Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Deutsch)
Digitale Resilienz und KI im Journalismus
Künstliche Intelligenz ist längst im journalistischen Alltag angekommen: bei der Transkription von Interviews, bei der Recherche, beim Formulieren, Übersetzen, Zusammenfassen. Aber wie kann eine Redaktion KI sinnvoll einsetzen, ohne journalistische Verantwortung abzugeben? Welche Regeln braucht es, damit KI nicht einfach Arbeit ersetzt, sondern Qualität und Kontrolle stärkt? Und wie bleibt Journalismus glaubwürdig, wenn immer mehr Inhalte von Maschinen erzeugt oder zumindest mitgestaltet werden?
Um diese Fragen ging es im Juni bei Radio FRO in einem zweitägigen Workshop zur Erarbeitung von KI-Guidelines. Zu Gast war Stephan Weichert. Er ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Autor und Vorstand des VOCER Instituts für Digitale Resilienz. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit digitalem Journalismus, Medieninnovation und den Auswirkungen digitaler Technologien auf Öffentlichkeit und Demokratie. Aktuell arbeitet er intensiv zum Thema KI-Resilienz im Journalismus – also zur Frage, wie Redaktionen im KI-Zeitalter handlungsfähig, glaubwürdig und verantwortungsvoll bleiben können.
Für diese halbstündige Ausgabe von „Kompetent und Kritisch“ hat mein Kollege David Winkler-Ebner, Ausbildungsleiter bei Radio FRO, mit Stephan Weichert gesprochen: über KI im Journalismus, um Haltung, Verantwortung und Vertrauen.
Moderation: Michael Diesenreither
Die musikalischen Beiträge stammen aus dem Album „OK Computer“ von Radiohead aus dem Jahr 1997:
- Paranoid Android
- Karma Police
Der Podcast „Kompetent & Kritisch“ von Radio FRO und dem Forum Medienbildung beleuchtet zentrale Fragen der Medienkompetenz in Österreich: Welche Fähigkeiten brauchen Menschen, um sich im digitalen Informationsraum sicher, selbstbestimmt und kritisch zu bewegen – und wie können diese Kompetenzen wirksam vermittelt werden?
Kofinanziert von der Europäischen Union | ProEuropeanValuesAT.
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Radiabled: Studio Enns & Radiabled: Urlaub für alle! „Geht nicht, gibt’s...
„Geht nicht, gibt’s nicht“ – Inklusion auf Reisen und in der Gemeinschaft
Heute Abend um 19:00 Uhr live auf Sendung!
Die Philosophie: Geht nicht, gibt’s nicht!
In unserer heutigen Gesellschaft wird viel über Inklusion gesprochen, aber wir wollen sie leben. Wir sind der festen Überzeugung, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Ob es das Wandern in den Alpen mit einem speziellen Rollstuhl ist, das Tauchen im Meer mit professioneller Begleitung oder der Städtetrip, der dank barrierefreier Infrastruktur zum Genuss wird – das Motto lautet: „Man muss nur wissen wie.“
Es geht nicht nur darum, Hindernisse physisch zu überwinden. Es geht vor allem um die Gemeinschaft. Wir sprechen heute über Aktivitäten, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam erleben. Denn Inklusion bedeutet nicht, dass es ein „Spezialprogramm“ für eine Gruppe gibt, sondern dass wir den Weg gemeinsam gehen. Eine echte Gemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass jeder seine Stärken einbringt und man sich gegenseitig unterstützt, wo es nötig ist.
Vielfalt erleben: Aktivitäten ohne Grenzen
In der heutigen Sendung beleuchten wir die gesamte Palette der Möglichkeiten. Wir schauen uns an, wie moderne Technik und kreative Organisation den Weg ebnen. Wir sprechen über:
- Barrierefreies Reisen: Von der Buchung bis zur Ankunft. Worauf muss man achten? Welche Plattformen helfen bei der Suche nach rollstuhlgerechten Unterkünften?
- Sport und Action: Ob Handbike-Touren, inklusives Segeln oder Para-Skiing – Sport verbindet und kennt keine Behinderung, nur unterschiedliche Herangehensweisen.
- Kultur und Natur: Wie Nationalparks und Museen weltweit daran arbeiten, für alle Sinne erlebbar zu sein.
- Die Kraft der Gemeinschaft: Warum inklusive Reisegruppen oft die intensivsten und glücklichsten Erlebnisse teilen.
Wir blicken dabei auch zurück auf unsere Beiträge zur Integra 2026. Dort wird deutlich, dass Innovationen in der Hilfsmitteltechnik direkt dazu beitragen, dass „Urlaub für alle“ keine Utopie mehr ist, sondern gelebte Realität. Wer die letzten Sendungen verpasst hat, kann sich unter den untenstehenden Links noch einmal ein Bild davon machen, wie wichtig die Vernetzung in diesem Bereich ist.
Wissen ist der Schlüssel
Oft scheitern Pläne nicht am Willen, sondern an der fehlenden Information. „Wie komme ich in den Zug?“, „Gibt es vor Ort eine barrierefreie Toilette?“, „Kann ich meine Assistenz mitnehmen?“ – all diese Fragen klären wir. Wir wollen Mut machen, Neues auszuprobieren. Denn wenn man weiß, wie man es angeht, schrumpfen die Barrieren im Kopf und auf dem Weg.
Studio Enns versteht sich hierbei als Brücke. Wir liefern die Informationen, die Geschichten und die Inspiration. In Zusammenarbeit mit Radio FRO und dem Format Radiabled geben wir der Inklusion eine Stimme, die man nicht überhören kann.
Einschalten und Mitmachen
Seien Sie heute Abend dabei, wenn wir ab 19 Uhr die Radiowellen füllen. Wir laden Sie ein, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Hören Sie rein, informieren Sie sich und lassen Sie sich anstecken von der Abenteuerlust, die keinen Unterschied zwischen „mit“ oder „ohne“ Beeinträchtigung macht.
Hier sind alle wichtigen Anlaufstellen für Sie zusammengefasst:
Homepage: studioenns.eu
Internetradio hören: studioenns.eu/live oder streamzentrale
Archiv & Blog: Infopage oder Archiv
Partner & Radio FRO:
Radio FRO Webseite: www.fro.at
Livestream: fro.at/livestream
Radiabled Projekt: fro.at/radiabled
Rückblick auf vergangene Themen:
Integra 2026: Beiträge zur Messe
Nachhören auf CBA: Sendung 776876 & Sendung 775470
Wir freuen uns auf eine spannende Sendung, tolle Musik und inspirierende Gedanken zum Thema Urlaub, Gemeinschaft und das Überwinden von Grenzen. Denn eines ist sicher: Gemeinsam geht alles!
Highlights aus dem Archiv: Wasser ohne Barrieren & unsere Radio-Stars
Erinnerungen an großartige Momente und ein Ausblick auf die heutige Verstärkung!
Schwimmen: Vom Kurs zum HochleistungssportZwei unserer absoluten Lieblingssendungen zeigen, dass das nasse Element für jeden zugänglich ist:
- Schwimmkurse für alle: In der Sendung CBA 758303 zeigen wir, wie Menschen mit Behinderung die Freude am Wasser entdecken und Barrieren im Kopf (und im Becken) abbauen.
- Hochleistung im Wasser: Dass Inklusion auch im Profisport funktioniert, hört ihr in CBA 760508. Hier geht es um Disziplin, Training und die beeindruckenden Erfolge im Hochleistungsschwimmsport.
Unsere Stimmen: Live & MobilWas wäre Studio Enns ohne unsere Power-Frauen? Heute Abend wird es besonders spannend:
Radiosupermaus ist heute mit dabei! Ob sie es direkt ins Studio schafft oder – ganz flexibel und modern – per Handy live zugeschaltet wird: Ihre Expertise und gute Laune sind garantiert. Sie ist ein fester Bestandteil unserer Radio-Familie.
Auch silkimilki hat die Sendungen über Jahre geprägt. Ihre Beiträge sind legendär und immer einen Klick wert!
Die großen Archive – Alle Sendungen auf einen Klick:
integra 2026
ROSA – Safe Space für Frauen auf der Flucht
Im heutigen FROzine sprechen wir mit Jana und Diyana über ROSA einen Verein, der in Griechenland sichere Räume für Frauen* auf der Flucht schafft. Sie erzählen von ihren Erfahrungen vor Ort, den Herausforderungen, denen geflüchtete Frauen begegnen, und warum Schutzräume wichtiger denn je sind.
Was macht ROSA?
ROSA ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, Safer Spaces für Frauen* auf der Flucht zu schaffen und humanitäre Hilfe geschlechtersensibel zu gestalten.
Mit einem ausgebauten Truck fahren ehrenamtliche Helfer*innen täglich vier Geflüchtetencamps in Südgriechenland an. Rund um den Truck entsteht ein geschützter Raum ausschließlich für Frauen. Dort bietet ROSA unter anderem ein mobiles medizinisches Beratungszimmer, kostenlose Menstruationsprodukte, Workshops sowie Kinderbetreuung an. Das zentrale Anliegen ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Frauen* Sicherheit, Privatsphäre und Unterstützung finden können.
Frauen, Kinder und queere Menschen sind auf der Flucht häufig besonderen Risiken und Formen von Gewalt ausgesetzt. ROSA begegnet diesen Herausforderungen mit konkreten Unterstützungsangeboten und schafft Räume, in denen Betroffene sich austauschen und Hilfe in Anspruch nehmen können.
ROSA in Österreich
Die Lokalgruppe ROSA Wien wurde im Oktober vergangenen Jahres gegründet. Seitdem engagiert sie sich auf verschiedenen Ebenen. Einerseits macht sie auf die prekären und menschenunwürdigen Bedingungen in Geflüchtetencamps an den europäischen Außengrenzen aufmerksam. Andererseits leistet sie politische Bildungsarbeit, um die besonderen Herausforderungen und Gefährdungen sichtbar zu machen, denen Frauen, Kinder und queere Menschen auf der Flucht begegnen.
Neben der Bildungsarbeit unterstützt ROSA auch Geflüchtete in Österreich. Sie besuchen einmal im Monat die Caritas-Unterkunft in Wien für geflüchtete und wohnungslose Menschen, um dort SaferSpaces für Frauen* zu schaffen. Außerdem besuchen sie monatlich die Erstaufnahmestelle Traiskirchen, ebenfalls um Räume zu schaffen, bei denen Frauen unter sich sein können.
Durch Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit setzt sich ROSA Wien dafür ein, das Bewusstsein für diese Themen zu stärken und die Bedeutung sicherer Räume für besonders vulnerable Gruppen hervorzuheben.
Früher Frosch Hitzewelle
Hitzewelle in Linz. Was tun ?
In dieser Ausgabe des frühen Frosch reden Anna und Sofia über die Hitzewelle in Linz, geben Ausblick auf die kommenden Tage in Form eines FROsch Wetterberichts, sprechen über Hitze am Arbeitsplatz, teilen ihre Hitzetipps und diskutieren die Frage aller Fragen: Freibad Pommes mit oder ohne Mayo?
#Stimmlagen: Checkst du?
Der Hintergrund des Projekts
Das Projekt „Checkst du?“ wird vom Institut für Konfliktforschung durchgeführt. Ziel ist es, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen mit denen Jugendliche in Österreich konfrontiert sind, aufzugreifen und zu bearbeiten.
Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass das Vertrauen vieler Jugendlicher in die Institutionen der repräsentativen Demokratie abnimmt. Gleichzeitig zeigt sich eine steigende Zustimmung zu extremistischen und menschenfeindlichen Ideologien, darunter Misogynie, Antifeminismus und Rassismus.
In den letzten Jahren haben sich Radikalisierungsprozesse und -wege unter anderem durch soziale Medien stark verändert. Im Rahmen der Workshopreihe setzen sich die Jugendlichen daher selbst kritisch mit der Darstellung von Krisen und Krisennarrativen in medialen Diskursen auseinander. Sie lernen, Informationen zu hinterfragen, manipulative Inhalte zu erkennen und zu reflektieren. Um damit Medienkompetenzen und das demokratische Bewusstsein zu stärken.
Mediengestaltung der Jugendlichen
Neben der Auseinandersetzung mit den Krisennarrativen war auch Teil des Projekts, dass die Jugendlichen selbst unterschiedliche Medienformate zu Krisenthemen produzieren sollten. Hierunter fallen insbesondere Podcasts und TikTok-Videos.
Die Jugendlichen identifizierten eigenständig Krisen, wie Gewalt gegen Frauen, Kriege, Hunger, Armut und Teuerung, um sich anschließend selbständig auf unterschiedlichen Medienplattformen zu informieren, um dann ein Video zu dem Thema zu erstellen. Außerdem wurden sie von Radio FRO als Expert*innen interviewt.
Als Beispiel sehen Sie hier eines der Videos zum Thema Teuerung:
@checkstdukrise „Wie viel kostet das?…Egal. Komm wir gehen, ist zu teuer hier.“ Wenn sich Leute das Essen nicht mehr leisten können, läuft etwas falsch. Was denkt ihr? #teuerung #essen
♬ Originalton – checkstdukrise – Checkst du?
Monolog-Festival Landestheater Linz

Ein musikalischer Nachruf an Edith Paule
Am 19. Juni 2026 gab der Verein Jaapo, die zutiefst traurige Nachricht bekannt,
dass Edith Paule, eine Companera, Komplizin, Gesinnungsfreundin von uns gegangen ist.
Meine erste Begegnung mit Edith ist im Jahr 2012 angesiedelt. In diesem Jahr 2012 wurde in Linz für den Internationalen Frauentag – 8. März ein neues Format entwickelt, nämlich Feminismus und Krawall – ein transkultureller, frauenpolitischer Zusammenschluss von Fraueninitiativen und Einzelkämpferinnen.
Edith Paule gehörte zu den Aktivistinnen und Mitgestalterinnen der ersten Stunde ! Mit ihren aussagekräftigen, intensiven, zutiefst politischen Performances und ihrer Stimmkraft hat sie über viele Jahre einen wesentlichen Beitrag zu dieser Allianz und auch zu der kollektiven Verbundenheit beigetragen.
Mit einem musikalischen Nachruf und akustischen Einspielungen aus dieser Feminismus und Krawall Aktivismus Zeit von Edith, möchten wir Abschied nehmen von dir Edith und uns den Abschiedsworten des Jaapo Vorstandes und seinen Mitstreiterinnen anschließen:
„… Wir werden sie vermissen. Wir werden sie ehren. Und wir werden die Werte, für die sie eingestanden ist, weitertragen. In Dankbarkeit und Verbundenheit.“
Sendungsverantwortung: Helga Schager
Fotocredit: Feminismus & Krawall (2016), Fotograf: Jürgen Grünwald
damals
Die ländliche, bäuerliche Kultur von damals ist heute für viele Menschen, auch im ländlichen Raum, eine fremde Welt. Eine alte Bäuerin erzählt von den Bauernbräuchen, erinnert sich an den Alltag im Nationalsozialismus, an den zweiten Weltkrieg und an die Zeit vor dem Krieg.
Gerahmt werden ihre Erinnerungen mit der Musik der Gruppe Broadlahn.
The Bleeding Edge mit Erin Harrington und Erinnerung an Edith Paule
aufgequirlt
Im Rahmen des Final Girls Berlin Brain Binge fanden vom 20. bis 21. Juni 2026 zahlreiche Talks zum Thema Horror statt. Einer davon war „The Bleeding Edge: Menstruation, Menses and Female-Led Horror“ von Dr. Erin Harrington, aus dem wir Ausschnitte senden (der Talk ist auf Englisch).
Harrington ist Senior Lecturer an der School of Humanities der University of Canterbury, Te Whare Wānanga o Waitaha, in Ōtautahi Christchurch, Aotearoa Neuseeland. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Gender, Verkörperung und Horror-Medien. Sie ist Autorin des Buches Women, Monstrosity and Horror Film: Gynaehorror.
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In dieser Sendung erinnern wir an Edith Paule, ehemaliges Vorstandsmitglied von FIFTITU% und zuletzt aktiv bei JAAPO.
Musik (c): Giselle DaMier (The Love Witch Soundtrack), Charlotte Dipanda und Nina Simone
Foto: Filmstill @Final Girls Berlin Brain Binge Zoom-Talk
Kunstuni Rundgang 2026
Bei einer Führung durch den Standort der Kunstuni Linz in der Domgasse 1 hat Rektorin Brigitte Hütter den Rundgang vorgestellt. Diesmal früher im Juni, damit der Stress mit Auf- und Abbau der Arbeiten nicht ganz so groß ausfällt. Hütter spricht in ihrer Rede auch die geplanten Sparmaßnahmen im Hochschulbereich an. Man wolle zwar mit der Regierung arbeiten, aber ohne genügend Budget lasse sich keine Hochschule führen. Frank Luis, Leiter der Abteilung Plastische Konzeption und Keramik, hat durch das Haus geführt. Er meint, dass das Besondere am Rundgang sei, dass man so gut sehen könne, woran die Studierenden arbeiten. In Geisteswissenschaften sei es schwieriger, Ergebnisse greifbar zu machen.
Viele Abteilungen haben den Studierenden selbst die Kuration der Austellungen überlassen. Dadurch sind auch einige multidisziplinäre Orte entstanden. In der Plastischen Konzeption wurden zum Beispiel Flächen mit Performances wie Lesungen bespielt, in der Bildhauerei wurde ein Film gedreht und in der klassischen Malerei wurde mit Siebdruck Datenschutzerklärungen künstlerisch verarbeitet.
Die neueste Studienrichtung der Kunstuni, Plastik und Environment, hat sich in den Abschlussarbeiten mit den Abholzungen im Bergschlösslpark und der Donau beschäftigt. Holz und Wasser sind jeweils Teil von Skulpturen.
Hier können Sie Fotos der Ausstellungen sehen: www.kunstuni-linz.at/universitaet/organisation/zentrale-verwaltung/kommunikation-pr/veranstaltungsrueckblick/rueckblick-rundgang-2026
Sendungsgestaltung: Aylin Yilmaz
Talente nützen in jedem Alter !
Radio FRO Kollege Dipl. Ing. Herbert Weissengruber aus Rottenegg im Mühlviertel macht es vor. Der 68-Jährige Informatiker geht mit offenem Herzen durchs Leben und macht was ihm Spass macht.
Der Zufall hilft ihm dabei seine Talente in vielerlei sinnstiftende Tätigkeiten umzusetzen. Seine sonore Stimme ist seit knapp 2 Jahren in der Musiksendung Herberts Lieder und Geschichten zu hören. Seit kurzem auch in Menschenrechte – Der AlltagsPodcast mit Experten von SOS Menschenrechte. Dort gibt er den launigen Fragesteller und sitzt an der Technik.
Die Recherche im Internet ist sein Hobby und keine Arbeit , da findet er viel Interessantes und Kurioses rund um Sänger und Manager der Interpreten seiner Musikstücke. Die Ergebnisse seiner Recherchen präsentiert er humorvoll und kurzweilig in seiner Sendung.
Sein Stimmtalent und seine Vortragskunst stellt er auch als Trauerredner unter Beweis und er erzählt was für ihn eine gute Trauerrede ausmacht. Zufällig ist er auch fallweise Moderator des LinzAG Chores .
Eine Herzensangelegenheit ist die Mitorganisation von TheCho- Kindertheater und Chor in Gramastetten im Mühlviertel. Viel Freude bereitet ihm zu sehen, wie Kinder von 6 – 14 Jahren mit der Zeit durch Schauspiel viel selbstsicherer in ihrer Entwicklung werden. Ein bißchen Schauspieltalent hilft ihm dabei.
Die Begleitmusik kommt aus Herberts Archivschatz:
City od Lies und Pretty Picture von R&B und Soul Sängerin Aiyana-Lee.
Beyond the Sea und Bad Romance aus Scott Bradlee`s Post Modern Jukebox
Rossini Ouverture The Barber of Seville von The King`s Singers.
Resis.danse – der Frauentanzclub
In dieser Folge vom FROzine hören Sie etwas zum Frauentanzclub „Resis.danse“. Ein Interview mit dem Urgestein Karin Erhart bringt Ihnen die Geschichte des Vereins näher.
Der Frauentanzclub „Resis.danse“ hatte in den 80er Jahren seinen Beginn. Gleichgeschlechtliches Tanzen war damals jedoch noch nicht so akzeptiert, wie das heute ist. Zur Geschichte des Vereins, den Highlights, verschiedenen sozio-politischen Gegebenheiten berichtet Karin Erhart, eine der jahrelangen Begleiterinnen und Mitbegründerin sowie Tanzlehrerin.
https://www.resisdanse.at/verein.php
Außerdem hören Sie ein Gespräch mit dem Bündnis „Leipzig steht zusammen“ über die bundesweite Proteste gegen die Kürzungen im Sozialbereich und für gerechte Arbeitsbedingungen. Am Montag gab es dazu auch eine Kundgebung in Leipzig am Naschmarkt. Vom 16.6. von Radio Blau.
Weltempfänger: Griff nach Gold
Kommunikation@WIRtschaft – Liberation Leader und der Kampf zur Klarheit –...
In diesem Gespräch stellt der Diplom-Kaufmann Stefan Götz sein Buch „The Liberation Leader“ vor und erläutert, wie eine lebensbedrohliche Krebsdiagnose seine Sicht auf moderne Unternehmensführung transformiert hat. Er argumentiert, dass Manager in einer Welt voller Komplexität und Chaos das herkömmliche Streben nach Kontrolle aufgeben müssen, da dieses lediglich eine gefährliche Illusion von Sicherheit vermittelt. Stattdessen plädiert Götz für eine radikale Akzeptanz der Gegebenheiten und eine Führung von innen, die auf persönlicher Reife und einem geschärften Bewusstsein basiert. Durch den Vergleich seiner Heilungsreise mit wirtschaftlichen Krisen zeigt er auf, wie Führungskräfte durch Innehalten und den Wechsel der Perspektive neue Handlungsspielräume gewinnen können. Das Ziel ist eine holistische Führungskultur, in der Menschen nicht durch bloße Zahlen, sondern durch Sinnstiftung und echte Wertschätzung zu Höchstleistungen motiviert werden.
Über Stefan Götz:
Stefan Götz ist ein deutscher Diplom-Kaufmann und Autor des Buches „The Liberation Leader“, der über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Leitung großer Projekte und Führungskräfteprogramme verfügt. Eine lebensbedrohliche Krebsdiagnose im Jahr 2022 prägte seinen holistischen Ansatz der „Führung von innen“, bei dem er Prinzipien der Akzeptanz und des Bewusstseins auf die Wirtschaft überträgt. Er unterstützt heute Führungskräfte dabei, in komplexen Zeiten die Illusion von Kontrolle loszulassen und durch innere Klarheit echte Wirksamkeit zu erlangen.
Stefan’s Musikwünsche:
Lou Bega – Mambo No. 5
Andreas Bourani – Auf uns
Adele – Water Under the Bridge
Amanda Cook – You Make Me Brave
Kommunikation@WIRtschaft: BECOMING und die IDG’s – im Gespräch mit...
In diesem Radiointerview diskutiere ich mit der Expertin Natascha Dockal über die zentrale Bedeutung der Inner Development Goals (IDGs) für eine gesunde Wirtschaftswelt. Die IDGs werden als notwendiges psychologisches Fundament beschrieben, um die äußeren Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) durch persönliche Weiterentwicklung und innere Haltung überhaupt erst realisierbar zu machen. Das Gespräch beleuchtet die fünf Kerndimensionen – Sein, Denken, Beziehen, Zusammenarbeiten und Handeln – und wie diese Faktoren die Unternehmenskultur nachhaltig transformieren können. Dockal betont dabei, dass echte Veränderung in Betrieben kein oberflächlicher Prozess ist, sondern eine langfristige Begleitung sowie eine gelebte psychologische Sicherheit erfordert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Authentizität und Mut, um starre Strukturen durch eine menschlichere und fehlerfreundlichere Arbeitsumgebung zu ersetzen. Letztlich plädiert der Beitrag dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg und individuelle Sinnerfüllung untrennbar miteinander verbunden sind.
Über Natascha:
Natascha Dockal ist selbstständige HR-Beraterin, systemischer Coach und Lehrbeauftragte an der FH Joanneum. Mit ihrem Hintergrund im Gesundheitsmanagement begleitet sie Unternehmen dabei, die Inner Development Goals (IDGs) in ihrer DNA zu verankern. Ihr Fokus liegt auf der Entfaltung menschlicher Potenziale durch psychologische Sicherheit und wertebasierte Führung. Ihr Credo: „Mut zur Menschlichkeit“ als Schlüssel für eine zukunftsfähige Wirtschaft.
Natascha’s Musikwünsche:
Touch The Sky (From Brave_Soundtrack)
Coldplay – Sparks
Ludovico Einaudi – Nuvole Bianche
Vernissage – TEXTE 2026
In dieser Ausgabe von Kultur und Bildung spezial hören Sie Eindrücke, Lesungen und Performances vom Eröffnungsabend des mehrtägigen Sprachfestivals TEXTE aus dem DH5.
Das Sprachfestival TEXTE lädt bereits zum dritten Mal dazu ein, Text in seinen vielfältigen Erscheinungsformen zu entdecken. Die Gruppenausstellung versammelt Künstler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die Sprache zum Ausgangspunkt ihrer Arbeiten machen.
Von 18. bis 21. Juni ist die Ausstellung TEXTE im DH5 in Linz zu sehen.
Umrahmt wird die mehrtägige Ausstellung von vielfältigem Programm mit Konzerten, Performances, Lesungen, Workshops und partizipativen Formaten.
Besonders lebendig wurde es bei der Vernissage am 18. Juni: Ab 19 Uhr verwandelte sich der Innenhof des DH5 in eine Bühne für Lesungen, Performances und Live-Musik von Djaro und die anonymen Melancholiker und der Stirnbänd. Durch den Abend führte Sofia Engler, Mitorganisatorin von TEXTE
In dieser Sendung hören Sie Eindrücke der Vernissage, sowie Ausschnitte der Lesungen und Performances von all caps (Mio Costa, Lio Diona, Luca Böhnlein), Haras Ananas, Nathan Grinzinger und Doris Leeb. Das vollständige Programm und die Ausstellungszeiten findet ihr unter www.textefestival.at.
Sendungsgestaltung: Anna Jungwirth
Heute bei UNIsounds: Ludwig van Beethoven interpretiert von Lehrenden der Anton...
Mit der heutigen Folge unserer Serie „Lehrende der Anton Bruckner Privatuniversität interpretieren Ludwig van Beethoven“ beschließen wir eine besondere musikalische Reise, die uns in den vergangenen Wochen die Vielseitigkeit und Tiefe von Beethovens Schaffen nähergebracht hat.
Zum Auftakt dieser abschließenden Sendung erklingen die 12 Kontretänze WoO 14, dargeboten vom L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg.
Im zweiten Teil wenden wir uns einem Gipfelwerk der Klavierliteratur zu: der Sonata No. 29 in B‑Dur, op. 106, der „Großen Sonate für Hammerklavier“, interpretiert von Michael Korstick.
Möge dieser Abschluss zugleich Ausklang und Anstoß sein, Beethoven weiterhin neugierig, offen und immer wieder neu zu entdecken.
Gute Unterhaltung!
TMC Episode IV
Transmission
Radioshow / Clubnight
Come to the Darkside, we have good Music
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TMC – Intro
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Heiko und Maiko – Sonnenschein (Sonnenaufgang Mix)
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Heiko und Maiko – Glücklich (Original Mix)
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Paul Kalkbrenner feat Norma Jean Martin – Time to Dance (Official Video)
Trance & Progressiv
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PvD & Paul Thomas & Ekko – Shed your Light
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Super8 & Tab – Elektra (Bart Claessen & Dave Schiemann Remix)
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Ciaren McAuley & Paul Van Dyk – Someone Like You
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Robert Nickson – Delyo´s Voyage
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Paul van Dyk & Sue McLaren – Love is Enough
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Bart Claessen – First Light (Original Mix)
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Leon Boiler – Trouble (Extended Mix)
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Mark Sherry – Total Eclipse
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Alessandra Roncone – Acids & Melody
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John O´Callaghan & Paul Skelton & Sue McLaren – Power of Now (Extended Mix)
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Sneider – Bring the Noise back
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Alessandra Roncone – From the Rain to Smile (Extended Mix)
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Ronski Speed – The Space we are (Original Mix)
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Sun Decade – I´m Alone (Stoneface & Terminal Remix)
Goa and Drum & Bass
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Liquid Soul & Zyrus 7 – The Future (Liquid Soul Mix)
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Dan Dakota – We Let Em Go (Ekko & Sidetrack Remix)
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Maduk feat Diamond Eyes – Colours
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Koven – Love wins again
Techno
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Tube Tech – Riders on the Storm
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Tube Tech – The End
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Sam Paganini – Black Leather
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Vanguard – Feieralarm (Speedy J Mix)
Harder SOUNDs
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Showtek & JUNO! – Fake
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Primeshock & Geck-o – It´s What we are Reloaded
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Spearbreak – Gettin Hyphy
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Mikey P & Gee – Life On Mars
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Maxtreme – We are Back
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Angerfist – No Time to Lose
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Dr. Peacock & The Speed Freak – Trip to Okinawa
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Korsakoff – 4 Shots
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Osha Payne – For Better of for Worse (Original Mix)
Dance Classics
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Kai Tracid – Tiefenrausch (Deep Blue Club Mix)
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Blutonium Boy vs DJ Neo – Higher Level (Blutonium Boy Remix)
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Barthezz – On the Move (DuMonde Remix)
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Darude – Music (Original Mix)
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Thomas Trouble – Echoes (Michael Fusseder Remix)
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Marc Acardipane feat Dick Rules – Alive (Club Version)
Closing Track
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Schiller -From Here to Eternity
DSBB #177
In der 177. Sendung mit besonderen Bedürfnissen durften wir Astrid W. zu ihrer Person und ihrer Profession, der Sexualbegleitung interviewen.
Filmbildung und Radioarbeit in der Schule
Markus Vorauer und Christian Kogler werden im kommenden Jahr ihre Tätigkeit an der PHOÖ beenden, aber wir hoffen, dass das Erweiterungsstudium auch danach fortgeführt werden kann. TERA FM macht aus diesem Anlass schon mal gleich ganz früh einen Ausblick auf das, was da möglicherweise kommen wird.
Voranmeldung zum Erweiterungsstudium Filmbildung und Radioarbeit in der Schule bis 26. 6. unter
https://ph-ooe.at/lehrgang-erweiterungsstudiumfilmbildungundradioarbeitinderschule2024-1
EDIT Videochallenge
https://www.editvideochallenge.org
#Stimmlagen: Grazer Wahlkampf unter menschenrechtlicher Beobachtung
Die heutige Ausgabe der #Stimmlagen kommt aus der VON UNTEN Redaktion von Radio Helsinki aus Graz, und wir sprechen mit Klaus Starl vom Menschenrechtsbeirat über den Grazer Wahlkampf.
Graz ist Menschenrechtsstadt – und der Menschenrechtsbeirat beobachtet bereits zum fünften mal systematisch den Gemeinderatswahlkampf: Plakate, Folder, Social-Media-Auftritte und Aussagen von Spitzenpolitiker:innen werden erfasst und an Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gemessen.
Der erste Bericht zeigt: Themen wie Wohnen und Integration kommen vor, explizite Menschenrechtsbezüge fehlen aber fast überall. Kritisch bewertet der Beirat Forderungen nach Einschränkungen für Asylwerber:innen – und stellt eine strukturelle Frage: Ein Viertel der Grazer Bevölkerung hat kein Wahlrecht, obwohl sie von den Entscheidungen direkt betroffen ist.
Im Gespräch mit Klaus Starl vom Grazer Menschenrechtsbeirat geht es darum, wo zulässige politische Meinung endet und eine menschenrechtliche Grenze überschritten wird – und ob solche Beobachtungen im realen Leben für von Diskriminierung betroffene Menschen etwas verändert.
Wahltag ist am 28. Juni.
Hier findet ihr alle Informationen zu Wahlberechtigung und weitere Partizipationsmöglichkeiten auf Bezirksebene oder bei der Wahl des Migrant:innenbeirats.
Alle Informationen zu den #Stimmlagen, dem österreichweiten Nachrichtenmagazin der freien Radios findet ihr hier.
Solidarität für Prosfygika
Die Geschichte von Prosfygika
Prosfygika ist der größte besetzte Häuserkomplex in Athen. Ursprünglich errichtet, für die griechischen Geflüchteten aus Kleinasien, in den 1930er Jahren, ist der Häuserblock heute ein Beispiel für solidarisches und gemeinschaftliches Wohnen für ganz Europa. Der Name des Blocks: Prosfygika (gr: Προσφυγικά) ist an seine ursprünglichen Bewohner*innen angelehnt. Übersetzt bedeutet dies nämlich so viel wie „Flüchtlingsbauten“. Nach und nach begannen die Geflüchteten, in die Wohnungen zu ziehen und das Viertel füllte sich mit Leben. Es handelte sich um Menschen, die aus Vertreibung kamen und eine ganz eigene Kultur mitbrachten. 1944 wurde der Prosfygika-Komplex, nur wenige Monate nach dem Ende der deutschen Besatzung, während der Schlacht um Athen (die sowohl den Beginn des griechischen Bürgerkriegs als auch des Kalten Krieges markierte), zum Schlachtfeld. Die Bewohner*innen führten gemeinsam mit Menschen aus der Umgebung Widerstandsaktionen sowohl gegen die griechischen Staatskräfte als auch gegen die neu eingetroffenen britischen Besatzungstruppen an. Das Gebiet wurde von diesen Streitkräften schwer bombardiert, und bis heute tragen die Gebäude noch immer die Spuren der Kugeln.
Im Laufe der Jahrzehnte drohte der Staat wiederholt mit dem Abriss dieses historischen Viertels. Es soll Pläne gegeben haben, dort ein Gerichtsgebäude und eine Shopping-Mall mit großem Parkplatz zu errichten. Ab den späten 90ern bis in die frühen 2000er bot die staatliche Immobiliengesellschaft den Bewohner*innen eine Geldsumme, damit jene die Wohnungen verlassen, manche nahmen dies an, andere weigerten sich nur, um dann der Gefahr gegenüber zu stehen, zwangsenteignet zu werden. Bis 2003 waren 177 Wohnungen in staatliches Eigentum übergegangen. Nur 51 Bewohner*innen hielten dem Druck stand, mit Unterstützung mehrerer Solidaritätsgruppen traten sie vor Gericht um ihren Wohnblock zu verteidigen. In zweiter gerichtlicher Instanz gewannen sie.
Die Situation heute
Heute steht die Gemeinschaft vor ihrer bislang größten Herausforderung: Die Regionalregierung von Attika plant eine umfassende Sanierung und Umnutzung der Gebäude. Bewohner und Unterstützer befürchten jedoch, dass dies zu einer Räumung und Verdrängung der aktuellen Einwohner führen würde. Die Gemeinschaft kritisiert insbesondere das Fehlen konkreter Umsiedlungs- und Wohnkonzepte für die Betroffenen. Seit Februar 2026 läuft ein Hungerstreik von Mitgliedern der Gemeinschaft gegen die Räumungspläne, der internationale Aufmerksamkeit erregt hat.
Gleichzeitig finden Solidaritätsaktionen in mehreren europäischen Städten statt, und Menschenrechtsorganisationen sowie verschiedene politische Akteure verfolgen die Entwicklungen aufmerksam. Auch in Österreich gibt es ein Solidaritätsnetzwerk für Prosfygika. Sie veranstalten immer wieder Events, um auf die Situation vor Ort aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Wir sprachen mit einer Person aus dem Netzwerk, Dimir. Er hat selbst einige Zeit als Geflüchteter dort gelebt und obwohl er heute seinen Lebensmittelpunkt in Wien hat, ist er regelmäßig in Athen und unterstützt die Gemeinschaft dort. Er erzählt von der Geschichte des Komplexes und davon, was es bedeuten würde, wenn die Regierung diesen räumt.
Quelle: https://sykaprosquat.noblogs.org/files/2025/08/BROCHURE-OF-THE-COMMUNITY-ENG.pdf
Das Spiel ist aus
basierend auf Les Jeux sont faits von Jean-Paul Sartre. Choreografie: Lilit Hakobyan.
„Der Mensch ist dazu verurteilt frei zu sein.“ – Jean Paul Sartre
Das Stück Das Spiel ist aus von Jean Paul Sartre, der Philosoph des Existenzialismus, wurde von Lilit Hakobyan als Tanz inszeniert. Die Fragen, um radikale Freiheit oder die Last der Verantwortung, die mit ihr einhergehen, überwinden kulturelle Debatten, durch die Kunst und ermöglicht damit eine neue Sichtweise durch die Mittel der Ästhetik.

Inspiriert von Jean-Paul Sartres Das Spiel ist aus bringt mit der Sparte Tanz am Landestheater Linz unter Roma Janus und Lilit Hakobyan mit dem Stück zentrale Fragen des Dramas – etwa nach freiem Willen und einem zweiten Leben – durch Bewegung und Körperausdruck in die Gegenwart und auf die Bühne.
Die Choreografie nähert sich dem Stoff aus einer heutigen Perspektive: Zeitlose Fragen des Originals werden in einen modernen, aktuellen Kontext gestellt. Dabei spielt der zeitgenössische Tanz eine zentrale Rolle – als Ausdrucksmittel für das Spannungsfeld zwischen innerem Wunsch, gesellschaftlicher Erwartung und individueller Handlungskraft. Das Stück als moderne Tanzinterpretation eines Sartres Klassikers: Jean Paul Sartre hat Das Spiel ist aus während des Zweiten Weltkriegs verfasst. In der modernen Inszenierung finden sich die Figuren in einem bleiernen Raum wieder.
Durch eine ästhetisch wie inhaltlich zeitgenössische Umsetzung wird die Geschichte zweier Menschen, die eine zweite Chance erhalten, in die Gegenwart geholt. Sartres Stück mit historischen Anleihen aus dem griechischen Drama mit einer Unterwelt oder einem imaginierten Jenseits lädt das Publikum ein, über heutige Formen von Entscheidung, Verantwortung und Hoffnung nachzudenken. Hintergrund und Rahmen für den Tanz sind das Bühnenbild und die Kostüme von Falko Herold und Malte Luebben, und – natürlich die Musik, von Samuel van der Veer.
Das Spiel ist aus basierend auf Les Jeux sont faits von Jean-Paul Sartre
© Gallimard
TANZ LINZ | Preisträger der 39. International Choreographic Competition Hannover
Choreografie: Lilit Hakobyan
Tanz
Nächste Termine: 19. Juni, 21. und 30. Juni, am 3. Juli und zum letzten Mal am 6. Juli 2026.
Spielstätte BlackBox Musiktheater
In der Sendung zu hören sind Ausschnitte von der Premiere sowie Lilit Hakobyan, Choreografie und Inszenierung, Samuel van der Veer, Sounddesign, Falko Herold, Bühne, Malte Lübbe, Kostüme und Roma Janus, Dramaturgin und Leiterin der Sparte Tanz.
Fotocredits: Tom Mesic
Dog Days Of Montenegro
In dieser Folge vom FROzine erfahren Sie etwas über den Dokumentarfilm „Dog Days Of Montenegro“ von Elena K. Richtsfeld und Marie-Therese Jahn.
Dog Days of Montenegro begleitet die Tierschützerin Milica bei ihrem täglichen Einsatz für Straßenhunde in ihrer Stadt. Der Film folgt ihr von ihrer Arbeit im Hotel über ihre tägliche Tour zu Hunden auf freien Feldern, in notdürftigen Einzäunungen und an verlassenen Orten. Dabei dokumentiert der Film nicht nur das Leid und die Hoffnung der Tiere, sondern beleuchtet auch strukturelle Zusammenhänge: gesetzliche Lücken, unkontrollierte Zucht, mangelnde Kontrolle und die Diskrepanz zwischen bestehenden Tierschutzgesetzen und deren Umsetzung.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Hunden, die Milica aus gefährlichen Situationen rettet – darunter Dio, der heute bei einer der Filmemacherinnen lebt. Die Geschichten dieser Tiere führen zu einer grundlegenden Frage: Welche Verantwortung tragen wir Menschen gegenüber jenen Tieren, die wir einst domestiziert haben?
Erzählt wird aus Milicas Perspektive, ergänzt durch Interviews mit ihrer Unterstützerin Nicole sowie geplante Gespräche mit Expert:innen und Hundehalter:Innen von Straßenhunden. Der Film schafft Bewusstsein für länderübergreifenden Tierschutz, würdigt Milicas Engagement und fragt: Was braucht es, damit Hilfe nicht nur individuell, sondern strukturell wirksam wird?
Nächstes Screening ist am 20.6. an der Kunstuniversität in Linz, HP6, Strafsachengalerie.
www.richfield.at
Instagram: dog.days.of.mentenegro
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