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Salon Limusin
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Salon Limusin – Unser Feld

Ein Live-Hörspiel mit Sprechchor und improvisierter Musik von Salon Limusin, aufgenommen bei der Premiere von "Unser Feld" am 6.6.2026 auf der Waldbühne St. Agatha.

Inhalt

Allen gehört unser Feld. Eine Person will es für eine hohe Summe kaufen und einen Erinnerungsort errichten. Die Bedingung: Alle bestimmen mit. Aber wer ist dieses “Wir”? Plötzlich werden menschliche Knochen entdeckt – aus dem 17. Jahrhundert sowie der NS-Zeit – und der Körper der erst vor kurzem ermordeten Anna Zinzinger. Ihr Vater kommt nicht mehr zu den Proben des regionalen
Bauernkriegsspiels. Manche sprechen offen über Scham, andere wollen höchstens ein Denkmal aufstellen. Die Spenderin verschweigt die NS-Vergangenheit ihres Familienunternehmens. Unerwartet zieht sie ihr Angebot zurück.

Was bedeutet das für unser Feld? Und wie können wir mit den NS-Bezügen im ganzen Land umgehen – in der Bauernkriegs-Aufarbeitung, in unseren Familien und Umfeldern ebenso wie in regionalen Theaterstücken und bei ihren Autor*innen? Wie geht es jetzt weiter mit unserem „Wir“? Wie wird unser Feld in 400 Jahren aussehen?

Der Sprechchor

Hauptfigur ist ein Sprechchor. Aus ihm treten immer wieder 3 Figuren hervor (A, B und C) und verhandeln in Dialogen, wie erinnert werden soll. A und B sind dabei im Ort aufgewachsen: A hat immer hier gelebt, B ist nach längerem Aufenthalt zurückgekehrt. C ist erst später hierhergezogen.
Der Sprechchor interagiert mit improvisierter Musik, bringt Silben-Spiele ein (zB mit “erinner-erung”, “inn-ung” etc.) sowie die Texte von eingesandten Postkarten (auch das Publikum kann sich während Aufführungen einbringen) zu den Fragen “Was ist los in deinem Feld?” und “Was wird in deiner Familien- oder Regionalgeschichte verschüttet?” (Schotter-Karte). Sende deine Geschichte(n) an office@salonlimusin.at und sie wird Teil der nächsten Aufführung von “Unser Feld”.

Hintergründe & NS-Bezüge

Das Live-Hörspiel “Unser Feld” wurde von der Jury für die communale 2026 ausgewählt. Diese begründete ihre Auswahl mit dem fragenden Zugang zu Erinnerungskultur sowie der Partizipationsmöglichkeit über einen Sprechchor. Aufgeführt wurde “Unser Feld” u.a. gemeinsam mit dem Bauernkriegsspiel St. Agatha. Das Bauernkriegsspiel ist ein umfangreiches Laienspiel, an dem viele Personen aus der Region beteiligt sind. Aufgeführt wird dabei das Stück “So wolle Gott uns gnädig sein” von Carl Martin Eckmair aus den 1970er Jahren. Die NS-Biografie Eckmairs wurde bisher kaum öffentlich besprochen. “Unser Feld” greift sie nun auf und verbindet sie mit allgemeinen Fragen nach verschütteter Familien- und Regionalgeschichte. Carl Martin Eckmair war NSDAP-Blockleiter, hat zur Denunziation eines Pfarrers beigetragen und wurde nach 1945 dafür verurteilt. Das Projekt ermutigt zum Reden und dazu, einen Umgang mit den vielfältigen NS-Bezügen in diesem Land zu finden – ganz nach dem Motto der communale, das heuer “Mut” lautet.

Nächste Live-Termine

13.9.2026 Pinsdorf (communale 2026)
21.11.2026 Wolfsegg (Finale der communale 2026)
tba 2027 OKH Vöcklabruck (gefördert durch die österr. Gesellschaft für politische Bildung)

Besetzung

E-Orgel, Text & Konzept – Tamara Imlinger
Schlagzeug – Aurora Hackl Timón
Alt-Saxophon & Effektpedale – Tobias Humer
Sprechchor – Daria Thalhammer, Sophie Fuchsberger
Mix & Mastering – Mario Stadler, Goon Studios
Design – Katja Frey

Eine Produktion für communale 2026 / Land Oberösterreich

Zuletzt bearbeitet am 04.09.26, 08:37 Uhr

Gesendet am Fr. 04. Sep. 2026 / 22 Uhr

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