f7bdd99bb70d10a22397d0f4cca9936e.jpg
Kultur & Bildung spezial

Big Data

Bericht über eine zweitägige Veranstaltung an der JKU zum Thema "Big Data".

Am 27. und 28.4. fand das vom Kulturinstitut der Johannes Kepler Universität veranstaltete Symposion „BIG DATA – Perspektiven kritischer Sozial- und Kulturwissenschaften“ statt. Im Ankündigungstext heißt es dazu:

„BIG DATA ist in aller Munde. Eine glorreiche Zukunft in der „Datengesellschaft“ wird uns prophezeit. BIG DATA war ursprünglich ein technischer Begriff für Datenmengen, die bei der Analyse (v.a. in sog. „Echtzeit“) die konventionellen Computerkapazitäten überforderten (z.B. in der Klimaforschung). Heute wird BIG DATA äußerst vage und vieldeutig verwendet, um unterschiedlichste direkt oder indirekt kommerzielle Ziele zu verfolgen, z.B. Siege in Formel 1-Rennen, Prognosen von Aktienkursen und Seuchen, invasives Marketing. Es geht um Kontrolle, gerade auch um die Kontrolle der Zukunft. Goldgräberstimmung macht sich breit…

Wir möchten in dieser Veranstaltung versuchen, die Methoden der BIG DATA-Analytik verstehen und kritisieren zu lernen und ihre möglichen Auswirkungen auf das menschliche Zusammenleben abzuschätzen. Ethische Überlegungen sind dabei unverzichtbar. Beschert uns BIG DATA tatsächlich das gelobte digitale Land? Oder geraten wir in Endlosschleifen? Denn die BIG DATA-„Prognosen“ betreiben die Fortschreibung des Bisherigen und dessen Verstärkung. Wo bleibt da noch Platz für NEUES? Das „Ende der Theorie“, das Ende wissenschaftlicher Modelle, das Ende wissenschaftlicher Methoden wird proklamiert. Die Perspektiven kritischer Sozial- und Kulturwissenschaften, von Wissenschafts- und Kulturtheorie, Wissenschafts- und Informationsethik stehen daher im Vordergrund der Vorträge, Diskussionen, Demonstrationen, Präsentationen, Science-Datings.“

Quelle:

http://www.kulturinstitut.jku.at/symposion2017.html

 

Diese Sendung bringt Auszüge aus allen dabei gehaltenen Vorträgen:

Workshop 1 („Gläserne Menschen?)

Gerhard Fröhlich, Linz: Big Data: Die Verheissungen
Silja Kempinger, Linz: „Wir kennen jeden Menschen besser als diese sich selbst“
Andrea Ghoneim, Krems: David gegen Goliath – oder welche Datenbasis bringt welche Erkenntnisse

Workshop 2 („Rohes“ und „Gekochtes“)

Gerhard Fröhlich, Linz: „Rohes“ & „Gekochtes“, informationswissenschaftlich
Herbert Hrachovec, Wien: Rohdaten oder Der Mythos des Vorgegebenen
Ulrich Herb, Saarbrücken: Metriken, Kennziffern, Event Logging – Informationswissenschft pro oder Contra Wissenschaftssteuerung?

Workshop 3 („Zwischen Himmel und Erde“)

Dirk Solte, Karlsruhe: Big Data-Analytik – Auswirkungen auf Beschäftigung und Teilhabefairness
Andreas Vogl, Wels: Datenbilder und der Kampf um Aufmerksamkeit

 

Gestaltung:

Claus Harringer

Zuletzt geändert am 01.05.17, 00:00 Uhr

Verfasst von Claus Harringer

zur Autorenseite
Gesendet am Fr 05. Mai 2017 / 17 Uhr

Schreibe einen Kommentar