Gesendet am Mi 13. Jun 2018 / 18 Uhr
FROzine

Linz-Süd: Widerstand gegen LAWOG-Wohnprojekt u. „Ostumfahrung“

Bürgerinitiative kritisiert ein LAWOG-Projekt mit 270 Wohnungen auf den eh. Christ Lacke-Gründen und die Verkehrssituation in Pichling. Es fehle ein Verkehrskonzept für den Linzer Süden. Wie passt hier die geplante Trasse der "Ostumfahrung" dazu? Und ist der Standort Pichlinger See ein guter Standort für das neue geplante LASK-Fußballstadion?

Das LAWOG-Wohnbauprojekt „Naturpark Linz Süd“ erhitzt die Gemüter der Mitglieder der Bürgerinitiative Linz-Süd. 270 Wohnungen sollen in 5-geschoßigen Wohnhäusern inmitten einer Einfamilienhaus-Siedlung errichtet werden. Die fünfstöckige Bauweise, ein fehlender Bebauungsplan und ein fehlendes Verkehrskonzept sind die Hauptkritikpunkte am Wohnbauprojekt. Außerdem gibt es Kritik an der Trassenführung der Linzer „Ostumfahrung“. Diese geplante Autobahn soll östlich von Linz bei Steyregg, und mitten durch den Linzer Süden verlaufen, und die bestehende A7 durch Linz vom Transitverkehr entlasten.
Gäste in der Sendung:
  • Michael Mandl, Bürgerinitiative Linz-Süd
  • Lorenz Potocnik, Stadtentwickler und Gemeinderat
  • Markus Hein, Stadtrat für Infrastruktur und Verkehrsplanung (FPÖ) – Interview aus Termingründen am Di aufgezeichnet

Sendung nachhören:

Bürgerinitiative Linz-Süd. Foto: https://www.facebook.com/BI.LinzSued/

Bürgerinitiative Linz-Süd. Foto: https://www.facebook.com/BI.LinzSued/

 

Widerstand von Bürgerinitiative in Pichling gegen LAWOG-Projekt bei Christ Lacke-Gründen

„Auf wessen Seite steht die Stadt?“, fragt die Bürgerinitiative Linz Süd. Die LAWOG versuche, die Anrainer über den Tisch zu ziehen. Die Bürgerinitiative fordert die ursprünglich angekündigte, nur 3 Stockwerk hohe Verbauung (maximal 10m) statt der nun geplanten 5 Stockwerke (17 Meter). Neben überzogener Bebauungs-Höhen in der Einfamilienhaus-Siedlung sei aber auch der Verkehr in Pichling vollkommen ungelöst. „Schon jetzt staut es jeden Morgen auf der Kreuzung Bahnhof Ebelsberg, die Straßenbahn ist überfüllt und die Taktung der Züge unzureichend – unsere Fragen diesbezüglich wurden nicht seriös beantwortet.“ so Michael Mandl von der Bürgerinitiative Linz-Süd.
Er vermisst eine Vision für Pichling und entsprechende Koordinierung der Projekte. Insgesamt würden im ganzen Süden von Linz gleichzeitig 8 Projekte mit insgesamt rund 2000 Wohnungen entstehen – und das neben dem Projekt am eh. Kasernen-Gelände.

Die Trasse der Linzer „Ostumfahrung“ als Autobahn durch den Linzer Süden

Die Linzer „Ostumfahrung“ ist für Befürworter ein wichtiges Zukunftsprojekt, um die A7 im Linzer Zentrum vom Transit-Verkehr aus Tschechien zu entlasten. Für Gegner ist es eine weitere Autobahn mitten durch die Stadt, soll ja die Trasse entlang der Traun und schließlich unterirdisch durch Linz-Ebelsberg beim Schiltenberger Wald an die A1 angeschlossen werden.
Wie sieht die Bürgerinitiative Linz-Süd diese Trassenführung? Für Verkehrsstadtrat Hein ist es ein wichtiges Projekt, er fordert außerdem eine Anbindung der B1 in Ebelsberg (Höhe Hiller-Kaserne/Ennsfeld) an die zukünftige Ost-Autobahn.

Neues LASK-Stadion am Pichlinger See

Der LASK möchte ein neues Fußballstadion direkt am Pichlinger See (zwischen B1 und See-Südseite) errichten. Für die Kosten von 45 Mio Euro möchte der LASK 23 Mio selbst aufbringen. Den Rest sollen Land OÖ und Stadt Linz zahlen. Ist der Standort aus verkehrstechnischer Sicht ein guter Standort für ein neues Stadion? Und soll die Stadt Linz am Gemeinderatsbeschluss von 2007 festhalten? Demnach will sich die Stadt mit 10 Mio Euro am Projekt beteiligen. Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein hat sich klar dafür ausgesprochen.

 

Moderation und Gestaltung: Michael Diesenreither

Zuletzt geändert am 18.06.18, 16:45 Uhr

Michael Diesenreither

Verfasst von Michael Diesenreither

ist seit 2014 FRO-affin: zunächst Lehrredaktion bei Radio FRO, seit Okt 2014 Mitglied in der FROzine-Redaktion, eigene Sendereihe "DAHOAMgrown - frischer Sound aus dem Alpenraum" (2015-2017), gelegentlich im Kultur- & Bildungskanal zu hören (z.B. seit 2015 fürs Crossing Europe).
Hat "Kommunikation, Wissen, Medien" an der FH Hagenberg studiert und anschließend Webwissenschaften mit dem Schwerpunkt "Web Art & Design" an JKU und Kunstuni.
Schwerpunkte in der FROzine-Redaktion: Verkehrspolitik, Stadtentwicklung, LGBT-Themen, Migrationspolitik.

Ideen und Feedback gerne an michael.diesenreither@fro.at.

zur Autorenseite
Gesendet am Mi 13. Jun 2018 / 18 Uhr

Schreibe einen Kommentar

Kommentare werden von der Redaktion moderiert. Es kann daher etwas dauern, bis dein Kommentar hier erscheint. Wir behalten uns vor, diskriminierende oder diffamierende Kommentare, sowie solche, die straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, zu entfernen.