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Von der Spinnerei zur Mühlkreisbahn

Frozine am 01.11.2010 von 18 bis 19 Uhr

In der Frozine am heutigen Feiertag wird es trotz des allgemeinen Totengedenkens sehr lebendig zugehen.
Dafür sorgen zum einen Andreas Nutz, der die von ihm gestaltete "Spinning Hour" vorstellen wird sowie Thomas Eckl und Helmut Eder von der Initiative Zu(g)kunft Mühlkreisbahn.

WH am 2.11. um 6 & 13 Uhr

Andreas Nutz, langjähriger unbezahlter und unbezahlbarer Mitarbeiter des Veranstaltungshauses Spinnerei in Traun und Musiker, ist seit Mai 2010 mit der „Spinning Hour“ jeweils am ersten Mittwoch des Monats von 21 bis 22 Uhr im Freien Rundfunk OÖ zu hören.

Seit genau einem Jahr ist Andreas nun „Projektleiter Musik“ und somit bezahltermaßen für das Musikprogramm der Spinnerei verantwortlich, zudem auch für die Organisation und Durchführung von Festivals bzw. Veranstaltungen außer Haus. Als Musiker ist es ihm auch ein Anliegen, dass die Bands, die MusikerInnen eine angenehme Atmosphäre vorfinden. 

Etwas davon kommt auch in seinem Umgang mit den Gästen der Sendung zum Tragen, ausgehend von Musik als Grundgerüst der Sendung, darunter auch eigene Lieblingsnummern, entwickeln sich die Gespräche im Studio, trotz Vertrautheit – man kennt sich ja – kommt kein Gefühl von „die sitzen eigentlich nur für sich im Studio“ auf.

Angenehm unaufgeregt, alles andere als cool und schon gar nicht seicht vergeht eine Radiostunde der „Spinning Hour“, die, als Sendungsmacher bemerkt man das gerne, auch dem Gestalter Vergnügen bereitet.

Die nächste „Spinning Hour“ geht am Mittwoch, 3. November, ab 21 Uhr wiederum live on Air.

Ein Link zu einem interessanten Interview mit Andreas Nutz findet sich unter http://subtext.at/index.php/aktuelle-texte/6-kultur/296-die-zeiten-werden-haerter.

Zu(g)kunft Mühlkreisbahn nennt sich eine „unabhängige regionale Initiative für den Erhalt und die Attraktivierung der Mühlkreisbahn“.

Thomas Eckl und Helmut Eder werden im Studiogespräch darlegen, wie es mit der Mühlkreisbahn weitergehen kann und soll, wobei allen Menschen, die sich für den Erhalt der gesamten Strecke einsetzen, klar ist: ohne Investionen keine Zukunft.

Mit dem noch aktuellen Fahrplan der Mühlkreisbahn (142 im ÖBB-Kursbuch) kommt das Paradoxon zum Tragen, dass der quantitativ beste Fahrplan, der je auf dieser Strecke (bestellt und) gefahren wurde, aufgrund des Zustandes der Strecke und der daraus resultierenden deutlich „gestreckten“ Fahrzeiten jenseits von Neuhaus-Niederwaldkirchen nicht dazu angetan ist, auch nur einen einzigen Autobesitzer zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen.

Und während im benachbarten Bayern die Rottalbahn, die in ihrer Beschaffenheit abschnittsweise große Ähnlichkeiten mit der Mühlkreisbahn aufweist, nun auch im aufwändig trassierten Abschnitt zwischen Pocking und Passau saniert wird, erfreut sich die Mühlkreisbahn vor allem der Wiederentdeckung einer Langsamkeit, die für rollende philosophische Seminare, jedoch nicht für alltägliche Fahrten geeignet ist.

Also: die Mühlkreisbahn, eine der schönsten noch vollständig erhaltenen und befahrenen Regionalbahnen in Österreich, muss bis Aigen-Schlägl erhalten bleiben, statt Bussen im Stau im Desiro Kaukau.!

Programmvorschau und Veranstaltungstipps zusammengetragen von Robin Schäfer beenden die Radiostunde.

Sendungsgestaltung und Moderation: Erich Klinger.

Empfehlenswerte Homepage zur Mühlkreisbahn inklusive Link zur „Zu(g)kunft“: www.muehlkreisbahn.at

Die Sendung kann unter http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=19164 nachgehört bzw. heruntergeladen werden.

Zuletzt geändert am 01.11.10, 15:15 Uhr

Erich Klinger

Verfasst von Erich Klinger

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