Claudia Taller

Claudia Taller

Psychologin, Schriftstellerin & Radiomacherin
 
SendungsmacherIn bei den Sendungen:
Literarische Matinée

Beiträge von Claudia Taller

‚Im Reich der Bücher – die Landesbibliothek in Linz‘...

In dieser 'Literarischen Matinée' werde ich den Leiter der OÖ Landesbibliothek, Herrn Dr. Enichlmayr, bei mir im Studio als Gast begrüßen. Ich habe etliche Fragen für ihn vorbereitet. So zum Beispiel die, wie viele von den Büchern in der Bibliothek er eigentlich wirklich kennt und ob er noch Zeit hat, das zu lesen, was ihm Spaß macht. Auch den Slogan der Landesbibliothek 'Lesen ist Inspiration möchte ich gerne hinterfragen. Und natürlich, welches Buch oder welche Bücher er heuer in den Urlaub mitnehmen wird. Die Musik hat diesmal der Studiogast ausgewählt - eine ziemlich eigenwillige Mischung. Lassen Sie sich überraschen!

„Wo die Geschichten spielen. Eine Reise zu literarischen...

Es ist Sommer- und Reisezeit. Auch die 'Literarische Matinée' geht auf Reisen. Wir reisen zu literarischen Orten, zu Orten, die in Geschichten und Romanen eine Rolle spielen. Orte werden von SchriftstellerInnen sorgfältig ausgewählt, abgestimmt auf die Aussage des Textes und die handelnden Personen. Die Orte müssen einfach passen. 'Bern' passt zum Lateinprofessor Gregorius von Pascal Merciers Roman 'Nachtzug nach Lissabon'. Aber der biedere Herr Professor bricht überstürzt nach Lissabon auf, eben mit dem Nachtzug. Diese Ortsveränderung verändert auch ihn. Wir werden den Professor begleiten bei dieser Veränderung. Beginnen wird die literarische Reise in Wien mit Ingeborg Bachmann, enden wird sie in der Steiermark mit Thomas Bernhard. Dazwischen machen wir noch einen Abstecher nach Chicago. Musikalischer Reisebegleiter wird der italienische Cantautore Gianmaria Testa sein. Gute Reise!

„Spricht das Werk nicht für sich? – Wer braucht eigentlich...

Diese provokante Frage ist natürlich - wie die meisten in der 'Literarischen Matinée' gestellten Fragen - nicht eindeutig zu beantworten. Brauchen die LeserInnen die Literaturkritik oder führt sie vielmehr zu deren Entmündigung. Brauchen die AutorInnen die Literaturkritik, um bekannt zu werden? Ebnen Rezensionen bereits berühmter Schriftsteller den noch nicht bekannten Kollegen den Weg zur eigenen Berühmtheit? Am Werdegang von Thomas Bernhard lässt sich das gut zeigen. Ist die Literaturkritik eigentlich ein seriöses Geschäft? Gibt es einen Ausbildungsweg zumLiteraturkritiker? Und wie war das früher mit der Literaturkritik? Was sagte schon Friedrich Hebbel dazu und was Ingeborg Bachmann und wie passt das zu heutigen Aussagen? Zum Versuch der Beantwortung all dieser Fragen gibt es Musik von Astor Piazzolla und nur von Astor Piazzolla.

„Kann Literatur Probleme lösen? – Und wenn nicht, was kann...

Was kann Literatur, was macht sie mit uns? Der Schriftsteller und Philosoph Sören Kierkegaard wird uns seine Antwort geben, die Schriftsteller Stefan Heym, Peter Handke und Wolfgang Herrmann ebenso. Anna Mitgutsch, Christine Nöstlinger und Ingeborg Bachmann werden zu Wort kommen und auch der Philosoph Konrad Paul Lissmann. Die Antworten sind komplex und schwer vergleichbar und doch zieht sich ein Gedanke durch alle Antworten: Dass das Reich der Literatur uns das Reich des Möglichen öffnet. Es liegt an uns, den Lesern und Leserinnen, die Möglichkeiten zu ergreifen und zu nutzen für unser Leben, vielleicht auch für das Lösen von Problemen.

„Sind Briefe Literatur? – Briefwechsel berühmter...

Es gibt Briefwechsel zwischen Schriftsteller-Kollegen wie Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, es gibt Briefwechsel zwischen Kunstschaffenden verschiedener Genres wie zwischen Ingeborg Bachmann und dem Komponisten Hans Werner Henze. Und es gibt Briefwechsel zwischen berühmten Schriftstellern und ihren mehr oder weniger berühmten Geliebten, wie den Briefwechsel zwischen Arthur Schnitzler und Adele Sandrock, einer legendären Wiener Schauspielerin zu Ende des 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts, oder wie den Briefwechsel zwischen Franz Kafka und der Journalistin Jelena Jesenská. Und es gibt den wunderbaren Briefwechsel zwischen der Dichterin Ingeborg Bachmann und dem Dichter Paul Celan. Doch sind diese Schreiben selbst Literatur? Wir werden in etliche Briefwechsel hineinhören - die Antwort fällt weder leicht, noch eindeutig aus. Begleiten wird uns Musik von Neil Young, Keren Ann, Sting und Edward Elgar.

‚Namensgebung – wie kommen Schriftsteller zu den Namen ihrer...

Wie kam 'Madame Bovary' eigentlich zu ihrem Namen 'Bovary'? Das reale Vorbild für Gustave Flauberts Roman hieß doch Delphine Delamare? Wieso besteht Pascal Mercier darauf, dass die Protagonistin seines Romans 'Lea' unbedingt 'Lea' heißen muss? Kommen die Namen ihrer Figuren spontan auf die Schriftstellerinnen zu? Oder ist es sinnvoller Namensgeneratoren im Internet zu benutzen? Und wie ist eigentlich 'James Bond' zu seinem Namen gekommen? Gab es eine reale Person dieses Namens? Es wird einige überraschende Antworten geben und Umberto Eco wird auch noch zu Wort kommen. Die Musik dazu kommt von César Frank, Françoise Hardy und Elton John.

„Was Schriftsteller schreiben – ist das subjektiv oder...

Dieses Thema polarisiert - Schriftsteller wie Ilja Trojanow, Raoul Schrott, Martin Suter oder Peter Handke haben ihr je eigene Antwort zu dieser Thematik. Zig weitere Gegensatzpaare tauchen auf wie 'individuell-universell' oder 'spezifische-exemplarisch'. Wir treffen auf AutorInnen, die ein ich-freies Erzählen propagieren und solche, die ein ich-loses Erzählen strikt zurückweisen. Gustave Flaubert fühlt sich gar wie ein Gott in seinem Werk und in der Atmosphäre der Erzählungen von Pascale Mercier lässt sich seine Seele finden. Musik kommt dazu von Sting, Chris Rea und Neil Young. Und ein Musikstück dürfen Sie erraten.

Als Schriftsteller existieren – wie ist das eigentlich?

'Es wäre schön, kein Schriftsteller zu sein' - das schreibt der Schriftsteller Gerhard Amanshauser im Jahr 1980 in sein Tagebuch. Amanshauser geht gnadenlos mit sich und seinen Schriftstellerkollegen um. Die Identität des Schriftstellers, der Schriftstellerin, ist eine unsichere, eine immer wieder angezweifelte. Wir hören Zitate u.a. von Julya Rabinowich, Daniel Kehlmann, Gerhard Roth, Julian Schutting und Peter Handke. Auch die Rolle der Literaturkritik wird beleuchtet. Musik dazu gibt es von Leonard Cohen, Sophie Auster, der Tochter des Schriftstellers Paul Auster, von Eva Cassisdy und Elton John.

Der Linzer Autorenkreis – das unbekannte Wesen

Zu Gast in der 'Literarischen Matinée um 10:00' ist die oberösterreichische Schriftstellerin Martina Sens. Sie ist Mitglied im Autoren- und Autorinnen-Kreis Linz. Sie wird uns etwas über diese Autorenvereinigung - es ist die am längsten bestehende in Oberösterreich - erzählen und ihr vor kurzem erschienenes Buch 'SENSor' vorstellen. Die Musikauswahl hat Martina Sens vorgenommen: Udo Lindenberg.

„SchriftstellerInnen und ihre Verleger – wer braucht wen...

Es gibt berühmte SchriftstellerInnen und berühmte Verlage - und es gibt komplexe, bisweilen auch schwierige Beziehungen zwischen ihnen. Bachmann, Bernhard, Handke - ihr Verlag war der Suhrkamp Verlag mit dem legendären Verleger Siegfried Unseld. Mit Thomas Bernhard und Peter Handke wechselte Unseld Hunderte von Briefen. Diese Briefwechsel sind dramatischer als manches 2-Personen-Schauspiel. Marlene Streeruwitz und Gerhard Roth werden ebenso zu Wort kommen wie der radikale Skeptiker Gerhard Amanshauser, der mit gewohnter Schärfe auch gegen seine Verleger austeilt. Wer wen mehr braucht - das ist in den spannenden Beziehungsgeflechten zwischen SchriftstellerInnen und ihren Verlegern letztendlich nicht wirklich auszumachen.

„Die Fastnacht in der Literatur“

Am Faschingsdienstag werden wir einen Bogen spannen vom Fasching über die Fastnacht zum Karneval - und zwar literarisch und musikalisch. Literarisch von Carl Zuckmayer über Thomas Mann bis zu Robert Ellinger und musikalisch von Robert Schumann über Camille Saint-Saens zu Eric Clapton. Bis dahin, genießen Sie noch die Faschingszeit!