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Großer Zuspruch für Freie Radios

1. Dezember 2011: Gemeinsam mit dem „Institut für Kulturwirtschaft und Kulturforschung“ an der Johannes Kepler Universität Linz führte das Freie Linzer Stadtradio „Radio FRO 105.0“ vergangenen Sommer eine Studie zu Reichweiten und Potenzialen Freier Radios durch.

Neben der Abfrage klassischer Reichweiten interessierte die AutorInnen der Studie „Der Dritte Mediensektor in Oberösterreich“ vor allem, welche Entwicklungspotenziale freie Radioarbeit in Linz hat. „Unser Fokus richtete sich sehr stark auf jene Menschen, die Radio FRO (noch) nicht hören, sich aufgrund ihrer Interessen und Werthaltungen aber für unser Programm interessieren müssten,“ so der Geschäftsführer von Radio FRO 105.0, Mag. Andi Wahl. Um diese Gruppe fassen zu können, entwickelte der wissenschaftliche Leiter der Studie, Univ.-Prof. i. R. Dr. Ingo Mörth, ein eigenes Rechenmodell. Er definierte 8 Charakteristika Freier Radios und erhob in einer Telefonumfrage die Wertigkeit, die diesen zugemessen wird. Die von den 1000 Befragten am Häufigsten als wichtig erachteten Eigenschaften waren „unabhängige Berichterstattung“, „Meinungsvielfalt“, „regionale Berichterstattung“ und „alternative Musikauswahl“. Erachteten die Befragten diese als wichtig und sahen gleichzeitig gerade hier ein Manko bei kommerziellen Radios und dem Angebot des ORF, so wurden sie von Dr. Mörth als „Potenzielle HörerInnen“ definiert. So errechnete sich eine beachtliche Zahl von 41,3% der Gesamtbevölkerung, die Freien Radios positiv gegenüberstehen.

Die derzeitige HörerInnenschaft von Radio FRO 105.0 beläuft sich auf 22.880 Menschen, die regelmäßig Radio FRO hören (das sind 5,2% von 440.000 Menschen, die im Sendegebiet von Radio FRO leben). Namentlich bekannt ist Radio FRO 103.400 Menschen im Sendegebiet (23,5%), zumindest schon gehört haben es 60.280 (13,7%).Die Stichprobe von 460 telefonisch Befragten entspricht wissenschaftlichen Standards.

Natürlich wurde auch die HörerInnenschaft von Radio FRO 105.0 genauer unter die Lupe genommen:

  • Die Freien Radios sprechen die höheren Bildungsschichten an, aber auch die qualifizierten Berufsstände im unselbstständigen wie im selbstständigen Bereich.
  • Die Freien Radios sind nicht nur für junge Menschen bedeutsam, sondern haben einen großen Teil ihrer HörerInnenschaft auch bei den 46–60-Jährigen.
  • Freie Radios werden von ihren HörerInnen wegen ihrer regionalen Schwerpunkte gehört.
  • Vor allem zivilgesellschaftlich engagierte Personen hören Freie Radios.
  • Zielgruppensendungen, etwa für SeniorInnen, Kinder oder MigrantInnen, werden gut angenommen.

Die knapp 200 Seiten umfassende Studie ist in der Druckversion bei Radio FRO 105.0 (Kirchengasse 4, 4040 Linz) erhältlich.
Die pdf-Version steht frei zum Download bereit.

Die Ergebnisse der Studie werden am 1. Dezember 2011 um 10 Uhr in der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH), Mariahilferstraße 77-79, 1060 Wien, 3.Stock, präsentiert.

Ebenfalls am 1. Dezember 2011 findet um 18 Uhr eine Fernsehdiskussion der Reihe dorf gespräch zum Thema „Der dritte Mediensektor in Oberösterreich“ live im Studio Schirmmacher des dorf TV, Hauptplatz 5, 4020 Linz, statt.
Es diskutieren: Mag. Erich König (RTR-GmbH), Univ.-Prof. i.R. Dr. Ingo Mörth (wissenschaftlicher Leiter der Studie „Der dritte Mediensektor in Oberösterreich“, JKU Linz) Mag. Alexander Vojvoda (Projektleiter der Studie, Radio FRO) und Mag. Otto Tremetzberger (Geschäftsführung Freies Radio Freistadt und dorf TV).
Die Diskussion kann vor Ort mitverfolgt werden, wird live von Radio FRO auf 105.0 MHz übertragen und ist via DVB-T live im Fernsehen zu sehen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Andi Wahl, 0660/7172771, andreas.wahl@fro.at

Pressefoto (c) Petra Moser, 2011.

Zuletzt geändert am 27.03.18, 14:06 Uhr

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Verfasst von Veronika Moser

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