Kunst und Kultur
Er ist wieder da! Und schon ereignet sich
auch Inspiration. Es ist
ein merkwürdiger Zustand, der da
wie aus dem Nichts plötzlich in Bewegung kommt. Ein Vierzeiler von
Wolfgang Kauer, kurz nach der Rückkehr aus
dem Urlaub unter Palmen am Telefon vorgetragen, erinnert mich an
ein Lied aus meiner Jugend von
Konstantin Wecker: “Die Herren pokern, ihre Welt schneit unsere Herzen langsam ein. Jetzt kann nur noch die Phantasie die Sterbenden vom Eis befreien.” Mein Denken biegt in
eine neue Richtung ab, und ich frage meinerseits: “Was ist das eigentlich,
Phantasie?”
Der Hase antwortet: “Julian Schutting würde sagen, dass er über eine entsprechende
Imaginationskraft verfügt.”
Wie geil! Es regnet Themen, mit denen wir weiter denken –
und arbeiten können …
Da machen wir doch
gleich eine Sendung draus! Zumal
der Hase aka Christopher Schmall zur Zeit an einem neuen
Gedichtzyklus mit dem
Arbeitstitel “Palmen Unter” laboriert – und sich dabei auch von
Julian Schutting inspirieren lässt.
Verdichten wir eine Collage aus Anekdoten,
Lesungen,
Musik und
Künstlergespräch – zu einer
kaum beschreibbaren, auf jeden Fall
aber erlebbaren Welt, die sich zwischen zwei Menschen
ereignet – und dabei doch
so geheimnisvoll bleibt, wie
Peter Gabriel das einmal
in einer Vorrede zu dem wunderbaren Song “Secret World” ausgedrückt hat (ich übersetze sinngemäß): “Machmal sieht man ein so eng verbundenes Menschenpaar, dass sich nur noch schwer unterscheiden lässt, wer jetzt genau wer ist. Und kleinste Bestandteile von ihnen lösen sich auf – in einen Raum, der zwischen ihnen entsteht. Dies könnten wir als
die geheime Welt bezeichnen.”
Wieso geheim? Manch Mensch mag sich das jetzt fragen – und schon
esoterisches Marktgeschrei im Hintergrund trapsen hören oder die
Andenkenstandler der einen oder anderen
Weltreligion mit ihren morschen Knochen klappern.
Aber nicht doch! Wir leben ja alle
in mehreren Welten zugleich, mindestens jedenfalls
in deren drei: Die Welt der Straßenverkehrsordnung,
die Welt der Wünsche und Phantasien – und die Welt dazwischen.
Diese dritte Welt (!) haben wir auch
bitter nötig, um uns nicht an den
Widersprüchen der ersten zwei immer und immer wieder
aufzureiben.
Noch lockt das Unverfügbare …