00cfe48cc8855be50de5808fb9e353e6.jpg Petra Moser
Petra Moser

Barrierefreies Radiostudio ist machbar

Dass ein barrierefreies Radiostudio möglich ist, zeigt die Forschungsarbeit von Radio FRO im Projekt "openAIR". Das Projekt beschäftigt sich mit der technischen Ausstattung, also dem Herzstück eines jeden Radiostudios: dem Mischpult.

Ziel von „openAIR“ ist die barrierefreie Bedienung der Studiotechnik und somit die Ermöglichung des selbständigen Radiomachens für Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Ein erster Testbetrieb, noch im Entwicklungslabor des Ars Electronica Futurelabs, das für die Umsetzung verantwortlich zeichnet, konnte in der vergangenen Woche erfolgreich durchgeführt werden. In einem letzten Entwicklungsschritt wird nun noch am technischen Feinschliff und dem Einbau ins Livestudio von Radio FRO gearbeitet.

„Eine der Besonderheiten unserer Entwicklung ist, dass die Produktionskosten sehr gering gehalten werden konnten und trotzdem eine immense Verbesserung der Bedienbarkeit der Studiotechnik erreicht werden kann“, betont Sabina Köfler, Projektverantwortliche bei Radio FRO. 

Ebenso wichtig ist für das Freie Radio, dass das Steuerungstool als „Open Hardware“ veröffentlicht wird und somit von jeder und jedem nachgebaut werden kann. Dadurch ist es auch auf längere Sicht möglich, gemeinsam mit Interessierten an einer weiteren Verbesserung und Anpassung an Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu arbeiten.

In den nächsten Tagen werden Radio FRO und das Ars Electronica Futurelab in die letzte Entwicklungsrunde gehen und in Kürze die barrierefreie Studiotechnik für alle RadiomacherInnen im Studio bereitstellen, denn auch Menschen ohne Beeinträchtigungen können von der vereinfachten Bedienbarkeit profitieren. Zum ersten Mal im Livebetrieb wird „openAIR“ bei der Sendung „Radiabled“ am 12. März um 19 Uhr auf 105.0 MHz on air gehen.

An dieser Stelle möchte sich Radio FRO vor allem bei den zahlreichen Mitwirkenden an der Entwicklung bedanken. Ein besonderer Dank geht an:

Roswitha Kröll, Wolfgang „Fadi“ Dorninger, Michael Schweiger und Petra Moser für die wertvollen Erfahrungen aus den zahlreichen Radioworkshops, Markus Diess für die Einbringung der Expertise im technischen Bereich und die Erfahrungen aus dem Projekt „Studioguard“, die Radiabled-Redaktion für die zahlreichen Tests und Verbesserungsvorschläge, Mario Marusic für die Präsentation seiner Eingabegeräte und Veronika Pauser und Michael Platz vom Ars Electronica Futurelab für die technische Umsetzung.

Das Projekt openAIR wird gefördert durch impulse.

 

Zuletzt geändert am 25.02.13, 00:00 Uhr

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Verfasst von Sabina Köfler

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