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Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Politik) (Englisch)

Mo. 26. Okt.

Über den eigenen Körper bestimmen

aufgequirlt

Der 28. September ist der Internationale Safe Abortion Day, der Tag für sicheren Schwangerschaftsabbruch. Das Bündnis 28. September fordert einen freien Schwangerschaftsabbruch: sicher, wohnortnah, kostenfrei und entkriminalisiert. Wir hören Reden von Pro Choice Austria und Ciocia Wienia bei der Kundgebung am Maria-Theresien-Platz in Wien. Dazu gibt es Ausschnitte von der Prozession der Hl. Abortia am 25. September in Linz, gestaltet von fvk – fem voice kollektiv, maiz, M. C. Monster* und dem Perchta* Kollektiv Linz.

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aufgequirlt

Vom 5. bis 15. Oktober 2026 war im Linzer Rathaus die Wanderausstellung “Was ich anhatte …” zu sehen. Zwölf Frauen erzählen darin von sexualisierter Gewalt und davon, was ihnen geholfen hat, weiterzuleben. Zu sehen sind auch die Kleidungsstücke, die sie bei den Übergriffen getragen haben. Sie zeigen: Sexualisierte Gewalt hat nichts damit zu tun, was jemand anhatte.

In der Sendung hören wir ein Interview mit der Kuratorin Beatrix Wilmes und Ausschnitte aus der Podiumsdiskussion bei der Finissage. Neben der Kuratorin diskutierten Eva Schobesberger (Frauenstadträtin Linz), Sylvia Aufreiter (StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt) und Christoph May (Detox Masculinity). Moderiert hat Andrea Ilsinger vom Autonomen Frauenzentrum Linz.

Musik (c): Dresden Dolls, Petrol Girls und Witch Fever

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52radiominuten
59 Min.
Mi. 28. Okt.

Inklusionstag 2026 | Protesttour nach Straßburg

In dieser Folge zu Hören: eine Reportage zum Inklusionstag 2026 im neuen Rathaus in Linz, sowie einen Beitrag zur europaweiten Protesttour der serbischen Studierenden aus dem Jahr 2025.

Zweiter Inklusionstag im neuen Rathaus

Barrieren abbauen, Chancen schaffen und Vielfalt leben: Am 14. Oktober 2026 laden Vizebürgermeisterin Karin Leitner und Stadtrat Dr. Michael Raml zum zweiten Inklusionstag ins Neue Rathaus ein. Von 9 bis 17 Uhr stehen Gesundheit und Bewegung als wichtige Bausteine eines inklusiven Lebens im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Leben = Barrieren brechen, Chancen schaffen“ bringt die Veranstaltung Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen und schafft Raum für Begegnung, Information und Austausch.

Der Inklusionstag macht diese Grundsätze mit Workshops, Vorträgen, Erfahrungsberichten sowie Info- und Aktionsständen konkret erlebbar. Tanz-, Sport- und Kulturvorführungen sowie kreative Aktionen ergänzen das Programm. Am Vormittag wurden besonders Schüler*innen ab der achten Schulstufe angesprochen. Workshops und weitere Angebote sollen junge Menschen für Inklusion sowie für die Bedeutung von Gesundheit und Bewegung sensibilisieren.

Melanie Schiller berichtet.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://fit.linz.at/inklusionstag-2026-schaut-vorbei/

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Protesttour nach Straßburg (WH 15.4.2025)

„Subotica, Budapest, Bratislava und Wien, über Linz und Salzburg geht’s weiter, unsere Route ist wirklich lang“, riefen die Studierenden aus Serbien, die auf ihrer Protesttour durch Europa am 9. April in Linz ankamen.

Am 3. April machten sie sich mit ihren Fahrrädern von Novi Sad aus auf den Weg. Am 15. April wollen sie Straßburg erreichen, wo sich das EU-Parlament befindet. Sie fordern die europäischen Staaten und Institutionen dazu auf Druck auf die serbische Regierung auszuüben. Dort demonstrieren die Menschen seit November 2024 gegen die Korruption im Land und für die Demokratie. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines neu renovierten Vordachs am Bahnhof von Novi Sad. 16 Menschen starben dabei.

Am Linzer Hauptplatz versammelten sich u.a. viele Menschen mit serbischen Wurzeln, um ihre Solidarität mit den Protestierenden auszudrücken. Sie machen sich Sorgen um die politische Situation im Land, wie sie sagen. Marina Wetzlmaier war vor Ort und hat Eindrücke vom Empfang der Studierenden gesammelt.

Mehr Informationen zur “Tour nach Straßburg”: de.turadostrazbura.rs

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FROzine
58 Min.
Di. 29. Sep.

Solidaritätsfilmabend zu Protesten in Georgien

Dokumentarfilm „Inner Blooming Springs“ und Podiumsdiskussion über die Proteste in Georgien Am Montag, den 21. September zeigte das Urania Ceenema in Zusammenarbeit mit Amnesty International Österreich den Dokumentarfilm „Inner Blooming Springs“ der georgischen Regisseurin Tiku Kobiashvili. Neben dem Film wurde auch eine Reportage über den georgischen Schauspieler Andro Chichinadze gezeigt, welcher in Folge seiner Unterstützung der Proteste seit zwei Jahren in Haft sitzt. Während der anschließenden Podiumsdiskussion, klärten die Amnesty-Expert:innen Marcel Zippenfenig und Ruth Dellinger über die aktuelle Menschenrechtslage in Georgien auf und machten auf den Fall des inhaftierten georgischen Schauspielers Andro Chichinadze aufmerksam. Dieser wurde in Folge seiner Teilnahme an den Protesten festgenommen und zu zwei Jahren Haft verurteilt. „Inner Blooming Springs“ Die Dokumentation Inner Blooming Springs oder im georgischen Original „Shinagani gazapkhulebis q’vaviloba“ feierte im Jahr 2025 seine Premiere bei der Berlinale und begleitet Tiku Kobiashvili und ihre engen Freunde Tina Matchavariani und Luka Chibukhaia dabei, wie sie die Zeit der Proteste miterleben und auch selbst auf die Straßen von Tbilisi gehen um zu demonstrieren. Dabei geraten auch sie und ihre Freundesgruppe in die Schusslinie der Polizei. Doch ihr Rückhalt untereinander und ihre Entschlossenheit die Geschehnisse festzuhalten sind ungebrochen. Sie versprechen sich, dass wenn jemand aus dem Kreis bei einer Demo festgenommen wird, Tiku das filmen soll. Der Film handelt von Zusammenhalt und dem Erwachsenwerden inmitten politischer Unruhen und Chaos, wobei die einzige Konstante die Freundschaft zwischen ihnen bleibt. Die 22-jährige Tiku Kobiashvili ist Fotografin, Filmstudentin und Filmemacherin. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in audiovisueller Kunst vom Georgian Institute of Public Affairs. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung zur Kameratechnikerin und Kameraassistentin. Politische Situation in Georgien und die Protestbewegung Bereits seit 2024 dauern die pro-europäischen und pro-demokratischen Proteste in Georgien an. Im Mittelpunkt stehen die Kritik an der Regierungspartei Georgischer Traum, Vorwürfe von Wahlbetrug rund um die Parlamentswahl 2024 und die zunehmende politische Annäherung Georgiens an Russland. Ein zentraler Streitpunkt ist das „Foreign Agents Law“, das Organisationen und Medien mit erheblicher ausländischer Finanzierung zur Registrierung verpflichtet. Kritiker:innen sehen darin eine Einschränkung der Zivilgesellschaft und eine Orientierung am russischen Vorbild. Viele NGOs verweigerten die Registrierung. 2025 wurden die Maßnahmen gegen regierungskritische Organisationen weiter verschärft. Ende November 2024 verschärfte sich die politische Situation zusätzlich: Premierminister Irakli Kobachidze kündigte eine Aussetzung des EU-Beitrittsprozesses bis 2028 an. Dies führte zu weiterer Kritik aus der Bevölkerung und Europa, während der russische Präsident Wladimir Putin die Entscheidung begrüßte. Seitdem dauern die Proteste an. Es kommt infolgedessen zu Polizeigewalt, Verhaftungen und Strafverfahren gegen Demonstrierende, Journalist:innen und Personen des öffentlichen Lebens. Besonders bei politischen und protestbezogenen Verfahren komme es laut Amnesty wiederholt zu Verstößen gegen das Recht auf ein faires Verfahren. Verurteilungen und Verwaltungsstrafen würden sich häufig überwiegend oder sogar ausschließlich auf Aussagen der Polizei stützen, während die Beweislast faktisch auf die Angeklagten verlagert werde. Dadurch seien Tausende Menschen mit Geld- oder Freiheitsstrafen belegt worden, ohne dass die Rechtmäßigkeit, Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ausreichend geprüft worden sei. Gleichzeitig nehme auch der politische Einfluss auf Medien sowie auf den Kunst- und Kulturbereich zu. Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 weigerte sich die ehemalige Präsidentin Salome Surabischwili, die Wahl ihres Nachfolgers Micheil Qawelaschwili anzuerkennen. Wie viele Demonstrierende erkennt sie dessen Präsidentschaft bis heute nicht an. Gleichzeitig wird der politische Einfluss von Surabischwili und anderen Oppositionspolitiker:innen durch die Regierungspartei Georgischer Traum zunehmend eingeschränkt. Da es kaum noch politische Führungspersönlichkeiten gibt, die die Protestbewegung anführen, organisieren und koordinieren die Bürger:innen die Demonstrationen zunehmend selbst. Trotz der zunehmenden Repressionen setzen sich die Proteste fort. Die Bevölkerung hält weiterhin an ihren Forderungen nach Demokratie und Freiheit fest. Gleichzeitig nimmt die internationale mediale Aufmerksamkeit für die Protestbewegung deutlich ab. Während Georgien insbesondere 2024 noch stark im Fokus der internationalen Berichterstattung stand, ist das Interesse inzwischen zurückgegangen. Die internationale Berichterstattung ist jedoch von hoher Bedeutung, damit die Proteste und die Situation der georgischen Bevölkerung nicht in Vergessenheit geraten. Die Partei Georgischer Traum und Bidzina Ivanischwili Georgischer Traum wurde 2012 vom Milliardär Bidzina Ivanischwili als breites Oppositionsbündnis gegen den ehemaligen Präsidenten Micheil Saakaschwili gegründet, dem dieser die Unterdrückung der Demonstartionen 2007 und eine zunehmende Kontrolle der Meinungs- und Medienfreiheit vorwarf. Die Partei gewann die Parlamentswahl 2012 und regiert Georgien seither. Unter Iwanischwili und der heutigen Parteiführung strebt die Partei eine Politik der nationalen Souveränität, konservativer und LGBTQ+ feindlicher Werte sowie eine Annäherung an Russland an. Das Verhältnis zur EU und zu westlichen Institutionen ist dagegen konfliktreicher geworden. Bidzina Iwanischwili ist ein georgischer Unternehmer und Milliardär, der sein Vermögen vor allem in Russland im Banken- und Rohstoffgeschäft aufbaute. Er war 2012–2013 Premierminister, zog sich danach formal aus der Politik zurück und kehrte 2023 als Ehrenvorsitzender des Georgischen Traums zurück. Aufgrund seines großen politischen und wirtschaftlichen Einflusses gilt er weiterhin als zentrale Figur der Partei.

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FROzine
48 Min.
Mi. 29. Juli

Serbia Expo(sed) 2027

Im heutigen FROzine hören Sie ein (nachvertontes) Interview mit dem Netzwerk EXPOsed über die Lage rund um die EXPO 2027 in Serbien, sowie einen Auschnitt aus einer Paneldiskussion zu den Studierendenprotesten in Serbien.

EXPOsed Network

Die EXPO 2027 in Belgrad gilt als eines der größten politischen und wirtschaftlichen Projekte Serbiens in den kommenden Jahren. Während die Regierung das Großereignis als Motor für Modernisierung, internationale Sichtbarkeit und wirtschaftliches Wachstum präsentiert, wächst zugleich die Kritik. Im Fokus stehen Fragen zur Transparenz, zu öffentlichen Kosten, zu Korruptionsrisiken sowie zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen der umfangreichen Bauprojekte.

Für diese Ausgabe des FROzine haben wir mit dem Netzwerk EXPOsed gesprochen. Das dezentral organisierte Netzwerk aus Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Mitgliedern der serbischen Diaspora in Europa sowie in Nord- und Südamerika setzt sich dafür ein, alle Fakten und Informationen rund um die EXPO 2027 öffentlich zu machen und eine kritische Debatte über das Projekt anzustoßen. Auf der eigenen Webseite sammelt das Netzwerk Dokumente, Analysen und Berichte zu Themen wie öffentliche Sicherheit, finanzielle Transparenz, Umweltfolgen und Korruption.

Die Gesprächspartner*innen möchten aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. Deshalb wurde das Interview von Anneta Trimis und Anna Jungwirth nachvertont. Im Gespräch berichten die Mitglieder*innen von EXPOsed nicht nur über ihre Arbeit als Netzwerk, die Kritik an der EXPO 2027, sondern auch, weshalb Anonymität für sie notwendig ist.

Paneldiskussion: Studierendenproteste in Serbien

Im zweiten Teil der Sendung hören Sie einen Ausschnitt aus der Diskussionsrunde über die Studierendenproteste in Serbien. Zu hören sind Ausschnitte aus einer Podiumsdiskussion mit Studierenden und Journalist*innen über die Protestbewegung, ihre Organisation und die politischen Entwicklungen im Land.

An der Diskussion am 15.April 2026 nahmen Davud Delimeđac, Natalija Petrović und Tatjana Rašić teil. Moderiert wurde das Gespräch von Tamara Cvetković. Das Gespräch war Teil der Reihe „Days of Attention – Student Protests in Serbia“ an der Universität Wien.

Der Beitrag kommt von Vienne REC von Radio Orange.

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FROzine
50 Min.
Mo. 25. Mai

Cyberwitches & Run(a)ways

aufgequirlt

Art Meets Radical Openness (AMRO) ist ein biennales Festival für Kunst, Hacktivismus und offene Kulturen, organisiert von servus.at in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz.

Die diesjährige Ausgabe stand unter dem Titel „Becoming Unreadable: De-computing, De-networking, De-scaling, De-platforming ourselves“ und beschäftigte sich mit digitaler Selbstbestimmung, Unsichtbarkeit und Strategien gegen Überwachung und Plattformkapitalismus.

In der Sendung hört ihr Ausschnitte aus dem Vortrag „Hexing Technocapitalism“ der in Rom lebenden Kuratorin, Forscherin und Kulturproduzentin Arianna Forte. Der Vortrag fand am 15. Mai 2026 im afo – Architekturforum Oberösterreich in Linz statt.

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aufgequirlt

Das neue FIFTITU% Projekt „Glitch & Leak – Überfließende Körper im öffentlichen Raum“ beschäftigt sich mit Körpern und performativen Interventionen im Stadtraum.

Gemeinsam mit Rebekka Hochreiter und Adriana Torres Topaga erfahren wir über die Idee hinter dem Projekt und den aktuellen Open Call:
Gesucht werden Konzepte für glitchige, leakige und fluide Performances, Walks, Sounds, Kostüme oder experimentelle Formate für die kollektive performative Intervention, bei der die Linzer Domgasse am 11. September 2026 im Rahmen des Ars Electronica Festivals zum Run(a)way wird.

Einreichungen sind bis 16. Juli 2026 möglich.
Der Open Call richtet sich an FLINTA*-Personen sowie an queer-feministische Künstler*innen, Kollektive und Projekte.

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serviert & dekoriert

– Der Marianne.von.Willemer – Preis für digitale Medien zeichnet Künstlerinnen* aus, die digitale Medien als künstlerisches Ausdrucksmittel nutzen.
Gesucht werden innovative Arbeiten aus Bereichen wie digitale Fotografie, Video, Animation, generative Grafik, Sound, interaktive Installationen oder Webprojekte.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Einreichungen sind noch bis heute, den 25. Mai 2026, bis 23:59 Uhr möglich.

– Am 29. Mai 2026 um 19:00 Uhr lädt der feministische Buchclub Linz zur Veranstaltung „Eskalationsstufen“ in den Kulturverein Schlot in Linz, Franckstraße 45.
Es gibt eine Lesung von Beatrice Frasl aus ihrem Buch „Entromantisiert euch“, gefolgt von einer Diskussionsrunde. Außerdem zeigt die Künstlerin Elke Punkt Fleisch Arbeiten aus ihrem Werk und lädt zum Gespräch ein. Für Musik sorgen die Frontsauen.
Die Eintrittsspenden gehen an den Verein „Alleinerziehend“, der psychosoziale Beratung sowie Unterstützung für Alleinerziehende und ihre Kinder anbietet.

– Am 20. und 21. Juni 2026 findet der Final Girls Brain Binge 2026 von Final Girls Berlin online via Zoom statt.
 Das Programm wird laufend ergänzt und ist online abrufbar.

Musik (c): Sable, FKA Twigs, Mothermary, Horsegirl und Lambrini Girls

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52radiominuten
59 Min.
Do. 23. Apr.

Ungarnwahl – eine Analyse

Die Wahl in Ungarn

Am 12.04.2026 wurde in Ungarn ein neues Parlament gewählt. Die oppositionelle Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA) um ihren Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar setzte sich deutlich gegen die seit 16 Jahren regierende Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán durch und gewann eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit.

Auf Budapests Straßen waren die Freude und Euphorie groß, doch als diese abflachte, folgte die Unsicherheit: Was genau bedeutet es für Ungarn, nach 16 Jahren nicht mehr unter Orbáns Regime zu stehen? Kann und wird Magyar seine Versprechen halten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen nun die Menschen, nicht nur in Ungarn, sondern auch hier in Österreich.

Expert*innengespräch

Aus diesem Grund fand am 14. April 2026 in Wien ein politikwissenschaftliches Expert*innengespäch zu den Parlamentswahlen in Ungarn statt. Veranstalter war das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen rund um die Demokratie, die Parteienlandschaft und die Frage, was das Wahlergebnis bedeuten kann.

Als Expert*innen sprachen Béla Greskovits und Eszter Kováts. Béla Greskovits ist Professor an der Central European University sowie an der Hungarian University und forscht zu politischer Ökonomie, Demokratisierungsprozessen und postsozialistischen Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Seine Arbeiten analysieren insbesondere die strukturellen Grundlagen illiberaler Systeme. Eszter Kováts ist Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien. Ihre Schwerpunkte liegen auf Genderpolitik, feministischer Theorie sowie rechtspopulistischen und anti-liberalen Bewegungen in Europa, insbesondere in Ungarn. Die Moderation übernahm Ulrich Brand.

Béla Greskovits gab einen Einblick darin, wie das letzte Jahrzehnt unter und mit Orbán gestaltet war. Er behandelt die beiden Punkte, wie sich das Regime so lange halten konnte und wie es dann zur Krise kam. Eszter Kováts stellte in ihrem Impulsvortrag dar, was von 2024 bis zur Wahl passiert ist, welche Gründe Péter Magyar so erfolgreich machten und wie das Parlament nun zusammengesetzt ist. 

Beitragsbild: Richard Stachmann @unsplash

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FROzine
49 Min.
Mi. 15. Apr.

#Stimmlagen: Machtwechsel in Ungarn | Die Räumung von St. Marx

Diese Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich, kommt aus der der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz und widmet sich heute dem Wahlsig von Peter Magyar in Ungarn und der Räumung der St.Marx Besetzung in Wien. 

Machtwechsel in Ungarn – Wer ist Péter Magyar?
Nach dem Abgang von Viktor Orbán steht Ungarn vor einer politischen Zäsur. Doch wie wird dieser Machtwechsel wahrgenommen?
Im Fokus der Sendung steht der neue politische Akteur Péter Magyar: Welche Hintergründe prägen ihn, und wie lässt sich seine politische Ausrichtung einordnen? Besonders im Verhältnis zur Europäischen Union stellt sich die Frage, wo er sich klar von der bisherigen Linie Orbáns absetzt – und in welchen Bereichen Kontinuitäten erkennbar bleiben.
Zwischen möglichem Wandel und bestehenden Kontinuitäten werfen wir einen genaueren Blick auf seine Positionen, etwa zur EU, zur Migrationspolitik und zu LGBTIQ+ -Rechten.

Tamara spricht dafür mit Laci, er ist aus Ungarn und lebt seit einigen Jahren in Graz.

Das Interview ist auf Englisch.

Tamara spricht dafür mit Laci, er ist aus Ungarn und lebt seit einigen Jahren in Graz.
Das Interview ist auf Englisch.

Hier könnt ihr das gesamte Interview nachhören.

Beitragsgestaltung: Tamara Ussner

Stadt für alle – Nein zur Halle: Die Räumung von St. Marx
In Wien sorgt ein umstrittenes Bauprojekt für Kritik: Für rund 220 Millionen Euro soll eine neue Veranstaltungshalle entstehen – während gleichzeitig in Bereichen wie Soziales und bei den freien Medien gespart wird. Diese Prioritätensetzung stößt auf wachsenden Widerstand.
Besonders ist auch die selbstorganisierte Nutzung der Fläche in St. Marx, auf der die Halle gebaut werden soll: Dort befanden sich zuletzt ein selbstorganisierter Skatepark, gemeinschaftlich genutzte Gartenflächen sowie Infrastruktur für Konzerte und kollektive Aktivitäten wie gemeinsames Kochen.
Am 9. April wurde das Areal ohne Vorankündigung geräumt. Augenzeug:innen berichten von einem brutalen Vorgehen der Polizei, mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Enric von der VON UNTEN Redaktion war sowohl bei der spontanen Solidaritätskundgebung unmittelbar nach der Räumung vor Ort als auch am darauffolgenden Tag beim Polizeianhaltezentrum (PAZ), wo Unterstützer:innen auf die Freilassung der Festgenommenen warteten.
Mehr Infos findet ihr auf der Instagram Seite von st.marxfüralle.

Beitragsgestaltung: Enric Thier

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mo. 22. Dez.

6th International Marxist-Feminist Conference 2025

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This year, the 6th International Marxist Feminist Conference, organised by Transform! Europe Network and took place from 21 to 23 November 2025 in Porto, Portugal.
 At a time marked by militarism, rising fascism and deepening social inequalities, the conference brought together activists, researchers and artists to think collectively about resistance, solidarity and feminist futures.

In this episode, we’ll broadcast an interview with Tjaša Cankar from the Institute of Culture and Memory Studies in Slovenia. She speaks about how Yugoslav Marxists and Marxist feminists can inform our struggles today.

We’ll then continue with three longer audio contributions:
– João Manuel de Oliveira from University Institute of Lisbon talks about feminisms as communal spaces and the role of socialist feminisms in resisting fascism.
– A representative of Mor Dayanışma discusses women’s struggles in Turkey, offering perspectives from the ground up.
– Daniela Carvajal Enríquez and Erandi Villavicencio from Bordar la Ternura (Embroidery of Tenderness) from Ecuador share how collective political embroidery becomes a practice of resistance, memory and emancipation.

Music (c): КУКЛА, Mynda’Guevara, Yayla and Margarita Laso
Photo: jz

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52radiominuten
59 Min.
Do. 11. Dez.

#Stimmlagen: Sparen bis zum Umfallen

Diese Woche kommen die #Stimmlagen aus Wien und werden von Redaktion von ANDI, den 094 News auf Radio Orange gestaltet.

Rettet Radio Orange!

Ein Beitrag in eigener Sache: Ende November hat NEOS-Stadträtin Bettina Emmerling erklärt, die Förderung für Radio Orange einstellen zu wollen. Rund die Hälfte des Budgets hat sich damit keine zwei Monate vor dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Mit Nachverhandlungen konnte zwar ein stark reduziertes Notbudget für 2026 erreicht werden, der Betrieb in seiner jetzigen Form ist aber auch damit kaum aufrecht zu erhalten. Ab 2027 ist der Fortbestand des Senders in Gefahr.

Anmerkung: Wegen technischer Gebrechen konnte in der Live-Sendung nur eine gekürzte Version dieses Beitrages ausgestrahlt werden.

Beitragsgestaltung: Michael Haderer und Stefan Resch

 

Mitarbeiter*innen warnen vor Kürzungen in der Suchthilfe in Wien

Noch sind die Budgets der Stadt Wien für das Jahr 2026 nicht in Stein gemeißelt, der Spardruck wird aber schon jetzt spürbar. Im Bereich der Suchthilfe befürchten die Mitarbeiter*innen jetzt, dass es zu empfindlichen Kürzungen kommen wird. Mehrere Organisationen planen bereits Kündigungen, besonders die Arbeitsmarktintegration dürfte von den Kürzungen betroffen sein.

Beitragsgestaltung: Felicia Rittersberger; Aufnahme: Stefan Resch

 

Wien spart bei Sprachkursen für Geflüchtete

Ebenfalls auf der Streichliste: Sprachkurse für Menschen im Asylverfahren. Die Stadt Wien streicht nun die Unterstützung für hunderte Plätze in Deutschkursen. Zuständig sei der Integrationsfonds, der aber auch nicht zahlen will.

Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mi. 23. Juli

Wie weit darf Naturschutz gehen?

„Geschützte Natur: Kein Platz für Menschen?“

Der Versuch Naturschutz, Wirtschaft und Lebensraum für Mensch und Tier zu vereinbaren, löst nicht selten Widersprüchlichkeiten aus. Und das nicht nur bei uns in Europa:

In Tansania droht zehntausenden Massai die Vertreibung:
Mit dem Vorwand Naturschutzgebiete weiter auszubauen, plant die tansanische Regierung die Menschen, die in diesen Gebieten leben, zu vertreiben. Andererseits gibt es Vorhaben den Tourismus, wie beispielsweise neue Hotelanlagen, in denselben Gegenden, weiter auszubauen.
Menschen, die in geschützten Gebieten siedeln, leben sehr verbunden zur Natur und den dort vorkommenden Wildtieren.

Durch steigende Kritik an diesen Plänen der Regierung und die Frage, wie weit Naturschutz in solchen Fällen gehen darf, wird der Widerstand der Massai zunehmend lauter und international gehört.

Jedes Jahr lädt das Welthaus der Diözese im Rahmen des interkulturellen Bildungsprojekts „Begegnung mit Gästen“ Projektpartner:innen nach Österreich ein. Heuer besuchten von 27. April bis 02. Mai Gäst:innen aus Tansania Oberösterreich.

Am 28. April fand gemeinsam mit zwei der Gäst:innen ein Ausflug in den Nationalpark Kalkalpen statt: Herr Manasa, der für eine menschenrechtliche Organisation arbeitet und Frau Mbario, die aktiv in einer mitgliederorientierten Organisation von und für Massaifrauen ist.

Gemeinsam mit Mitarbeiter:innen der Diözese Linz, des Nationalparks Kalkalpen und Prof. Jacqueline Loos mit einer Arbeitsgruppe der Uni Wien, die Umweltgerechtigkeitsforschung betreibt, entstand im Zuge dessen ein spannender Austausch über die eben beschriebene Lage. Fokus lag auf den Unterschieden zwischen Österreich und Tansania wenn es um Konflikte und wirtschaftliche Bedürfnisse rund um Nationalparke und Naturschutzgebiete geht.

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FROzine
43 Min.
Do. 19. Juni

Kampf um die Traumastation | Vertreibung im Namen des Naturschutzes | Lager...

Kampf um die Traumastation
Im ersten Beitrag geht es um die drohende Schließung der einzigen spezialisierten Traumastation in der Steiermark, im Elisabethinen Krankenhaus. Was genau steht auf dem Spiel? Welche Auswirkungen hätte ein Wegfall auf Betroffene und die psychische Gesundheitsversorgung insgesamt? Wir fragen nach den politischen Hintergründen, den Folgen für das System – und was es bedeutet, wenn gerade hochspezialisierte Einrichtungen unter Druck geraten. Über 7.000 Menschen haben bereits gegen die Schließung unterschrieben. Ihr hört im heutigen Beitrag den Redebeitrag von Mario vom Verein Achterbahn, einen eingeschickten Beitrag einer ehemaligen Patientin und wieso die Traumastation erhalten bleiben muss.

Hier findet ihr die Petition.

Vertreibung im Namen des Naturschutzes?
Was passiert aktuell in Tansania, wo Maasai-Gemeinschaften gewaltsam aus Schutzgebieten vertrieben werden – angeblich im Namen des Naturschutzes? In dieser Sendung sprechen wir mit den Aktivist:innen Mbario und Manase sowie Sigrun Zwanzger vom Welthaus Graz über die dunkle Seite internationaler „Conservation“-Projekte. Wer profitiert wirklich von Green Tourism? Welche Rolle spielen europäische Fördergelder? Und wie organisieren sich insbesondere Maasai-Frauen gegen Repression und Landraub? Das hört ihr im heutigen Beitrag.

Das Interview ist auf Englisch.

Lager Liebenau – NS Zwangsarbeit in Graz sichtbar machen
Im Süden von Graz lag einst das größte NS-Zwangsarbeiterlager der Steiermark: das Lager Liebenau. Tausende Menschen, vor allem aus Osteuropa, wurden dort unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen. Heute erinnert kaum etwas an diesen Ort – doch die Aufarbeitung beginnt.
Die Jungen Linken organisierten am 25. Mai dazu einen Gedenkspaziergang, um das verdrängte Kapitel Grazer Stadtgeschichte sichtbar zu machen.
Leo war für die VON UNTEN Redaktion vor Ort und berichtet über die Geschichte des Lagers, die Kämpfe um Erinnerung und den aktuellen Stand der Aufarbeitung.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Fr. 30. Mai

Interview mit Ákos Cserháti über „Civil Rádió“ (Langversion)

Ein Interview im Rahmen des Projektes „Im Fluss“ (www.in-flux.at) mit Ákos Cserháti, dem Managing Director von Civil Rádió (Budapest) – über die Anfänge und den Grundgedanken dieses Freien Radios, den Kampf mit den immer absurder werdenden Mediengesetzen, den Verlust der UKW Frequenz 2019 und das Dasein als Internetradio, den Verfall der Demokratie in Ungarn und weltweit, und die Rolle der Donau für das Leben in Budapest.

Link zur Sendung (Im Fluss – on air 3/8), in der eine gekürzte Version ausgestrahlt wurde: https://cba.media/714239

 

 

 

 

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Im Fluss – on air
37 Min.
Do. 01. Mai

Crossing Europe und „Wirf dein Herz ins Meer“

Am 1. Mai 2025 hat der neue Dokumentarfilm von Eric Schirl und Christian Kogler „Wirf dein Herz ins Meer“ beim Crossing Europe Film Festival Weltpremiere. Viele, die beim Film mitgearbeitet haben, haben engen Bezug zu TERA FM und PHTV – deshalb widmen wir diese TERA FM Sendung am gleichen Tag dem Crossing Europe Festival und dem Film „Wirf dein Herz ins Meer“. „Special Guests“ sind zwei Hauptprotagonistinnen des Films, Lauren und Andrew Gottworth, zwei US Amerikaner*innen, die in Berlin leben.

Einem Schwerpunktthema des Films folgend, geht es deshalb auch um OCD (Obsessive Compulsive Disorder), auf Deutsch meist noch etwas irreführend „Zwangstörung“ genannt.

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Tera FM
60 Min.
Mo. 24. März

Con la misma moneda – Artivism in Action

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On March 8th, we celebrated International Women’s Day. In Linz, the annual demonstration continues to grow, with around 4,500 people marching along Landstraße under the motto: “Smash the patriarchy, fight for democracy”.

This year, the protest was accompanied by a special artistic collaboration. Over three days, a group came together to prepare a performance under the guidance of singer-songwriter and activist Mary Cow. The workshops and performance were part of Artivismus, a project initiated by activist Mar Pilz in collaboration with FIFTITU%. Together with Mary Cow, who hails from Nicaragua, participants worked on staging her song Con la misma moneda (German: Mit barer Münze).
Mary wrote this song some time ago, but it remains highly relevant. It speaks to the need for safe spaces, free from harassment—a topic that resonates deeply across borders. The multilingual workshop aimed to bring together activists, artists, and individuals to collectively rehearse and perform the piece during the March 8th demonstration in Linz.

We spoke with Mary Cow, Marta D., and Mar Pilz about the project, the song, and the political and social challenges they seek to address through their work.

Musik: Mary Cow
Foto: Jerneja Zavec

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52radiominuten
59 Min.
Do. 19. Dez.

Massenproteste in Tiflis | Kinderbuch: Flossen weg! | „Man will uns ans...

„Fighting is in our blood“ – Massenproteste in Tiflis
Ein neu beschlossenes Anti-LGBTIQ+ Gesetz, ein Gesetz gegen „ausländischen Einfluss“ bei NGOs und der massive Einfluss der russischen Regierung auf Georgien bringen seit einigen Wochen hunderttausende Menschen in Tiflis auf die Straße. Wir haben mit Ana Subeliani über die Proteste gesprochen. Sie setzt sich bereits seit Jahren für die Rechte der LGBTIQ+ Community und eine pro-europäische Politik in Georgien ein.
Der Beitrag ist auf Englisch.

Bild: JEROME

„Flossen weg!“ – Kinder stärken, Übergriffen vorbeugen
„Flossen weg!“ ist ein neu erschienenes Kinderbuch, das besonders am Anfang auch für junge Erwachsene und Erwachsene von Nutzen sein kann. Das Buch zeigt Schritt für Schritt auf, wie Kinder lernen können, ihre Grenzen zu erkennen und zu wahren, um auch im späteren Leben Übergriffen vorzubeugen. Eigene Grenzen zu erkennen und zu kommunizieren, fällt oft sogar Erwachsenen schwer. Umso wichtiger ist es, dass Kinder frühzeitig lernen, ihre eigenen Grenzen zu verstehen. Das Buch wurde im Grazer Himal Hemp Verlag, der sich am Lendplatz befindet, herausgegeben.
Heute sprechen wir mit Tom Rechl und Dita Sommerauer darüber. Tom Rechl ist der Autor des Buches und arbeitet seit über zehn Jahren mit traumatisierten Kindern. Dita Sommerauer hat das Buch illustriert.

Das vergessene Trauma: Vom Aufstehen und nicht mehr stehen bleiben – Bombenterror in Kärnten
Die Ausstellung „Man will uns ans Leben. Bomben gegen Minderheiten 1993–1996“ im kärnten.museum in Klagenfurt beleuchtet den rechtsextremen Terror, der Österreichs Minderheiten in den 1990er Jahren erschütterte. Von 20. September bis 24. November waren Zeugnisse der Gewalt und Videointerviews mit Betroffenen und Expert:innen zu sehen, die die Hintergründe und Folgen dieser Taten erklären. Die Ausstellung erinnert an die Opfer und thematisiert die Relevanz des Themas in der heutigen Gesellschaft. Sie wurde von der Initiative Minderheiten kuratiert, hier könnt ihr ein Interview mit den Kurator:innen von der Eröffnung am 23. April 2024 nachhören.
Die VON UNTEN Redaktion war gemeinsam mit Mahriah Zimmermann von Prozess Report vor Ort und hat mit Ilija Messner gesprochen, dessen Mutter sich für die erste zweisprachige Schule in Klagenfurt engagiert hat. Die zweisprachige Schule war ebenfalls Ziel des Bombenterrors.
Als nächstes wandert die Ausstellung nach Oberwart, wo vier junge Rom*nja während des Bombenterrors ermordet wurden. Die Eröffnung findet am 8. Februar im Offenen Haus Oberwart OHO statt.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mi. 23. Okt.

Einblicke in Vietnams Gewerkschaft

Gewerkschaftsstrukturen und aktuelle Entwicklungen in Vietnam: auf EU-Ebene wurde intensiv am Lieferkettengesetz gearbeitet. Wie werden solche Entwicklungen in Vietnam wahrgenommen? Ist fairer Tourismus ein Thema? Im November machen sich österreichische Gewerkschafter:innen auf die Reise nach Asien.

Anfang Oktober kam auf Einladung von solidar der internationale Sekretär des Vietnamesischen Gewerkschaftsbunds, Hieu Duong Xuan, für eine Woche als Gastredner nach Österreich. Im Rahmen seines Besuches fanden mehrere Veranstaltungen statt, welche Möglichkeit zum Austausch geboten haben, um sich aus erster Hand über die aktuellen Herausforderungen der Gewerkschaft in Vietnam zu informieren.

Die Veranstaltungen wurden in Kooperation mit der Österreich Kubanischen Gesellschaft von Solidar Austria dem entwicklungspolitischen Verein im Österreichischen Gewerkschaftsbund organisiert. Mehrere Tage im Oktober waren somit dem internationalen Austausch zwischen Gewerkschafter:innen und auch interessiertem Publikum gewidmet.

Hieu Duong Xuan, internationaler Sekretär des Vietnamesischen Gewerkschaftsbund zu Gast in Linz und Wien: Hieu verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Gewerkschaftsorganisationen in verschiedenen Bereichen, wo er die Programme zwischen den vietnamesischen Gewerkschaften und ihren Partnern koordiniert; die meisten dienen der Sensibilisierung und dem Aufbau von Kapazitäten für Gewerkschafter auf verschiedenen Ebenen in Vietnam. Gelegentlich führt er auch Forschungsprojekte zu verschiedenen Themen durch, um Empfehlungen für die Erneuerung oder Stärkung der Organisationsstruktur und der Aktivitäten der vietnamesischen Gewerkschaften zu geben. Jetzt im Oktober in Österreich – und im November auch in Vietam -, werden sich österreichische und vietnamesische Gewerkschafter:innen darüber austauschen.

In der Sendung zu hören sind die beiden Gewerkschafter Gottfried Sommer und Hieu Duong Xuan, sowie die Übersetzerin Sophie Staud.

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solidar – das entwicklungspolitische Magazin
30 Min.
Do. 18. Juli

„Es ist gefährlich die Fahrtzeiten noch mehr auszureizen“ – Wir Fahren Gemeinsam...

„Emotionen machen keine Ferien!“ – MÄNNERINFO Krisenhelpline
Der Sommer bringt für viele Familien und Paare spezielle Herausforderungen mit sich: fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Urlaubsstress, Verkehrsstaus und Hitze. Deshalb hat die MÄNNERINFO Krisenhelpline am Mittwoch dem 26. Juni zu einer Pressekonferenz geladen um nochmals auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Seit Beginn der Corona-Pandemie bieten sie eine 24-Stunden-Helpline für Männer in emotionalen Krisensituationen an, um sie zu unterstützen aber auch um Gewalttaten vorzubeugen. Michael M. Kurzmann (Geschäftsleitung der Fachstelle für Burschenarbeit und Vorsitzender des Arbeitskreises für Psychoanalyse in Linz und Graz), Manfred Kummer (Leiter der Männerberatung in der Steiermark und im Burgenland), Robert Mandl (Berater bei der Männerinfo Krisenhelpline), Anna Majcan (Geschäftsführerin des Grazer Frauenrates), Bernadette Pöchheim (Leiterin der Abteilung Frauen & Gleichstellung der AK Steiermark) und Mag. Raffaela Neustifter (Psychologin und Verkehrsexpertin) haben erzählt wie die MÄNNERINFO Krisenhelpline funktioniert und wieso sie gerade vor dem Sommer nochmal auf das Angebot aufmerksam machen wollen.

Anti-LGBTIQ+ Gesetz in Georgien geplant
Die Georgische Regierung plant ein Gesetz, LGBTIQ+ „Propaganda“ verbieten soll, vorgelegt, das dem russischen Gesetz gegen LGBTQ-Rechte ähnelt. Das bedeutet, dass die Darstellung von LGBTQ Personen komplett verboten werden würde, beispielsweise in Büchern, Serien oder im Fernsehen. Bei einer von den Oppositionsparteien boykottierten Abstimmung hat die Partei „georgischer Traum“ den Entwurf mit 78 Stimmen verabschiedet. Um das Gesetz zu beschließen, werden zwei weitere Abstimmungen benötigt, die bis Ende des Jahres stattfinden sollen.

Wir haben mit Temo gesprochen, er ist in Gorgien geboren und organisiert sich als Menschenrechtsaktivist in Tiflis. Temo erzählt uns wie das Gesetz zustande gekommen ist, was es genau bedeutet und was es mit den kommenden Wahlen im Oktober zu tun hat.

Der Beitrag ist auf Englisch.

„Soll man das noch mehr ausreizen?“ – Wir Fahren Gemeinsam im Interview
Unter Busfahrenden herrschen teils unmenschliche Bedingungen. Ob unbezahlte Überstunden oder keine WCs, Busfahrer:innen haben sie sich unter dem Namen Wir Fahren Gemeinsam mit Fridays For Future zusammengeschlossen um bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Heute bei uns im Interview sind Jasmin und Ferdinand die für die Gewerkschaft vida für Dr. Richard Steiermark, sowie Toni, der Betriebsratsvorsitzender für die GKB ist und Thomas der ebenfalls für die Gewerkschaft vida für den Postbus organisiert ist.

Wir haben kurz nach der Gründung von Wir Fahren Gemeinsam über die Gruppe berichtet, den Beitrag findet ihr hier.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Do. 21. März

#Stimmlagen: The Moria Six – Gerichtsprozess rund um den Brand in Moria | Gender...

The Moria Six – Gerichtsprozess rund um den Brand in Moria

##English below##
Bei den Moria 6 handelt es sich um die sechs Personen, die verhaftet wurden, weil sie beschuldigt wurden im September 2020 das Feuer gelegt zu haben, das das berüchtigte Lager Moria niederbrannte. Alle sechs gaben von Anfang an an, bei ihrer Festnahme minderjährig gewesen zu sein. Das wurde jedoch nur bei zwei von ihnen anerkannt, sie wurden vom Jugendgericht Mytilini zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die anderen vier wurden 2021 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach zwei Jahren Verzögerungen fand Anfang dieses Monats das Berufungsverfahren gegen die verbleibenden vier statt.

Ihr hört heute eine Kontextualisierung des Prozesses und eine Einordnung zur sich immer weiter zuspitzenden Kriminalisierung von Menschen auf der Flucht.

Der Beitrag ist auf Englisch.

##English##
The Moria 6 are the six individuals who were arrested for starting the fire that burnt down the infamous Moria camp in September of 2020, here on Lesbos. All six of them declared from the beginning to be in fact underage from their arrest. Initially, only two of them were recognized as such and were convicted by the Mytilini juvinile court to 5 years in prison. The other four were convicted in 2021 to ten years of prison time. After two years long delays, earlier this month the appeal trial of the remaining four took place.

On the second day, three of the remaining defendants were finally recognized as having been underage at the time of arrest, and were released on parole pending a new courtcase in the juvenile court, leaving one. The trail of this defendant took three days, and once again ending in a conviction.

With the help of Lorraine Leete of Legal Center Lesbos, we hope to give you an update of the trail and the context surrounding it.

Gender Pay Gap
Frauen verdienen im Schnitt pro Monat 18,4 Prozent weniger als Männer. Woran liegt das? Kann das überhaupt pauschal bemessen werden? Diesen und noch mehr Fragen geht Lilli von der VON UNTEN Redaktion mit ihrer Interviewpartnerin Katharina Mader (Senior Economist am Momentum Institut) nach. Dabei vergleichen sie die Situation in Österreich mit anderen EU-Staaten. Außerdem sprechen sie im Interview über klassische Rollenbilder und wie diese dazu beitragen, dass der Gender Pay Gap in Österreich so groß ist wie in fast keinem anderen EU-Land. Könnte sich etwas ändern, wenn mehr Frauen in technischen Berufen arbeiten würden? Das alles hört ihr heute im zweiten Beitrag.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Di. 28. Nov.

Feminist ecologies of self-publishing: La_bekka & tumbalacasa ediciones

In conversation with Martu and Inés from the transhackfeminist collective La_bekka, and Andrea Ancira from the project tumbalacasa ediciones, about their initiatives and individual journeys. On editorial feminist ecologies, self-publishing, fanzines, archive and translation.

La_bekka
la_bekka is a transhackfeminist collective, formerly the feminist hackerspace of Eskalera Karakola (EKKA), a transfeminist public house -formerly a squat- in the city of Madrid. We are interested in feminist digital infrastructure, self-managed and sustainable feminist servers, self-training in GNU/Linux systems administration, static web pages (Jekyll), design and layout with free software, documentation and version control tools, free and feminist licenses, energetic sustainability, security / digital protection for organizations, the creation of safe spaces on the internet. https://www.labekka.red

tumbalacasa ediciones
tumbalacasa is a journey, a companion or a ride somewhere between publishing, translation and the archive. our work performs as a practice of occupation and re-writing of the public that involves situated rehearsals of translation and memory. our publications are stagings of social relations, affections, rehearsals of critique, (counter) hegemony and collaboration, that seek to sow and cultivate thriving complicities. our aim: the contagion and co-production of meaning that commits us with others.

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d_sign week 2023
59 Min.
Do. 20. Apr.

MZ* Baltazar’s Laboratory – Feministischer Hackerspace | „Was die Rechten da...

MZ* Baltazar’s Laboratory – ein feministischer Hackerspace: „Je mehr Menschen ihren Problemen Gehör verschaffen können, desto größere ist unsere Chance in einer gerechten Welt zu leben.“
Was ist eigentlich Hacking? Was ist feministisches Hacking? Wie hat das mit kritischen Medienpraktiken zu tun? Darüber sprechen Stefanie Wuschitz vom MZ* Baltazar’s Laboratory und Nikita aus der VON UNTEN Redaktion.
Hacking ist viel mehr als am Rechner zu sitzen und Passwörter zu knacken, es geht um eine umfassende Gesellschaftskritik und darum sich Werkzeuge anzueignen um ungerechte Gesellschaftsverhältnisse zu verändern.

Stefanie Wuschitz ist Medienkünstler:in, Künstler:in, Theoretiker:in. Sie beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Kunst, Forschung und Technologie, mit Fokus auf Critical Media Practices.

„Was die Rechten da aufgestellt haben, ist lächerlich“ – Rechtsextreme Proteste gegen eine Kinderbuchlesung
Letzten Sonntag versuchte ein Bündnis von Freiheitlichen, Identitären, Neonazis und christlichen Fundamentalisten die Kinderbuchlesung einer Drag-Queen in der Türkis Rosa Lila Villa in Wien zu stören – und scheiterte. Durch antifaschistische Gegenkundgebungen wirkte der Tag eher wie eine kleine Pride. Bei Blockadeversuchen gegen die rechte Demonstration kam es am Nachmittag dennoch zu Polizeigewalt.
Unsere Wien-Korrespondentin Sarah hat die Kundgebungen rund um die Villa für euch begleitet und liefert, durch ein kurzes Interview mit Villa-Aktivistin Marty Huber, auch einen Einblick in die Stimmung in der Villa.

Hier findet ihr einen ausführlichen Bericht von Presseservice Wien über die Geschehnisse des Tages.

Proteste gegen den Gasgipfel in Wien: „With these gas-deals you will lock us into a catastrophic future! Just to line your pockets!“
Vom 27. bis 29. März hat in Wien zum 16. Mal der europäische Gasgipfel stattgefunden. Dieses Jahr wurde er zum ersten Mal von Massenprotesten, Aktionen zivilen Ungehorsams und einer zivilgesellschaftlich organisierten Gegenkonferenz begleitet.
VON UNTEN war für euch bei der Power To The People Konferenz sowie bei den vielseitigen Protesten gegen den Gasgipfel dabei.
Ihr hört Ausschnitte des Panels „Das Drängen nach neuem Gas und Wasserstoff: Die Konzernagenda hinter der europäischen Gaskonferenz“. Der Workshop wurde von Vertreter:innen der Organisationen Beyond Gas Movement, FossilFreePolitics: ReCommon, Food & Water Action Europe und Corporate Europe Observatory abgehalten.
Der Beitrag ist auf Englisch.

Danach hört ihr noch einen Kommentar der Redaktion zur Polizeigewalt die am ersten Tag der Konferenz bei den Gegenprotesten stattgefunden hat.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mi. 15. März

#Stimmlagen: Pro Choice Austria zu Abtreibungen | ABC Kiev | Rechtsextremer...

„Wir kämpfen noch immer für die Entkriminalisierung von Abtreibungen“ – Pro Choice Austria
Wie ein Ritt gegen Windmühlen, so fühle sich der Kampf um reproduktive Rechte an, sagt Stephanie Beil von der Organisation Pro Choice Austria. Reproduktive Rechte, das sind zum Beispiel ein niederschwelliger Zugang zu Verhütung, eine zeitgemäße Sexualerziehung oder eben ein freier Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen. Rechte, die auch 2023 noch hart umkämpft sind.
Wir sprechen mit Stephanie über die Situation von Schwangerschaftsabbrüchen in Österreich und weltweit, darüber, welche Ziele die sogenannte „Anti-Gender-Bewegung“ in Vorarlberg verfolgt und diskutieren, warum diese Minderheit so mächtig ist.
Der Beitrag wurde von Sarah Koss gestaltet.

„I ran away and it didn’t feel good“ – Mira von Anarchist Black Cross Kiev
Heute spricht Mira vom Anarchist Black Cross Kiev darüber,  wieso Anarchist:innen im Ukraine-Krieg kämpfen.
Mira ist seit Beginn des Krieges in vielen unterschiedlichen Städten Europas unterwegs, um Geld für in Krieg kämpfende Anarchist:innen zu sammeln. Die Tatsache, dass sie Geld für Kriegsgerät sammelt, stößt in vielen Städten auf Kritik.
Wir haben Mira gefragt, wie es ihr im Exil gehtwelchen unterschiedlichen Zwecken das Geld zugutekommt und wie sie mit der Kritik umgeht, Anarchist:innen würden Seite an Seite mit Nazis kämpfen.
Der Beitrag ist auf Englisch und wurde von Tamara Ussner gestaltet.

Franco Albrecht: Leerstellen im Prozess gegen rechtsextremen Soldaten
Im Jahr 2017 wurde der rechtsextreme deutsche Soldat Franco Albrecht mit einer Waffe am Flughafen in Wien Schwechat festgenommen. Die Justiz hat nach seinem Prozess viele Fragen offen gelassen. Wie stand es um seine Kontakte nach Wien? Und woher hatte er seine Waffe? Mahriah Zimmermann (ProzessReport) und Robert Andreasch beschäftigen sich auf einem Stadtspaziergang mit den Fragen. Den gesamten Stadtspaziergang hört ihr am 27. März bei VON UNTEN im Gespräch, heute senden wir ein Interview mit Robert Andreasch.
Der Beitrag wurde von Tamara Ussner gestaltet.

„Now there is proof that they did not start the fire, still they have to stay in prison for one more year!“ – Moria 6
Als im Jahr 2020 das Camp Moria auf Lesvos abgebrannt ist, wurden sechs Jugendliche, damals mit ihren 16 Jahren noch minderjährig, aufgrund von angeblicher Brandstiftung verhaftet. Nun sind sie seit 2,5 Jahren im Gefängnis und hatten noch kein einziges Mal die Chance auf einen Gerichtsprozess. Am 6. März wurde der Prozess nun um ein weiteres Jahr verschoben. Tobi von Radio Mytilini hat mit Kim von der Gruppe Can’t evict solidarity über den Fall gesprochen.
Der Beitrag ist auf Englisch und wurde von Tobi gestaltet.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mo. 27. Feb.

Rund um den Internationalen Frauen*kampftag

aufgequeerlt

Zu hören ist ein kurzes Interview mit der Künstlerin Verena Mayrhofer. Sie stellt ihre Kunstwerke im Rahmen des AK-Frauenmonats aus. Von 7. März bis 25. Mai 2023 können die Besucher:innen ihre Kunst im AK-Bildungshaus Jägermayrhof in Linz sehen.
Verena Mayrhofer ist Kulturarbeiterin und Künstlerin, die im analogen und digitalen Raum arbeitet. Sie ist in Linz und Stadt Haag im Verein ENT aktiv.

Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauen*kampftag in Linz:

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aufgequeerlt

Als kleinen Appetizer für den Frauen*kampftag am 8. März senden wir den Beitrag mit den Reden aus den letzen Jahr um euch schon jetzt in Kampfstimmung zu bringen.

Die transkulturelle feministische Allianz Feminismus und Krawall hat 2022 ein Programm zum Thema “Solidarität” gestaltet.
Wir hören Audiomitschnitte der Reden von:
maiz (Verein von und für Migrant:innen) zusammen mit dem kollektiv (kritische bildungs-, beratungs- und kulturarbeit von und für migrant:innen)
Barbara Fischeneder (Fridays for Future Linz)
Chrislane Barros da Silva (Black Lives Matter Linz)
Eva Schuh (Geschäftsführerin Gewaltschutzzentrum OÖ, Juristin, Mediatorin, Coach)
und Mariel Rodriquez-Rodriquez (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Kunstuniversität Linz)

Musik: Yendri, CSS, EsRAP und Sevdaliza
Foto: Verena Mayrhofer

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52radiominuten
59 Min.
Do. 16. Feb.

„Dozens have been starving in protest“ | Erdbeben in der Türkei| Von der...

„Dozens have been starving in protest“ – Grenzen töten
Mehrere dutzend Menschen sind bereits in polnischen Lagern aufgrund mehrerer Hungerstreiks verstorben. Eine selbstorganisierte Gruppe aus Belarus hat die Zustände dort auf der heurigen Grenzen töten – Demonstration in Innsbruck mit einem Redebeitrag offengelegt.
Die Menschen die in diesen Lagern eingesperrt sind, werden nicht bei ihren Namen genannt, sondern sind für die Gefängniswärter nur die Nummer mit der sie registriert wurden. Sie werden zu Arbeit gezwungen, es gibt keine medizinische Versorgung und mehr als ein Dutzend Menschen haben alleine in den vergangenen Wochen versucht sich umzubringen – teils erfolgreich.
Der Redebeitrag zeigt auf wie diese Gewalt der systemischen rassistischen Logik der Festung Europas folgt.
Der Beitrag wurde von Tamara Ussner gestaltet.

„Erst am dritten Tag kam die Hilfe an“ – Max Zirngast und Ipek Yüksek zum Erdbeben in der Türkei
Ihr hört ein Interview von Ipek Yüksek mit Max Zirngast. Sie sprechen über die Versäumnisse des türkischen Staates, wie die Hilfe ungleich verteilt wurde und wieso der Abbau von zivilgesellschaftlichen Strukturen nun das Leid der Menschen massiv verschärft.
Baurichtlinien wurden nicht eingehalten, obwohl die Menschen eine sog. „Erdbeben-Steuern“ zahlen mussten. Die Antwort auf die Frage was mit diesen Geldern in den letzten Jahren passiert ist, bleibt offen. Ipek Yüksek und Max Zirngast sprechen über die unmittelbaren Auswirkungen und auch die Versäumnisse nach der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und in Syrien.
Der Beitrag wurde von Ipek Yüksek gestaltet.

Von der Blockade zur Revolution – Arbeiter:innenkämpfe in der Logistik
Am 24. Jänner fand im Infoladen Schwarze Raupe in Graz eine Info- und Diskussionsveranstaltung statt. Titel der Veranstaltung war “Von der Blockade zur Revolution? Kämpfe in der globalen Logistik”. In diesem Beitrag hört ihr einen kleinen Ausschnitt aus dem Input vor der Diskussion. Den vollständigen Beitrag könnt ihr rund um den 1. Mai bei VON UNTEN im Gespräch nachhören. Ihr werdet jetzt aber schon mal erfahren, wie viel oder wie wenig der Ukraine-Krieg mit der aktuellen Inflation zu tun hat und ob sich Geld mit der Logistikbranche verdienen lässt.
Der Beitrag wurde von Nikita Reichelt gestaltet.

Zwangsräumungen verhindern!
Am 1. Februar hat die VON UNTEN Redaktion mit der Gruppe „Zwangsräumungen verhindern“ aus Wien gesprochen. Sie sind aus der Kampagne „encommun“ entstanden, die im Frühling letzten Jahres ein Haus in Wien besetzte hatten. Ihr hört einen Ausschnitt der VON UNTEN im Gespräch – Sondersendung vom 14. Februar 2023, in dem die Gruppe interviewt wird. Heute geht es um Zwangsräumungen und Wohnraum in Wien – ganz speziell um den Gaudenzdorfer Gürtel in Wien.
Der Beitrag wurde von Tamara Ussner gestaltet

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Do. 19. Jan.

#Stimmlagen: Rassistischer Wohnungsmarkt in Österreich | Gemse – Gemeinsam sein...

Rassistischer Wohnungsmarkt in Österreich
Das Recht auf Wohnen gehört zu den Menschenrechten – denn ein Zuhause ist die Grundlage für ein sicheres und stabiles Leben. Auch wenn das logisch klingt, sieht die Realität oft leider anders aus.
Ipek und Gea hatten Catrin Manoli (aka Cooky) und Anja Korherr zu Gast, die mit „Blue Eyes, Brown Eyes“ eine multimediale Installation ausgearbeitet haben, die sich mit dem Thema beschäftigt, wie der Melaninspiegel — also unsere Hautfarbe — unseren Zugang zu Wohnraum drastisch beeinflussen kann. Cooky und Anja haben ein ähnliches Alter, ähnliche Interessen, arbeiten an ähnlichen Projekten, aber unterschiedliche Melatoninmengen. Beide haben sich um die selben Wohnungen beworben. Ihre Installation besteht aus doppelseitigen Faltheften und Terrarien mit lebenden Exponaten und war den ganzen Dezember 2022 im Forum Stadtpark zu erleben. Ipek und Gea diskutieren über die Reaktionen der Besucher, öffnen das Feld der verschiedenen Aspekte der Diskriminierung in Bezug auf die Wohnraumpolitik, Kunst, Gender und Beruf.
Hier könnt ihr den gesamten Beitrag nachhören.
Der Beitrag wurde von Nikita Reichelt und Ipek Yüksek gestaltet.

Gemse – Gemeinsam sein: Ein FLINTA* Space stellt sich vor
„Queer-Feministisch, solidarisch, antifaschistisch und radikal zärtlich“ so stellen sich die Gemse auf ihrer Website vor.
Ipek von der VON UNTEN Redaktion hat mit Marlies über das Projekt gesprochen, das eine neue Perspektive auf ein queer-feministisches Zusammenleben in einer patriarchalen Welt geben soll.
„In einer Welt, wie sie sich grade darstellt – mit wieder aufkeimendem Faschismus und rechten, patriarchalen Haltungen sowie dem alles verschlingenden Kapitalismus und dessen Folgen – scheint es uns sinnvoller denn je, Orte zu schaffen an denen Veränderung umgesetzt werden kann, Orte für Bewegungen und Begegnungen.“
Der Beitrag wurde von Ipek Yüksek gestaltet.

Emergency Response Center International – ERCI
Ihr hört einen Beitrag über den ERCI (Emergency Response Center International) Gerichtsprozess. Tobi, der auf der griechischen Insel Lesvos lebt und von dort aus berichtet, wird über die neuesten Entwicklungen erzählen. Er arbeitet bei Refiction Radio mit, einem gemeinsamen Projekt von Radio Helsinki und Radio Mytilene.
Der Gerichtsprozess gegen ERCI reiht sich ein in viele Repressionsprozesse gegen Seenotretter:innen im Mittelmeer. Dieser spezifische Prozess ist einer der größten und weitreichendsten in ganz Europa, und er zieht sich mittlerweile fast fünf Jahre. Prozesstermine immer wieder zu verschieben ist auch eine bekannte Strategie um die Menschen zu zermürben und finanziell in den Ruin zu treiben.
Am 10.01.23 fand nun der nächste Prozesstag statt, Tobi berichtet worum es dabei ging.
Der Beitrag ist auf Englisch und wurde von Tamara Ussner und Tobi gestaltet.

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
29 Min.
Mi. 09. Nov.

Gedenken zum 84. Jahrestag der Novemberpogrome

Der Autor Vladimir Vertlib und der Zeitzeuge Erwin Rammerstorfer sprechen mit Marina Wetzlmaier über Gewalt- und Fluchterfahrungen und die Auseinandersetzung mit dem Trauma. Außerdem im FROzine: Die Kämpfe um Boden: Die Bewegung für Ernährungssouveränität – eine weitere Ausgabe von Grund und Boden – Von Eigentumsfragen und Lebensgrundlagen.

 

„Die Angst hat mich sehr geprägt“

Am 9. November wird der „Reichspogromnacht“ von 1938 gedacht. Es war die Nacht, in der Nationalsozialisten überall in Österreich und Deutschland jüdische Menschen misshandelten, verschleppten oder ermordeten, sowie jüdische Geschäfte und Synagogen in Brand setzten. In Linz brannte die Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 völlig ab. Erwin Rammerstorfer war damals 6 Jahre alt. „Die Angst hat mich sehr geprägt“, erzählt der Zeitzeuge im Interview. Die Pogromnacht war der Auftakt für den Holocaust, der systematischen Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden.

Erwin Rammerstorfer verbrachte seine Kindheit in Haid im Bezirk Linz Land. Dort wurde er Augenzeuge der Todesmärsche vom April 1945. An die 22.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder wurden von den Konzentrationslagern Mauthausen-Gusen ins Anhaltelager von Gunskirchen getrieben. 55 Kilometer weit. Wer erschöpft zurückblieb oder zusammenbrach, wurde von den SS-Männern erschlagen oder erschossen. Der Todesmarsch führte an Rammerstorfers Schulweg vorbei. Er war damals 12 Jahre alt.

Vladimir Vertlib: „Ich bemühe mich um mehr Empathie in der Gesellschaft“

Anlässlich des 84. Jahrestags der „Reichspogromnacht“ lud die Welser Initiative gegen Faschismus am 8. November 2022 zur „Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass“. Redner war der Autor Vladimir Vertlib.

Vladimir Vertlib ist 1966 im heutigen St. Petersburg als Sohn jüdischer Eltern geboren. Mit seiner Familie flüchtete er vor dem staatlich beförderten Antisemitismus der Sowjetunion. Seine Migrationsgeschichte führt über zahlreiche Zwischenstationen: Israel, Österreich, Italien, Niederlande, USA, bis die Familie schließlich ab 1981 endgültig in Österreich bleiben kann. Von diesen erzählt auch sein Roman „Zwischenstationen“.

Im Vorfeld der Gedenkkundgebung in Wels hat Marina Wetzlmaier mit Vladimir Vertlib gesprochen. Er schildert zunächst die Bedeutung von Gedenken aus seiner Sicht und die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart.

„Es ist eine Mahnung an uns Heutige. Wenn wir daran erinnern, denken wir nicht nur an die Vergangenheit, sondern auch auch an die Gegenwart und die Zukunft. Und auch daran, dass wir hellhörig und hellsichtig bleiben.“

Vertlib lebt und arbeitet als freiberuflicher Schriftsteller in Wien und Salzburg. Seine Migrationserfahrungen spiegeln sich in seinen literarischen Werken wieder. Speziell der Roman Zwischenstationen beschreibt die Aufenthalte seiner Familie an verschiedenen Orten der Welt. Geprägt von seiner Flucht- und Migrationsgeschichte, seinen Erfahrungen mit der Suche nach Zugehörigkeit, setzt sich Vertlib heute für mehr Empathie in der Gesellschaft ein.

„Jede Flucht- und Migrationserfahrung ist prägend und führt zu einer Unbehaustheit. Zu einer Ambivalenz der Identität und der Zuschreibungen. Zu einer Mehrfachidentität. Man hat kein so klares Fundament.“

 

Die Kämpfe um Boden: Die Bewegung für Ernährungssouveränität

In dieser Ausgabe der Sendereihe „Grund und Boden – Von Eigentumsfragen und Lebensgrundlagen“ geht es um das Nyéléni Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität, welches  vom 28. bis zum 30. Oktober 2022 in Krems stattfand.

Nyéléni ist der Name einer legendären malischen Bäuerin, die eine zentrale Figur für die Ernährungssouveränität ihrer Region und Gemeinschaft darstellte. In Mali fand 2006 das erste weltweite Forum für Ernährungssouveränität statt.

In Krems trafen sich Lebensmittelproduzent*innen, Verarbeiter*innen, Helfer*innen, NGOs, Interessensvertretungen und Wissenschaftler*innen, um über Strategien für ein zukunftsfähiges Lebensmittelversorgungssystems zu beraten und sich weiterzubilden. Ein Beitrag in Deutsch und Englisch von David Steinwender.

Informationen auf https://ernährungssouveränität.at/

 

Am Mikrofon: Pamela Neuwirth

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FROzine
60 Min.
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