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„Grüne“ Festivals: Sex, Drugs & Nachhaltigkeit?

Di., 24.8. - 18 Uhr / Mi., 25.8. - 6 & 13 Uhr

Verwüstung, Müllberge, Lärm – Mutter Natur und das Musikfestival gelten oft als natürliche Feinde. Doch der Trend scheint immer stärker dahin zu gehen, dass dies keine Notwendigkeit sein muss: Das Ottensheim Open Air hat heuer ein Öko-Konzept umgesetzt, auch das "Bock Ma's" wird heuer umweltfreundlicher denn je - und auch die "Großen" reagieren.

Sex, Drugs & Rock'n'Roll vs. Nachhaltigkeit, Umweltschutz & Ökologie
Laute Musik, Party, Zelten, Dosenbier – je nach Geschmack und persönlicher Schwerpunktsetzung steht eines dieser Dinge für die meisten Besucherinnen und Besucher eines Musikfestivals im Vordergrund. An die Umwelt, in der das Festival statt findet, verschwendet für gewöhnlich kaum jemand einen Gedanken. Doch in letzter Zeit scheint es auch hier zumindest in kleinen Schritten zu einer Bewusstseinsveränderung zu kommen. Die Beziehung zwischen Musikfestivals und ökologischer Nachhaltigkeit muss nicht immer eine ähnliche sein wie des Teufels zum Weihwasser.

Das Ottensheim Open Air etwa hat heuer unter dem Titel „green project. nachhaltig. regional.fair.“ ein Konzept vor gelegt, das eben diese Stichworte im Festivalalltag verankern sollte. Mit Erfolg: Der angefallene Müll konnte etwa um ein Drittel reduziert werden. Das „Bock Ma's“-Festival in Timelkam, welches Jugendkultur mit sozialem Engagement verbindet, setzt schon seit Jahren auf Umweltverträglichkeit. Heuer haben sie die ökologischen Maßnahmen neu überarbeitet und richten das Festival nach einem komplett neuem, umfangreichen Umweltkonzept aus. Und sogar der große Festival-Monopolist hat heuer bei der Ausrichtung des „Frequency“-Festivals erste Ansätze erkennen lassen und ein Müll- und Umweltkonzept namens „Green Stage“ inklusive Dosenbier-Rückgabesystem vorgelegt. Im FROzine gibt’s ein Interview zum Öko-Konzept des „Bock Ma's“.

Besucherreaktionen zur Kunst im Musterhaus
Das Linzer KünstlerInnenkollektiv „Kompott“ zeigt im Musterhauspark Haid noch bis Freitag Foto-, Video- und Soundarbeiten sowie Performances und Installationen. Nachdem die Gruppe vergangene Woche bereits live im Studio ihr Projekt vorgestellt hat, sehen wir uns heute an, zu welchen Reaktionen die Ausstellung im Musterhauspark geführt hat. Michael Gams hat BesucherInnen der Austellung interviewt und Dominik Meisinger hat mit Vertretern einer Firma, die ein Musterhaus zur Verfügung gestellt hat, gesprochen.

Kaczynski-Kreuz wird zum Touristenmagnet
Warschau, 24. August: Neues von der Kreuz-Front. Mittlerweile hat sich der Streit rund um das Holzkreuz vor dem Warschauer Präsidentenpalast zu einem Touristenmagnet entwickelt. Montag Abend in der Warschauer Innenstadt: Touristen machen Fotos vor dem Hintergrund der betenden Kreuzverteidiger, daneben sitzen Jugendliche, die gegen das Kreuz sind. Radio Maryja, ein populärer katholischer Sender in Polen, unterstützt die Kreuzfront und agitiert dafür, dass das Kreuz seinen Platz nicht verlässt. Wie sehen aber andere polnische Medien diesen Kreuzkonflikt? Und wieso spielt Radio Maryja so eine große Rolle dabei? Michael Gams ist derzeit in Warschau und hat heute mit Joachim Ciecierski (Sprich: tschitschirski) gesprochen. Er leitet die deutschsprachige Auslandsredaktion vom öffentlich-rechtlichen Polskie Radio. 

Kaczynski-Kreuz: Beitrag als Podcast

 

Die Sendung wird am Mittwoch, den 25. August 2010, um 06.00 Uhr und 13.00 Uhr wiederholt.

Durch die Sendung führt Dominik Meisinger.

Zuletzt geändert am 24.08.10, 00:00 Uhr

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Verfasst von Dominik Meisinger

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