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Über Journalismus in der Türkei und weiterem Spardiktat in Griechenland

Im heutigen Weltempfänger geht es um Journalismus unter Druck in der Türkei, um das Abtreibungsverbot in Irland, einem nächsten Spardiktat in Griechenland und zum Abschluss um den heißesten Mai seit Wetteraufzeichnungen.

„Journalist in der Türkei zu sein bedeutet, Aktivist zu sein“

Vor genau fünf Jahren begannen im Istanbuler Gezi-Park Proteste, die sich auf die gesamte Türkei ausweiteten. Während zunächst Umweltaktivisten gegen die Abholzung von Bäumen im Gezi-Park protestierten, gab es bald landesweite Demonstrationen gegen die türkische Regierung. In 80 Städten skandierten Aktivisten „Überall ist Taksim, überall ist Widerstand“. Die türkische Regierung ließ die Proteste brutal niederschlagen, doch den Geist von Gezi hat sie nicht ersticken können. Gerade die alternativen Medien von damals spielen bis heute eine wichtige Rolle. Ein solches Medium ist die Medienplattform „dokuzsekiz“. Gegründet wurde die Plattform für alternativen Bürgerjournalismus von Gökhan Biçici. Vor fünf Jahren war der Journalist bei den Gezi-Protesten aktiv und wurde dort von der Polizei misshandelt. Heute arbeitet er für die Plattform „dokuzsekiz“, die ein mediales Gegengewicht zu den gleischgeschalteten Medienhäusern in der Türkei bilden will. In diesen Tagen bereitet sich die Plattform auf die anstehenden Neuwahlen am 24. Juni in der Türkei vor. Wie es sich in der gegenwärtigen repressiven Lage in der Türkei als Journalist arbeiten lässt, darüber sprach Radio corax  Gökhan Biçici.
Radio: corax, Halle

Abtreibungsverbot in Nordirland

Interview mit der Ärztin Rebecca Gomperts über die Situation in Nordirland wo Abtreibungen immer noch unter Strafe stehen
Das strikte Abtreibungsverbot ist gefallen. Am letzten Wochenende hat die Bevölkerung Irlands klar für eine Lockerung des Abtreibungsrechts gestimmt. Bis anhin durften selbst Frauen, welche Opfer von Vergewaltigungen wurden ihre Schwangerschaft nicht beenden. Mit dem Volksentscheid vom vergangenen Wochenende wurde das irische Parlament beauftragt eine neue liberale Gesetzgebung auszuarbeiten.
Anders sieht es hingegen in NORDirland aus, der Teil der irischen Insel, welcher zu Grossbritannien gehört. Hier ist das Abtreibungsverbot immer noch in Kraft. Um dagegen zu protestieren liessen Aktivistinnen gestern Nachmittag einen Roboter durch die nordirische Hauptstadt Belfast rollen, welcher mit Abtreibungspillen bepackt war.
Katrin Hiss sprach mit der Ärztin Rebecca Gomperts über die Protestaktion. Rebecca Gomperts setzt sich mit ihrer Organisation „Women on Waves“ seit Jahren dafür ein, dass Frauen auf der irischen Insel Zugang erhalten zu sicheren Abtreibungen.
Radio: RaBe, Bern

Nächstes Spardiktat für Griechenland

Das griechische Parlament hat kürzlich wieder ein neues Reformpaket verabschiedet, um im Gegenzug weitere Finanzmittel zu erhalten. Insgesamt wird in hiesigen Medien mittlerweile eher wenig über Griechenland und die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf die Bevölkerung gesprochen. Um das etwas zu ändern hat Radio Dreyeckland mit der Korrespondentin Carolin Philipp aus Athen, über die Wirkung der Austeritätspolitik und die allgemeine Desillusionierung gesprochen.
Radio: RDL, Freiburg

Heißester Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Karsten Smid von Greenpeace über den heißesten Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und mangelnde Investitionen in die Verlangsamung des Klimawandels wie beispielsweise den Kohleausstieg.
Radio: LoraMuc, München

Zuletzt geändert am 19.06.18, 12:15 Uhr

Gesendet am Mo 04. Jun 2018 / 18 Uhr

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