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AK Sendung November 2009

Ak Buchpreis : Reinhard Kaiser-Mühlecker
„Der lange Gang über die Stationen”.
Der Buch-Preis zählt zu einer der höchst dotierten Literaturauszeichnungen Österreichs.

Sprichcode – ein Wettbewerb für Jugendliche

Reinhard Kaiser-Mühlecker „Der lange Gang über die Stationen“

 

Reinhard Kaiser Mühlecker hat für seinen ersten Roman „Der lange Gang über die Stationen“ den Buchpreis 2009  der Arbeiterkammer Oberösterreich und des Brucknerhauses bekommen.

In einem Gespräch anlässlich der Preisverleihung am 20. Oktober in Linz spricht Reinhard Kaiser Mühlecker über sein Buch, über das Schreiben und über seine Beziehung zum Leben und zur Natur.

»Meine Frau war zu mir gezogen. Sie kam nicht aus der Gegend, sondern von weiter her, und
diese Umgebung hier war ihr noch recht neu und unbekannt. Und da, ganz am Anfang, war alles noch so einfach.« Diese Sätze leiten den ersten Roman des jungen österreichischen Autors Reinhard Kaiser-Mühlecker ein. Scheinbar nüchtern berichtet ein Mann von sich. Er ist noch nicht lange verheiratet mit einer Frau aus der Stadt, lebt mit ihr und seinen beiden Eltern auf dem Hof der Familie, den er übernommen hat und bewirtschaftet. Diese Geschichte erzählt von zwei Menschen, die sich sehr nahe sind, zwischen denen aber immer mehr Fragen auftauchen, die unbeantwortet bleiben. Immer weniger versteht der Mann, was passiert, immer mehr hat er das Gefühl, dass die Entwicklungen ihm entgleiten. Eigentümlich ergreifend ist dieser Bericht, der ohne jede Interpretation auskommt, nichts erklärt, einfach nur beschreibt.

Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs auf dem elterlichen Hof in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte Landwirtschaft, Geschichte und Inter-nationale Entwicklung in Wien. Als Literat war er 2007 Stipendiat des Herrenhauses Edenkoben. 2008 debütierte er mit dem Roman Der lange Gang über die Stationen, für den ihm unter anderem der Jürgen-Ponto-Literaturpreis und das Hermann-Lenz Stipendium verliehen wurde.

Das Buch „Der lange Gang über die Stationen” von Reinhard Kaiser-Mühlecker ist  bei Hoffmann und Campe erschienen.

 

Am 20. Oktober wurde Der Buchpreis 2009 von der Arbeiterkammer Oberösterreich und vom Brucknerhaus Linz an den oberösterreichische Schriftsteller Reinhard Kaiser Mühlecker für seinen ersten Roman „Der lange Gang über die Stationen“ verliehen.

Der Buchpreis wird seit 1999 jährlich für ein Buch  vergeben, das sich auf hohem literarischen Niveau kritisch mit der gesellschaftlichen Realität unserer Zeit beschäftigt, mit den sozialen Bedingungen, unter denen Menschen leben und arbeiten – oder nicht mehr arbeiten dürfen, mit dem gesellschaftlichen Wandel, mit den sozialen Bedingungen in der Lebens- und Arbeitswelt auseinandersetzten.

Scheinbar nüchtern berichtet ein Mann von sich. Er ist noch nicht lange verheiratet mit einer Frau aus der Stadt, lebt mit ihr und seinen beiden Eltern auf dem Hof der Familie, den er übernommen hat und bewirtschaftet. Diese Geschichte erzählt von zwei Menschen, die sich sehr nahe sind, zwischen denen aber immer mehr Fragen auftauchen, die unbeantwortet bleiben. Immer weniger versteht der Mann, was passiert, immer mehr hat er das Gefühl, dass die Entwicklungen ihm entgleiten.

 

Foto: cc/flickr StWillkofer

Zuletzt geändert am 28.10.09, 00:00 Uhr

Silke Müller

Verfasst von Silke Müller

Ein Duett aus Radiofeature-Produktion und Illustrationsausstellung hat mein Kommunikationsdesign und Medienstudium abgeschlossen. Seit dem beschäftige ich mich mit der großen, künstlerischen Radioform "Feature", mit Reportagen und Interviews mit KünstlerInnen und Kulturschaffenden.

Ich bin freischaftende Illustratorin für Plakate - zum Beispiel für Radio FRO - Zeitungen, Magazine, Bücher und Ausstellungen. Radiohören geht beim Zeichnen wunderbar.

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