Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Politik) (Englisch)

Do. 23. Apr.

Ungarnwahl – eine Analyse

Die Wahl in Ungarn

Am 12.04.2026 wurde in Ungarn ein neues Parlament gewählt. Die oppositionelle Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA) um ihren Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar setzte sich deutlich gegen die seit 16 Jahren regierende Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán durch und gewann eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit.

Auf Budapests Straßen waren die Freude und Euphorie groß, doch als diese abflachte, folgte die Unsicherheit: Was genau bedeutet es für Ungarn, nach 16 Jahren nicht mehr unter Orbáns Regime zu stehen? Kann und wird Magyar seine Versprechen halten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen nun die Menschen, nicht nur in Ungarn, sondern auch hier in Österreich.

Expert*innengespräch

Aus diesem Grund fand am 14. April 2026 in Wien ein politikwissenschaftliches Expert*innengespäch zu den Parlamentswahlen in Ungarn statt. Veranstalter war das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen rund um die Demokratie, die Parteienlandschaft und die Frage, was das Wahlergebnis bedeuten kann.

Als Expert*innen sprachen Béla Greskovits und Eszter Kováts. Béla Greskovits ist Professor an der Central European University sowie an der Hungarian University und forscht zu politischer Ökonomie, Demokratisierungsprozessen und postsozialistischen Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Seine Arbeiten analysieren insbesondere die strukturellen Grundlagen illiberaler Systeme. Eszter Kováts ist Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien. Ihre Schwerpunkte liegen auf Genderpolitik, feministischer Theorie sowie rechtspopulistischen und anti-liberalen Bewegungen in Europa, insbesondere in Ungarn. Die Moderation übernahm Ulrich Brand.

Béla Greskovits gab einen Einblick darin, wie das letzte Jahrzehnt unter und mit Orbán gestaltet war. Er behandelt die beiden Punkte, wie sich das Regime so lange halten konnte und wie es dann zur Krise kam. Eszter Kováts stellte in ihrem Impulsvortrag dar, was von 2024 bis zur Wahl passiert ist, welche Gründe Péter Magyar so erfolgreich machten und wie das Parlament nun zusammengesetzt ist. 

Beitragsbild: Richard Stachmann @unsplash

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FROzine
49 Min.
Mi. 15. Apr.

#Stimmlagen: Machtwechsel in Ungarn | Die Räumung von St. Marx

Diese Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich, kommt aus der der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz und widmet sich heute dem Wahlsig von Peter Magyar in Ungarn und der Räumung der St.Marx Besetzung in Wien. 

Machtwechsel in Ungarn – Wer ist Péter Magyar?
Nach dem Abgang von Viktor Orbán steht Ungarn vor einer politischen Zäsur. Doch wie wird dieser Machtwechsel wahrgenommen?
Im Fokus der Sendung steht der neue politische Akteur Péter Magyar: Welche Hintergründe prägen ihn, und wie lässt sich seine politische Ausrichtung einordnen? Besonders im Verhältnis zur Europäischen Union stellt sich die Frage, wo er sich klar von der bisherigen Linie Orbáns absetzt – und in welchen Bereichen Kontinuitäten erkennbar bleiben.
Zwischen möglichem Wandel und bestehenden Kontinuitäten werfen wir einen genaueren Blick auf seine Positionen, etwa zur EU, zur Migrationspolitik und zu LGBTIQ+ -Rechten.

Tamara spricht dafür mit Laci, er ist aus Ungarn und lebt seit einigen Jahren in Graz.

Das Interview ist auf Englisch.

Tamara spricht dafür mit Laci, er ist aus Ungarn und lebt seit einigen Jahren in Graz.
Das Interview ist auf Englisch.

Hier könnt ihr das gesamte Interview nachhören.

Beitragsgestaltung: Tamara Ussner

Stadt für alle – Nein zur Halle: Die Räumung von St. Marx
In Wien sorgt ein umstrittenes Bauprojekt für Kritik: Für rund 220 Millionen Euro soll eine neue Veranstaltungshalle entstehen – während gleichzeitig in Bereichen wie Soziales und bei den freien Medien gespart wird. Diese Prioritätensetzung stößt auf wachsenden Widerstand.
Besonders ist auch die selbstorganisierte Nutzung der Fläche in St. Marx, auf der die Halle gebaut werden soll: Dort befanden sich zuletzt ein selbstorganisierter Skatepark, gemeinschaftlich genutzte Gartenflächen sowie Infrastruktur für Konzerte und kollektive Aktivitäten wie gemeinsames Kochen.
Am 9. April wurde das Areal ohne Vorankündigung geräumt. Augenzeug:innen berichten von einem brutalen Vorgehen der Polizei, mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Enric von der VON UNTEN Redaktion war sowohl bei der spontanen Solidaritätskundgebung unmittelbar nach der Räumung vor Ort als auch am darauffolgenden Tag beim Polizeianhaltezentrum (PAZ), wo Unterstützer:innen auf die Freilassung der Festgenommenen warteten.
Mehr Infos findet ihr auf der Instagram Seite von st.marxfüralle.

Beitragsgestaltung: Enric Thier

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#Stimmlagen – Das Infomagazin der Freien Radios
30 Min.
Mo. 22. Dez.

6th International Marxist-Feminist Conference 2025

aufgequeerlt

This year, the 6th International Marxist Feminist Conference, organised by Transform! Europe Network and took place from 21 to 23 November 2025 in Porto, Portugal.
 At a time marked by militarism, rising fascism and deepening social inequalities, the conference brought together activists, researchers and artists to think collectively about resistance, solidarity and feminist futures.

In this episode, we’ll broadcast an interview with Tjaša Cankar from the Institute of Culture and Memory Studies in Slovenia. She speaks about how Yugoslav Marxists and Marxist feminists can inform our struggles today.

We’ll then continue with three longer audio contributions:
João Manuel de Oliveira from University Institute of Lisbon talks about feminisms as communal spaces and the role of socialist feminisms in resisting fascism.
– A representative of Mor Dayanışma discusses women’s struggles in Turkey, offering perspectives from the ground up.
Daniela Carvajal Enríquez and Erandi Villavicencio from Bordar la Ternura (Embroidery of Tenderness) from Ecuador share how collective political embroidery becomes a practice of resistance, memory and emancipation.

Music (c): КУКЛА, Mynda’Guevara, Yayla and Margarita Laso
Photo: jz

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52radiominuten
59 Min.
Mi. 23. Juli

Wie weit darf Naturschutz gehen?

„Geschützte Natur: Kein Platz für Menschen?“

Der Versuch Naturschutz, Wirtschaft und Lebensraum für Mensch und Tier zu vereinbaren, löst nicht selten Widersprüchlichkeiten aus. Und das nicht nur bei uns in Europa:

In Tansania droht zehntausenden Massai die Vertreibung:
Mit dem Vorwand Naturschutzgebiete weiter auszubauen, plant die tansanische Regierung die Menschen, die in diesen Gebieten leben, zu vertreiben. Andererseits gibt es Vorhaben den Tourismus, wie beispielsweise neue Hotelanlagen, in denselben Gegenden, weiter auszubauen.
Menschen, die in geschützten Gebieten siedeln, leben sehr verbunden zur Natur und den dort vorkommenden Wildtieren.

Durch steigende Kritik an diesen Plänen der Regierung und die Frage, wie weit Naturschutz in solchen Fällen gehen darf, wird der Widerstand der Massai zunehmend lauter und international gehört.

Jedes Jahr lädt das Welthaus der Diözese im Rahmen des interkulturellen Bildungsprojekts „Begegnung mit Gästen“ Projektpartner:innen nach Österreich ein. Heuer besuchten von 27. April bis 02. Mai Gäst:innen aus Tansania Oberösterreich.

Am 28. April fand gemeinsam mit zwei der Gäst:innen ein Ausflug in den Nationalpark Kalkalpen statt: Herr Manasa, der für eine menschenrechtliche Organisation arbeitet und Frau Mbario, die aktiv in einer mitgliederorientierten Organisation von und für Massaifrauen ist.

Gemeinsam mit Mitarbeiter:innen der Diözese Linz, des Nationalparks Kalkalpen und Prof. Jacqueline Loos mit einer Arbeitsgruppe der Uni Wien, die Umweltgerechtigkeitsforschung betreibt, entstand im Zuge dessen ein spannender Austausch über die eben beschriebene Lage. Fokus lag auf den Unterschieden zwischen Österreich und Tansania wenn es um Konflikte und wirtschaftliche Bedürfnisse rund um Nationalparke und Naturschutzgebiete geht.

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FROzine
43 Min.
Fr. 30. Mai

Interview mit Ákos Cserháti über „Civil Rádió“ (Langversion)

Ein Interview im Rahmen des Projektes „Im Fluss“ (www.in-flux.at) mit Ákos Cserháti, dem Managing Director von Civil Rádió (Budapest) – über die Anfänge und den Grundgedanken dieses Freien Radios, den Kampf mit den immer absurder werdenden Mediengesetzen, den Verlust der UKW Frequenz 2019 und das Dasein als Internetradio, den Verfall der Demokratie in Ungarn und weltweit, und die Rolle der Donau für das Leben in Budapest.

Link zur Sendung (Im Fluss – on air 3/8), in der eine gekürzte Version ausgestrahlt wurde: https://cba.media/714239

 

 

 

 

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Im Fluss – on air
37 Min.
Do. 01. Mai

Crossing Europe und „Wirf dein Herz ins Meer“

Am 1. Mai 2025 hat der neue Dokumentarfilm von Eric Schirl und Christian Kogler „Wirf dein Herz ins Meer“ beim Crossing Europe Film Festival Weltpremiere. Viele, die beim Film mitgearbeitet haben, haben engen Bezug zu TERA FM und PHTV – deshalb widmen wir diese TERA FM Sendung am gleichen Tag dem Crossing Europe Festival und dem Film „Wirf dein Herz ins Meer“. „Special Guests“ sind zwei Hauptprotagonistinnen des Films, Lauren und Andrew Gottworth, zwei US Amerikaner*innen, die in Berlin leben.

Einem Schwerpunktthema des Films folgend, geht es deshalb auch um OCD (Obsessive Compulsive Disorder), auf Deutsch meist noch etwas irreführend „Zwangstörung“ genannt.

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Tera FM
60 Min.
Mo. 24. März

Con la misma moneda – Artivism in Action

aufgequeerlt

On March 8th, we celebrated International Women’s Day. In Linz, the annual demonstration continues to grow, with around 4,500 people marching along Landstraße under the motto: “Smash the patriarchy, fight for democracy”.

This year, the protest was accompanied by a special artistic collaboration. Over three days, a group came together to prepare a performance under the guidance of singer-songwriter and activist Mary Cow. The workshops and performance were part of Artivismus, a project initiated by activist Mar Pilz in collaboration with FIFTITU%. Together with Mary Cow, who hails from Nicaragua, participants worked on staging her song Con la misma moneda (German: Mit barer Münze).
Mary wrote this song some time ago, but it remains highly relevant. It speaks to the need for safe spaces, free from harassment—a topic that resonates deeply across borders. The multilingual workshop aimed to bring together activists, artists, and individuals to collectively rehearse and perform the piece during the March 8th demonstration in Linz.

We spoke with Mary Cow, Marta D., and Mar Pilz about the project, the song, and the political and social challenges they seek to address through their work.

Musik: Mary Cow
Foto: Jerneja Zavec

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52radiominuten
59 Min.
Mi. 23. Okt.

Einblicke in Vietnams Gewerkschaft

Gewerkschaftsstrukturen und aktuelle Entwicklungen in Vietnam: auf EU-Ebene wurde intensiv am Lieferkettengesetz gearbeitet. Wie werden solche Entwicklungen in Vietnam wahrgenommen? Ist fairer Tourismus ein Thema? Im November machen sich österreichische Gewerkschafter:innen auf die Reise nach Asien.

Anfang Oktober kam auf Einladung von solidar der internationale Sekretär des Vietnamesischen Gewerkschaftsbunds, Hieu Duong Xuan, für eine Woche als Gastredner nach Österreich. Im Rahmen seines Besuches fanden mehrere Veranstaltungen statt, welche Möglichkeit zum Austausch geboten haben, um sich aus erster Hand über die aktuellen Herausforderungen der Gewerkschaft in Vietnam zu informieren.

Die Veranstaltungen wurden in Kooperation mit der Österreich Kubanischen Gesellschaft von Solidar Austria dem entwicklungspolitischen Verein im Österreichischen Gewerkschaftsbund organisiert. Mehrere Tage im Oktober waren somit dem internationalen Austausch zwischen Gewerkschafter:innen und auch interessiertem Publikum gewidmet.

Hieu Duong Xuan, internationaler Sekretär des Vietnamesischen Gewerkschaftsbund zu Gast in Linz und Wien: Hieu verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Gewerkschaftsorganisationen in verschiedenen Bereichen, wo er die Programme zwischen den vietnamesischen Gewerkschaften und ihren Partnern koordiniert; die meisten dienen der Sensibilisierung und dem Aufbau von Kapazitäten für Gewerkschafter auf verschiedenen Ebenen in Vietnam. Gelegentlich führt er auch Forschungsprojekte zu verschiedenen Themen durch, um Empfehlungen für die Erneuerung oder Stärkung der Organisationsstruktur und der Aktivitäten der vietnamesischen Gewerkschaften zu geben. Jetzt im Oktober in Österreich – und im November auch in Vietam -, werden sich österreichische und vietnamesische Gewerkschafter:innen darüber austauschen.

In der Sendung zu hören sind die beiden Gewerkschafter Gottfried Sommer und Hieu Duong Xuan, sowie die Übersetzerin Sophie Staud.

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solidar – das entwicklungspolitische Magazin
30 Min.
Di. 28. Nov.

Feminist ecologies of self-publishing: La_bekka & tumbalacasa ediciones

In conversation with Martu and Inés from the transhackfeminist collective La_bekka, and Andrea Ancira from the project tumbalacasa ediciones, about their initiatives and individual journeys. On editorial feminist ecologies, self-publishing, fanzines, archive and translation.

La_bekka
la_bekka is a transhackfeminist collective, formerly the feminist hackerspace of Eskalera Karakola (EKKA), a transfeminist public house -formerly a squat- in the city of Madrid. We are interested in feminist digital infrastructure, self-managed and sustainable feminist servers, self-training in GNU/Linux systems administration, static web pages (Jekyll), design and layout with free software, documentation and version control tools, free and feminist licenses, energetic sustainability, security / digital protection for organizations, the creation of safe spaces on the internet. https://www.labekka.red

tumbalacasa ediciones
tumbalacasa is a journey, a companion or a ride somewhere between publishing, translation and the archive. our work performs as a practice of occupation and re-writing of the public that involves situated rehearsals of translation and memory. our publications are stagings of social relations, affections, rehearsals of critique, (counter) hegemony and collaboration, that seek to sow and cultivate thriving complicities. our aim: the contagion and co-production of meaning that commits us with others.

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d_sign week 2023
59 Min.
Mo. 27. Feb.

Rund um den Internationalen Frauen*kampftag

aufgequeerlt

Zu hören ist ein kurzes Interview mit der Künstlerin Verena Mayrhofer. Sie stellt ihre Kunstwerke im Rahmen des AK-Frauenmonats aus. Von 7. März bis 25. Mai 2023 können die Besucher:innen ihre Kunst im AK-Bildungshaus Jägermayrhof in Linz sehen.
Verena Mayrhofer ist Kulturarbeiterin und Künstlerin, die im analogen und digitalen Raum arbeitet. Sie ist in Linz und Stadt Haag im Verein ENT aktiv.

Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauen*kampftag in Linz:

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Als kleinen Appetizer für den Frauen*kampftag am 8. März senden wir den Beitrag mit den Reden aus den letzen Jahr um euch schon jetzt in Kampfstimmung zu bringen.

Die transkulturelle feministische Allianz Feminismus und Krawall hat 2022 ein Programm zum Thema “Solidarität” gestaltet.
Wir hören Audiomitschnitte der Reden von:
maiz (Verein von und für Migrant:innen) zusammen mit dem kollektiv (kritische bildungs-, beratungs- und kulturarbeit von und für migrant:innen)
Barbara Fischeneder (Fridays for Future Linz)
Chrislane Barros da Silva (Black Lives Matter Linz)
Eva Schuh (Geschäftsführerin Gewaltschutzzentrum OÖ, Juristin, Mediatorin, Coach)
und Mariel Rodriquez-Rodriquez (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Kunstuniversität Linz)

Musik: Yendri, CSS, EsRAP und Sevdaliza
Foto: Verena Mayrhofer

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52radiominuten
59 Min.
Mi. 09. Nov.

Gedenken zum 84. Jahrestag der Novemberpogrome

Der Autor Vladimir Vertlib und der Zeitzeuge Erwin Rammerstorfer sprechen mit Marina Wetzlmaier über Gewalt- und Fluchterfahrungen und die Auseinandersetzung mit dem Trauma. Außerdem im FROzine: Die Kämpfe um Boden: Die Bewegung für Ernährungssouveränität – eine weitere Ausgabe von Grund und Boden – Von Eigentumsfragen und Lebensgrundlagen.

 

„Die Angst hat mich sehr geprägt“

Am 9. November wird der „Reichspogromnacht“ von 1938 gedacht. Es war die Nacht, in der Nationalsozialisten überall in Österreich und Deutschland jüdische Menschen misshandelten, verschleppten oder ermordeten, sowie jüdische Geschäfte und Synagogen in Brand setzten. In Linz brannte die Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 völlig ab. Erwin Rammerstorfer war damals 6 Jahre alt. „Die Angst hat mich sehr geprägt“, erzählt der Zeitzeuge im Interview. Die Pogromnacht war der Auftakt für den Holocaust, der systematischen Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden.

Erwin Rammerstorfer verbrachte seine Kindheit in Haid im Bezirk Linz Land. Dort wurde er Augenzeuge der Todesmärsche vom April 1945. An die 22.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder wurden von den Konzentrationslagern Mauthausen-Gusen ins Anhaltelager von Gunskirchen getrieben. 55 Kilometer weit. Wer erschöpft zurückblieb oder zusammenbrach, wurde von den SS-Männern erschlagen oder erschossen. Der Todesmarsch führte an Rammerstorfers Schulweg vorbei. Er war damals 12 Jahre alt.

Vladimir Vertlib: „Ich bemühe mich um mehr Empathie in der Gesellschaft“

Anlässlich des 84. Jahrestags der „Reichspogromnacht“ lud die Welser Initiative gegen Faschismus am 8. November 2022 zur „Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass“. Redner war der Autor Vladimir Vertlib.

Vladimir Vertlib ist 1966 im heutigen St. Petersburg als Sohn jüdischer Eltern geboren. Mit seiner Familie flüchtete er vor dem staatlich beförderten Antisemitismus der Sowjetunion. Seine Migrationsgeschichte führt über zahlreiche Zwischenstationen: Israel, Österreich, Italien, Niederlande, USA, bis die Familie schließlich ab 1981 endgültig in Österreich bleiben kann. Von diesen erzählt auch sein Roman „Zwischenstationen“.

Im Vorfeld der Gedenkkundgebung in Wels hat Marina Wetzlmaier mit Vladimir Vertlib gesprochen. Er schildert zunächst die Bedeutung von Gedenken aus seiner Sicht und die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart.

„Es ist eine Mahnung an uns Heutige. Wenn wir daran erinnern, denken wir nicht nur an die Vergangenheit, sondern auch auch an die Gegenwart und die Zukunft. Und auch daran, dass wir hellhörig und hellsichtig bleiben.“

Vertlib lebt und arbeitet als freiberuflicher Schriftsteller in Wien und Salzburg. Seine Migrationserfahrungen spiegeln sich in seinen literarischen Werken wieder. Speziell der Roman Zwischenstationen beschreibt die Aufenthalte seiner Familie an verschiedenen Orten der Welt. Geprägt von seiner Flucht- und Migrationsgeschichte, seinen Erfahrungen mit der Suche nach Zugehörigkeit, setzt sich Vertlib heute für mehr Empathie in der Gesellschaft ein.

„Jede Flucht- und Migrationserfahrung ist prägend und führt zu einer Unbehaustheit. Zu einer Ambivalenz der Identität und der Zuschreibungen. Zu einer Mehrfachidentität. Man hat kein so klares Fundament.“

 

Die Kämpfe um Boden: Die Bewegung für Ernährungssouveränität

In dieser Ausgabe der Sendereihe „Grund und Boden – Von Eigentumsfragen und Lebensgrundlagen“ geht es um das Nyéléni Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität, welches  vom 28. bis zum 30. Oktober 2022 in Krems stattfand.

Nyéléni ist der Name einer legendären malischen Bäuerin, die eine zentrale Figur für die Ernährungssouveränität ihrer Region und Gemeinschaft darstellte. In Mali fand 2006 das erste weltweite Forum für Ernährungssouveränität statt.

In Krems trafen sich Lebensmittelproduzent*innen, Verarbeiter*innen, Helfer*innen, NGOs, Interessensvertretungen und Wissenschaftler*innen, um über Strategien für ein zukunftsfähiges Lebensmittelversorgungssystems zu beraten und sich weiterzubilden. Ein Beitrag in Deutsch und Englisch von David Steinwender.

Informationen auf https://ernährungssouveränität.at/

 

Am Mikrofon: Pamela Neuwirth

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FROzine
60 Min.
So. 02. Okt.

Proteste im Iran

Ein Weltempfänger anlässlich der Proteste im Iran, die mittlerweile in die dritte Woche gehen. Beiträge über Hintergründe, Reaktionen und Forderungen.

Am 13. September 2022 wird die 22-jährige Mahsa Amini (kurdisch: Jina Amini) in Teheran von der iranischen “Sittenpolizei” festgenommen. Drei Tage später stirbt sie in Gewahrsam. Laut Berichten durch Gewaltanwendung der Polizei. Tausende Menschen gehen seither in mehreren iranischen Städten zu Protesten auf die Straßen. Die Polizei greift jedoch hart durch. Laut Amnesty International habe die oberste Militärbehörde im Iran die Befehlshaber der Streitkräfte aller Provinzen angewiesen „mit aller Härte“ gegen die protestierenden Menschen vorzugehen. Diese gewaltsame Unterdrückung hat zu mindestens 52 Toten geführt, andere Quellen sprechen von über 80 Personen. Auch Amnesty International geht von mehr Toten aus und versucht die weiteren Opfer zu identifizieren. Siehe dazu: “Enthüllte Dokumente zeigen Anweisung, ‘gnadenlos’ gegen Demonstrierende vorzugehen”, Amnesty International am 30. September 2022.

Die Beiträge dieser Sendung schildern Hintergründe der Situation, Reaktionen und Forderungen:

Ein Gespräch mit Radio Jonbesh über die aktuelle Situation im Iran

Radio Jonbesh schildert die Situation im Iran und skizziert, wie es zu dem Protest kam, was zurzeit passiert und welche internationalen Reaktionen er sich wünscht. Das Interview wurde auf Englisch geführt, mit deutscher Übersetzung.

Ein Beitrag von FSK Hamburg.

Über die Lage in den kurdischen Gebieten

Mahsa (Jina) Amini war Angehörige der kurdischen Minderheit im Iran. Kurdische Aktivist*innen erkennen darin ein zusätzliches Motiv für die Festnahme und ihren Tod. Kurdische Parteien haben daher ebenfalls zu Protesten aufgerufen. Radio Corax hat darüber mit Siawash Mohamadi gesprochen, einem in Deutschland lebenden kurdischen Journalisten.

“Lasst die Haare von Irans Frauen die Sonne sehen!”

Die Künstlerin Zoya Mahallati ist aus Iranisch-Kurdistan geflohen und lebt derzeit in Bern. Radio Bern (RaBe) hat mit ihr gesprochen. Zoya Mahallati erzählt von ihrer Protestaktion vor der iranischen Botschaft und von ihrer persönlichen Erfahrung mit der Sittenpolizei im Iran.

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Soli-Demo in Graz

Solidaritätsbekundungen mit den feministischen Kämpfen im Iran finden weltweit statt, auch in Österreich. Radio Helsinki war am 25. September bei einer Demonstration in Graz vor Ort und hat darüber berichtet.

 

Sendungsgestaltung und -moderation: Marina Wetzlmaier

Musik (cc by 4.0): Mr. Smith – Sunday Solitude, Mid-Air-Machine – Only Our Footsteps in the Sand, Mr. Smith – Katman Don’t

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FROzine
50 Min.
Fr. 01. Apr.

Feminismus & Krawall | 8. März 2022 | Solidarity

Der Zusammenschluss Feminismus und Krawall präsentierte live am Linzer Hauptplatz eine Veranstaltung im Zeichen der Solidarität am Internationaler Frauentag 2022.

Protestaktion, Redner:innen, Soundinstallation, Djs, Nightline

Solidarität mit allen Frauen, Trans und Inter Personen im Kampf für Frieden.

Wir fordern Sicherheit für ALLE geflüchtete Personen ALLER Herkunftsländer!
Wir fordern Sicherheit für Schwarze Menschen und People of Color in Europa und überall!
Wir fordern Sicherheit für LGBTIQA* Personen!
Solidarität mit allen Frauen, Trans und Inter Personen im Kampf für Frieden.
https://www.feminismus-krawall.at/solidarity/

Zu hören ist ein Mitschnitt dieser Veranstaltung !

Sprecher:innen:
maiz (Verein von und für Migrantinnen) und Das Kollektiv (kritische bildungs-, beratungs- und kulturarbeit von und für migrant*innen).
Barbara Fischeneder – Fridays for Future Linz
Chrislane Barros da Silva – Black Lives Matter Linz
Eva Schuh – Geschäftsführerin Gewaltschutzzentrum OÖ, Juristin, Mediatorin
Mascha Illich – Künstlerin Studium an der Kunstuniversität Linz, Bildhauerei (Textbeitrag).
Leonie Stüger – Aktivistin aus LInz
Mariel Rodriquez-Rodriquez – Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Kunstuniversität Linz
Lisa Murhammer – Autonomes Frauenzentrum Linz
Renette Anayenyi Osako – Black Lives Matter Linz
Alice Moe / Eric big Clit – Gender*Fluid Alien Punk, Drag King & Activist (O-Ton-Botschaft)

DJ LINEUP HAUPTPLATZ: Tmnit Ghide & Bana

Moderator:innen
Olivia Schütz – Kulturschaffende, Redakteurin und Mitgründerin der freien Kulturzeitung „Die Referentin“, Vorstandsmitglied von FIFTITU% und Ayan Rezaei – Künstlerin – künstlerische Projektentwicklerin bei FIFTITU%.

Beitragsgestaltung: Helga Schager


Visuell war zu sehen: 
INSTALLATION »LAUTER LAUTE FOTZEN« von Rebekka Hochreiterin – Bildende Künstlerin und FIFTITU stellvtr. Geschäftsführerin.
Szenografin: Leonie Reese

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X_XY (Un)gelöst und (Un)erhört!
60 Min.
Mo. 28. März

WOMAN und Frauenkampftag

aufgequeerlt

Im Jahr 2021 wurden 174 Frauen Beratungsangebot bei der Frauenberatungsstelle WOMAN in Anspruch genommen. Das Angebot von WOMAN fokussiert sich auf Arbeit, Bildung und soziale Sicherung.
Wir haben mit WOMAN-Beraterinnen Anita Eyth und Ana Luz Morales über ihr Angebot, der Bedeutung von Frauenberatungen, ihre Vernetzung und über die aktuellen Herausforderungen gesprochen. Abschliessend verraten sie uns noch ihre Wünsche.

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aufgequeerlt

Feminismus und Krawall hat nach zwei Jahren Pause wieder die Protestaktion am internationale Frauenkampftag am 8. März organisiert. Wir hören Audiomitschnitte von zahlreichen Reden zum Thema “Solidarität” am diesen Tag in Linz.
Zu hören sind Audiomitschnitte der Reden von:
maiz – Verein von und für Migrant:innen zusammen mit dem Kollektiv – kritische bildungs-, beratungs- und kulturarbeit von und für migrant:innen.
Barbara Fischeneder von Fridays for Future Linz
Chrislane Barros da Silva – Black Lives Matter Linz
Eva Schuh – Geschäftsführerin Gewaltschutzzentrum OÖ, Juristin, Mediatorin, Coach
und Mariel Rodriquez-Rodriquez – vom Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Kunstuniversität Linz.

Musik (CC): Elcassete, Respect my Fist und She said Destroy!

Artwork ©️ Rebekka Hochreiter

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52radiominuten
59 Min.
Di. 01. März

Storytelling and Activism: Mx. Sugar Mamasota and Sara Meghdari

This episode hosts two Interviews as part of the project “SheddingSomethingShedding” with artists

Mx. Sugar Mamasota and Sara Meghdari in conversation with Brandon Perdomo– all 3 based in Brooklyn, New York.

Before the interviews, Brandon Perdomo is in conversation with Romina Achatz about the power of Oral History and our current situation.

SHEDDINGSOMETHINGSHEDDING is space where practice meets testimony, as independent artists share their stories of becoming in a reimagining of a salon-style gathering in a digital space.

Exploring both creative process and the embodied experiences that informs their practices, this multicultural and intergenerational project aims to encourage curiosity & wonder, and reclamation of narrative power to communities often both unheard and negotiated as other.

Themes explored in this work include ancestry, prejudice & discrimination, sex, LGBTQ+, anger, violence, trauma, community organizing and advocacy, prejudice & racism, fear, longing, love, solidarity, experience of being in a body, art & creation.

Creative process for the purpose of this work concerns makers of performance, visual, and social practice works, including community advocacy, building, and organizing.

The curator of this show is Brandon Perdomo, an interdisciplinary artist from the occupied territories of Lenapehoking, currently known as New York City – fascinated with self-reflection and alterity, which are the engines of his interventions. Interested in contemporary politics, ancestral negotiation and the intricate manners in which the body is perceived in the public sphere, his social practice turns toward stories of radical self-ownership, and what it means to “become.”

Further Information: www.studiobirdhaus.org

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Fem Poem
72 Min.
Di. 01. Feb.

Brandon Perdomo: Oral history as radical art-making

In this episode of Fem Poem Romina Achatz is in conversation with Brooklyn- based, artist and musician Brandon Perdomo, who is centering his multidisciplinary artwork around the testimony of the body. He is working at the intersection of music, photography, installations, performing arts, interviewing- -interweaving his art with narratives of Otherness.

Romina Achatz and Brandon Perdomo talk about the testimony of the body, Oral History as radical art making, the reclamation of narrative power, interviewing as an art form and a potential tool for political and social change, Audre Lorde, movement as an expression of radical self ownership and about Brandon Perdomo’s ongoing interdisciplinary interview project and work SHEDDINGSOMETHINGSHEDDING, in which he is hosting different artists- who will be featured in the next episode of Fem Poem including Mx. Sugar Mamasota (Brooklyn), Sara Meghdari (Brooklyn) and Lazarus Nazario (Bronx). Themes explored in this work include ancestry, prejudice & discrimination, sex, LGBTQ+, anger, violence, trauma, community organizing and advocacy, prejudice & racism, fear, longing, love, solidarity, experience of being in a body, art & creation.

Mx. Sugar Mamasota
Digital Composite, Brandon Perdomo 2021

„SHEDDINGSOMETHINGSHEDDING is space where practice meets testimony, as independent artists share their stories of becoming in a reimagining of a salon-style gathering in a digital space.“

„This community-driven work was conceived in New York City as the COVID-19 pandemic had both arrived and driven the city to its closure in March, 2020. (…) independent artists rally and organize to share their truths, advocate & uplift one another, and share visions for a sustainable, equitable balance in the cultural sector, all while global social solidarity movements call for land-back, fights for social, professional, economic equity. Exploring both creative process and the embodied experiences that informs their practices, this multicultural and intergenerational project aims to encourage curiosity & wonder, and reclamation of narrative power to communities often both unheard and negotiated as other.“

Further Information:

www.brandonperdomo.com

https://www.sheddingsomethingshedding.com

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Fem Poem
54 Min.
Di. 05. Okt.

Resonant fabrics: sonic sensations and socialization

Guest of this episode of FEMPOEM is sociologist, sound expert and writer Marvin Alexander Heine. He just recently finished his unpublished book „resonant fabrics: listening to the reciprocal relationships between aural architectures, sonic sensations and processes of socialization“.

In the first part he reads the subchapter „Sonic Assemblages and the City“- after that he is in dialog with Romina Achatz- about our often forgotten sense of acoustic perception, of listening, of sound.

We constantly produce sound and our physical reality is deeply affected by sound in the present moment. How can we cultivate or train the skill of acoustic perception? Marvin explains the term „Palimset: The Contemporary city’s Intersecting Sonic Layers“, talks about natural soundscapes, the phenomenology of the senses, the institutionalisation of senses in organizational cultures, of the role of sounds for our mental health, about bird songs in Spaceships ecc. Furthermore, he reads a chapter about silence during the Lockdowns in times of Covid 19- and talks about silencing as a political strategy. Can silence be a medicine and poison at the same time? Is there a way out of the hegemony of vision

 

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Fem Poem
60 Min.
Fr. 16. Juli

“Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren”

… das ist was Revolutionäres, sagt Gunther Trübswasser in der vierten Episode vom utopischen Podcast. Er hat sein Leben den Menschenrechten gewidmet – ihrer Umsetzung und Verwirklichung. Sowohl in Kunst und Kultur, als Politiker, im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Engagement und als Mensch. Bis vor kurzem war er Obmann von SOS Menschenrechte Österreich. Er gibt Einblick in sein Leben und die Real-Utopie Menschenrechte, einer Arbeit, die nie endet, wie er betont.

Gunther Trübswasser wurde 1944 in Brno geboren. Mit vier erkrankte er an Kinderlähmung. Mit 19 bekam er die österreichische Staatsbürger*innenschaft verliehen. Zwischen 1969 und 1980 gab er gemeinsam mit  Dietmar Brunnbauer ein Blues- und Jazzmagazin heraus und betrieb den „Blues Club Linz“. Außerdem war er Mitherausgeber der behindertenpolitischen Zeitschrift „LOS“ (1983 -1992).

Warum der Schritt 1991 zu den Grünen ein logischer war, erläutert er im Gespräch. Von 1997 bis 2009 war er Abgeordneter zum OÖ Landtag und Bereichssprecher für Kultur, Minderheiten, Menschenrechte und Integration. Nach der Wahl 2003 gingen die Grünen in Koalition mit der ÖVP in Oberösterreich und Trübswasser wurde bis 2007 Klubobmann im Landtag. Das waren lehrreiche Jahre, meint er. Der Wechsel von der Opposition in die Regierungsebene ist nicht leicht gewesen – zumal mit einer viermal so starken ÖVP. Auch wurde er nicht geschont von der damaligen Opposition. Das zeigte ihm, dass seine Inklusion funktioniert hatte – er bekam keinen “Rollstuhl-Bonus”.

Wie wurde das Thema Umweltschutz, Nachhaltigkeit in dieser Zeit in Oberösterreich verhandelt? Hätte man damals schon mehr tun müssen, als “nur” Filter gegen den sogenannten Sauren Regen einzubauen? Was haben Umweltschutz und Menschenrechte gemein?

Nach dem Ende der politischen Karriere, die generell unbedingt begrenzt sein sollte, laut Gunther Trübswasser, wurde er dann Obmann bei SOS Menschenrechte Österreich.  Außerdem seit 2005 Vorsitzender des Projekts „Markierungen“ (Gespräche zur kulturellen Vielfalt), zudem Mitglied der IG Autorinnen Autoren. Übrigens hat er 2005 den  Elfriede-Grünberg-Preis bekommen. Das ist ein seit 2000 jährlich verliehener Preis der Welser Initiative gegen Faschismus für Verdienste in der Bekämpfung von Nationalsozialismus. Der Preis wurde nach dem Holocaust-Opfer Elfriede Grünberg benannt.

Wie all diese unterschiedlichen Betätigungsfelder einen Nenner haben können- nämlich Antidiskriminierung, Achtsamkeit und Gleichwertigkeit, legt Gunther Trübswasser in dieser Ausgabe von Was wäre wenn… der utopische Podcast anschaulich dar. Und auch wie nah die Dystopie der Utopie in unser aller aktueller Leben ist.

Er schreibt auch regelmäßig im Rahmen des Vereins Bizeps– Zentrum für selbstbestimmtes Leben. So zum Beispiel das:

Der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 – “Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren” – konnte zwar nicht allen Menschen ein Leben in Frieden und Freiheit bescheren, aber er hat zumindest vielen die Kraft gegeben, um für ihre Würde und Rechte zu kämpfen.
Es scheint, als brauche dieser Artikel wieder neue Schubkraft, weil viele benachteiligte und diskriminierte Menschen in der Hektik der Börsenkurse und der wirtschaftlichen Erfolge allzu leicht vergessen werden könnten. Als vor ungefähr zehn Jahren Österreich, die Europäische Union und weitere 150 Staaten die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichneten, wurden Hoffnungen auf ein besseres Leben geweckt. Endlich sollten Menschen mit Behinderungen ein Recht auf Bildung, einen Beruf, eine eigene Familie und gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben erhalten. Da jenen, die auf ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben warten, die Zeit davonläuft. (Zitatende)

Darum kämpft Gunther Trübswasser seit vielen Jahrzehnten für die Menschenrechte, die Grundlage unser aller Leben sind in Österreich. Ob wir ihnen auch gewahr sind, was es braucht um sie zu stärken und warum sie keinesfalls teilbar sein dürfen, über all das spricht er mit Sigrid Ecker.

Sounds:
Henry Thomas – Bull Doze Blues
I Have a Dream – Speech by Martin Luther King

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Radio froheim
70 Min.
Do. 15. Juli

“Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren”

… das ist was Revolutionäres, sagt Gunther Trübswasser in der vierten Episode vom utopischen Podcast. Er hat sein Leben den Menschenrechten gewidmet – ihrer Umsetzung und Verwirklichung. Sowohl in Kunst und Kultur, als Politiker, im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Engagement und als Mensch. Bis vor kurzem war er Obmann von SOS Menschenrechte Österreich. Er gibt Einblick in sein Leben und die Real-Utopie Menschenrechte, einer Arbeit, die nie endet, wie er betont.

Gunther Trübswasser wurde 1944 in Brno geboren. Mit vier erkrankte er an Kinderlähmung. Mit 19 bekam er die österreichische Staatsbürger*innenschaft verliehen. Zwischen 1969 und 1980 gab er gemeinsam mit  Dietmar Brunnbauer ein Blues- und Jazzmagazin heraus und betrieb den „Blues Club Linz“. Außerdem war er Mitherausgeber der behindertenpolitischen Zeitschrift „LOS“ (1983 -1992).

Warum der Schritt 1991 zu den Grünen ein logischer war, erläutert er im Gespräch. Von 1997 bis 2009 war er Abgeordneter zum OÖ Landtag und Bereichssprecher für Kultur, Minderheiten, Menschenrechte und Integration. Nach der Wahl 2003 gingen die Grünen in Koalition mit der ÖVP in Oberösterreich und Trübswasser wurde bis 2007 Klubobmann im Landtag. Das waren lehrreiche Jahre, meint er. Der Wechsel von der Opposition in die Regierungsebene ist nicht leicht gewesen – zumal mit einer viermal so starken ÖVP. Auch wurde er nicht geschont von der damaligen Opposition. Das zeigte ihm, dass seine Inklusion funktioniert hatte – er bekam keinen “Rollstuhl-Bonus”.

Wie wurde das Thema Umweltschutz, Nachhaltigkeit in dieser Zeit in Oberösterreich verhandelt? Hätte man damals schon mehr tun müssen, als “nur” Filter gegen den sogenannten Sauren Regen einzubauen? Was haben Umweltschutz und Menschenrechte gemein?

Nach dem Ende der politischen Karriere, die generell unbedingt begrenzt sein sollte, laut Gunther Trübswasser, wurde er dann Obmann bei SOS Menschenrechte Österreich.  Außerdem seit 2005 Vorsitzender des Projekts „Markierungen“ (Gespräche zur kulturellen Vielfalt), zudem Mitglied der IG Autorinnen Autoren. Übrigens hat er 2005 den  Elfriede-Grünberg-Preis bekommen. Das ist ein seit 2000 jährlich verliehener Preis der Welser Initiative gegen Faschismus für Verdienste in der Bekämpfung von Nationalsozialismus. Der Preis wurde nach dem Holocaust-Opfer Elfriede Grünberg benannt.

Wie all diese unterschiedlichen Betätigungsfelder einen Nenner haben können- nämlich Antidiskriminierung, Achtsamkeit und Gleichwertigkeit, legt Gunther Trübswasser in dieser Ausgabe von Was wäre wenn… der utopische Podcast anschaulich dar. Und auch wie nah die Dystopie der Utopie in unser aller aktueller Leben ist.

Er schreibt auch regelmäßig im Rahmen des Vereins Bizeps– Zentrum für selbstbestimmtes Leben. So zum Beispiel das:

Der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 – “Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren” – konnte zwar nicht allen Menschen ein Leben in Frieden und Freiheit bescheren, aber er hat zumindest vielen die Kraft gegeben, um für ihre Würde und Rechte zu kämpfen.
Es scheint, als brauche dieser Artikel wieder neue Schubkraft, weil viele benachteiligte und diskriminierte Menschen in der Hektik der Börsenkurse und der wirtschaftlichen Erfolge allzu leicht vergessen werden könnten. Als vor ungefähr zehn Jahren Österreich, die Europäische Union und weitere 150 Staaten die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichneten, wurden Hoffnungen auf ein besseres Leben geweckt. Endlich sollten Menschen mit Behinderungen ein Recht auf Bildung, einen Beruf, eine eigene Familie und gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben erhalten. Da jenen, die auf ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben warten, die Zeit davonläuft. (Zitatende)

Darum kämpft Gunther Trübswasser seit vielen Jahrzehnten für die Menschenrechte, die Grundlage unser aller Leben sind in Österreich. Ob wir ihnen auch gewahr sind, was es braucht um sie zu stärken und warum sie keinesfalls teilbar sein dürfen, über all das spricht er mit Sigrid Ecker.

SDG 10
Sustainable Development Goals

Sounds:
Henry Thomas – Bull Doze Blues
I Have a Dream – Speech by Martin Luther King

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Was wäre wenn… der utopische Podcast
70 Min.
Di. 06. Juli

Must be the season of the witch?

In der Sendung liest Amsel Miesenberger einen Text namens „Must be the season of the witch“. Er setzt sich kritisch mit der Kommerzialisierung dieses Themas auseinander. „Sowohl in der Popkultur als auch in feministischen Kämpfen taucht die Figur der Hexe immer wieder auf. Doch durch ihre unkritische Vermarktung und die Mythologisierung von frauenfeindlicher Gewalt ist die Ästhetik der Hexerei nicht mehr durchwegs widerständig, sondern kann in eine KomplizInnenrolle rutschen, die zur Ausbeutung von ArbeiterInnen, zur Verfestigung von Geschlechterklischees sowie zur Verharmlosung der historischen und aktuellen Hexenverfolgungen beiträgt.“ Dieser Text dient als Diskussionsgrundlage für einen Austausch, Dialog zwischen Amsel Miesenberger und Romina Achatz. Sie sprechen über „Othering“, „Lookism“, Ausgrenzung von bestimmten Körpern, Antisemitismus in den Hexenvorstellungen, über die sogenannten „Hexendörfer“ im Norden von Ghana (Hexenverfolgung gilt als gesetzlich verankerter Fluchtgrund), über die Dämonisierung der weiblichen Sexualität, die nicht an Reproduktion gebunden ist. Der Dialog baut immer wieder Brücken von der Vergangenheit zu gegenwärtigen Themen. Am Ende der Sendung liest Romina Achatz einen selbst verfassten, englischen Text über Neoliberalismus der Hand in Hand geht mit einem großen Spirituellen Markt, der Menschen verkauft, dass es ihre eigene Schuld sei wenn sie Repressionen erleben, anstatt gemeinsam, gesellschaftlich an besseren Lebensbedingungen für uns alle zu arbeiten.

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Fem Poem
48 Min.
Mo. 31. Mai

Widerstand gegen Dauerherrscher

Der Weltempfänger im FROzine über Solidaritätsaktionen für Weißrussland, Proteste in Myanmar, Staatsstreich in El Salvador und Verurteilungen von Geflüchteten auf Lesbos.

Solidarität mit Aktivist*innen in Belarus

„Alles, was einen Hauch von Freiheit hat, wird unterdrückt“, sagt die Aktivistin Irina Kaspirowitsch im Interview mit Radio LORA München. Sie ist Mitglied der belarussischen Diaspora in Bayern. Seit 2020 wächst die Solidaritätsbewegung nicht nur in Deutschland, sondern auch international, vor allem seit der Präsidentschaftswahl im August 2020, als sich Alexander Lukaschenko erneut zum Sieger erklärte. Lukaschenko ist seit mittlerweile 26 Jahren an der Macht, die letzten Wahlen gelten als „Scheinwahlen“, da sie von massiven Fälschungen und Unterdrückung von Regimekritiker*innen begleitet waren. In landesweiten Massendemonstrationen forderten die Menschen den Rücktritt Lukaschenkos und eine Freilassung der politischen Gefangenen in Belarus. Tausende Regimegegner*innen sitzen derzeit in Haft. Je mehr der Druck auf die Aktivist*innen im Inland steigt, desto mehr organisiert sich die Exilbewegung. Am 29. Mai fand daher eine internationale Solidaritätsaktion statt.

Interview jetzt hören

Andauernde Proteste in Myanmar

Seit dem Militärputsch in Myanmar am 1. Februar 2021 finden täglich Proteste der Bevölkerung statt. Den Staatsstreich begründete das Militär mit dem Ergebnis der Parlamentswahlen vom November 2020. Diese hatten dem militärnahen Parteien ein Wahldebakel beschert, während die National League for Democracy (NLD) unter der Führung von Regierungschefin Aung San Suu Kyi die Mehrheit im Parlament erlangt hatte. Eine Niederlage, die das Militär nicht hinnahm. Die Generäle ließen Aung San Suu Kyi sowie weitere Regierungsmitglieder verhaften und rissen die Macht an sich. Die Proteste gegen das Militär werden von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt und zeichnen sich durch Diversität und Kreativität aus. Doch die Menschen kämpfen auf der Straße auch um Leben und Tod. Sicherheitskräfte greifen mit Gummigeschossen, Blendgranaten und scharfer Munition an. Die Situation wird immer unübersichtlicher. Denn die Bewegung zeichnet sich auch durch unterschiedliche Interessen aus, ethnische Konfliktlinien spielen ebenso mit hinein. Wie geeint ist die Protestbewegung und wie sehen die Perspektiven für Myanmar aus? Antworten liefert ein Beitrag von Radio Corax.

Beitrag jetzt hören

El Salvador: „Präsident Bukele geht es um Macht und Geld“

Die Wahl Nayib Bukeles zum Präsidenten von El Salvador im Februar 2019 bereitete der Polarisierung zwischen der rechten ARENA und der linken FMLN ein Ende. Fast dreißig Jahre hatte dieses Zweiparteiensystem bestanden. Bei den Wahlen Ende Februar 2021 holte Bukele auch noch die absolute Mehrheit im Parlament. Sein Regierungsstil lässt zunehmend autoritäre Tendenzen erkennen. Zuletzt hat er am 1. Mai defacto die Gewaltenteilung abgeschafft. Radio Onda des Nachrichtenpools Lateinamerika hat mit dem dominikanisch-salvadorianischen Wirtschaftswissenschafter César Villalona über die politischen Verhältnisse in El Salvador gesprochen.

Interview jetzt hören

Lesbos: 146 Jahre Haft für Schutzsuchenden

Nachdem die Schutzsuchenden im Boot zurückgelassen wurden und in Seenot geraten waren, griff Mohamad H. zum Steuer, um sich und die anderen zu retten. Dafür wurde er am 13. Mai als vermeintlicher „Schmuggler“ zu 146 Jahren Haft verurteilt. Der Fall stehe exemplarisch für viele andere und sei die Folge einer europäischen Politik der Abschreckung und Abschottung. Borderline Europe betreut den Fall. Im Beitrag von Radio Dreyeckland Freiburg hören Sie den Prozessbericht aus Lesbos.

Beitrag jetzt hören

 

Moderation: Marina Wetzlmaier

cc-Musik: Rakiya – Gori More / Taban Canu

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FROzine
49 Min.
So. 02. Mai

Weltempfänger: Globaler Wettlauf um Impfstoffe

Der Weltempfänger im FROzine zu den Themen: Patentrechte bei Impfstoffen, verstrahltes Wasser in Fukushima, Gedenken an den Genozid an den Armenier*innen und ein Beitrag zum Internationalen Tag der Pressefreiheit.

Von Patenten und Impfstoffen zum Welttag des geistigen Eigentums

Seit September 2020 fordert eine Petition von Medico International, dass die Patente auf Impfstoffe gegen das Coronavirus aufgehoben werden. Nur 1 % der Impfstoffe gehen an ärmere Länder, viele Menschen würden erst 2023 oder 2024 mit einer ersten Dosis rechnen können. Schuld an der ungleichen Verteilung seien die Patentrechte, sagt Jörg Schaaber von der BUKO-Pharma Kampagne. Im Interview mit Radio Corax spricht Schaaber über das große Geschäft mit den Impfstoffen. Zum Welttag des geistigen Eigentums am 26. April ging Radio Corax außerdem der Frage nach, ob die Forderung von Medico International im Widerspruch zum Recht auf geistiges Eigentum steht.

Beitrag zum Nachhören

Japan: Wohin mit dem verstrahlten Wasser?

Der Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist 10 Jahre her. Seitdem sammelt sich radioaktiv verseuchtes Wasser an, das in Tanks gelagert wird. Gut 1,2 Millionen Tonnen dieses Wassers wollen die Betreiberfirma Tepco und die japanische Regierung ins Meer leiten. Denn spätestens 2022 seien die Lagerkapazitäten erschöpft, sagt Tepco. Die Pläne, das Wasser zu filtern und ins Meer zu leiten stößt auf heftige Kritik. Denn das Wasser ist längst nicht so sauber wie Tepco behauptet. Das meint Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte bei Greenpeace. Heike Demmel von Radio Z in Nürnberg hat mit ihm gesprochen.

Interview zum Nachhören

Gedenken an den Genozid an den Armenier*innen

Am 24. April 1915 begann die Vertreibung und systematische Vernichtung der Armenier*innen im Osmanischen Reich. Bis zu 1,5 Millionen Armenier*innen wurden innerhalb von zwei Jahren ermordet. Bis heute weigert sich die Türkei diese Massaker als Völkermord anzuerkennen. Auch international versucht sie das zu verhindern. Doch kürzlich hat US-Präsident Joe Biden offiziell von einem Genozid gesprochen. Auch in Deutschland, das im Ersten Weltkrieg aufseiten des Osmanischen Reichs gestanden war, kam die Anerkennung spät. In einer Resolution vom 2. Juni 2016 erkannte der deutsche Bundestag die Verbrechen an den Armenier*innen als Genozid an. Über die Hintergründe und die Geschichte des Völkermordes hat Radio Corax mit dem Journalisten und Autor Ismail Küpeli gesprochen.

Interview zum Nachhören

„Die Wahrheit ist unser Geschäft“

Der 3. Mai ist Internationaler Tag der Pressefreiheit. Jedes Jahr veröffentlicht die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen eine Rangliste der Pressefreiheit. Das Fazit: In fast dreiviertel von 180 untersuchten Ländern ist kritischer und unabhängiger Journalismus teilweise oder ganz eingeschränkt. Die Corona-Pandemie diente vielfach als Vorwand um den Zugang zu Informationsquellen zu erschweren und die Berichterstattung zu blockieren.

Auch auf den Philippinen. Dort wurde die Verbreitung mutmaßlicher Falschmeldungen über die Pandemie unter Strafe gestellt. Auf der Rangliste der Pressefreiheit liegen die Philippinen auf Platz 138 von 180. Der Inselstaat zählt zu den gefährlichsten und tödlichsten Ländern für Journalist*innen. Seit Beginn der Amtszeit von Präsident Rodrigo Duterte im Jahr 2016 gab es 19 Morde an Journalist*innen. Auch Ellen Tordesillas hat immer wieder Morddrohungen erhalten. Die 73-jährige Journalistin befindet sich derzeit auf Einladung der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte in Deutschland. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen aus fast vierzig Jahren journalistischer Praxis.

 

Moderation: Marina Wetzlmaier

CC-Musik: Crowander – High Funk, Crowander – Sun Ride, Lobo Loco – Dancing at the Marketplace

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FROzine
49 Min.
Fr. 23. Okt.

Der Würdigungspreis „APPLAUSIA“ 2021 – Kategorie Musik ergeht an „JANIS JOPLIN“

Internationaler Frauentag 2021

Zum 4. Mal vergibt die Frauen*redaktion X_XY (Un)gelöst und (Un)erhört! Das feministische Magazin mit queerem Biss am Internationalen Frauentag 2021 den Würdigungspreis „A P P L A U S I A“ an herausragende Frauenpersönlichkeiten, die im Jahr 2020 On Air waren !

In der Kategorie Frauen & Musik ergeht die APPLAUSIA an: „JANIS JOPLIN“

Am 4 Oktober 2020 jährte sich zum 50. Mal der Todestag der talentierten Ausnahmekünstlerin.
Sie hat Generationen von Frauen, Millionen von Frauen – weltweit – den Weg zum Feminismus eröffnet! In tiefer Dankbarkeit an diese wunderbare, ausdrucksstarke Musikerin.

……………………………….

Infos zur Radiosendung:

„Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Masen und Massen von uns“
(Janis Joplin, 1969 – Woodstock Festival)

Diese Musikstunde ist „der Queen des weißen Bluesrock“ gewidmet.

Am 4 Oktober 2020 jährte sich zum 50. Mal der Todestag der talentierten Ausnahmekünstlerin und zur Hippie-Ikone erhobenen Janis Joplin. Sie verstarb mit 27 Jahren an den Folgen einer Überdosis Heroin.

Neben viel Musik von Joplin wird es Erzählungen aus ihrem bewegten Leben geben und soll somit als Erinnerung und Würdigung an eine unangepasste, wütende femme fatale sein. Ihre Musik prägte Generationen und deren Wunsch nach Freiheit, Rebellion und Rock`n Roll.

In Dankbarkeit und Verehrung verneigt sich live im Studio

Michi Schoissengeier (Sendungsverantwortung)

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X_XY (Un)gelöst und (Un)erhört!
59 Min.
Di. 21. Juli

From Cloudy Ecologies to Thirsty Datacenters: AMRO Research Lab 2019 Review

A final interview with the participants of the AMRO Art Meets Radical Openness – Research Lab 2019: Christina Gruber, Antonio Zingaro and Davide Bevilacqua.

Cloudy Ecologies, Climate Change, Eco-Activism
Both the digital and the analog world are based on water. For the digital cloud – a network of servers – water is needed to ensure fast streaming times, cool data center servers and supply power. The water required for this process is collected, heated, cooled and returned to the water cycle, which affects it.

AMRO Research Lab 2019/2020 questions are: Which effects do these material changes of water have on the ecosystem? In a time in which internet infrastructure has such a central role in our daily life, how can we rethink the balance between the human needs of technology and the resources available in nature?

Interview und editing: Julia Grillmayr

More info about the 2019 RL Activities:
https://research.radical-openness.org/2019/
https://core.servus.at/de/projekt/2019/2019-research-lab

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AMRO Podcast // Art Meets Radical Openness
39 Min.
Di. 01. Dez.

Objectification and sexualised violence against women

In this interview Romina Achatz is in conversation with activist, animal lover and part times artist Flora S. Traninger.

In the last year of her high-school she wrote a thesis called „A show case of  objectification and sexualized violence against women“. She emphasizes discussions of harassment and sexual abuse in teenage years.

Flora explains the results of her research concerning the statistics of sexualized violence in Austria, USA and Europe.

She also explains the terms „Definitory Power“, Feminism , toxic masculinity, NO means NO, the systemic violence of Patriarchy/Hegemony; the future of sex/health education in schools and much more.

Jingle- Voice by multi- media artist Raphaela Salhofer

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Fem Poem
39 Min.
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