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Loretta Pechböck (©)
Lehrredaktion 2019 - Sendung

Leaving the comfortzone – Mutig genug dir selbst zu begegnen?

Raus aus Sicherheitsblase Österreich und ab nach Ägypten- Wie lebensrettend oder freiheitsraubend sind Ängste und vermeintliche Bedrohungen?

Im Rahmen der Lehrredaktion haben Loretta Pechböck  und Tina Weinberger ein gesellschaftspolitisches Magazin gestaltet.
Die Themen:

  • Raus aus der Sicherheitsblase Österreich und ab nach Ägypten- Wie lebensrettend oder freiheitsraubend sind Ängste und vermeintliche Bedrohungen?
  • Viele erleben strukturierte Arbeitszeiten und einen geregelten Arbeitsalltag als angenehm. Doch was ist mit denen, die darunter leiden?

Zu Gast im Studio: Arbeitspsychologin Birgit Etlinger
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Leaving the comfortzone – Mutig genug dir selbst zu begegnen?

Umgeben von kristallklaren Seen und traumhaften Bergen, steht Österreich für Frieden, Freiheit und Sicherheit und belegt einen der ersten drei Plätze, der sichersten Länder der Welt. Zugleich gehört es zu den wohlhabendsten Ländern der Europäischen Union.

Auch Ägypten ist umgeben von traumhaften Bergen, der Sandwüste und kristallklarem Meer. Anders als Österreich, ist es jedoch von Vorurteilen und schlechter Presse gezeichnet. Ich frage mich: „Ist das die Realität oder handelt es sich um eine subjektive Wahrnehmung, welche durch Bilder der Medien gelenkt wird?“

Anhand meiner persönlichen Geschichte, in der ich von Österreich nach Ägypten reise, möchte ich Menschen inspirieren sich den eigenen Ängsten zu stellen, ihre Einstellungen und Sichtweisen, sowie Gewohnheiten anzusehen und das Ungewöhnliche zu tun. Über das Bekannte hinauszugehen, Grenzen zu überschreiten, den Klebstoff der Gewohnheiten zu lösen und der Bequemlichkeit zu trotzen.

Kontakt mit den eigenen Emotionen aufzunehmen, sie zu spüren. Sich nicht mehr von Gedanken und Emotionen der Vergangenheit, sowie Sorgen und Befürchtungen der Zukunft leiten zu lassen. Weg vom reinen Kopfmenschen. Hin zu Gefühlen- geh hin und fühle. Im Jetzt leben, Gefühle annehmen, aushalten, durchleben. Und vor allem: Hinschauen. Die Dinge, die in und um uns herum passieren, wahrnehmen und hinterfragen. Häufig leben wir in einem Zustand von Stress, Angst, Anspannung und sind uns dessen nicht einmal bewusst.

Ich möchte dazu anregen, der Angst vor dem Fremdem, dem Unbekannten, dem trügerischen Bild der Medien in die Augen zu schauen. Sich der Angst vorm Scheitern zu stellen, sich selbst treu zu sein, sich mit anderen verbinden und das Herz zu öffnen.

Vom Mangeldenken in die Fülle kommen. Wir leben in Österreich, einem Land, das von Wohlstand gezeichnet ist. Ich persönlich habe ein Dach über dem Kopf, die Möglichkeit auf sämtliche staatliche Leistungen, kann immer essen, wenn ich hungrig bin und das Wichtigste: Ich kann jederzeit Trinkwasser aus der Leitung trinken. All das nehmen wir als selbstverständlich hin. Das dritte Wort, das ein Kind nach Mama und Papa lernt ist „mehr“ Ich frage mich brauchen wir wirklich noch mehr? Und wieviel „mehr“ brauchen wir noch bis es genug ist? Ich perönlich habe genug. Ich bin bereit hinzuschauen auch wenn es manchesmal weh tut. Ich hab es satt mich von subjektiven Bildern, und meiner Angst vor dem Fremdem, dem Unbekannten leiten zu lassen. Darum mach ich mich jetzt auf den Weg in ein fernes Land, mit fremder Kultur und unbekannter Sprache. Ich nehme eine Rolle ein in der ich die Fremde bin. Man muss jedoch nicht in ein fernes Land reisen um sich dem Unbekannten, seinen Ängsten zu stellen und seine persönlichen Grenzen zu erweitern. Dies geht auch ganz einfach im Alltag in einem sicheren Umfeld 😉

Arbeiten im Hamsterrad

Viele erleben strukturierte Arbeitszeiten und einen geregelten Arbeitsalltag als angenehm. Doch was ist mit denen, die darunter leiden?

Fixe Arbeitszeiten und vorgegebene, zu erfüllende Aufträge werden für einige Menschen als sehr angenehm empfunden, jedoch wird von Vielen so ein Arbeitsalltag als sehr belastend erlebt. Trotz diesem Empfinden machen die meisten Leute weiter. Manche bemerken ihr Leid, manche nicht. Sie arbeiten, arbeiten und arbeiten. Für sie ist es schwierig abzubrechen, auch wenn sie darunter leiden. Warum sie weiter machen kann viele individuelle Gründe haben. Es gehört die Familie ernährt, die Wohnung bezahlt, die Sicherheit soll aufrecht erhalten werden oder bei dem Gedanken, Aufzuhören, macht sich Angst im Körper breit.  Einige kommen ihr ganzes Leben damit klar und manche ertragen dies nur solang, bis die Arbeit sie an ihre eigenen Grenzen bringt: Sie werden krank, fallen ins Burnout oder bemerken andere Warnsignale, die ihnen zeigen sollen, dass nicht mehr geht. Warum ein Mensch sich so etwas antut?
Tina Weinberger hat dazu ein Interview geführt mit Psychotherapeutin und langjährige Arbeitspsychologin Birgit Etlinger befragt…

Gestaltung, Moderation und Technik:

Arbeiten im Hamsterrad: Tina Weinberger

Leaving the comfortzone: Loretta Pechböck

Info und Credits für den Beitrag Leaving the comfortzone:

Snippets gesprochen von Kerstin Ullmann

Nachhören und weitere Infos auf www.fro.at/lehrredaktion

Wer Lust auf Bilder und Geschichten aus Ägypten, so wie ich es erlebe, hat ist herzlich eingeladen mir auf Instagramm  #egypt_trough_my_eyes zu folgen.

Weitere Infos: Viele Ängste sind einfach unbegründet: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Viele-Aengste-sind-einfach-unbegruendet,angstgefuehle100.html

Verwendete Musik: Fadl Shaker Law Ala Albi

Verwendete Jingls: Waterpouring Inspector J, Exposion von Iwiploppenisse, tense_synth_build_up graham_makes

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am 22.11.19, 10:58 Uhr

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Verfasst von lr2

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Gesendet am Do 21. Nov 2019 / 12 Uhr