Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Kultur) (Türkisch)
Kult und Idole
Von 10. bis 17. August 2015 hat im Atelierhaus Salzamt das Symposium „Kult und Idole“ stattgefunden. Dieses wurde im Rahmen eines Künstler*innenaustausches zwischen den Partnerstädten Linz und Eskişehir organisiert. Der Künstler*innenaustausch wurde 2011 in der Türkei begonnen, und zwar mit einem Symposium über den Mythos Kybele, und diesen Sommer mit dem Symposium in Linz fortgesetzt. Insgesamt haben sechs Künstler*innen aus Eskişehir und sechs KünstlerInnen aus Linz daran teilgenommen. Ideengeberin und Kuratorin des Austauschprojekts war die Linzer Künstlerin Renate Moran.
Unter dem Titel „Kult und Idole“ wurde hinterfragt, was die Idole von heute sind und welcher Kult im 21. Jahrhundert betrieben wird.
Wir haben das Symposium besucht und mit den Künstler*innen über ihren Zugang zum Thema und über ihre Kunstwerke gesprochen.
Nioka o’nte ya libumu
Eine Geschichtenstunde auf Lingala, Türkisch, Arabisch und Deutsch – gut, um es sich während der nassen, grauen Herbstzeit zuhause vorm Radiogerät gemütlich zu machen!
Geschichten aus aller Welt mehrsprachig erzählt in der Friedensstadt Linz – der Auftakt einer vierteiligen Sendereihe:
Am 4. Dezember erscheint der Erzählband „Geschichten aus aller Welt – mehrsprachig erzählt in der Friedensstadt Linz“.
„Der Band dokumentiert die Ergebnisse von zwei „Linzer Erzählzelten“. Ein neues Veranstaltungsformat, bei dem Menschen mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund nach vorangegangenem Erzähltraining überlieferte Geschichten aus aller Welt erzählen. Mündlich tradierte Geschichten werden dabei zuerst auf Hochdeutsch und dann noch einmal in einer anderen Sprache oder Dialekt erzählt. Auch den sprachunkundigen Zuhörer*innen erklärt sich dabei der Inhalt über die Körpersprache. Das Erzählen, Zuhören und Verstehen stellt ein außerordentliches Vergnügen und einen ganz neuen Zugang zu anderen (Erzähl-)Kulturen dar“, erklärt Reiner Steinweg. Er ist Friedens- und Konfliktforscher, Erzählpädagoge und Herausgeber des Geschichtenbuches. Es ist ein ganzer Schatz an Erzählungen und Sprachen, der hier festgehalten wird.
Radio FRO hat das Hörbuch zum Bilderbuch produziert. Es liegt in Form von 2 Hör-CDs dem Geschichtenband bei. Das Ergebnis lassen wir euch aber selbstverständlich auch im Radio hören – in vier Geschichtensendungen in „Kultur & Bildung spezial“.
Hier der Sendereihe erster Streich mit folgenden Geschichten:
Die Schlange im Bauch // Nioka o’nte ya libumu – eine Geschichte aus dem Kongo auf Lingala erzählt von Dieu Merci
Die Geschichte vom Pepuk-Vogel // Pepukkuşu hikayesi – eine kurdische Geschichte auf Türkisch erzählt von Digdem Bayhan
Abenteuer eines Huhns // مغامرات دجاجة
– eine syrische Geschichte auf Arabisch erzählt von Dana Mufti
Die deutschen Übersetzungen sprechen Andreas Jungwirth und Veronika Moser.
Die Musik in der Sendung ist von Mori Guscheh, der mit seinem Santur ins Studio von Radio FRO kam, um die Erzählungen musikalisch zu umrahmen.
Zudem hört ihr ein Interview mit dem Initiator und Herausgeber Reiner Steinweg.
Produktion und Gestaltung: Veronika Moser
Viel Vergnügen!
Ein Projekt von Land der Menschen – Aufeinander Zugehen OÖ in Kooperation mit der Friedensstadt Linz und Radio FRO 105.0.
Speak Dating mit Migrare – Die Lange Nacht der Sprachen
Im Rahmen der Lange Nacht der Sprachen bei Radio FRO 105,0, waren Vera Lujic-Kresnik und Mag. Lisa Filzmoser von Migrare Zentrum für MigrantInnen Oberösterreich bei uns im Studio. Sie haben über ihre Projekt Speak Dating gesprochen.
Linz ist vielfältig. Weit über 100 Sprachen werden hier gesprochen. Das interkulturelle Projekt SPEAK DATING, initiiert von migrare und qujOchÖ, macht diese Mehrsprachigkeit sichtbar. Zahlreiche Linzerinnen und Linzer begaben sich auf eine Reise, um mit Hilfe von literarischen Rendezvous einen vielsprachigen Text zu verstehen. Die Geschichte von Thomas Baum lud mit einem offenen Ende dazu ein, mit einer eigenen Version des Endes die Herzen der Jury zu erobern.
Nun findet das Projekt seinen Abschluss. Die Texte sind übersetzt, zahlreiche Enden wurden geschrieben und die GewinnerInnen sind ermittelt.
Mehr Infos unter http://www.migrare.at/cms1/
The Turin Horse
The Turin Horse
Alle guten Dinge sind 5. In der Sendung stellen wir 5 Kinofilme, die im Rahmen von Crossing Europe Filmfestival zu sehen sind, vor.
Mein Kollege Bernhard Hauer stellt die Filme ATTWENGER FLUXGIGS und den mittlerweile schon bekannten deutsch-türkischen Film KUMA vor.
Das Roadmovie ATTWENGER FLUXGIGS verzichtet auf Inszenierung, SchauspielerInnen und technische Qualität , bietet dafür köstliche ungespielte Unterhaltung ohne Schnickschnack und mit viel Gefühl fürs Grobe. Reinsehen und reinhören! Zu sehen ist der Film am Samstag, den 28.04.2012 um 20:00 in der Kapu.
Kuma lief zwar schon bei Crossing Europe, trotzdem ist er eine Besprechung wert, da er in Kürze auch im regulären Kinoprogramm zu sehen ist.
Drei weitere Filme, Oslo, 31. August, The Turin Horse und Kleine Perestroika, werden von Pamela Neuwirth besprochen.
Preisgekrönte Filme – eine Nachbehandlung
Herzlich Willkommen zur letzten Ausgabe der Sendereihe „Kino für die Ohren“. Zum zwölften Mal ging am Sonntag das Linzer Filmfestival Crossing Europe mit einer erfolgreichen Festivalbilanz und einem neuen BesucherInnenrekord von knapp 21.000 Festivalgästen zu Ende.
Die Preise für die besten Filme wurden bereits am Samstag Abend verliehen.
Der CROSSING EUROPE Award European Competition ging an IT LOOKS PRETTY FROM A DISTANCE, einen polnischen Film von Wilhelm & Anka Sasnal.
Der von Silhuette gesponsorte NEW VISION AWARD und somit eine Preisgeld von 5000 Euro erging an den Portugiesen Joao Canijo für SANGUE DO MEU SANGUE / BLOOD OF MY BLOOD.
Gemma Plans Garcia hat einen Beitrag zum britischen Film WEEKEND, der vom Festivalpublikum mit dem Audience Award bedacht wurde, gestaltet.
In diesem Jahr vergaben zum ersten Mal zwei Jurys, bestehend aus je drei FilmkritikerInnen der FEDEORA KritikerInnenvereinigung (Federation of Film Critics of Europe and the Mediterranean) den FEDEORA Award an einen der ausgewählten Dokumentarfilme aus der Sektion PANORAMA Europa.
Der Preis für die Kategorie Dokumentarfilme von RegisseurInnen unter 33 Jahre ging an EIN BRIEF AUS DEUTSCHLAND / A LETTER FROM GERMANY von Sebastian Mez.
Eine Special Mention erhielt HAUPTFRIEDHOF / CEMETARY der deutschen Regisseurin Melanie Jilg.
Den Preis für die Kategorie für Dokumentarfilme von RegisseurInnen über 33 Jahre erhielt VOL SPÉCIAL / SPECIAL FLIGHT. Lotte Schreiber erzählt im Interview mit Roswitha Kröll über die Herangehensweise an die Filmauswahl der Reihe Transition Spaces – Nowhere Places.
Die Special Mention in der Kategorie für Dokumentarfilme von RegisseurInnen über 33 Jahre erhielt ENTRÉE DU PERSONNEL / STAFF ENTRANCE. Dazu hörst du einen Beitrag von Thomas Leonhartsberger.
Der CROSSING EUROPE Award Local Artist ging an Katharina Gruzei für DIE ARBEITERINNEN VERLASSEN DIE FABRIK und Edith Stauber für NACHBEHANDLUNG. Roswitha Kröll hat im Vorfeld mit Katharina Gruzei über die Entstehung und den politischen Anspruch ihres Films gesprochen.
Die beklemmende Stimmung im Warteraum des Linzer Unfallkrankenhauses zeichnet der 11minütige, handgezeichnete Animationsfilm NACHBEHANDLUNG der Linzer Künstlerin Edith Stauber. Bewaffnet mit gratis Tageszeitung und Lebensratgeber oder in der Handtasche nach allem Lesbaren wühlend sitzen die heilenden Verletzten dort ihre Zeit bis zur Nachbehandlung ab. Edith Stauber schaffte es schon in ihrem 2008 beim Filmfestival gezeigten Kurzfilm EINTRITT ZUM PARADIES UM 3€20 die Menschen mit einem unverblümten Blick zu charakterisieren. Dadurch findet man sich als Zuseherin in eine Situation versetzt, die man nur allzu gut nachvollziehen kann.
Die Gewinnerin des CROSSING EUROPE Award Local Artist 2012 Atelierpreis powered by Atelierhaus Salzamt ist Susanna Flock für TRYING TO BUILD A SENTENCE.
Damit verabschiedet sich die Redaktion von der diesjährigen Ausgabe von „Kino für die Ohren – Crossing Europe on Air“
Die Festivalbilanz präsentiert Sabina Köfler.
Mit Beiträgen von:
Gemma Plans Garcia, Roswitha Kröll, Thomas Leonharsberger und Bernhard Hauer.
Kuma und Attwenger Fluxgigs bei Crossing Europe 2012
KUMA ein bewegender Film, langsam erzählt. Der türkische Regisseur Umut Dag inszeniert die Geschicht einer jungen, türkischen Frau, die durch eine Scheinehe in einer neuen Großfamilie, in einer fremden Umgebung landet.
Die 19-jährige Ayse lebt, bis zu ihrer Hochzeit mit Hasan, bei ihrer Familie in Anatolien. Doch die Heirat dient nur zum Schein. In Wahrheit wird sie Zweitfrau von Fatmas Ehemann und zieht mit nach Wien in eine neue, ungewohnt Heimat.
Fatma, von Krebs und Chemotherapien gezeichnet, unterstützt und versteht das schüchterne junge Mädchen und ist lange Zeit ihre einzige Freundin.
Das Leben in der Großfamilie gestaltet sich für Ayse nicht einfach, denn vor allem die Töchter von Fatma heißen die zT jüngere, neue Ehefrau des Vaters nicht willkommen. Besonders die rebellische junge Nurcan zeigt offen, dass Ayse nicht Teil der Familie sei.
Die Wende ereignet sich mit dem unerwarteten Tod von Ayses Ehemann. Die junge Dame wirkt ab nun befreiter und selbtbewusster. zunehmend wird sie mehr ins täglich gesellschaftliche Leben integriert und wehrt sich gegen die Kälte ihrer Mitmenschen. Sie beginnt zu arbeiten und findet neue Freundschaften.
Umut Dag und seinem Team gelingen ein ruhiges und realistisches Gesellschaftsdrama das die türkischen Traditionen und Werte ohne Spezialeffekte aber mit großartigen schauspielerischen Leistungen unterstreicht.
Zu sehen war Kuma beim Crossing Europe Festival das noch bis 29. April zu Filmen einlädt.
Wesentliche rasanter und bunter geht es in den ATTWENGER FLUXGIGS von Markus Binder zu!
Die oberösterreichische Band kennt die ganze Welt in beiderlei Hinsicht. Markus Binder und Hans-Peter Falkner bereisten mit Zieharmonika und Schlagzeug die exostischen Länder und die entferntesten Ecken des Globus.
Die FLUXGIGS zeigen ein mit der handykamera gefilmtes Tourvideo rund um das neueste Album FLUX, das 2011 durch Deutschland, Schweiz und Österreich führte.
Markus Binder zeigt einen Fleckerlteppich aus Auftritten, echten Menschen, geschmückt zahlreichen Einblendung, darunter Fernsehübertragungen eigener Auftritte, fremdes Filmaterial und viel Musik.
Das Roadmovie verzichtet auf Inszenierung, SchauspielerInnen und technische Qualität , bietet dafür köstliche ungespielte Unterhaltung ohne Schnickschnack und mit viel Gefühl fürs Grobe. Reinsehen und reinhören!
CrossingEurope 2012 KUMA & ATTWENGER FLUXGIGS
Zu sehen und zu hören sind beim Crossing Europe Filmfestival 2012 die Filme Kuma und Attwenger Fluxgigs. Regisseur Umut Dag inszeniert ein spannendes und bewegendes Gesellschaftsdram rund um die junge Türkin Ayse, die als unfreiwillige Zweitfrau nach Wien gebracht wird. In der neuen Großfamilie findet sie in der ersten Ehefrau Fatma eine Freundin und Begleiterin.
Ein ruhiger und langsamer Film über türkische Traditionen und Werte überzeugend dargestellt.
Wesentlich hektischer und bunter geht es in den Attwenger Fluxgigs zu. Die oberösterreichische Band Attwenger, rund um die Musiker Markus Binder und Hans-Peter Falkner filmten ihre Albumtourne mit der Handycamera und zeigen in diesem Musikfilm einen Fleckerlteppich aus schrägen Figuren, Musikauftritten und Leben abseits der Bühne.
„MYTHOS KYBELE“
SPACEfemFM – FRAUENRADIO präsentiert:
„MYTHOS KYBELE“ – Audiodokumentation eines Arbeitssymposiums in „ESKIŞEHIR / Anatolien / Türkei“ – stattgefunden vom 20. September bis 02. Oktober 2011 – Universitesi Anadolu
Im Rahmen eines Kunst- und Kulturaustauschprogrammes initiierte und kuratierte die Linzer Künstlerin RENATE MORAN ein Arbeitssymposium in Eskişehir zum „Mythos Kybele“ – in Kooperation mit der Abteilung „Städtepartnerschaften – Magistrat Linz“
Kybele ist eine Muttergöttin, deren Verehrung bis ins 7. vorchristliche Jahrtausend zurückgeht und der Ursprung dieses Kultes wird in Kleinasien bzw. Anatolien vermutet.
6 österreichische und 7 türkische KünstlerInnen machen die Göttin Kybele – 14 Tage lang – zur Protagonistin für künstlerische Auseinandersetzung.
TeilnehmerInnen:
Renate Moran, Monika Breitenfellner, Brigitta Edler, Ernst Hager, Ildiko Jell, Helga Schager, Saime Hakan Dönmezer, Gülbin Koçak, Zeliha Akçaoğlu Tetik, Necla Coşkun, Ridvan Coşkun, Semsettin Edeer, Özgür Soğancı.
Eine Sendung von Helga Schager
http://www.servus.at/schager/helga/