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Zivildienst in Kriegszeiten? | Unsichtbar und ausgebeutet | Entstehung eines Mobility Point

Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet Daniel Bergerweiss aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg.

Zivildienst in Kriegszeiten?
Seit dem 24. Februar 2022 steht Europa im Zeichen eines nicht mehr für möglich gehaltenen Krieges. Der Überfall Russlands auf die Ukraine zeigt in erschreckender Weise auch die Grenzen von gewaltfreien Ideologien auf. Die Antwort auf Gewalt kann nur Gegengewalt heißen – in diese Richtung laufen die meisten Debatten. Kernaussage: Die Ukraine soll sich mit Waffen verteidigen. Wie jedes andere Land darf sich auch Österreich nicht mehr darauf verlassen, dass Kriege der Vergangenheit angehören. Was bedeutet das für den Zivildienstgedanken? Hat der Wehrersatzdienst angesichts dieser Szenarien überhaupt noch eine Zukunft? „Ja“, sagt Hans-Peter Graß, der Geschäftsführer des Friedensbüro Salzburg im Gespräch mit Othmar Behr. Allerdings ist es ein „Ja“ mit einigen Anmerkungen.

Unsichtbar und ausgebeutet – Rumänische Arbeiter in Österreichs Wäldern
Bei Forstarbeiten sind in Österreich von 2018 bis 2021 13 rumänische Waldarbeiter tödlich verunglückt. Bislang wurde in Medien von tragischen Unfällen und Einzelfällen gesprochen, die auf Eigenverschulden zurückzuführen seien. Ein Recherchekollektiv bestehend aus den Journalist:innen Christian Bunke, Johannes Greß, Naz Kücüktekin sowie Christof Mackinger hat die Hintergründe der tödlichen Arbeitsunfälle und die prekären Arbeitsbedingungen in der Branche in Österreich untersucht und auf dossier.at veröffentlicht. Der Journalist Christof Mackinger war am 17. Mai zu Gast bei der Vortragsreihe „Unsichtbar & Ausgebeutet – Rumänische Arbeiter in Österreichs Wäldern“ und berichtete über die Ergebnisse seiner Recherchen. Susi Huber war für unerhört! dabei und hat mit Christof Mackinger über weitere Hintergründe gesprochen.

Hier gibt es den dossier-Artikel „Der Preis des Waldes“ und dazu die Veranstaltungsreihe in Wien, Salzburg, Innsbruck und Linz.

Entstehung eines Mobility Point
Das Sanierungskonzept Friedrich-Inhauserstraße in Salzburg Stadt hatte hohe Ansprüche an Klimaschutz und Wohnqualität. Inzwischen ist die Wohnsiedlung ein erfolgreich fertiggestelltes Vorzeigeprojekt und leistet einen Beitrag zur klimafreundlichen Wohnzukunft. Michaela Hoppe und Monika Daoudi befragten den städtischen Experten Josef Reithofer vom Amt für Stadtplanung und Verkehr über die Umsetzung des ersten Mobility Points der Stadt Salzburg, zur Leistbarkeit des Wohnens und zu geplanten Folgeprojekten. Zudem konnten sie mit einigen Bewohner:innen der neu sanierten Siedlung sprechen.

Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

Zuletzt geändert am 02.06.22, 13:15 Uhr

Gesendet am Fr 03. Jun 2022 / 18 Uhr

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