Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Wissenschaft) (Deutsch)
Zwei Menschen unter Bibern
Kann KI menschliche Kreativität ersetzen?
Kann KI menschliche Kreativität ersetzen?
Kreativhacks – Kreativität = Lebensfreude und Gesundheitsvorsorge
Ist Kreativität nur das, was Maschinen berechnen können – oder steckt darin etwas zutiefst Menschliches? Kreativität zeigt sich dort, wo Neugier, Gefühl und Erfahrung zusammenkommen und Neues mit Bedeutung entsteht. Gerade für Kinder und in der Schule wird sie zur Schlüsselkompetenz: Sie stärkt nicht nur Ausdruck und Problemlösung, sondern auch Selbstbewusstsein und mentale Gesundheit. Wer Kreativität fördert, investiert in Bildung, Lebensfreude und eine gesunde Zukunft. Gast im TERA FM Studio ist Helene Huemer.
Rostrot das Pflaster und Radioastronomie
Das heutige FROzine widmet sich den Aufständen im Februar 1934, sowie der Radioastronomie.
Lesung: Arbeiter*innen Aufstand 1934
Das Bündnis 12.Februar organisiert regelmäßig unterschiedlichste Veranstaltungen zum österreichischen Widerstand. Das Bündnis beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Ereignissen des Februars 1934. Neben politischer und aktivistischer Arbeit wird auch versucht, den Widerstand gegen den Austrofaschismus wissenschaftlich aufzuarbeiten. Einer der diesjährigen Veranstaltungen war eine Lesung, bei denen die Darstellung des Arbeiter*innenaufstands im Februar 1934, in der deutschsprachigen Literatur, im Mittelpunkt stand. In der Sendung hören Sie zwei Gedichte, eines von Kurt Tucholsky: „Oh du mein Österreich“ und das zweite von Erich Weinert: „Wiener Blut“. Beide gelesen von Robert Reinagl. Des Weiteren hören Sie Paul Ferstl, der einen Ausschnitt aus seinem Roman „Rostrot“ liest, der 2028 erscheinen wird.
Radioastronomie – Hören wir das Universum?
Im zweiten Teil der Sendung hören Sie ein Interview mit Anahí Caldú Primo. Sie ist Astrophysikerin und arbeitet am Institut für Astrophysik der Universität Wien im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation. Sie hielt, bereits im Dezember, einen Vortrag mit dem Titel: Radioastronomie – Hören wir das Universum?, welcher auf dem YouTube Kanal des Instituts verfügbar ist. Zusätzlich zu ihrem Vortrag sprach Anahí Caldú Primo mit uns nochmals darüber, was Radioastronomie eigentlich ist, wie ihr Alltag als Astronomin aussieht, und sie beantwortet die Frage, ob wir das Universum tatsächlich hören können.
Am Mikrophon ist Anneta Trimis.
„Wenn Erkrankten Sterbehilfe bewilligt, aber Pflegegeld abgelehnt wird, macht sich...
Am 15. März fand in Wien anlässlich des Long-COVID-Awareness-Days eine Kundgebung statt. Organisiert von MUT (ME, Unterstützung und Teilhabe) und Long Covid Austria versammelten sich Betroffene, Angehörige und Initiativen vor dem Parlament, um auf Long COVID, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und andere postakute Infektionssyndrome (PAIS) aufmerksam zu machen.
Über 1.000 Menschen versammelten sich vor dem Parlament, um auf die Situation von Betroffenen aufmerksam zu machen. Im Fokus standen Long COVID, ME/CFS, das posturale Tachykardiesyndrom (POTS) sowie weitere PAIS. Das sind Erkrankungen, die nach Infektionen auftreten und eine Vielzahl schwerwiegender Symptome verursachen können. Dazu zählen unter anderem extreme Erschöpfung, Atemprobleme, Herzbeschwerden, Kreislaufprobleme, Schmerzen und Schlafstörungen. Schätzungen zufolge sind weltweit 400 Millionen Menschen von Long Covid betroffen, in Österreich allein mehrere hunderttausend.
Trotz dieser hohen Zahlen gilt das Forschungsfeld weiterhin als unzureichend erschlossen. Für viele Erkrankungen wie ME/CFS oder POTS existieren bis heute keine ursächlichen Therapien. Betroffene berichten zudem von langen und oft schwierigen Diagnosewegen, die sich über Jahre ziehen können. Gründe dafür sind unter anderem fehlendes Wissen in der medizinischen Ausbildung sowie mangelndes Forschungsinteresse.
Ein zentrales Problem stellt auch die mangelnde Anerkennung der Erkrankungen dar. Viele Patient*innen sehen sich mit Vorurteilen konfrontiert oder erhalten Fehldiagnosen, häufig im psychischen Bereich. Dieses sogenannte „Medical Gaslighting“ führt dazu, dass Beschwerden nicht ernst genommen oder bagatellisiert werden. Auch nach einer Diagnose bleiben Herausforderungen bestehen: Pflegeeinstufungen und die Anerkennung von Arbeitsunfähigkeit verlaufen häufig schwierig – insbesondere im Zusammenhang mit Gutachten der Pensionsversicherungsanstalt (PVA).
Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Neben dem Krankheitsmanagement stellt vor allem der Versuch, Schule oder Ausbildung aufrechtzuerhalten, eine enorme Belastung dar. Viele berichten zudem von emotionalem Druck, sich ständig erklären zu müssen, und von mangelndem Verständnis in ihrem Umfeld.
PAIS sind schwerwiegende Erkrankungen. Das Leitsymptom von ME/CFS, die Post-Exertional Malaise (PEM), führt dazu, dass schon geringe Überanstrengung den Zustand stark verschlechtern kann. Schwerstbetroffene leben oft isoliert, in reizarmen Räumen, mit kaum Bewegung oder sozialen Kontakten. Diese Situation betrifft nicht nur Erkrankte selbst, sondern auch ihre Angehörigen, die häufig Pflege und Unterstützung übernehmen und dabei an ihre körperlichen, emotionalen und finanziellen Grenzen stoßen.
Jüngst bekannt wurde der Fall des 21-jährigen Samuel R., der an ME/CFS erkrankte und Ende Jänner dieses Jahres Sterbehilfe in Anspruch nahm. Seine Freundin spricht auf der Kundgebung und teilt seine Worte, um auf die fehlende Versorgung aufmerksam zu machen.
In der Sendung zu hören:
- Jana Winter (Long Covid Austria)
- Miriam Hohl (MUT)
- Bettina Wittman (POTS und andere Dysautonomien)
- Marie Lipphart (Kritische Medizin Wien)
- Antonia (Betroffene)
- Nadine Taschler (Betroffene)
- Enna Erber-Gludowatz (Betroffene)
- Sara (Betroffene)
- Margarete Erber-Gludowatz (Mutter einer Betroffenen und ÖG MECFS)
- Angehörige von Samuel R.
- Birgit Meinhard-Schiebel (IG pflegende Angehörige)
- Martin (Bruder einer Betroffenen)
- Manfred Müller (Vater einer Betroffenen)
Foto: Aylin Yilmaz
Praxis an einer Schule im Ausland
Sophie Enthofer verbrachte ein Kurzzeit Praktikum in Frankreich
Erasmus+ gibt Studierenden die Möglichkeit einen Teil ihrer Ausbildung an einer Partnerhochschule im Ausland zu absolvieren – viel weniger bekannt ist noch die tolle Chance für angehende Lehrer*innen an einer Schule im Ausland ein Praktikum zu machen. Diese Möglichkeit gibt es sowohl für Kurzzeit (ca. 3 Wochen), als auch für 2 Monate. Sophie Enthofer war auf diese Weise in Orleans, Frankreich – sie ist Gast im TERA FM Studio.
Digitale Grundbildung: Vorstellung vs. Realität
Jedes Jahr drängen motivierte Junglehrer:innen in die Schulen.
Jede:r Junglehrer:in hat vor Dienstbeginn eigene Vorstellungen, den Unterricht zu gestalten und ein Stück weit besser zu machen.
Lassen sich diese Vorstellungen in der Realität auch umsetzen?
Darüber sprechen bzw. darüber berichten fünf Junglehrer:innen des Fachs Digitale Grundbildung.
Bewegung auf Rezept – die Rolle von Sport bei Krebs
Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Anlässlich hat das Tumorzentrum Oberösterreich eine Pressekonferenz abgehalten. Unter dem Motto „Bewegung wirkt“ wurde die oft unterschätzte Rolle von Sport bei Krebs thematisiert.
Der Weltkrebstag wurde von der Union for International Cancer Control ins Leben gerufen, unterstützt von der WHO. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen, über Vorsorge und Therapie zu informieren und Solidarität mit Betroffenen zu zeigen. Gleichzeitig soll der Tag auch aufzeigen, wie wichtig ein gerechter Zugang zu moderner Krebsversorgung ist.
In Oberösterreich übernimmt diese Aufgabe unter anderem das Tumorzentrum OÖ. Es ist eine Kooperation aller oberösterreichischen Fondskrankenanstalten, also Krankenhäusern, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Gemeinsam begleiten sie Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen während und nach einer Krebserkrankung.
10.000 – so viele neue Tumorerkrankungen werden jedes Jahr in Oberösterreich diagnostiziert. Bewegungsmangel gilt als Risikofaktor für mehrere Krebsarten. Aktuelle Analysen zeigen, dass drei bis vier Prozent aller Krebsfälle allein durch ausreichend Bewegung verhindert werden könnten. Anlässlich des Weltkrebstages hat das Tumorzentrum Oberösterreich eine Pressekonferenz abgehalten. Unter dem Motto „Bewegung wirkt“ wurde die oft unterschätzte Rolle von Sport bei Krebs thematisiert – vor, während und nach der Diagnose.
Die WHO und die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie, kurz ESMO, empfehlen 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche, ergänzt durch Krafttraining. Für Kinder und Jugendliche gelten rund 60 Minuten Bewegung täglich. Entscheidend sei dabei, Patientinnen und Patienten individuell zu beurteilen und das Training an ihre jeweiligen Möglichkeiten anzupassen. Wie Medikamente soll körperliche Betätigung verschrieben werden – Bewegung auf Rezept.
Im Beitrag zuhören sind:
LH-Stv. in Mag. a Christine Haberlander – Gesundheitslandesrätin
Priv.-Doz. in Dr. in Kathrin Strasser-Weippl – Medizinische Leiterin des Tumorzentrum OÖ
Prim. a Priv.-Doz. in Dr. in Sonja Heibl – Stv. Medizinische Leiterin des Tumorzentrum OÖ
Prim. a Dr. in Daniela Gattringer – Leitung Physikalische Medizin und Remobilisation
Weitere Informationen:
www.worldcancerday.org
www.krebshilfe.net (österreichweite Informationen und Unterstützung)
Foto: © Land OÖ/Kauder
Wittgenstein, Sprache, Schule und KI
Im Kepler Salon wurde darüber diskutiert, wie man über den Umgang mit künstlicher Intelligenz spricht und vor allem jungen Menschen effektiv vermittelt.
Künstliche Intelligenz (KI) ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Schon eine Suchanfrage im Internet zeigt mittlerweile eine KI-generierte Zusammenfassung ganz oben, bevor man überhaupt zu einer eigentlichen Website scrollen kann. Auch bei Schüler*innen und Studierenden sind Programme beliebt, die mit KI Zusammenfassungen schreiben, Texte verbessern, Rechnungen lösen können. Wie gut das die KI macht ist teilweise umstritten, dass die Technologie verboten werden könnte, steht außer Frage.
Im Kepler Salon der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) haben am 19. Jänner Experten darüber diskutiert, wie man konstruktiv mit künstlicher Intelligenz umgehen kann und welche Mechaniken hinter den Modellen stehen, die wir Menschen benutzen, um Antworten auf Anliegen zu bekommen. Am wichtigsten sei das kritische Denken über die Ergebnisse der KI und wie man das konstruktiv verwerten kann. Eigene Denkleistung dürfe nicht auf der Strecke bleiben, sonst würde das Hirn, ähnlich einem Muskel, an Fähigkeiten verlieren.
Diskutiert haben:
Matthias Leichtfried, der sich in seiner Forschung u.a. mit Literatur- und Mediendidaktik, Ästhetischer Bildung und den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Schule und Unterricht beschäftigt.
Wilfried Utz, der u.a zu symbolische KI, Knowledge Management & Engineering sowie konzeptionelle Modelle als Grundlage maschinenverarbeitbaren Wissens forscht.
Moderiert hat Claudia Werner, die neue Leiterin der PR und Marketing Abteilung des Bruckner Orchesters Linz.
Im Kepler Salon finden das ganze Jahr über Veranstaltungen zur Wissensvermittlung statt. Das Programm ist hier zu finden.
Vielen Dank an den Kepler Salon für die Audiodatei.
#Stimmlagen: Zu wenig Anpassungen an die Klimakrise
Die #Stimmlagen von der FROzine Redaktion von Radio FRO aus Linz mit diesen Themen: Staaten machen zu wenig, um die Klimakrise einzudämmen. Wikipedia ist 25, wie wird die Enzyklopädie bearbeitet?
Zu wenig Anpassung an die Klimakrise
Am 20. Jänner 2026 fand ein Mediengespräch der Initiative Diskurs. Das Wissenschaftsnetz statt. Im Vordergrund standen dieses Mal der steigende Bedarf sowie die wachsenden Lücken in der Klimaanpassung. Dazu gab es Inputs aus der Forschung von Thomas Schinko und Birgit Bednar-Friedl. Thomas Schinko leitet die Forschungsgruppe Equity and Justice am Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg. Birgit Bednar-Friedl ist Assozierte Professorin am Institut für Volkswirtschaftslehre und dem Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Uni Graz. Beitrag: Jakob Mak
Wikipedia als Quelle?
Wikipedia ist heuer 25 Jahre alt geworden. Die Onlineenzyklopädie steht immer wieder in der Kritik, falsche Informationen zu beinhalten und allgemein keine gute Quelle zu sein. Die Community Managerin von Wikimedia Österreich, Annemarie Buchmann, und eine Linzer Wikipedia Autorin, Marlen Potye, haben über diese Problematiken gesprochen. Die beiden beschreiben die Schritte, die die Community macht, um hochwertige Inhalte zu produzieren. Laut ihnen sei das Kollaborative der Schlüssel zum Erfolg. Beitrag: Aylin Yilmaz. Das gesamte Interview ist hier zu hören.
Mehr Informationen zu den Stimmlagen, dem österreichweiten Nachrichtenmagazin finden Sie hier: stimmlagen.at
Tera FM – Promoting Life Skills
Promoting Life Skills
Lebenskompetenzen fördern – Wohlbefinden stärken
Kreatives Denken, Problemlösen, der Umgang mit Emotionen und effektive Kommunikation sind Lebenskompetenzen, die Kindern und Jugendlichen helfen, die Herausforderungen des schulischen Alltags zu meistern. Im Kooperationsprojekt Promoting Life Skills (ProLiSk) wird untersucht, wie diese Kompetenzen durch manualisierte Programme sowie durch allgemeine Maßnahmen von der Volksschule bis zum Bildungsabschluss gezielt gefördert werden können und welche Maßnahmen dabei besonders effektiv sind. Gast im TERA FM Studio ist Eva Mahringer.
PHTV
Beiträge und Sendungen der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. http://www.ph-ooe.at/ Kontakt: christian.kogler@ph-ooe.at
Aus der Tschechoslowakei entflohen
In dieser kraftvollen und berührenden Episode von „Der kraffftvolle Weg“ spreche ich mit Dr. Zdenek Petricek – Arzt, Zeitzeuge und Mensch mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Mit 81 Jahren blickt er auf ein Leben zurück, das geprägt ist von Flucht aus der Tschechoslowakei, Neuanfang in Deutschland, medizinischer Verantwortung und tiefgreifenden persönlichen Krisen.
Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht sein eigener Weg durch schwere Erkrankungen wie Leukämie, Herzleiden und massive körperliche Zusammenbrüche – und die Frage, wie es möglich ist, trotz allem Lebensfreude, Sinn und innere Stabilität wiederzufinden. Zdenek Petricek erzählt eindrücklich, wie Qigong für ihn zu einem Wendepunkt wurde: als Praxis der Selbstermächtigung, der inneren Sammlung und der Rückverbindung mit dem Leben.
Qigong half ihm nicht nur körperlich, sondern auch seelisch – heraus aus Depression, Resignation und dem Gefühl, dem Schicksal ausgeliefert zu sein. Stattdessen beschreibt er eine neue Haltung dem Leben gegenüber: geprägt von Dankbarkeit, innerer Stille, Humor und dem bewussten Erleben des gegenwärtigen Moments.
Als Arzt verbindet er schulmedizinisches Wissen mit einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Er teilt seine Erfahrungen, um anderen Mut zu machen und zeigt auf, dass Heilung nicht immer bedeutet, gesund zu werden – sondern wieder in Harmonie mit sich selbst, dem eigenen Körper und der Natur zu kommen.
Ein Gespräch über innere Ressourcen, Lebensqualität und darüber, wie man einen „entgleisten Zug“ wieder zurück auf die Schienen bringt.
Herzlichen Dank an Christine Högl für einige Takte aus ihrem Musikstück „Der Aufbruch“, die ich mit ihrer Erlaubnis verwenden durfte.
Teaching In Times Of War
Svitlana Protska von der Dragomanov State University in Kyiv ist zu Gast im Studio und spricht mit Gerald Landl und Niels de Jong über die Herausforderungen und Schwierigkeiten, in Zeiten des Krieges Lehrer:innen auszubilden.
Juryarbeit und Christmas
Juryarbeit bei der EDIT Educational Video Challenge und vielleicht noch ein paar philosophische Ausflüge des TERA FM Teams
Rosa Schwarz war heuer für Österreich Jury Mitglied bei der EDIT Educational Video Challenge. TERA FM spricht mit ihr darüber, diesmal sozusagen EDIT aus der anderen Perspektive! Wenn dann noch Zeit ist, diskutieren TERA FM …
Koksstierler und Tschickbude
Buchautor Andreas Kump und Klubhistoriker bzw. BlauCrowd-Mitbegründer Robert Hummer haben in jahrelanger Arbeit die Teile für ihr neues Buch „Koksstierler & Tschickbude“ zusammengetragen, das ab dem 13.12. zum Verkauf steht. Wir werden mit den beiden über ihr gemeinsames Werk sprechen und hinter die Kulissen eines großen Stücks Linzer Stadtgeschichte blicken.
Klimacamp gegen Bau der A26
Der geplante Bau der A26 erhält große Kritik. Einer der Hauptgründe dafür ist die damit verbundene Rodung von 243 Bäumen im Bergschlößlpark und im Ziegeleipark. Viele dieser Bäume sind bereits über 200 Jahre alt und haben eine enorme Bedeutung für das Linzer Stadtklima.
Trotz der Kritik haben die Bauvorbereitungen bereits begonnen. Dabei blieb allerdings der Bohrkopf hängen und müsste nun über ein rund 20 Meter tiefes Loch mitten im Bergschlößlpark freigegraben werden.
Um diese Bauarbeiten zu verhindern, wurde am 19. November das Grüngürtel-Camp errichtet. Es befindet sich direkt überhalb des Bohrkopfs und soll so lange stehen bleiben, bis der Bau der Autobahn abgesagt, oder zumindest die entsprechende Volksbefragung zum Projekt abgeschlossen wurde.
Bei einer Pressekonferenz am 1. Dezember sprachen die Aktivist*innen vor Ort über ihre Bedenken bezüglich des Bauprojekts.
In dieser Sendung zu hören sind:
- Caroline Frauendorfer (Teachers for Future)
- Lenard Zipko (Ja! zum Grüngürtel)
- Günter Eberhard (Architekt)
- Witha Hölzl (Anreinerin)
- Christian Leckschmidt (Verkehrswende Jetzt!)
Am 2. Dezember haben die Rodungen trotz der Proteste bereits begonnen. Aktuelle Entwicklungen sind unter anderem auf Instagram (@/jazumgruenguertel oder @/keinea26_bergschloesslpark) zu finden.
EDIT Educational Video Challenge 2025
4 Tage Video Hackathon Wettbewerb
Wieder ist es „EDIT Time“! Lehramts-Studierende aus ganz Europa produzieren in 4 Tagen hackathon artig Educational Videos, die von einer internationalen Jury prämiert werden. Gäste von Sophie Enthofer im TERA FM Studio sind Elisabeth Aigner und Eren Cebe, die heuer für die PHOÖ an der EDIT 2025 teilnehmen.
Green Deal
In einem Vortrag am 12.11.2025 stellte Verena Ringler im afo – architekturforum oö die institutionellen Zusammenhänge und aktuellen Entwicklungen rund um den EU Green Deal, den Industry Deal und die Wettbewerbsfrage im Allgemeinen vor. Weltweit dominiert inzwischen eine autokratische Herrschaftsform, oder anders gesagt das Gesetz der Macht. Die Europäische Union verfügt hingegen über eine ganz eigene Ausgestaltung von Macht und ihrer Durchsetzung: die Macht des Gesetzes. So ist beispielsweise der Auftrag für eine nachhaltige Entwicklung in den EU-Verträgen verankert.
Näheres zu aktuellen Entwicklungen in Puncto Zukunft des Klimaschutzes & Nachhaltigkeit weiß Verena Ringler zu berichten. Sie ist Innovatorin an der Schnittstelle von Diplomatie und Gesellschaft und Gründerin der AGORA European Green Deal mit Sitz in Innsbruck. Hier bringt sie ihre Erfahrungen aus dem internationalen Magazinjournalismus, der EU-Diplomatie am Balkan sowie der Projekt- und Strategiearbeit für Stiftungen gebündelt ein.
Sofia Jüngling-Badia hat sie zum Gespräch getroffen.
Moderation & Sendungsgestaltung: Sarah Mo Paulovsky
Beitrag: Mit den Öffis zum Berg, geht das? Ja, das geht!
Beitrag fürs Infomagazin FROzine vom 27.11.2025
Gehen ist allgegenwärtig: Alle Leute, die Gehen können, müssen es auch. Wie kann das Zu-Fuß-Gehen als einfachste, nachhaltigste und inklusivste Form der Mobilität gestärkt werden? Dieser Frage widmet sich die Veranstaltungsreihe Gutes GEHEN für alle im Wissensturm Linz. Bei der Auftaktveranstaltung am 12. November ging es um nachhaltige Freizeitmobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sarah Pallauf vom Verein „Bahn zum Berg“ hat die gleichnamige Plattform Bahn zum Berg vorgestellt. Michael Diesenreither war vor Ort und hat mit Sarah Pallauf gesprochen.
Primärversorgungszentrum – Hausärzte und Team mit Zukunft
Wie sieht ein Hausarztsystem mit Zukunft aus ? Dr. David Hauer – Allgemeinmediziner und Anästhesist und Dr. Martin Hosserek – Allgemeinmediziner und Orthopäde im neuen Primärversorgungszentrum PVZ St.Pölten Nord haben im Interview einen Blick hinter die Kulissen einer topmodernen hausärztlichen Grundversorgung ermöglicht.
Ein Team von 5 Ärzten fungiert als Gatekeeper (Lotse) und ermöglicht bei Bedarf einen schnellen Zugang zu anderen Gesundheitsberufen wie dipl. Gesundheitspflegern, Physiotherapie, Psychotherapie, Diätologie , Logopädie und Sozialarbeit in einem Zentrum.
Wir sprechen über die Vorteile für Patienten, den wichtigen Meinungsaustausch im Team mit einer großen Erfahrungsbreite . Und wie wichtig ein gutes Management im Hintergrund ist, um der organisatorischen und unternehmerischen Herausforderung gerecht zu werden.
Links:
https.//pvznord.com
https://primaerversorgung.gv.at
https://gesundheit.gv.at
Jugendbündnis fordert effektives Klimaschutzgesetz
Der Klimawandel zeigt stetig neue Auswirkungen in Form von Extremwetterereignissen und Umweltkatastrophen. Erst kürzlich sorgte der Hurrikan Melissa in der Karibik für Zerstörung und mindestens 59 Todesfälle. Auch in Österreich machen sich die Folgen bemerkbar. Der österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel gibt an, dass die Durchschnittstemperatur in Österreich seit 1900 um 3,1 Grad gestiegen ist.
Durchgreifende politische Maßnahmen bleiben dennoch aus. Seit vier Jahren fehlt in Österreich ein Klimaschutzgesetz. Deshalb haben sich sieben Kinder- und Jugendorganisationen und die Bundesjugendvertretung zusammengeschlossen. Sie fordern von der Regierung ein starkes und wirksames Klimaschutzgesetz.
Die Organisationen Alpenvereinsjugend, Fridays For Future Austria, Pfadfinder*innen Österreich, Naturfreundejugend, Jugendbiodiversitätsnetzwerk, Katholische Jugend und Katholische Jungschar schlossen sich mit der Bundesjugendvertretung zusammen, um in einem offenen Brief Forderungen an Klimaschutzminister Mag. Norbert Totschnig und an die Regierung zu stellen.
Am 6. November fand eine Pressekonferenz vor dem Ministerium für Klima- und Umweltschutz in Wien statt. Vertreter*innen der beteiligten Organisationen sprachen von ihren Anliegen und Forderungen.
Im Beitrag zu hören sind:
- Lisa Quendler (Alpenvereinsjugend)
- Lea Moser (Fridays for Future Austria)
- Rafael Haigermoser (Katholische Jugend)
- Maximilian Müller (Pfadfinder*innen)
- Marla Mies (Katholische Jungschar)
- Julia Balasch (Jugendbiodiversitätsnetzwerk)
- Lejla Visnjic (Bundesjugendvertretung)
Das Jugendbündnis fordert von der Regierung ein Klimaschutzgesetz, das folgende Eckpfeiler umfassen muss:
- Klimaneutralität bis 2040 als verbindliches Ziel. Das Erreichen des Ziels soll somit gesetzlich abgesichert sein. Jährliche Zwischenziele sollen zeigen, ob Österreich auf Kurs ist.
- Klare Ziele in allen Sektoren – also Energie, Verkehr / Mobilität, Gebäude, Landwirtschaft und Industrie. Bei Verfehlungen der Klimaziele soll es Folgen und verpflichtende Maßnahmen zur Nachbesserung geben.
- ein Klimafahrplan, der jährliche Emissionsbudgets und verbindliche Maßnahmen für alle Sektoren vorgibt. Dieser Fahrplan soll öffentlich zugänglich, überprüfbar und nachvollziehbar sein.
- Monitoring durch eine von der Regierung unabhängige Stelle, die die Sektoren kontrolliert, Daten veröffentlicht und Empfehlungen ausspricht. Hierzu zählt auch ein explizites Monitoring der Kinderrechte, wodurch die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen auf Kinder und Jugendliche überprüft werden.
- Rechtsschutzsicherung, also eine rechtliche Sicherheit, um als Zivilgesellschaft wirksam werden zu können, wenn das Klimaschutzgesetz nicht ausreichend schützt oder Ziele verfehlt werden.
Besonders wichtig ist den beteiligten Organisationen auch eine aktive Miteinbeziehung von Kindern und Jugendlichen.
Sektionschef Jürgen Schneider war Stellvertretend für Klimaschutzminister Trotschnig bei der Pressekonferenz und Übergabe des offenen Briefs anwesend. Er gibt an, dass bereits ein Klimaschutzgesetz in Arbeit sei und dass man die Perspektiven des Bündnisses gerne aufnehmen wolle.
Lisa Quendler von der Alpenvereinsjugend betont: sie würden so lange weiterfordern, bis es endlich eine Veränderung gibt..
Im GEHspräch: Der Linzer Grüngürtel
Sich in Linz oder überhaupt in der Stadt der Natur nahe zu fühlen fällt vielen Leuten schwer: doch oft ist man der Natur tatsächlich näher als man glaubt. Der Verein „Linz zu Fuß“ hält regelmäßige Veranstaltungen rund ums Gehen und motiviert zum Fußverkehr. In der Veranstaltungsreihe „im GEHspräch“ wird das Gehen mit Konversationen zu verschiedenen Themen verbunden. Am Dienstag, dem 26. August war Radio FRO bei einer solchen Führung dabei. Geführt hat der Biologe und Stadtökologe Fritz Schwarz, langjähriger ehemaliger Leiter des Botanischen Gartens in Linz und stellvertretender Obmann des Naturschutzbundes Oberösterreich. Die Gesprächsthemen waren Geschichte, Artenschutz, der Linzer Grüngürtel und die Stadtökologie.
Fremdsprachen richtig lernen
Aus dem Inhalt;
Wie lernt man Fremdsprachen effizient? Was sind dabei die Hürden und Schwierigkeiten? Lohnt es sich überhaupt, mehrere Fremdsprachen zu beherrschen? Wir schicken zu dieser Frage Schopenhauer und Nietzsche in die Arena.
Der vielsprachige Stephen Sokoloff stöbert außerdem zu diesem Thema in seinem umfangreichen Erfahrungsschatz.
Welche Gründe sind ausschlaggebend, dass Migranten sich weigern, Deutsch zu lernen? Ein Beitrag zu mehr Verständnis bei Inländern.
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Schulen im Vergleich – Bayern und Österreich
Schulen im Vergleich – Bayern und Österreich
Michael Potyra zu Gast in Linz
Michael Potyra, Mitarbeiter der Schulaufsichtsbehörde in Bayern, ist zu Gast in Österreich. TERA FM nimmt es zum Anlass, um mit ihm über die Schule in Bayern und in Österreich zu sprechen. Denn oftmals kann man viel von einander lernen und es gibt Unterschiede in der nächsten Nachbarschaft, von denen man nichts ahnt.
Biber in Oberösterreich: Kompromisse statt Abschüsse!
Bis zu 158 Tiere pro Jahr sollen zukünftig in Oberösterreich „entnommen“ bzw. zum Abschuss freigegeben werden. Warum ist das keine nachhaltige Strategie? Wie lassen sich Konflikte mit Bibern anders lösen? Wie ist ein Zusammenleben von Mensch und Tier möglich?
Grundlage für die zukünftigen „Entnahmen“ von Bibern in Oberösterreich soll eine neue Biberverordnung sein, die Naturschutzreferent Manfred Haimbuchner von der FPÖ in einer Pressekonferenz präsentierte. Die Schäden durch den Biber seien untragbar heißt es zustimmend vonseiten der Landwirtschaftskammer. Viele Konflikte, die durch die Bautätigkeiten der Biber entstehen, können aber auch anders gelöst werden. Und generell kursieren viele Mythen und Missverständnisse über diese Tierart. Aus ökologischer Sicht leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und auch zum Hochwasserschutz.
Wie kann ein Zusammenleben mit den Bibern gelingen? Welche Kompromisse müssen die Menschen dabei eingehen? Wie können beide Seiten langfristig davon profitieren? Antworten geben Gundi Habenicht, Biberbeauftragte des Landes Salzburg und mit Fabian Holzinger vom BeaverLab.
Gundi Habenicht hat die Übersiedelung einer Biber-Familie aus Salzburg nach Portugal begleitet. Durch Zufall erfuhr sie von einem dortigen Wiederansiedlungs-Projekt. In Portugal sind die großen Nager ausgestorben, werden nun jedoch benötigt, um in den trockenen Gebieten Wasser-Rückhaltezonen zu bauen. Das rettete der Biber-Familie aus Hallein das Leben. Eine Dauerlösung sei eine Umsiedlung jedoch nicht, betont Gundi Habenicht. Man müsse in Österreich Wege finden, um mit den Bibern umzugehen. Da die intensive Flächennutzung in Österreich im Widerspruch zur Lebensweise der tierischen Baumeister steht, kommt es immer wieder zu Konflikten. Dabei ist die Anwesenheit der Biber ein Erfolgsprojekt des Artenschutzes, sagt Habenicht. Hierzulande galt die Art bereits als ausgestorben. Mittlerweile gehe es ihr wieder gut, auch wenn sie sich noch nicht in allen ursprünglichen Siedlungsgebieten ausgebreitet hat.
Abschüsse seien jedenfalls keine nachhaltige Strategie, sagt Fabian Holzinger. Er ist Musiker und Sound Designer mit Schwerpunkt Field Recording und akustische Ökologie. Gemeinsam mit der Medienkünstlerin Franziska Thurner betreibt er das Beaver Lab. Seit 2020 erforschen sie die Lautäußerungen von Bibern in Linz. Durch die intensive Beschäftigung mit dieser Tierart haben sie sich viel Wissen angeeignet, das sie etwa bei Vorträgen, Workshops und Spaziergängen weitergeben. Über Biber kursieren viele Mythen und Falschinformationen. Wissen ist laut Fabian Holzinger ein Schlüssel für Konfliktprävention. Im Interview spricht er über die Bedeutung des Bibers für die Biodiversität und darüber wie sich Kompromisse zwischen Mensch und Nager finden lassen.
Mehr Informationen zum Beaver Lab unter: beaverlab.at
Weitere Sendungen zum Thema:
Ecoality – Bildung für eine gerechte Zukunft
Klimakrise und Ungleichheit betreffen uns alle – doch wie können wir gemeinsam für eine gerechtere Zukunft sorgen? In unserer nächsten Sendung stellen wir das Bildungsangebot von Südwind Österreich vor und blicken besonders auf das Projekt Ecoality. Es zeigt, wie eng Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit verbunden sind – und dass echte Veränderung nur möglich ist, wenn beide Themen zusammengedacht werden.
Zu Gast im Studio ist Susanne Loher von Südwind Oberösterreich.