Diese Sendung macht Pause

Alltagsgeschichte(n) erzählen

Elfriede Wolschlager erzählt Geschichten aus dem Alltag und spricht mit unterschiedlichsten Menschen über ihr Leben und vor allem darüber, was sie in der Vergangenheit erlebt haben.

Die „offizielle Geschichte“ wird von politischen Ereignissen geschrieben – oftmals von Führungspersönlichkeiten und ihrem Umfeld durchgesetzt und entschieden. Das verändert die Welt, und „das Volk“ erhält dann gute oder schlechte Lebensverhältnisse, Armut oder Wohlstand, Krieg oder Frieden. Wir leben in einer Demokratie, das Wahlrecht steht uns zu, wir können uns engagieren und frei reden. War es aber immer so, und ist es überall so auf der Welt? Wie erleben Menschen wie du und ich gesellschaftliche Entwicklungen? Davon zu erzählen lässt „Geschichte von unten“ entstehen: Alltagsgeschichte. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bestimmter Ereignisse, an die sie sich erinnern und Fakten ihrer Erlebnisse präzise schildern, leisten einen wertvollen Beitrag zum Verständnis für die Nachwelt. Geschichte wird so mit Leben erfüllt.Was wollen wir erzählen? Von politischen Ereignissen, von Schulzeit, Kinderarbeit, der früheren und heutigen Berufswelt, von Bräuchen, vom Feste feiern, vom Bereisen fremder Länder… viele Themen bieten sich an.

 

Video: Elfriede Wolschlager stellt ihre Sendung vor.

Verantwortliche/r: Elfriede Wolschlager
Kontakt: elfriede.wolschlager@liwest.at
Sprachen: Deutsch

RedakteurInnen

Elfriede Wolschlager

Vergangene Sendungen

Hans Pilz – Extrembergsteiger erinnert sich

Menschen, die viel unternehmen, die jenseits der Heimat fremde Orte aufsuchen und herausfordernde Tätigkeiten meistern, für diese öffnet der Horizont seine Grenzen. Hans Pilz, gebürtiger Mühlviertler, gelernter Bäcker, ehemaliger Extrembergsteiger, Buchautor und Vortragender, erzählt in dieser Sendung aus seinem Leben.

Wie Laus und Floh und andere Schädlinge früher bekämpft wurden

Wir Menschen sind nicht allein auf der Welt, denn wir sind umgeben (auch) von (ungeliebten) tierischen Mitbewohnern, Spinnen, Fliegen, Motten, Läuse, Ameisen, Käfer und größere Tiere wie Mäuse und Ratten sind für uns unangenehme Mitgeschöpfe, die wir gerne als Schädlinge oder Ungeziefer bezeichnen, vor denen wir uns schützen wollen. Wie in früheren Zeiten mit Schädlingen umgegangen wurde, davon soll in der Radiosendung der Reihe „Alltagsgeschichte(n) erzählen“ am 21. Juni, 17:30 bis 18:00 Uhr und am 22. 6. 2017, von 8:00 bis 8:30 Uhr die Rede sein. © Foto: E. Wolschlager

Trost und Rat auf Wallfahrt finden

Der Mai ist eine ideale Zeit, um Wallfahrten zu gehen oder zu fahren. Das Bedürfnis, Wallfahrten oder Pilgern zu gehen, reicht weit zurück. Vielerorts und auch in unserem Land sind Wallfahrtsorte entstanden, an denen Menschen Trost, Heilung und Hilfe erbaten und erbitten. Ist Pilgern in unserer aufgeklärten und säkularisierten Zeit noch immer aktuell? Gerade in einer schnelllebigen Zeit suchen Menschen Wege der Entschleunigung, Stille und Orte der Kraft. Von der historischen Entwicklung des Wallfahrtswesens und von persönlichen Erfahrungen wird erzählt. © Foto: E. Wolschlager

Die Tragödie von Obereisendorf

Blog: Unter diesem Titel wurde ein dramatisches Ereignis im Unteren Mühlviertel in jahrelanger Recherchearbeit durch Heimatforscher Karl Haider und Franz Leitner von Strudengau-TV dokumentiert: Absturz eines Transportflugzeuges der deutschen Wehrmacht am 5. April 1944. Alle 13 Fluginsassen kamen ums Leben. Haus und Stall „Wiederhofer“ sind abgebrannt. Berichtet wird über die Präsentation von Buch und DVD. Daraus konnten auch Tonaufnahmen mit Zeitzeugen dankenswerter Weise übernommen werden.

Räume sauber – fix und fertig!

Viele Menschen fühlen sich wohl in sauber geputzten Räumen. Wird die Putzarbeit aber auch gesehen? Ob in Familien oder bei berufsmäßig ausgeübter Reinigungsarbeit wird über diese oft nur gesprochen, wenn nicht geputzt wurde. Wie ging und geht es Reinigungskräften (viele davon sind Frauen), wenn sie Schwerarbeit leisten, für die sie kaum Anerkennung erfahren? Die Putzfrau ist oft fix und fertig von der Arbeit, aber das Lob bleibt trotzdem aus? Daher zum Internationalen Frauentag: „Putzfrauen vor den Vorhang!“ Durch euch ist die Welt schöner! Foto: E. Wolschlager

Schatzkiste Kinderreime

Schon ganz kleine Kinder sind zugänglich für Lieder und Sprüche. Es ist der Rhythmus, von dem sie sich mitreißen lassen, besonders, wenn ein Reim oder Lied mit Klatschen, Wippen, Laufen oder Hüpfen kombiniert wird. Erwachsene können so dazu beitragen, dass Kinder lustvoll und spielerisch die Sprache erlernen. Bei einer Seminarwoche für Frauen und Männer (ihr Alter war 55 und 80 Jahre) zeigte sich im Sammeln von Sprüchen, dass früh erlernte Reime wesentlich zum Spracherwerb beigetragen hatten. Das spontan gute Erinnern war Zeichen dafür. In der Auswahl von Reimen aus der Kinder- und Jugendzeit wird ein Stück Alltagsgeschichte abgebildet.

Was ein Sägemüller1991 aus seinem Leben erzählte

Es ging im Gespräch um die damalige Schulzeit, den Ersten Weltkrieg und die Kriegsfolgen, die Arbeitsbedingungen der Holzknechte, der Müller und auch, wie Feste gefeiert wurden. Wer von der großen Armut und der damaligen Versorgung von alten und kranken Menschen hört, wird den Wert des heutigen Wohlfahrtsstaates schätzen.

Gute Lehrer – Geschenke fürs Leben

Hat das etwas mit dem Schulsystem zu tun? Eltern wirken oft geradezu unglücklich, wenn sie vom österreichischen Pisa-Test-Ergebnis hören und selbst zwischen Beruf und Familie hin und her hetzen. Lehrer klagen über sehr viel Lehrstoff, zu ihnen delegierte Integrationsarbeit, und dass es zunehmend schwieriger wird, manche Kinder für das Lernen zu motivieren. Gehen die Kinder gern in die Schule? Wäre die verschränkte Ganztagsschule eine Erleichterung für alle Beteiligten? Was bleibt in guter Erinnerung von den Anstrengungen der Lehrkräfte? In der Sendung erzählen Leute, was ihnen aus den 50er und 60er-Jahren von Lehrern gut in Erinnerung geblieben ist, denn sie sind oft ein Geschenk für das Kinderglück.

Aktiv gegen Menschenhandel – Aktiv für Menschenwürde in OÖ

Um Menschenhandel und Prostitution ging es in einer 2,5-stündigen Veranstaltung am 17. Oktober 2016 im Kulturquartier Ursulinenhof Linz. Sr. Maria Schlackl von den Salvatorianerinnen in Kooperation mit der Opferschutzinitiative SOLWODI, hatten dazu geladen. In den Statements von Sr. Adina Balan aus Rumänien und der deutschen EU-Abg. Maria Noichl ging es – ebenso wie in Begrüßungsreden von Verantwortungsträgern aus Politik und Kirche – um Fakten des „Geschäftszweigs“ Menschenhandel und Prostitution sowie um deren Ursachen und Auswirkungen auf betroffene Menschen, vor allem Frauen. Wie kann es gelingen, den Menschenhandel zu stoppen? Ausschnitte aus der Veranstaltung hören Sie Mi, 16.11.2016, 17:30 bis 18:00 Uhr; WH Do, 17.11.2016, 8:00 bis 8:30 Uhr

Hoffen auf Bleiberecht

Jussef und Osama aus Syrien leben als Asylwerber in einem „Container-Dorf“. Sie sind Österreich dankbar für die Hilfe. Gerne möchten sie sich in unserem Land integrieren. Deutsch zu lernen ist für sie selbstverständlich – sie sind dabei erfolgreich. Seit über einem Jahr warten und hoffen sie auf das Bleiberecht. Was die beiden über das Verlassen der Heimat erzählen, spiegelt wider, was politische Machtinteressen, die im Krieg münden, anrichten und was dies für die betroffenen Menschen bedeutet. (C) Foto: E. Wolschlager

Radpilgern nach Santiago de Compostela

In unserer schnelllebigen Zeit suchen viele Menschen Ruhe und Einkehr im Pilgern. Luise Eibel ist mit dem Rad von Ottensheim nach Santiago de Compostela gefahren. Sie erzählt von der Vorbereitung, ihren Reiseerfahrungen und vom Alltag beim Radpilgern. Ein einschneidendes Erlebnis: „Es gibt ein Leben vor und ein Leben nach dem Jakobsweg …“ Mi, 21. Sept. 2016, 17:30 bis 18:00 Uhr, Wiederholung am Do, 22.Sept., 08:00 bis 8:30 Uhr © Foto: E. Wolschlager

Wir Europäerinnen für eine gute Zukunft

1994, also vor 22 Jahren, fand eine Volksabstimmung über den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union statt. 66,6 % befürworteten den geplanten EU-Beitritt. Waren Sie damals abstimmungsberechtigt? Haben Sie mit ja oder nein gestimmt? In einer Frauengruppe (aus Graz, Linz und Tulln) tauschten wir uns über die politische Lage aus und sammelten Ideen für eine gute Zukunft für unser aller Alltagsleben. Mag.a Dagmar Bojdunyk-Rack, Linde Glockner und Ingrid Piringer erzählen und beziehen Stellung. © Foto: E. Wolschlager