Foto Otto Saxinger - Stifterhaus
Zu hören am Mi. 01. Juli 2026 / 17:30 Uhr
Anstifter - Stifterhaus Linz on air

Einen Sommer lang nur Lesen

Sommerliche Buchempfehlungen mit Sarah Püringer und Julia Brunner vom StifterHaus Linz

Ein guter Sommer ist so einer, in dem man viel zum Lesen kommt. Bücher, die einen in die Fremde mitnehmen, und Bücher, die einen in der Fremde an Zuhause erinnern. Und Bücher, die von der Zukunft erzählen, wie sie auf keinen Fall sein sollen. Warum Sarah Püringer und Julia Brunner gerade diese Bücher für den Sommer empfehlen, hören sie in dieser Folge von „Anstifter“.

Und hier finden Sie die Veranstaltungen im StifterHaus, auf die Sie sich nach einem lesereichen Sommer freuen dürfen.

Hier finden Sie einen Auszug aus den besprochenen Büchern


Marianne Jungmayr: Kontinentaldrift

Kontinentaldrift lädt dazu ein, den eigenen Horizont zu erweitern und andere Lebenswelten kennenzulernen. Wer gerne reist oder sich für unterschiedliche Kulturen interessiert, findet hier zwölf eindrucksvolle Geschichten voller Begegnungen und Menschlichkeit.


Birgit Birnbacher: Sie wollen uns erzählen

Birgit Birnbacher erzählt die Geschichte einer Mutter und ihres Sohnes, die beide mit ADHS leben und sich in einer Welt behaupten müssen, die wenig Platz für Anderssein lässt. Zwischen familiären Herausforderungen, Selbstzweifeln und überraschenden Wendungen entsteht ein Roman über Liebe, Zusammenhalt und die Frage, wie gesellschaftliche Normen unser Leben prägen. Mit viel Feingefühl verbindet Birnbacher ernste Themen mit Humor und großer Wärme.


Marlene Gölz: Himmelfahrt

Die Autorin erzählt von Menschen, die an Wendepunkten ihres Lebens stehen. Zwischen Verlust, Neuanfang und der Suche nach Orientierung entfaltet sich eine Geschichte über Beziehungen, Erinnerungen und die Kraft, trotz Rückschlägen weiterzugehen. Marlene Gölz verbindet eine ruhige Erzählweise mit intensiven Figuren und schafft so einen Roman, der zum Nachdenken anregt. Die drückende Hitze des Sommers wird dabei spürbar.


Andrea Grill: Sonnenspiel

Andrea Grill entführt ihre Leserinnen und Leser nach Apulien. Im Mittelpunkt steht eine Näherin, die unter schwierigen Bedingungen für eine Luxusmodemarke arbeitet. Als eine Journalistin ihre Geschichte öffentlich machen möchte, entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine ungewöhnliche Beziehung. Vor der Kulisse mediterraner Landschaften erzählt Grill von Freundschaft, Macht, Arbeit und Würde – poetisch, atmosphärisch und voller Sinneseindrücke.

Mit seinem italienischen Schauplatz, den intensiven Bildern und der ruhigen Erzählweise vermittelt Sonnenspiel echtes Urlaubsgefühl und regt gleichzeitig zum Nachdenken über globale Produktionsbedingungen an


Elfriede Jelinek: Unter Tieren

Elfriede Jelinek wirft in ihrem neuen Werk einen satirischen Blick auf unsere Gesellschaft. Aus der Perspektive verschiedener Tiere beleuchtet sie Themen wie Geld, Macht, Gier, Korruption und Kapitalismus. Mit ihrer unverwechselbaren Sprachkunst verbindet die Literaturnobelpreisträgerin gesellschaftliche Analyse mit scharfem Humor und fordert ihre Leserinnen und Leser dazu auf, vertraute Denkweisen zu hinterfragen.

Franz Grillparzer: Das hab ich mir anders vorgestellt

In diesem posthum veröffentlichten Reisetagebuch begleitet man Franz Grillparzer auf seiner Reise nach Griechenland im Jahr 1843. Mit feinem Humor und scharfem Blick schildert er seine Erlebnisse zwischen großen Erwartungen und den oftmals ernüchternden Erfahrungen unterwegs. Ein ebenso unterhaltsames wie zeitloses Dokument österreichischer Literatur.


Xaver Bayer: Hauch

Mit gewohnt präziser Sprache erzählt Xaver Bayer von flüchtigen Begegnungen, Erinnerungen und den unscheinbaren Momenten des Alltags. Hauch ist ein ruhiger, poetischer Roman über Wahrnehmung, Vergänglichkeit und die leisen Veränderungen, die unser Leben prägen.


Georges Simenon: Die Krimi-Reihe mit Jules Maigret

Kommissar Jules Maigret zählt zu den berühmtesten Ermittlern der Kriminalliteratur. Statt spektakulärer Verfolgungsjagden setzt er auf Geduld, Menschenkenntnis und psychologisches Gespür. Die Romane von Georges Simenon verbinden spannende Kriminalfälle mit eindrucksvollen Figuren und französischem Flair.


Alex Lépic: Die Fälle des Commissaire Lacroix

Die Krimireihe rund um Commissaire Lacroix entführt ihre Leserinnen und Leser nach Frankreich. Charmante Schauplätze, sympathische Figuren und raffinierte Kriminalfälle machen die Reihe zu einer idealen Lektüre für alle, die klassische französische Krimis mit viel Atmosphäre schätzen.


Alex Lépic: Lacroix und das Sommerhaus in Giverny

Im vierten Fall ermittelt Commissaire Lacroix im idyllischen Giverny. Was zunächst wie ein entspannter Sommeraufenthalt wirkt, entwickelt sich zu einem spannenden Kriminalfall rund um eine wohlhabende Familie, Geheimnisse und einen rätselhaften Vergiftungsversuch. Vor der malerischen Kulisse von Monets Heimat verbindet der Roman Spannung mit französischem Lebensgefühl.

Hier sind die letzten fünf Bücher, jeweils kurz zusammengefasst und mit Verlagsseiten verlinkt:


Marlen Haushofer – Die Wand

Eine Frau wird bei einem Aufenthalt in einer Berghütte plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten und findet sich hinter einer unsichtbaren Wand wieder. In völliger Isolation muss sie lernen, mit Natur, Tieren und existenzieller Einsamkeit zu überleben.


Deborah Feldman – Unorthodox

Die Autobiografie erzählt von Deborah Feldmans Aufwachsen in einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in New York und ihrem späteren Ausbruch aus dieser streng geregelten Welt auf der Suche nach Selbstbestimmung.


Thomas Mann – Der Zauberberg

Hans Castorp besucht ein Sanatorium in den Schweizer Alpen und bleibt dort länger als geplant. Der Roman entwickelt sich zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Zeit, Krankheit, Politik und geistigen Strömungen Europas vor dem Ersten Weltkrieg.


Petra Piuk – Hotel Love

Hotel Love spielt in einer dystopischen Zukunft, in der eine sogenannte Männerpartei die politische Macht übernommen hat und Frauenrechte massiv eingeschränkt wurden. In dieser Welt wird eine „neue Familie“ propagiert, bestehend aus einem Mann, einer Roboterfrau und einem künstlich erzeugten Kind.

Der Roman verbindet Gesellschaftskritik, KI-Thematik und Beziehungsmuster zu einer satirisch-düsteren Erzählung über Macht, Kontrolle und die Grenzen künstlicher Gefühle.


Ingeborg Bachmann – Malina

Malina erzählt die Geschichte einer namenlosen Ich-Erzählerin, die zwischen zwei männlichen Figuren und ihren inneren Stimmen zerrieben wird. Der Roman bewegt sich zwischen Realität, Erinnerung und psychischer Auflösung und gilt als eines der bedeutendsten Werke der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Im Zentrum stehen Identität, Gewalt, Sprache und das Verschwinden des Selbst.


Die Kurzbeschreibungen der Bücher wurden mit ChatGPT erstellt.

Sendungsgestaltung Sofia Engler

Zuletzt bearbeitet am 30.06.26, 15:54 Uhr

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