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Alltagsgeschichte(n) erzählen

Elfriede Wolschlager erzählt Geschichten aus dem Alltag und spricht mit unterschiedlichsten Menschen über ihr Leben und vor allem darüber, was sie in der Vergangenheit erlebt haben.

Die „offizielle Geschichte“ wird von politischen Ereignissen geschrieben – oftmals von Führungspersönlichkeiten und ihrem Umfeld durchgesetzt und entschieden. Das verändert die Welt, und „das Volk“ erhält dann gute oder schlechte Lebensverhältnisse, Armut oder Wohlstand, Krieg oder Frieden. Wir leben in einer Demokratie, das Wahlrecht steht uns zu, wir können uns engagieren und frei reden. War es aber immer so, und ist es überall so auf der Welt? Wie erleben Menschen wie du und ich gesellschaftliche Entwicklungen? Davon zu erzählen lässt „Geschichte von unten“ entstehen: Alltagsgeschichte. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bestimmter Ereignisse, an die sie sich erinnern und Fakten ihrer Erlebnisse präzise schildern, leisten einen wertvollen Beitrag zum Verständnis für die Nachwelt. Geschichte wird so mit Leben erfüllt.Was wollen wir erzählen? Von politischen Ereignissen, von Schulzeit, Kinderarbeit, der früheren und heutigen Berufswelt, von Bräuchen, vom Feste feiern, vom Bereisen fremder Länder… viele Themen bieten sich an.

 

Video: Elfriede Wolschlager stellt ihre Sendung vor.

Verantwortliche/r: Elfriede Wolschlager
Kontakt: elfriede.wolschlager@liwest.at
Sprachen: Deutsch

RedakteurInnen

Elfriede Wolschlager

Vergangene Sendungen

Sagen und Geschichten

Weit zurück liegende Alltagsgeschichten, die von Generation zu Generation weiter erzählt werden, entwickeln sich oft zu Sagen und Märchen. So wurden früher unerklärbare Ereignisse oder Phänomene oft in das Jenseitige, ja in das Geisterreich verschoben. Teufel und Hexen wurden manchmal dort vermutet, wo etwa tüchtige Menschen um ihren Erfolg beneidet wurden. Foto: Elfriede Wolschlager ©

Volles Leben erfahren im Sénégal

In eine Welt außerhalb unseres Heimatlandes ist Maria Ackwonu-Hirnschall eingetaucht und hat ein halbes Jahr im Sénégal verbracht. Über Voluntaris hat sie in einem Projekt mitgeholfen, Straßenkinder zu versorgen. So hat sie Einblick in das Land und die Lebensweise der Menschen dort bekommen und erzählt davon. Wiederholung der Sendung: Donnerstag, 19. Mai, 7:30 Uhr

Prägende Erlebnisse

Wir sind verbunden mit der Geschichte der Zeit und werden geprägt durch die Ereignisse, die in der Welt vor sich gehen oder vor sich gegangen sind. Was wir uns nicht aussuchen können, sind Ort und Zeit unserer Geburt. Wir werden in ein Land, eine Gegend und eine bestimmte Generation hinein geboren. Foto: © Elfriede Wolschlager

Aufsteh’n Alleinerziehende!

Familie ist Familie ist Familie. Über die Gründung einer Vertretung der Ein-Eltern-Familien 1987. Pionierinnen der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende blicken auf die Anfänge der Alleinerziehenden-Arbeit zurück. Ein Beitrag zum Internationalen Frauentag am 2016. Foto: (c) Elfriede Wolschlager

Illegitim geboren in der sog. „guten alten Zeit“

Illegitim = laut Duden: außerhalb der Legalität, sozusagen ordnungswidrig. Kann aber das Leben überhaupt illegitim/illegal sein? Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren, heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948. Berichtet wird über eine Gebär- und Findelanstalt während der K. u. K. Monarchie, wie es einer Bauernmagd als ledige Mutter um die vorvorige Jahrhundertwende ergangen ist und wie sich das Familienrecht seit 1811 entwickelt hat. Es zeigt sich, wie stark Traditionen wirken, und dass die Gesetze immer die gesellschaftliche Denkweise spiegeln. Also: Wählen gehen ist wichtig! Foto: © E. Wolschlager

Adventgeschichten – „Fürchtet euch nicht“

Erzählungen, wie in den 1940-er und 50-er Jahren Weihnachten gefeiert wurde, bilden den damaligen bäuerlichen Alltag ab. „Fürchtet euch nicht!“ und „Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind“, sind bedeutsame Aussagen aus der Aufzeichnung von Lukas, nach der das Christgeburtsfest, das Weihnachtsfest, entstanden ist. Eine Erzählung von einer Geburt auf der Flucht macht sichtbar: „Bethlehem ist aktuell – überall“. Foto: Marienkirche in Krakau, Polen: Christi Geburt (Ausschnitt) aus dem gotischen Flügelaltar. © Elfriede Wolschlager

Geschichten aus dem Berufsleben

Berufstätigkeit ist eine wichtige Säule im menschlichen Leben. Bezahlte Arbeit, die einen freut, führt in der Regel zu einem sinnerfüllten Leben insgesamt. Manche Menschen, die im Beruf stehen, klagen aber, dass sie in immer kürzerer Zeit immer mehr leisten müssen. Wie ging es früher in der Arbeitswelt zu? Frauen erzählen aus ihrer Berufsgeschichte bei der Post, im Kindergarten, in der Landwirtschaft und als Lehrerin vor dem Schulbeginn. (c) Foto: Elfriede Wolschlager

Weißt du noch? Geteilte Stadt – Linz 1945 – 1955

Bericht über die Podiumsdiskussion anlässlich der Ausstellung Geteilte Stadt. Linz 1945 – 1955. Nordico Leiterin Andrea Bina und Kuratorin Klaudia Kreslehner sprechen mit bekannten Linzer ZeitzeugInnen über deren Erinnerungen: Beatrix Eypeltauer, Helmuth Gsöllpointner, Fritz Rath und Franz Rohrhofer. Gestaltung der Sendung: Elfriede Wolschlager, Musik: Tristan Schulze Foto: © Norbert Artner

Fluchtgeschichten

Zeitzeuginnen erzählen, wie sie selbst geflüchtet sind - und andere wiederum, wie sie Flüchtlinge erlebt haben. Auch wenn manche Beschreibungen weit zurück liegen, gibt es viele Ähnlichkeiten zu den aktuellen Fluchtbewegungen. Immer geht es um den Verlust der Heimat, um lange und unsichere Wege - letztlich um das Überleben - und dann um den völligen Neubeginn in einer "neuen Heimat". Mit Flüchtlingen umzugehen braucht Überwindung der Angst vor den/dem Fremden, Bereitschaft zum Teilen und insgesamt ein weites Herz, um sich auf unbekannte Menschen und ihre Existenzbedürfnisse einzulassen.