Parzival, Wagner und ich

von Veronika Moser /// Am Abend des 11. April wurde mit einer Interpretation von Wagners Parsifal das Linzer Musiktheater eröffnet. Veronika Moser war dabei und berichtet wie es einer ergehen kann, die mit wachem Verstand einem solchen Event aussetzt. Von einer die auszog...

Eichhörnchen hört Nirvana

Ein Film mit Radiomenschen bei FRO. An die 350 Personen machen bei Radio FRO 105.0 das Programm – an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden am Tag und das zum Teil schon seit 14 Jahren. Ehrenamtlich, engagiert, kreativ und ziemlich cool.

Über Menschen als Belastung für den Staat…

von Sabina Köfler /// Spätestens seit der Volksbefragung zur Beibehaltung oder Abschaffung der Wehrpflicht, weiß man in Österreich auch, welchen unersetzbaren Beitrag die mehr als 13.000 Zivildiener im Sozialbereich leisten. Dass sich diese billigen Arbeitskräfte, die wohl kaum nur Hilfsdienste leisten, nicht durch ausgebildete und somit teure Fachkräfte ersetzen lassen, sahen dann auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Sozialminister Rudolf Hundstorfer und schieben nun eine kleine Zivildienstreform nach.

Umhören

Radio FRO am Festival der Regionen in Eferding /// Radio aus dem Container gibt es von 7.-16. Juni, wenn das Festival der Regionen 2013 in Eferding über die Bühne geht. „Umgraben“ ist das Motto des zeitgenössischen Kulturfestivals dieses Jahr – und wo umgegraben wird, hören wir uns gründlich um. Täglich von 17-18 Uhr bringt Radio FRO im Kultur- und Bildungskanal Hintergrundberichte mit Stimmen aus Eferding.

Liebe Grüße von Frau Leisch

von Tina Leisch /// Können Sie es sich leisten, ohne politische, engagierte Kunst und Kultur zu leben? Brauchen sie keine Hip-Hop und Street-Art-Workshops, weil es Ihnen egal ist, ob die Kids im Gemeindebau gemeinsam Saltos lernen oder sich in - oft noch nach ethnischen Kriterien gegeneinander abgegrenzten - Banden und Gangs in die Goschn hauen, weil Ihre Kinder jenseits der Gefahrenzone leben, da Sie sie ja eh von zuhause im Auto in die Musikschule und zum Ballettunterricht führen?

°12 Cover

Der Bösendorfer Flügel im Festsaal der Linzer Landesgalerie wird vom Saxophon bedroht, dicke XLR-Ton-Kabel verschwinden im Griller, hier clashed was aufeinander und brutzelt. Harte Übergänge eben. Die kennt Walter Wallmüller aus nächster Nähe: er ist Jurist und betreibt bei Radio FRO die Sendung „Jazzchronik“.

Editorial °12

von Andi Wahl /// Kunst und Gesellschaft Zeitungmachen ist etwas wunderbares!! Meist beginnt es damit, dass man sich hinsetzt und in die Luft starrt. Wozu hat man etwas zu sagen? Wozu muss man etwas sagen? (Die Informationsgesellschaft, in der wir angeblich leben, ist ja ein Mythos. Zu so vielen wichtigen Informationen haben große Teile der Gesellschaft keinen Zugang.) Ist erst einmal ein Thema gefunden, so stolpert man in den nächsten Tagen dauernd darüber. Ein Phänomen das erklärbar, aber immer wieder erstaunlich ist.

Untergeschobene Wortspenden

von Jürgen Lüpke erfunden und zusammengestellt /// Der Diskurs zum Musiktheater war leider keiner. Gefinkelter Marketingsprech auf der einen Seite, primitives Kunstbashing auf der anderen Seite. Dazwischen die OÖN im blinden Propagandataumel. Es hätte aber auch anders laufen können. Viele Statements wurden aus Feigheit nicht abgegeben. Andere, weil sie nicht in die Jubelpropaganda passten. Hier ein Sammelsurium an Fakten, Bekenntnissen und Zitaten, über die wir uns wirklich gefreut hätten, die aber so nie passiert sind. Lediglich die genannten Zahlen sind real.

Programmheft N°12: Kunst und Gesellschaft

Zwischen Hoch- und Subkultur: Ausgabe N°12 widmet sich dem Verhältnis zwischen der Gesellschaft und der Kunst. Den Entschluss, dieses Heft dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft zu widmen, fassten wir angesichts der Musiktheater-Eröffnung. Erschreckt hat uns dabei nicht so sehr, dass hier mit Pomp und Gloria ein Repräsentationsbau aus der Taufe gehoben wurde, dass hier die Mächtigen ihre Macht feiern, ja noch nicht mal, dass das Verhältnis zwischen kritischer, nachfragender und in Zweifel ziehender Kunst und affirmativer, die Verhältnisse bestätigender und der Macht huldigender Kunst wesentlich zu Gunsten letzterer verschoben wird. Erschreckt hat uns der Umstand, wie leicht und widerstandslos das ging.

Ein Jahr ohne Sonne und Meer

von Gemma Plans García /// Zehn Monate lang war Gemma Plans García als Europäische Freiwillige bei Radio FRO. Es waren zehn intensive Monate, für sie und auch für uns. Wie sie wirklich zu uns und zu Linz steht, damit rückt sie erst jetzt heraus. Aber lest selbst.