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Betty’s theatralische Schweinerettung

Der Blick in die Augen des Schweins Betty bedeutet seine Rettung vor der Schlachtung, weil Männlichkeit neu verhandelt wird, während weibliche Sexualisierung zu Lachern führt.

Das Musical >Betty Blue Eyes. Das Musical mit dem Schwein< spielt im Jahre 1947. Kurz nach dem Krieg sind Lebensmittel knapp und werden rationiert, die Menschen sehnen sich nach Wohlstand und dem Ende des Mangels. Frisches Tierfleisch stellt zu dieser Zeit einen besonderen Sehnsuchtsfaktor dar. Trotz all dem überlebt das Schwein Betty, weil der Blick in ihre blauen Augen dazu führt, dass ihr Leben gerettet wird.

  • Welche Beziehung zwischen Tier und Mensch kommt zum Ausdruck?
  • Was hat das Musical mit patriarchaler Macht und Hierarchisierung zu tun?
  • Wie wird Männlichkeit verhandelt und welche Rolle spielt Sexualisierung?

Philosophin und Kulturredakteurin Susanne Karr analysiert für uns Aspekte der Inszenierung. Buch von Susanne Karr „Verbundenheit. Zum wechselseitigen Bezogensein von Menschen und Tieren“ (Neofelis Verlag)

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Regierungsplan: Absolutes Beweisverwertungsverbot

Im Infomagazin Stimmlagen mit dem Titel „Tierschutz bestrafen Tierquälerei fördern“ haben wir kürzlich darüber berichtet, dass die Regierung plant landwirtschaftliches Eigentum besser zu schützen als privates Eigentum.

Der besondere Schutz für Tierproduzent*innen und ihr Eigentum könnte dem öffentlichen Interesse im Wege stehen. Beispielsweise wenn es darum geht, dass Missständen in Tierstallungen dokumentiert und geahndet werden können. Ein weiteres Vorhaben könnte sich eventuell darauf auswirken.

Innerhalb einer Strafrechtsreform plant die Bundesregierung auch ein „absolutes Beweisverwertungsverbot“ einzuführen. Im Regierungsprogramm 2017 – 2022 ist auf Seite 44 zu lesen: „Absolutes Beweisverwertungsverbot bei rechtskräftig festgestellter Rechtswidrigkeit einer Ermittlungsmaßnahme im konkreten Strafverfahren und in anderen Verfahren; zwingende Vernichtung sämtlicher solcherart erlangter Ermittlungsergebnisse und Verbot jeglicher Auswertung“

  • Was kann das bedeuten?
  • Für welche Form der Ermittlungsarbeit soll das gelten?
  • Könnte investigative recherchiertes Foto- und Videomaterial von NGO‘s beispielsweise im Tierschutz betroffen sein?

Eine Einschätzung von Strafrechtsexperten Jens Bülte und Nationalratsabgeordneten und Justizsprecher (SPÖ) Hannes Jarolim.

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Sprudeln am Musikfestival „Sprudel Sprudel und Musik“

Das Musikfestival „Sprudel Sprudel und Musik“ kehrt zurück. Mitten in der Natur und im naturverbundenen Gössl am Grundlsee können Besucher*innen Kunst und Kultur erleben.

Warum es sich lohnt zu sprudeln erklären Veranstalter Franz Steinegger, Karikaturist Gerhard Haderer und Künstlerin Jacqueline Korber.

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Musik:  „in dein goatn“ von Martin Spengler und die foischn Wiener

Zuletzt geändert am 13.07.18, 08:01 Uhr

Victoria Windtner

Verfasst von Victoria Windtner

Freie Journalistin, Redakteurin, Autorin
seit 2017 Redakteurin im Infomagazin FROzine
Ressort: Agrar- und Tierpolitik

Schwerpunkte: österreichische Tierproduktion, hegemoniale Bildproduktion und politische Gegenwartskunst.

Befragt dominante Selbstverständlichkeit und bedeutsame Nicht-
Sichtbarkeit. Schätzt kritische Unbequemlichkeiten und das Lächeln.

Studierte Kunstwissenschaft und Philosophie, Medienkultur und Kunsttheorie und ist PhD-Kandidatin für angewandte Kultur- und Kunstwissenschaften.

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Gesendet am Do 12. Jul 2018 / 18 Uhr

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