dieser Episode der Sendereihe „Der kraffftvolle Weg“ liest der Dichter und Philosoph David Lee neuerlich ausgewählte Gedichte aus seinem Werk „10,000 Falling Petals“ – im englischen Original. Im anschließenden Gespräch mit Erika Krafft gibt er Einblicke in die Hintergründe seiner Texte und teilt weiterführende Gedanken dazu in deutscher Sprache.
In dieser Episode hören Sie folgende Gedichte:
Going Organic
Lockdown Breakdown
The bard he told us
In India they say
How Far
Please Lettuce Bee
Shelf Life
one thing I have learned
Weitere Informationen zu David Lee finden Sie auf seiner Autorenseite. Das Buch „10,000 Falling Petals“ erschien 2024 im Verlag Kraffftvoll.
Ein herzlicher Dank gilt Christine Högl für einige Takte aus ihrem Musikstück „Der Aufbruch“, die freundlicherweise mit ihrer Erlaubnis verwendet werden durften.
An exploratory cultural and theoretical history of mermaids
The essay then examines how, within European traditions, these figures gradually become tied to narratives of love, possession, and projection. Through literary works such as Undine geht by Ingeborg Bachmann, Achatz reflects on the loss of voice, autonomy, and subjectivity, showing how the transition from water to land marks a shift into silence, dependency, and objectification.At the same time, the radio essay opens a queer-feminist and poststructuralist perspective: returning to the water becomes an act of resistance and self-assertion. Underwater, identity dissolves into multiplicity, fluidity, and affect — a space beyond fixed roles and normative concepts of love. Drawing on thinkers such as Gilles Deleuze, Maurice Blanchot, and Franz Kafka, sirens are reimagined not as seductive figures, but as forces, events, and interruptions that destabilize language and meaning.
The essay also connects these ideas to global mythologies, including Mami Wata and Oshun, where water beings appear as powerful, sovereign entities rather than passive objects. In dialogue with voices such as Anaïs Nin and Audre Lorde and bell hooks the essay situates these figures within broader questions of creativity, voice, and resistance.
Finally, Achatz reflects on the ecological and political urgency of these myths today. In the context of climate crisis, displacement, and ongoing violence, the figure of the mermaid becomes an allegory for the fragile relationship between humans and nature — and a call to return to depth, to imagination, and to forms of life that resist domination.
The radio essay unfolds as a poetic and analytical journey into the oceanic — an invitation to listen differently, to embrace uncertainty, and to rediscover the creative forces that lie beneath the surface.
AMRO26 on air #1
What exactly is AMRO? And how do free software, art, and social change intersect?
In this podcast episode, we speak with Aileen Derieg – translator, media activist, and curator of AMRO26 – and Ushi Reiter, curator and co-founder of “Art Meets Radical Openness.” Together, they share insights into the origins of the open-source movement and its lasting impact on artistic practices and collaborative processes.
Since its beginnings, the “Art Meets Radical Openness” festival has positioned itself as a platform for exchange, critical thinking, and collective experimentation. The conversation highlights how the principles of free software have profoundly influenced the cultural and artistic landscape.
A key focus of this year’s edition is the theme “Becoming Unreadable.” It explores strategies of withdrawal and resistance against total legibility and exploitation within digital systems. What does it mean to evade constant surveillance and data capture? And how can art open up new spaces for ambiguity and self-determination?
This episode offers compelling perspectives on the intersections of technology, activism, and art and invites listeners to rethink what openness can mean today.
For more information about the festival and the program visit www.radical-openness.org
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
Erich Klinger Spezial
Live aus dem Studio 1:
An meinem vorletzten Nachspann-Sendungstermin waren unter anderem 10 Exponate aus meinem Liederzyklus „Panoramabilder aus dem Keller“ und weitere Lieder sowie textliche Wieder-Entdeckungen, neue Texte und akustische Experimente/Hörbilder aus der „jüngeren Vergangenheit“ zu hören. Und die erstmalige Wiedergabe der Aufnahme der am 12.11.2025 im Strandgut bei der X-Blatt-Präsentation „Prosa“ von mir gelesenen Texte.
Das Inhaltsverzeichnis der Sendung (s.u.) wird von mir in den nächsten Tagen vervollständigt.
Die für diesen Termin geplante Ausstrahlung des Hörstücks “Who the Hell is James Webb? oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum entdeckte” von Katharina Kain (Welturaufführung!) – Mitwirkende: Universumsforscherinnen, die Autorin, Alenka Maly, ich als Stimmen- und Klangmischer und vielleicht als Eishai – wird am 24. Mai von 18 bis 20 Uhr über die akustische Radio-Bühne gehen.
Erich Klinger 18.04.2026
Zwischen Leinwand und Lebensrealität
aufgequirlt
Das Final Girls Berlin Film Festival präsentiert Horrorfilme von Frauen* und non-binären Filmemacher*innen und schafft Raum für vielfältige Visionen – ob monströs, heroisch oder irgendwo dazwischen. Die elfte Ausgabe fand vom 4. bis 8. März 2026 im City Kino Wedding in Berlin statt.
M.C. Monster* und Barbara Eder waren beim Festival vor Ort und haben für die 52 Radiominuten Stimmen und Eindrücke gesammelt. M.C. Monster* ist ein queer-feministischer Medienclub aus Linz, der sich dem phantastischen Genre – insbesondere dem Horror – aus theoretischer, visueller und politischer Perspektive widmet. Das Team besteht aus den Künstlerinnen* Judith Gattermayr, Rebekka Hochreiter und Melanie Ludwig und wird vom FIFTITU% unterstützt.
- Instagram-Kanal: @m.c.monster_linz
- Die nächste Veranstaltung, „Haunted Woods – rest in sleep: open research part 1“, findet am 25. März um 19:00 Uhr im FIFTITU% statt.
Shownotes:
- “TOKUM AMA YERİM (I’m Full But I’ll Eat Anyway)” (5:22) Written, directed and produced by Bilge Olcay yılmaz, Turkey, 2025
- “Mother of Flies” (92 mins) Written, directed, and produced by John Adams, Zelda Adams, Toby Poser, USA, 2025
- “Jeff” (24:34) Written and directed by Julia Hebner, USA, 2025
- Final Girls Berlin Halloween 2025
- Ausblick auf das Final Girls Berlin Brain Binge-Symposion
- Mehr zu Sara Neidorfs Band PAVONE CRISTALLO
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aufgequirlt
Der mit 5.000 Euro dotierte Frauenpreis der Stadt Linz ging heuer an die LENA, eine Caritas-Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren. Ausgezeichnet wurde ihre Aufklärungskampagne, die gezielt Kunden anspricht und für mehr Verantwortung beim Thema Safer Sex sensibilisiert.
Zu hören ist ein Gespräch, das im Rahmen der Preisverleihung entstanden ist: Die Frauenbeauftragte der Stadt Linz, Abena Carty-Pinner, spricht mit Mitarbeiterinnen* der Beratungsstelle LENA über ihre Arbeit.
Die Frauenpreisverleihung könnt ihr auf dorftv.at nachsehen.
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aufgequirlt
Am 8. März 2026 gingen in Linz rund 5.000 Menschen auf die Straße zum Internationalen Feministischen Kampftag. Unter dem Motto „ENOUGH. BASTA. GENUG!“ zogen sie mit bunten Schildern und Transparenten vom Musiktheater über die Landstraße bis zur Endstation Hauptplatz.
Wir blicken auf die Demonstration zurück.
Bündnis 8. März OÖ – Frauen* verbünden sich
Musik:
- „Witch“ by Notic Nastic
- „Bury the Evidence“ by Tricky
- „Bullet With Butterfly Wings“ by The Smashing Pumpkins
- Festivaltrailer „Ectoplasmic Runoff“ by Sarattma
- „Medusa“ by Uzi Freyja
- „Out of Luck“ by H6llb6nder
- ŽEN – Igra protona elektrona i neutrona
- „Terminal“ by Drained Glory
Foto: Judith Gattermayr
Unruhestifter zum Jahresbeginn
Eine diesmal sehr musikalische Sendungvon Eurem Unruhestifter. Die Sendung wird gerade neu konzipiert und ab März warten einige neue Themen und ein neuer Co Moderator auf Euch.
Selecting Memories: Auswahl der Erinnerungen
Die aktuelle Ausgabe des FROzine beschäftigt sich mit der Frage, wie Museen entscheiden, was erinnert und was vergessen wird.
Ausgangspunkt ist ein Gesprächsabend im Weltmuseum Wien mit der neuen Kuratorin der Afrika-Sammlung südlich der Sahara, Henri Denise, der Philosophin Marina Gržinić und der Erziehungswissenschaftler*in und Pädagog*in Dshamilja Gosteli.
Unter dem Titel „Selecting Memories – Auswahl der Erinnerungen: Was kommt ins Museum?“ diskutierten die drei darüber, wie afrikanische und Schwarze Geschichte in ethnografischen Museen dargestellt wird und wer die Macht hat zu bestimmen, was gesammelt, ausgestellt und damit Teil des kollektiven Gedächtnisses wird.
In der Sendung reflektieren die Gesprächspartner*innen die kolonialen Ursprünge vieler Museen und sprechen über strukturellen Rassismus in kulturellen Institutionen. Dabei wird deutlich, dass Museen nicht neutrale Orte sind, sondern Räume, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar werden und reproduziert werden können.
Gleichzeitig geht es auch um mögliche Veränderungen: um die Frage, wie Museen zu Orten des Dialogs werden können, wie marginalisierte Perspektiven stärker einbezogen werden und welche Rolle Besucher*innen selbst dabei spielen. Kritisches Nachfragen, institutionelle Selbstreflexion und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven werden dabei als zentrale Schritte gesehen.
Die Sendung enthält Ausschnitte aus Gesprächen, die Anneta Trimis nach dem Panel mit Henrie Denise, Marina Gržinić und Dshamilja Gosteli geführt hat. Die Interviews wurden auf Englisch geführt und in der Sendung auf Deutsch eingeordnet.
Selecting Memories: Auswahl der Erinnerungen
Die aktuelle Ausgabe des FROzine beschäftigt sich mit der Frage, wie Museen entscheiden, was erinnert und was vergessen wird.
Ausgangspunkt ist ein Gesprächsabend im Weltmuseum Wien mit der neuen Kuratorin der Afrika-Sammlung südlich der Sahara, Henri Denise, der Philosophin Marina Gržinić und der Erziehungswissenschaftler*in und Pädagog*in Dshamilja Gosteli.
Unter dem Titel „Selecting Memories – Auswahl der Erinnerungen: Was kommt ins Museum?“ diskutierten die drei darüber, wie afrikanische und Schwarze Geschichte in ethnografischen Museen dargestellt wird und wer die Macht hat zu bestimmen, was gesammelt, ausgestellt und damit Teil des kollektiven Gedächtnisses wird.
In der Sendung reflektieren die Gesprächspartner*innen die kolonialen Ursprünge vieler Museen und sprechen über strukturellen Rassismus in kulturellen Institutionen. Dabei wird deutlich, dass Museen nicht neutrale Orte sind, sondern Räume, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar werden und reproduziert werden können.
Gleichzeitig geht es auch um mögliche Veränderungen: um die Frage, wie Museen zu Orten des Dialogs werden können, wie marginalisierte Perspektiven stärker einbezogen werden und welche Rolle Besucher*innen selbst dabei spielen. Kritisches Nachfragen, institutionelle Selbstreflexion und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven werden dabei als zentrale Schritte gesehen.
Die Sendung enthält Ausschnitte aus Gesprächen, die Anneta Trimis nach dem Panel mit Henrie Denise, Marina Gržinić und Dshamilja Gosteli geführt hat. Die Interviews wurden auf Englisch geführt und in der Sendung auf Deutsch eingeordnet.
Intimidad
Concerto-Performance Intimidad
Was ist Intimität und wie erleben wir sie? Intimität ist der Raum zwischen Menschen, in dem das Gefühl von Nähe und Verbundenheit entsteht. Das Wort kommt aus dem lateinischen und leitet sich aus der Steigerungsform von interior – als „innen“ ab. Sie beschreibt also das was uns am nächsten ist.
Die Komponistin Ixta Rodero Gil setzte sich mit Intimität und der Frage nach kollektiven Räumen der Verbundenheit und Identität auseinander. In ihrem Performance-Konzert verstrickt sie Musik, Performance und Sozialwissenschaft zu einem mal zartem, mal kraftvoll-lautem Gesamtwerk.
Roter Tüll verhüllt den Eingang, die fünf Performerinnen teilen Zettelchen aus, auf denen das Publikum notiert, was Intimität für sie bedeutet. Die Sessel sind an den Rand des Raumes gestellt, die Beleuchtung warm, aber hell genug um einander sehen gut sehen zu können. Das Ensemble spielt in der Mitte, so entsteht eine sanfte Atmosphäre in der sich Musik und Performance entfalten kann und ein Gefühl von Nähe breitet sich aus.
Sie hören eine Aufnahme des Performance-Concertos Intimitad vom 26.01.2026 an der Bruckneruni und im Anschluss erzählt die Komponistin Ixta Rodero Gil über die Hintergründe des Stücks.
Ixta Rodero Gil wurde 1997 in Sevilla, Spanien, geboren. Sie studierte Flöte am Conservatorio Profesional Cristóbal de Morales. Im Jahr 2019 begann sie ihr Studium der Musikkomposition am Konservatorium von Málaga. Seit 2021 studiert sie unter der Leitung von Carola Bauckholt in Linz, Österreich, wo sie ihr Abschlusskonzert im Bachelorstudium mit Auszeichnung absolvierte. Ihr Abschlusskonzert im Masterstudium präsentierte sie erfolgreich in der ABPU.
Ihre künstlerischen Interessen sind interdisziplinär ausgerichtet, beeinflusst durch ihren Hintergrund als Tänzerin und ihre lebenslange Leidenschaft für Literatur und Schreiben.
am Performance-Concerto beteiligten sich in den Stücken:
Not quite absolute music: Dunja Gavrilovic am Cello, Jiong Yan am Piano
Fragments: Dunja Dimitrijevic auf der Viola und als Performerin, Kennedy Jones, Aylin Sayili, Charlie Sondermann, Lara-Luna Woijtkowiak als Performerinnen.
The Last Piece: Antonia Beatag Sopran, Larissa Kotnik auf der Flöte Elvira Barnadas Nadal am Cello, Andrew Ralston auf der Geige und Salvador Sinitsyn als Dirigent
Dramaturgie: Carmen C. Kruse
Beitragsfoto: Carmen C. Kruse
#Stimmlagen: Das DÖW veröffentlicht den Rechtsextremismusbericht für 2024
Stimmlagen – Das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich, diese Woche gestaltet von der Redaktion der O94News bei Radio Orange in Wien.
Rechtsextremismus: „Die Größte Bedrohung für die Demokratie in Österreich“
Rund ein halbes Jahrhundert beobachtet das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes schon die Rechtsextreme Szene des Landes. Seit 2021 veröffentlicht das DÖW im Auftrag von Innen- und Justizministerium dazu regelmäßig Lageberichte. Im Jänner dieses Jahres wurde die Aufarbeitung für 2024 vorgestellt – ein weiterer Anstieg von polizeilich als rechtsextreme eingestuften Straftaten ist nur eine Facette der Entwicklung, die Kampfbegriffe aus dem Umfeld der „Neuen Rechten“ immer mehr im politischen Diskurs normalisiert.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
NeuGIERIGE Blicke in Menschenzoos
Elfriede Windischbauer erforscht in ihrem neuen Buch Menschenzoos in Salzburg. „Völkerschauen“ gab es im 19. und 20. Jahrhundert nicht nur in den großen Metropolen Europas und Nordamerikas, auch im vergleichsweise kleinen Salzburg wurden Menschen von anderen Kontinenten als Kuriositäten oder Unterhaltungsprogramm ausgestellt. Simon INOU war bei der Vorstellung des Buches dabei, die gesamte Veranstaltung kann hier nachgehört werden.
Krieg im Sudan
Der tödliche Konflikt im Sudan ist aus westlichen Medien weitesgehend verschwunden. Die Situation vor Ort bleibt jedoch weiter angespannt, noch immer sind mehr als neun Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Gleichzeitig nimmt besonders sexuelle Gewalt gegen Frauen zu. Während Europa und Amerika Hilfen kürzen, unterstützt die Diaspora selbst die Bevölkerung des Sudans.
Beitragsgestaltung: Lotte Worster und Ines Stiermeier
Früher Frosch am Thinking Day
Unsere Morningshow hat jetzt ihren Namen bekommen. Ab sofort starten wir am Mittwoch mit dem „Frühen Frosch“ mit euch in den Morgen.
Zu Gast bei Aylin und David waren Florian von den Pfadfindern Linz 12 und Saif von Radio Helsinki.
YOUKI: das internationale Medienfestival 2025
Einen internationalen Wettbewerb, Animations- und Pitching-Workshops, Lesungen, Partys,… All das und noch einiges mehr umfasste die 27. Ausgabe des YOUKI International Youth Media Festival im Medien Kultur Haus Wels und im Alten Schlachthof Wels. Unter dem Motto “Internet Euphoria” lag der Fokus des Festivals für Medienkunst dieses Mal auf dem Internet der frühen 2000er-Jahre.
Radio FRO sprach mit Festivalleiterin Sophia Hochedlinger sowie Lilly Thurner und Benjamin Brunnbauer aus dem Organisationsteam des Festivals. Außerdem konnten wir den Animations-Workshop von Josefine Dürr sowie den Pitching-Workshop von Andrea Elaiza Arnold und Stefan Herzog begleiten. Die Workshopleiter:innen und -teilnehmer:innen gaben Einblicke in die Arbeit an Animationsfilmen und die Präsentation von Filmideen.
Für den internationalen Filmwettbewerb wurden aus über 900 Einreichungen 76 Kurzfilme aus 34 Ländern ausgesucht. Die Britin Rosie Merat-Brandwood erhielt den Hauptpreis in der Altersgruppe der 13 bis 17-Jährigen für ihren Film “Freedom of the Sea”. Der Hauptpreis in der Kategorie 18 bis 22 Jahre ging ebenfalls nach England, an Veronika Wielach für “Yarn Over”. “Don’t give them room to grow” von Karine Billie aus Frankreich gewann den Hauptpreis der 23 bis 27-jährigen.
Sendunggestaltung: Katharina Waxenegger und Marina Weinzierl
Radio Choreography: EXPORT ON AIR
Wiederholung der Live-Sendung am 10.12.2025 um 17:00
Wie kann man Expanded Cinema im Radio hören? Wie lassen sich polyphone feministische Fantasien über den Äther performen? In den letzten Monaten war die Künstlerin Netta Weiser als Research Fellow am VALIE EXPORT Center tätig und erforschte, wie das Archiv von VALIE EXPORT über das Radio reaktiviert werden kann. Eine Kooperation zwischen dem VALIE EXPORT Center und Radio FRO.
Radio-Choreography explores multiple ways of activating feminist performance archives through radio. Over the past months, artist Netta Weiser has been a research fellow at the VALIE EXPORT Center, investigating how EXPORT’s archive can be reimagined on air.
In this live performance, Weiser transforms the VALIE EXPORT Center into a temporary radio station, broadcasting a selection of EXPORT’s performative poetry, a synesthetic video from the 1970s, and a conversation with Managing Director and Senior Artist Dagmar Schink.
Weiser will also perform her work-in-progress ALASKA, a radiophonic adaptation of an unrealized film script by EXPORT. ALASKA portrays a polyphonic, fictional encounter between five transgressive female artists from different generations: porn star Linda Lovelace, artist Unica Zürn, mythical poet Danielle Sarréra, performance and media artist VALIE EXPORT, and Weiser herself. Meeting in the virtual space of radio, beyond the patriarchal gaze, they cross the boundaries of time, space and subjectivity, experimenting with exchanging embodied memories, fantasies, shifting voices, and identities.
Join us on December 10 at 5 PM at the VALIE EXPORT Center, or listen live on Radio FRO.

Fotocredits: Felix Grünschloss
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Netta Weiser is a Berlin-based artist and choreographer. Her work combines sound installations, performance, and experimental radio. In 2019, she founded Radio-Choreography, a long-term artistic research project exploring the transformation of dance into sound, the relations between live broadcasting and muted histories, and acts of listening as modes of being together. Her works have been presented internationally, most recently at Akademie der Künste Berlin, Tanzquartier Wien, KW Institute for Contemporary Art Berlin, Onassis Stegi Athens, WDR, Villa Medici Rome, CCA Glasgow, TONSPUR Micro Museum for Sound at the MQ Vienna, Tanznacht Berlin, Tanzmuseum Cologne, Zwergelgarten Pavilion Salzburg, and Badischer Kunstverein Karlsruhe. In 2021, she was a fellow at the Studio for Electroacoustic Music at the Akademie der Künste Berlin, and in 2025 she is a research fellow at the VALIE EXPORT Center in Linz. Weiser also teaches regularly at the Universität der Künste Berlin and broadcasts a monthly radio show on reboot.fm. https://radio-choreography.net/
Invisible People: an exploratory, experimental film on Butoh
Berger spent four years living in Japan, moving within communities of dancers, filmmakers, and musicians. What began as informal, narration-free filming — including weekly visits to Yoshito Ohno’s studio — slowly unfolded into a long-term cinematic attention to Butoh as it continues to exist today.
Invisible People follows dancers who hover between visibility and invisibility, between appearing and disappearing and memory. Rather than explaining or historicizing, the film stays close to bodies, gestures, atmospheres — allowing presence to emerge, waver, recede, and return. It’s also a film about fathers- her own and the final „father figure“ Yoshito Ohno. It is attentive to what flickers at the edge of perception.
In conversation, Achatz and Berger explore artistic collaborations, alliances, the contemporary Butoh dance scene in Japan and how Butoh inhabits thresholds between life and death, presence and absence. An episode for listeners drawn to dance, Japan, experimental cinema.
„Further Information: https://www.fortisfemfilm.com/invisiblepeople
2023, 71 min, experimental documentary,
Director: Alisa Berger
in Co-Production with
Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains (FR)
Invisible People is a multi-layered depiction of the unique Japanese contemporary dance Butoh that flows between revolt, eroticism, trance, prayer, ancestral experience, and physical anonymity. The film gradually drifts away from its core issue and becomes a general portrayal of life itself, with all its unforeseen strokes of fate and strange micro-connections.“
Deutsche Kino-Tour 2025-2026
Sonderveranstaltungen / Special Screenings:18.11. – Karlsruhe – Kinemathek Karlsruhe – 19:30 Uhr
19.11. – Berlin – B-Ware Ladenkino – 18:00 Uhr- w Q&A
26.11. – München – Monopol Kino – 18:30 Uhr – w Q&A
29.11. – München – Werkstattkino – 17:15 Uhr – w Q&A mit Alisa Berger
und Stefan Maria Marb
04.12 – Berlin – Brotfabrik Kino – 18:00 Uhr – w Q&A
05.12 – 07.12 – Berlin – Brotfabrik Kino – täglich um 18:00 Uhr
06.12 – Essen – Filmstudio Glückauf – 17.30 Uhr
07.12 – Köln – Filmhaus Kino – 17:00 Uhr – w Q&A
12.12 – Bamberg – Lichtspiel Bamberg – 17:00 Uhr- w Q&A
12.12 – Nürnberg – KommKino Nürnberg – 21.15 Uhr – w Q&A
13.12. – Düsseldorf – Bambi Kino – 15:00 Uhr
13.12. – Leipzig – Kinobar Prager Frühling – 18:00 Uhr – w Q&A
13.12 – 14.12 – Bamberg – Lichtspiel Bamberg – täglich
19.12. – Hannover – Kino im Sprengel
17.01.2026 – Berlin – Lichtblick Kino – 18:30 Uhr – w Q&A
19.01.2026 – Erftstadt – VHS
20.01.2026 – Bonn – University of Bonn – 16:00 Uhr – w Q&A
11.02.2026 – Bremen – City 46 – 18:00 Uhr – w Q&A
Kyiv Biennale in Lentos Kunstmuseum und Memphis
Vertical Horizon
Mit der Ausstellung Vertical Horizon ist das Lentos Kunstmuseum Teil der internationalen Kyiv Biennale 2025. Vor dem Hintergrund anhaltender Kriege, kolonialer Kontinuitäten und globaler Ungleichheiten ist die Biennale ein Ort für Reflexion, Solidarität und kritische Auseinandersetzung. Auf Initiative des Vereins tranzit.at zeigt das Lentos die für Linz konzipierte Ausstellung Vertical Horizon, die die Vorstellung von Land und Landschaft als poetische wie politische Instanz in den Blick nimmt und ihre Entwicklung als visuelle Grundlage territorialer Identität verfolgt – von der Markierung von Grenzen und Besitz bis hin zur technologischaufgerüsteten, extraktivistischen Erkundung der Erdschichten durch nationale und transnationale Machtakteure.
Künstler:innen: Kateryna Aliinyk, Anca Benera & Arnold Estefán, Stefaniia Bodnia & Jack Dove, Sergey Bratkov, Olia Fedorova, Daria Koltsova, Elena Kristofor, Ihor Okuniev, Lesia Vasylchenko
Die Geranie, UV Licht und schwarze Stachelblumen
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht unvermindert brutal weiter. Die Kyiv Biennale im Lentos Kunstmuseum und in der Galerie von Memphis stellt sich mit Kunst entgegen. Radio FRO war bei der Pressekonferenz. Zu hören sind der Kurator Serge Klymko über die Kyiv Biennale, er erzählt von den Künstler:innen im Krieg und von Vertreibung und über die Situation in der Ukraine. Ich habe Serge Klymko auch nach seiner Einschätzung der Solidarität Europas befragt. Mit der Kuratorin Sarah Jonas machen wir einen Rundgang durch die Ausstellung – mit einem O-Ton von Jakob Dietrich von der Galerie Memphis, gegenüber vom Lentos Kunstmuseum; außerdem einleitende Worte von Hemma Schmutz, ihres Zeichens Leiterin des Lentos, zur Kyiv Biennale in Linz.
Die Kyiv Biennale ist in den Räumen der Sammlung bis 6. Jänner im Lentos Kunstmuseum zu sehen. Nur noch bis 5. Dezember sind Kunstwerke der Kyiv Biennale in der Galerie des Kunstraum Memphis zu sehen, die gegenüber des Lentos befindet.
Cinéma Africain: Einblicke in die afrikanische Film- und Kunstszene
Von 5.-8. November 2025 fand das zweite afrikanische Filmfestival “Cinéma Africain!” in Linz statt.
Vier Tage lang wurden an verschiedenen Standorten, darunter das Moviemento Kino und die Kunstuniversität, afrikanische Filme gezeigt, die Perspektiven öffnen und ein neues Licht auf Stereotype, Historik und Ökologie werfen. Der Schwerpunkt des Festivals lag dieses Jahr auf den Themen Identität, Kolonialgeschichte, Feminismus und die Beziehung zwischen Mensch, Land, Natur und Spiritualität.
Es wurden Filme aus verschiedenen afrikanischen Ländern gezeigt, darunter Nigeria, Senegal, Südafrika und die Kapverden.
Außerdem waren auf dem Festival drei internationale Gäste aus der afrikanischen Film- und Kulturszene anwesend: Filmexpertin Nadia Denton, Produzentin und Kuratorin Lesedi Oluko Moche und Rapperin Astou Gueye, bekannt unter unter dem Künstlernamen “Toussa”.
Diese Sendung beinhaltet Interviews mit Lesedi Oluko Moche und Toussa, sowie eine Filmdiskussion zum Kurzfilmprogramm “Rewriting the Archives”, welches während des Filmfestivals gezeigt wurde.

“Mane” ist einer der Filme, der beim Festival gezeigt wurde. Er erzählt die Geschichten von zwei Frauen aus dem Senegal: Toussa und Emodj. Beide bauen sich eine Karriere in männlich dominierten Bereichen auf. Toussa als Rapperin und Emodj als Wrestlerin. Der Film thematisiert das Frauenbild in afrikanischen Ländern und die Erwartungshaltung, die vielen Frauen entgegengebracht wird.
Toussa, eine der beiden Protagonisitinnen des Films, war beim Cinéma Africain Filmfestival zu Gast und spricht in einem Interview über ihren Zugang zum Feminismus, von den Herausforderungen als Frau in der Hip-Hop-Szene und darüber, wie wichtig sie es findet, dass afrikanische Frauen ihre Geschichten hinaus in die Welt bringen.
Lesedi Oluko Moche ist kreative Produzentin, Festival-Kuratorin und Beraterin für Dokumentarfilme. Sie gibt in dieser Sendung Einblicke in ihre Arbeit und spricht von den Problemen, mit denen die Kunst- und Kulturszene in Afrika noch immer zu kämpfen hat.
“Rewriting the Archives” war ein Kurzfilmprogramm, das am 6. November im Zuge des Festivals in der Kunstuniversität Linz gezeigt wurde. In dem Programm werden drei experimentelle Kurzfilme gezeigt, die die afrikanische Kolonialgeschichte thematisieren.
Diese Filme wurden gezeigt:
- Les Champs de la Colonisation (Nicolaus Pirus, Frankreich / Senegal)
- Our bodies, Nigeria’s ghosts (Immaculata Abba, Nigeria)
- Time to Change (Pocas Pascoal, Angola)
Im Anschluss an die Filmvorführungen fand ein Talk mit der Filmexpertin, Produzentin und Kuratorin Nadia Denton statt. Sie fordert das Publikum zur Diskussion auf und leitet ein interessantes Gespräch über die verschiedenen Stilmittel in den Filmen und deren Wirkung.
Weitere Informationen zum Filmfestival finden sie hier.
Ein Interview mit der Organisatorin des Festivals, Sandra Krampelhuber, gibt es hier zum Nachhören.
Stephen Barber on Zoo Hotel Delirium
In this episode of FEM POEM, Romina Achatz speaks with author Stephen Barber about his haunting and hallucinatory book „Zoo- Hotel Delirium“, a descent into the borderlands between life and death, written in the aftermath of a near-fatal sepsis. The book will be published next year in May 2026 by Infinity land press, London.The conversation begins with the body: with sepsis as both biological catastrophe and metaphysical rupture. Stephen Barber describes the moment when the body becomes inhabited by death — when tissue turns necrotic, when consciousness begins to fracture, and yet the mind persists in dreaming. Together, they explore how this “death zone” became a geography of its own — a space where the author’s feverish visions unfolded: a brutalist tower in the northern forests, a cursed city, the volcanic mountains of Japan, and a Butoh dancer from Saranda, Albania entering death’s stream.

Romina Achatz and Stephen Barber move between medicine, dance, philosophy, and art — tracing how the capacity to dream intensely after sepsis can open another kind of perception, where hallucination becomes revelation. Remarkably, both Romina Achatz and Stephen Barber survived sepsis at the same time in their lives- and therefore founded „The Sepsis dreamers club“. Now, they share not only an experience of physical vulnerability at a moment in life but a heightened sense of dreaming, a sharpened sensitivity to presence, and a deeper resilience than before.
Their dialogue touches on Deleuze’s notion that the artist must descend to Hades and return bearing something of that underworld — as well as on the contemporary machinery of death, the politics of dying, and the persistence of life even inside collapse.
What unfolds is less an interview than a shared passage — an intimate mapping of the line where death begins, and happiness, creativity, and art continue.
Cinema Next Tour & Bravö Hits’25 in Linz
Radio FRO war am Montag, dem 3. November 2025, im Publikum der Cinema Next Tour’25 in Linz. Cinema Next ist eine Initiative die Nachwuchsfilmemacher*innen in Österreich eine Plattform bietet. Dabei wurden viele Kurzfilme von jungen Filmtalenten gezeigt. Im Anschluss wurden im Rahmen der Bravö Hits Musikvideoschau die Highlights der österreichischen Musikvideos präsentiert. Dazwischen gab es Q&A Sessions mit den anwesenden Artists und Filmemacher*innen, moderiert von Sofia Jüngling und Lena Pöschko. Schauplatz war das Moviemento Programmkino in Linz.
Im Vorab kam es noch zum Interview mit Elli Leeb. Elli Leeb ist selbst Filmemacherin und bildet zusammen mit ihrer Kollegin Zoe Borzi die Projektleitung von Cinema Next. Im Interview spricht sie über die Ziele von Cinema Next, Kurzfilme und die Filmbranche in Österreich.
Das Screening der diesjährigen Cinema Next Tour in Linz beginnt mit dem Kurzfilm „Die Suche nach dem Haus meines Vaters“. Filmemacher Jan Reisecker ist mit Luca Mathies durch Wels gefahren um nach dem Haus seines leiblichen Vaters zu suchen, den er nie richtig gekannt hat. Diese Suche haben die zwei verfilmt. Der Film besteht nahezu ausschließlich aus statischen Perspektiven. Viele davon zeigen verschiedene Vorstadthäuser. Ziel war es, den Eindruck zu erzeugen, dass im Grunde jedes Haus, auf dem die Kamera verharrt, das von Jans Vater sein hätte können, meint Luca Mathies. Die beiden Filmemacher betonen außerdem die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Künstlerin Sophie Bösker hat sich auf eine humorvolle Art und Weise mit der Beziehung zu einem Elternteil auseinandergesetzt: im Kurzfilm/Musikvideo „Meine Mama mag meine Kunst nicht“ tanzt sie in bunten Faschingskostümen durch kleine Szenenbilder, gemeinsam mit Huhn, Hase und Kind.
Auch im Kurzfilm „Mein bester Geburtstag“ von Parisa Ghasemi geht es um Generationenkonflikte. Die Kunststudentin Mila wird an ihrem Geburtstag unerwartet von ihrer Mutter besucht, zu der sie ohnehin ein schwieriges Verhältnis hat. Diese plant, das Haus in dem Mila wohnt und arbeitet, zu verkaufen. Milas Reaktion auf das Vorhaben steht dabei im Vordergrund: der Bildausschnitt umrandet das Gesicht der Protagonistin aus fast klaustrophobischer Nähe. Parisa Ghasemi wollte damit die innere Gefühlswelt der Figur hervorheben. „Mein bester Geburtstag“ von Parisa Ghasemi wurde von der Jury zum Lieblingsfilm des Abends auserkoren.
Wie in „Mein bester Geburtstag“ geht es auch in der Kurzdokumentation „Block E, No. 5“ von Çağla Gillis um Familie und den Verlust von Wohnraum. Der Film kontrastiert die sterile Einsamkeit des Lebens im Studentenwohnheim mit Archivmaterial das ein verlorenes Idyll familiärer Gemeinsamkeit in Istanbul zeigt. Auch die gegenwärtige Unsicherheit rund um das Elternhaus wird angesprochen. Die Mieten steigen und das einstige Zuhause ist eine seit Jahren unvollendete Baustelle. Diese Themen, so Gillis, würden immer und immer wieder in den Gesprächen mit ihren Eltern aufkommen.
Von den Fallstricken unserer materiellen Existenz ging es zur Konzeption eines ganz und gar immateriellen Form des Daseins im Kurzfilm „Die Noonautinnen“. Der Titel nimmt wohl Bezug auf die philosophische Idee der Noosphäre, einer Art nahtlosen kollektiven menschlichen Bewusstseins. Im Film wird es als eine Dimension abseits der Sinne verbildlicht, in welche die titelgebenden Figuren hineintauchen. Die Eindrücke ihrer Reise in diese Welt stellt die Protagonistin als Kohlezeichnungen dar, welche in Standbildern eingespielt werden. Zur Erzähltechnik des Films meint Regisseur Lorenz Tröbinger, Ziel wäre es gewesen, einen neuen Zugang zur allseits bekannten Regel „show, don’t tell“ zu finden. Simone Hart, die die Kameraarbeit gemacht hat, sprach zusätzlich über die Entscheidung analog zu filmen.
Analog gefilmt haben auch Matilde Laires und Franzisca Friedrich für ein Musikvideo mit Artist Victoria West, die auch anwesend war. Das Musikvideo zu Victoria West’s Cover von Blondie’s Welthit „Call me“ zeigt die extravagant gekleidete Künstlerin in einer Badewanne voller Granatäpfel in einem Feld, passend zum Albumtitel „Pomegranate Odyssey“. Eine besondere Herausforderung für die Dreharbeiten war die Hitze, da die Filmkassetten sehr temperaturempfindlich sind.
Den Preis für das beste Musikvideo ging an Elias Illig, für seine Arbeit zum Video zu dem Song „Freitag“, von Anda Morts, in dem mit Augenzwinkern eine Lebensrealität abseits von Routinen zelebriert wird. Das Video wurde an einem Tag gedreht und besteht aus unzähligen Shots, die eine ereignisreiche Autofahrt quer durch Linz zeigen. Für die Dreharbeiten wurde auch eine Abschleppfirma engagiert, wie Regisseur Elias Illig und Production Manager Jan Feier beschreiben.
Im essayistischen Kurzfilm „Dirty Care“ von Isa Schieche, die leider nicht anwesend war, werden dem Publikum Kampfkunsttechniken beigebracht. Die Perspektiven von Personen, die nicht in traditionelle Geschlechternormen passen, stehen im Vordergrund. Dementsprechend ist ein großer Teil von „Dirty Care“ aus der Ich-Perspektive gefilmt. Die Hauptfiguren sind in geschnitzte Holzmasken gekleidet, die die Verformbarkeit des menschlichen Körpers ausdrücken zu scheinen.
Ein weitere Kurzfilm, der sich an dem Abend besonders abhebt, ist „Trulla“, von Hannah Kortus. „Trulla“ ist ein Porträt von Gertrude Obpacher, einer Frau, die in den Fünfzigerjahren unerwartet zur Leiterin eines deutschen Betonwerks wird. Der Film kombiniert Archivmaterial, neue Aufnahmen, Voiceover und Animation und erzählt mit viel Humor, aber auch ein wenig Gesellschaftskritik, wie sich Trulla in einer männerdominierten Welt zurechtfindet. Alle Texte, die im Kurzfilm vorgelesen werden, entstammen dem schriftlichen Nachlass von Gertrude Obpacher und wurden von ihr selbst geschrieben. Aufgrund von Zeitmangel kam Hannah Kortus im Q&A nur sehr kurz zu Wort. Radio FRO hat sie deshalb nach der Show nochmal zum Interview gebeten.
Die nächsten Stopps der Cinema Next Tour’25 finden am 6. November im Cinema Paradiso in St. Pölten und am 12. November im Cinematograph in Innsbruck statt.
Beitragsbild: Jakob Mak
Originale Ausstrahlung mit Musik (Zeitstempel: 7:50 und 18:50)
BestOff 2025
Die bestOff der Kunstuniversität Linz zeigt vom 5. bis zum 18. November wieder ausgewählte Werke von Studierenden aus den letzten zwei Jahren. Beim Presserundgang wurden einige dieser Werke von der Kuratorin Julia Gutweniger, der Kuratorischen Assistenz Ophelia Pauline Reuter und den Studierenden vorgestellt. Sie hören Ausschnitte in dieser Ausgabe von Kultur und Bildung Spezial.
Sendungsgestaltung: Sofia Jüngling
#75: Gastvortrag von Guy Standing (GB) beim Fest „Perspektiven der...
Guy Standing ist Wirtschaftsprofessor an einer Universität in London und viele Jahre für das Grundeinkommen aktiv. Er ist Mitbegründer des internationalen Grundeinkommensnetzwerks BIEN und hält in vielen Ländern Vorträge.
Bei unserem Fest anläßlich 20 Jahre Grundeinkommenskongress iin Wien hat er darüber berichtet – unter anderem über seine Kontakte mit dem kürzlich neu gewählten Präsidenten von Südkorea.
die Kiste aus Metall
Namafu Amutse ist 1998 geboren und in Swakopmund, Namibia aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie in Namibias Hauptstadt Windhoek wo sie als Lehrerin für deutsch und englisch unterrichtet. Namafu Amutse ist Fotografin und Filmschaffende und auch Schreiben und Poesie gehören zu ihren Künstlerischen Ausdrucksformen. Als autodidakte Künstlerin spricht sie darüber, wie sie spielerisch ihre Geschwister inszeniert und aus dem familären Zusammenhalt schöpft. Sie setzt sich mit Traditionen und Zukunftsvisionen auseinander und kreiert dabei strahlend bunte, lebendige Werke. Körper in knalliger Kleidung mit futuristischen Brillen, und sanft umhüllten, weichen Bewegungen.
In ihren Arbeiten finden sich Elemente des Afrofuturismus, einer Ästethischen Bewegung die sich mitunter die Frage stellt, wie sich Afrika ohne kolonialistische Unterdrückung entwickelt hätte.
Ihre Arbeiten sind Teil der Ausstellung Wandala – drama, dream decolonized, welche vom 17.10 bis zum 22.02.2026 im OK gezeigt wird. Außerdem sind dort auch noch Arbeiten von Mbaye Diop und Olivia Mary Ntontongo. Die Ausstellung thematisiert kolonialistische Hinterlassenschaften und bricht den „Weißen Blick“ und damit die Darstellung und Inszenierung Schwarzer Körper.
#70: Interview with an Irish UBI4ALL-Winner
Thomas is the winner of the second UBI4all raffle. He gets a monthly amount of €800 for 12 months.
Want to win also? subscribe via https://ubi4all.eu
HörBar Yasmine on Air
Bei Yasmine on Air dreht sich alles um die arabische Welt. Es wird Aktuelles aus arabischen Ländern berichtet. Der andere Schwerpunkt ist die Vorstellung der arabischen Kultur, Kunst und Tourismus. Dazu gibts Infos zu den gespielten Interpreten, Berichte von Besuchen auf Conventions und Studiogäste.
Menschen zusammenbringen, Kulturen verstehen lernen und alles in einen unterhaltsamen, mehrsprachigen Mix verpacken, das schafft Yasmine Elsalakawy in ihrer Sendung. Wie sie überhaupt „on Air“ gekommen und was das besondere an Radio für sie ist, darüber spricht sie mit Aylin Yilmaz.

Yasmine on Air ist jeden 3. Sonntag im Monat von 17 – 18 Uhr zu hören.
Sprachen öffnen Herz und Geist
Heute war der Frühe FROsch ganz im Zeichen des Europäischen Tags der Sprachen – und Vera und Sofia hatten jede Menge Lieblingswörter und spannende Gedanken im Gepäck. Sie sprachen darüber, wie viel mehr Wörter wir eigentlich passiv kennen, als wir aktiv benutzen, warum die Muttersprache eigentlich „Muttersprache“ heißt, und dass wirklich jeder von uns mit einem Akzent oder Dialekt spricht – auch wenn man das manchmal vergisst. Und wie viele Sprachen die beiden können? Deutsch, Englisch, Ungarisch, ein bisschen Slowakisch, Polnisch – und große Lust auf mehr: Spanisch für Sofia, Französisch für Vera.
Am Ende waren sie sich einig: Sprache ist viel mehr als Worte – sie berührt, verbindet und macht neugierig aufeinander. In diesem Sinne: Happy Tag der Sprachen!
Tracklist:
- sirius.sue: Zungensprünge
- El Kanka: Lo Mal Que Estoy
- Emil.Rulez: Hello Turist
- The Barry Sisters: Chiribim, Chiribom,
- Queen: Tavaszi szél (LIVE in Budapest 1986)
- Król Julian: Wyginam Smialo Cialo
Butoh, Film, Archives, Memories
In this episode, Stephen Barber, writer and cultural researcher, shares his profound experiences with Butoh and the Japanese experimental art scene.
The dialogue between Romina Achatz and Stephen Barber weaves between history, memory, and artistic practice, offering rare insights into archival discoveries, the contemporary preservation of Butoh, and its living legacy today.
An expert on Antonin Artaud, Stephen explores Artaud’s and Genet’s influence on the Japanese avant-garde and Butoh in the 1950s and 1960s and 80s. He reflects on the legendary Asbestos-kan studio, a meeting point for artists and writers including Yukio Mishima, and discusses Hijikata’s collaborations with filmmakers such as Donald Richie and Eikoh Hosoe, as well as dancers Yoshito and Kazuo Ohno. Iconic works like the photobook Kamaitachi and the film Naval and A-Bomb, (Heso to genbaku), a short film directed by Eikoh Hosoe and Tatsumi Hijikat are explored, alongside insights into Hijikata’s involvement in erotic and horror films and his experimental approach to performance.
The show also weaves in personal stories and encounters, including Stephen’s experience with Akiko Motofuji, who asked him to sit in utter darkness through the night to await an encounter with the spirit of Hijikata. Romina and Stephen reflect on their personal sensory experiences in Tokyo, late-night walks through the city, and encounters with the avant-garde performance scene. They also discuss Hijikata’s cinematic involvement, his performance at the Osaka Expo, and the philosophical resonance of Antonin Artaud within Butoh, revealing the rich texture of Japan’s cultural world.
Romina briefly shares how her early exploration of Japan through her Super 8 and Leica cameras shaped her perception of the landscape and cultivated an observational “eye” that later became a bridge to film dancers such as Murobushi and others. She also recounts filming at the harbour in Le Havre, France, and discusses her ongoing research and her upcoming book.
FEMPOEM is a radio space for literature, art, and politics — and in this nearly three-hour conversation, which was cut down to almost 1,5 h, the dialogue itself becomes a living archive: a testimony to the power of art, memory, imagination and even the ghostly presence of the past.
It offers insights into archival discoveries, the contemporary preservation of Butoh, and its ongoing influence today.