car Foto: privat
FROzine

Maßnahmen zur Verbesserung der Linzer Luft

Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) über Maßnahmen zur Verbesserung der Linzer Luftqualität und Umweltmediziner Prof. Hans-Peter Hutter über die Gefahren von Ultrafeinstaub, Stickstoffdioxide und Lärm und wie der Verkehr unsere Gesundheit bedroht.

Linzer Luft: Aktuelles Messprogramm zeigt hohe Stickoxid-Belastung im Umfeld von Linzer Durchzugsstraßen

Der Jahresbericht „Luftgüte in Oberösterreich“ für das Gesamtjahr 2017 hat erneut eine deutliche Grenzwertüberschreitung bei Stickoxiden bei der Messstelle Linz/ Römerberg gezeigt. Der Jahresmittelwert liegt beim Römerberg bei 46 µg/m³ Stickstoffdioxid statt unter dem von der EU festgeschriebenen Grenzwert von 40 µg/m³ bzw. der von Österreich festgesetzten 30 µg/m³. Seit Jahrzehnten ist die Stickoxid-Belastung beim Römerberg konstant zu hoch.

Ein aktuelles, ergänzendes Messprogramm zeigt auf, dass sich dieses Problem hoher Stickoxidwerte nicht auf den Römerbergtunnel beschränkt, sondern diese Messstelle tatsächlich – wie vom Gesetz gefordert – repräsentativ für die stark befahrenen Linzer Durchzugsstraßen ist. Hohe und über den Grenzwerten liegende Stickoxidwerte sind entlang von Durchzugsstraßen in ganz Linz zu finden, das Linzer Luftproblem mit NO2 ist ein Verkehrsproblem. Denn die NO2-Immissionsniveaus im Raum Linz sind unterschiedlich. Relativ niedrige Immissionen treten in Bereichen fern des Stadtzentrums auf. Hoch belastete Bereiche über den Grenzwerten liegen hingegen direkt an stark befahrenen Straßenzügen im Innenstadtbereich.

Zu hören sind:

  • Interview mit der Linzer Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) über Maßnahmen zur Verbesserung der Linzer Luft. Schobesberger spricht sich für Bus-Schleusen, aber gegen die von Bürgermeister Klaus Luger vorgeschlagenen Pförtner-Ampeln aus. Interview nachhören.
  • Ausschnitte aus der Pressekonferenz mit Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) und Gerald Binder (Magistrat der Stadt Linz, Geschäftsbereich Planung Technik und Umwelt)

 

Ultrafeinstaub, Stickstoffdioxide und Lärm: alles egal?

Am 17.4. hielt der Umweltmediziner Prof. Dr. Hans-Peter Hutter vom Institut für Umwelthygiene der Med. Univ. Wien im Architekturforum OÖ in Linz seinen Vortrag „Ultrafeinstaub, Stickstoffdioxide und Lärm: alles egal? Wie Verkehr unsere Gesundheit bedroht“. VeranstalterInnen waren die Initiativen Verkehrswende jetzt (Linz) und Grüngürtel Westspange Steyr.

Zu hören sind:

Sammelklage gegen VW-Konzern

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) fordert die Bundesregierung auf, dass diese Hardware-Nachrüstungen bei Automobilindustrie einfordern und einklagen muss. Anschober rechnet anhand der in Linz hauptbetroffenen Messstation Römerbergtunnel den Beitrag des Dieselskandals vor: der EU-Grenzwert bei NOx liegt bei 40 µg/m3 . Tatsächlich wurde jedoch 2017 ein Jahresmittelwert von 46 µg/m3   erreicht. Ohne Dieselskandal jedoch wären es laut Berechnungen des Umweltbundesamts 35 µg/m3  gewesen.

Wenn es die Politik nicht schafft, den Konzernen klare Rahmenbedingungen und Grenzen zu setzen, dann bleiben der Demokratie und ihren Bürger*innen nur mehr die Justiz, der Rechtsstaat, um Entwicklungen wie Kartellbildung, Preisabsprachen, Betrug und Green Washing zurück zu drängen. Im gemeinnützigen Verein Cobin Claims, eine Plattform für Sammelaktionen, versammeln sich beide, Bürger*innen und Anwälte, und versuchen den VW Konzern auch in Österreich mithilfe einer Sammelklage für den Abgasskandal zur Rechenschaft zu ziehen.

  • Mario Friedwagner vom Freien Radio Salzkammergut hat mit dem juristischen Beirat des Vereins Cobin Claims, dem Rechtsanwalt Benedikt Wallner, am Telefon gesprochen und einiges über Möglichkeiten für geprellte Fahrzeugbesitzer herausgefunden. Sendung „Der Widerhall“ nachhören.

 

Moderation: Michael Diesenreither

Zuletzt geändert am 08.06.18, 15:35 Uhr

Gesendet am Mi 02. Mai 2018 / 18 Uhr

Schreibe einen Kommentar

Kommentare werden von der Redaktion moderiert. Es kann daher etwas dauern, bis dein Kommentar hier erscheint. Wir behalten uns vor, diskriminierende oder diffamierende Kommentare, sowie solche, die straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, zu entfernen.