Mo 04. Sep 2017

Freie Medien werden wählerisch!

Martin Wassermair

Ökonomische Ungleichheit“, erklärt der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch, „bedeutet auch politische Ungleichheit, weil man ökonomische Macht braucht, um Politik zu kaufen, und politische Macht, um ökonomische Vorteile zu erlangen. Das ist eine Spirale.“ Woraus sollen wir also noch Vertrauen schöpfen, um an der gesellschaftlichen Debatte um die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft zu partizipieren? Führt uns nicht der aktuelle Nationalratswahlkampf in Österreich die Aussichtslosigkeit einmal mehr deutlich vor Augen?

Zwischen Macht und Ohnmacht politische Geltung zu finden, rückt immer stärker in den Blickpunkt zivilgesellschaftlicher Projekte, Organisationen und Institutionen – und wird auch zunehmend zu einem leitenden Motiv der Freien Medien. Aus gutem Grunde: Kriege, Klimawandel, Umweltzerstörung, Rassismus und ein profitgieriger Raubzug gegen Demokratie und soziale Wohlfahrtssysteme dürfen nicht einfach nur zur Kenntnis genommen werden. Es ist bereits höchste Zeit zu handeln. Von 1. bis 15. Oktober gehen daher 14 Freie Radios und drei Community-TV-Stationen gemeinsam auf Sendung, um in der politischen Auseinandersetzung Flagge zu zeigen und sich einzumengen: kritisch, informativ und crossmedial! Radio FRO ist Teil des österreichweiten Netzwerks. Also Empfangsgeräte einschalten – und sich als wählerisch erweisen!

#Stimmlagen – das Wahl-Programm der Freien Medien

www.stimmlagen.at

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