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Finanzkrise? Systemfehler!

FROzine am 12. März 2009
Niest die Weltwirtschaft, weil die US-Wirtschaft Schnupfen hat? Ist das was uns als Finanzkrise verkauft wird eine bloße Dysfunktionalität der freien Marktwirtschaft? Ist es ein Überproduktionskrise,oder gar, eine Systemfolge, die nun den Blick auf die Leiche der Demokratie freigibt? Diesem weit gespannten Bogen an Themenaspekten widmet sich der Hauptteil dieser Ausgabe. Wiederholung am Freitag den 13. März um 6 Uhr und 13 Uhr.

Um den obigen Fragestellungen zumindest Ansatzweise Antworten folgen zu lassen, bietet die heutige Ausgabe der FROzine eine mehrteilige Mitschnittsequenz aus einem Gespräch von Christian Felber und Michael Schweiger, der auch durch die Sendung begleitet.

Christian Felber ist Autor, freier Publizist und neben anderen Aktivitäten Gründungsmitglied und Aktivist von Attac Österreich und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Themabereich Globalisierung, Kapitalismuskritik, Neoliberalismus Ökologie und Demokratie.

 

Christian Felber nimmt seit Jahren in Vortägen, Kommentaren, Zeitungsartikeln und Publikationen Stellung zum Verhältnis zwischen Gesellschaft und Ökonomie, zu Neoliberalismus, zum Verhältnis zwischen Rechtsextremismus und Neoliberalismus und immer wieder auch dazu, welche Alternative denkbar, möglich und machbar sind, und nicht nur wären.

In diesem Sinne hat sich Christian Felber auch in seinem neuesten Buch „Neue Werte für die Wirtschaft“ damit auseinandergesetzt, was das seit Monaten als Finanzkrise bezeichnete Szenario ist, womit es in Zusammenhang steht und besonders damit, welche Auswege, Alternativen und Änderungen möglich sind und Anstehen.

Als Kurzfazit heisst das in wenige Worten: Eine andere Welt ist nicht nur möglich, eine andere Welt ist nötig, eine andere Gesellschaft muss her, muss hergestellt werden, von Menschen, die sich wieder zu Subjekten re-manzipieren und nicht weiter Objekte eines reibungslosen, modularen Systems von Verwertungslogiken bleiben.

Eine Absage an Slogans a'la „Gehts der Wirtschaft gut gehts uns allen gut“ und ähnlicher Töne.

Moderation und Gesprächsführung: Michael Schweiger

 

Weiters gibt es ein 9 Minuten Interview zur Bilanz des World Social Forum in Belem von Julia Hartung, Orange 94., zu hören.

Vom 27. Januar bis 1. Februar 2009 fand das neunte Weltsozialforum Belém / Brasilien mit über 2.400 Einzelveranstaltungen und 135.000 TeilnehmerInnen statt. Einer von ihnen war Ulrich Brand. Er ist Professor für Internationale Beziehungen in Wien und Aktivist in globalisierungskritischen Zusammehängen. Radio Orange sprach mit ihm über das Weltsozialforum und fragte als erstes, mit welchen Erwartungen er sich vor vier Wochen auf den Weg nach Brasilien gemacht hat.

Zuletzt geändert am 12.03.09, 00:00 Uhr

Pamela Neuwirth

Verfasst von Pamela Neuwirth

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