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Summerau, 96

Summerau,96 sieht sich als Plattform für authentische Literatur und Hörstücke/Hörspiele jenseits von (literarischen) Mainstreams. Auf Zuordnungen, Schubladen oder Genres wird bewusst verzichtet. Transdisziplinäre Grenzüberschreitungen im experimentellen Raum werden als Selbstverständlichkeit gesehen. Weitere Schwerpunkte sind der „poetische act“ - literarische Interventionen im öffentlichen Raum, Mitschnitte von Lesungen, ebenso wie live Lesungen im Studio mit anschließendem AutorInnengespräch.ab Dezember 2013 wird Summerau,96 von der Radiofabrik in Salzburg übernommen: Jeden 3. Samstag im Monat von 15.00 bis 15.59 Uhr. Wally Rettenbacher, selbst Autorin, betreut die Sendung seit 2011. Begründet wurde die Sendung bereits im Jahr 2000 von Erich Klinger, der auch Namensgeber für Summerau,96 ist. Klinger: „der Sendungsname leitet sich von einem Haus im Ort Summerau, ein Grenzbahnhof nahe der tschechischen Grenze, ab. Am Haus “Summerau 96” entdeckte ich 1999 die bemerkenswerte Inschrift: “Die Freuden, die in der Heimat wohnen, suchst Du vergebens in fernen Zonen.” Es gibt dort, wo wir herkommen, wohnen, leben, einzigartige Plätze, Gegenden, die es zu entdecken und wahrzunehmen gilt. Allerdings bin ich, meiner eigenen Geschichte zufolge, nicht dermaßen ortsgebunden“.

Summerau,96 sieht sich als Plattform für authentische Literatur und Hörstücke/Hörspiele jenseits von (literarischen) Mainstreams. Auf Zuordnungen, Schubladen oder Genres wird bewusst verzichtet. Transdisziplinäre Grenzüberschreitungen im experimentellen Raum werden als Selbstverständlichkeit gesehen. Weitere Schwerpunkte sind der „poetische act“ – literarische Interventionen im öffentlichen Raum, Mitschnitte von Lesungen, ebenso wie live Lesungen im Studio mit anschließendem AutorInnengespräch.ab Dezember 2013 wird Summerau,96 von der Radiofabrik in Salzburg übernommen: Jeden 3. Samstag im Monat von 15.00 bis 15.59 Uhr. Wally Rettenbacher, selbst Autorin, betreut die Sendung seit 2011. Begründet wurde die Sendung bereits im Jahr 2000 von Erich Klinger, der auch Namensgeber für Summerau,96 ist. Klinger: „der Sendungsname leitet sich von einem Haus im Ort Summerau, ein Grenzbahnhof nahe der tschechischen Grenze, ab. Am Haus “Summerau 96” entdeckte ich 1999 die bemerkenswerte Inschrift: “Die Freuden, die in der Heimat wohnen, suchst Du vergebens in fernen Zonen.” Es gibt dort, wo wir herkommen, wohnen, leben, einzigartige Plätze, Gegenden, die es zu entdecken und wahrzunehmen gilt. Allerdings bin ich, meiner eigenen Geschichte zufolge, nicht dermaßen ortsgebunden“.

Verantwortliche/r: MIRIAM - Verein zur Förderung von Medienvielfalt
Kontakt: wally@raunz.net

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Vergangene Sendungen

Nellys Version der Geschichte

Gastautorin: Erika Wimmer. In dieser Summerau,96 Ausgabe wird die Innsbrucker Autorin, aufgenommen an verschiedenen Orten und Plätzen rund um ein Innsbrucker Krankenhaus, über den Inhalt des Romans sprechen und Textpassagen daraus lesen. Zum Inhalt: Ort der Handlung ist ein renoviertes Bauernhaus in Oberösterreich, wohin es Svea, eine der Freundinnen, die die schwerkranke Schriftstellerin Valerie bis zu ihrem Tod gepflegt haben, verschlagen hat. Jahre später, an einem Pfingstwochenende, kommen alle damaligen Freunde bei Svea zusammen, um den vergangenen Tod der Freundin filmdokumentarisch aufzuarbeiten. Das naheliegende passiert: längst vergangene Beziehungsverstrickungen werden lebendig, alte Verletzungen brechen wieder auf. Verschüttete Wahrheiten kommen auf den Tisch………. Im Roman geht es der Autorin weniger um die Umstände des Todes, sondern mehr um die Entscheidung von Valeries engsten Freunden, die schwerkranke Schriftstellerin privat zu pflegen und ihr so den Tod in der eigenen Wohnung zu ermöglichen: Über Pflege als solidarischen Moment, als gesellschaftspolitischen Akt. Es geht darum, was es heißt zu sterben und was es für Menschen bedeutet, eine Sterbende bis zum Schluss zu begleiten und vor allem, was diese Extremsituation mit allen Beteiligten macht. "Nellys Version der Geschichte" ist der verstorbenen Südtiroler Schriftstellerin Anita Pichler gewidmet und soll eine „Hommage an jene Freundinnen und Freunde, die Anita Pichler in den letzten Wochen vor ihrem Tod gepflegt und begleitet haben“ sein. Erika Wimmer betont aber, daß alle Figuren des Romans frei erfunden sind, hinter ihnen stehen keine real existierenden oder verstorbenen Personen. Somit auch nicht die verstorbene Schriftstellerin Anita Pichler, der das Buch zwar gewidmet ist, „deren Geschichte aber nicht erzählt werden will“ , so die Autorin in der Widmung. Zur Gastautorin: Erika Wimmer, geboren und aufgewachsen in Bozen, lebt in Innsbruck und ist, neben der Mitarbeit am Forschungsinstitut des Brenner Archives, Autorin von Prosa, Hörspiel, Drama und Lyrik. Zuletzt erschien ihr Roman „Die dunklen Ränder der Jahre“ 2009 im Folio Verlag sowie der Roman „Nellys Version der Geschichte“, 2014 erschienen im Limbus Verlag. HP: /www.erikawimmer.net/ Zur verstorbenen Schriftstellerin Anita Pichler: Anita Pichler, am 28. Januar 1948 in Meran geboren, am 6. April 1997 in Bozen gestorben, war die erste Südtiroler Schriftstellerin der Nachkriegszeit, die über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wurde. Das schmale Werk, das sie bei ihrem frühen Tod (sie starb mit 49 Jahren an Krebs) hinterlassen hat, wurde weit über Südtirol hinaus wahrgenommen. Musik, all: www.jamendo.com 1. Akashic Records: Accordion for Amelie 2. Jay Martinez: Be myself 3. Turjan Aylahn: dessent 4. Grace kelly: ready set stay 5. Akoviani: Erhia 6. Tryad: Listen 7. Shibboleth official: farewell Wallyre/10/14

AME und der Zwergengarten.

In dieser Sendung geht es um den Zwergengarten im Salzburger Mirabellgarten, den man, vom Pegasusbrunnen aus, begehen kann. Das ist auch der Ausgangspunkt dieses literarischen „Audioguides“ mit der Lyrikerin Anna-Maria Eder. Nach historischer Annäherung an diese 15 Barockfiguren mit enger Verbindung zur „Commedia dell'arte“ führt sie weiter über die, von zwei Löwen bewachte, Treppe hinauf zu einem kleinen Brücklein, dass von den ersten beiden Zwergen flankiert wird. Nach dem Brücklein geht es rechts weiter von Zwerg zu Zwerg mit allerlei Anmerkungen sowie Gedichten der Literatin zu dieser „Antiwelt“ der Zwerge. Tipp! Audioguide für SalzburgausflüglerInnen. Wird zum download auf der cba.fro.at zur Verfügung gestellt. Zur Person: Anna-Maria Eder, studierte Kunsthistorikerin, ist Kuratorin, Lyrikerin und Schmuckkünstlerin. Die Vielfältige hat, neben zahlreichen Text- und Buchbeiträgen u.a. im im Buch „Aphrodite„ ihre Gedichte zu einem Lithographiezyklus des Künstlers Johann Weyringer veröffentlicht. Edition Antagon.2012. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Schmuckkreation und auch hier sind Wortassoziationen wichtige Impulsgeber. So hat sie etwa in einer mehrteiligen Schmuckserie das Gedicht „Knospe, Blüte, Frucht und Beileid - ein Lebenszyklus“ umgesetzt. HP: www.ame-schmuck.at Musikauswahl: www. jamendo.com 1.Dee Yan Key. Wolferl. 2. Aranaud Conde. Allegretto. 3. On classical. Guiseppe Verdi. Quartett from Rigoletto. General union. Basse dance. Daniel Roccato. Riflessi. Pavan Stazi. Flying above clouds. Tryad. Mesmerize. Rob Costlow. Contemporary Piano. L.A. passing by. Wallyre 040914

bilder einer ungewöhnlichen reise.

aus dem 5-jährigen nomadenleben der senora sed. zum inhalt: nach dem tod ihres lebenspartners, ende 1999 und nach 2-jähriger trauer begab sich die in wien lebende inga durst auf eine 5 jährige weltreise. in ihrem buch „bilder einer ungwöhnlichen reise“ beschreibt sie dieses „nomadenleben“ wie ein neues, anderes heute, plötzlich wieder spannend und voller herausforderungen. authentisch, berührend ehrlich und mutig autobiographisch, so erzählt sie von den begegnungen mit der welt der indigenen völker lateinamerikas, vom leben bei den kuna indios in panama, von erlebnissen bei schamanen im amazonas gebiet, von abenteuern in der karibik auf einem segelboot, und von einer neuen liebe: bill, der mann aus san francisco, in dessen körper auch die seele einer frau lebte – jill. diese „menage a trois“, wie inga durst die begegnung nennt, diese unvorhergesehene situation machte sie hilflos, ratlos und unglücklich. die autorin wird, aufgenommen an verschiedenen öffentlichen orten in der stadt salzburg, aus dem kapitel „jill kommt auf besuch“ lesen. im letzten teil der sendung gibt es eine buchbesprechung: margit heumann: „mein schräger blick auf wien – heitere betrachtungen einer weltstadt“ wien……spaziergänge durch die stadt, begehungen. joggend durch den prater. ihr bild von kaffeehäusern, von literaten des letzten jahrhunderts beschrieben, muß sie zurechtrücken. sie streift auch die rege kleinkunstszene wiens: musik jeder art und jeder qualität, lesetheater, pantomime, satire, multikult events, kabarett – es gibt also nichts, was es als kleinkunst nicht gibt, schreibt die autorin. und samstags? ja samstags zieht sie auf den naschmarkt oder besser gesagt auf den angrenzenden flohmarkt…. das in humorvoller wortgewandtheit geschriebene buch ist eine empfehlung für jene, die in oder über wien einen seitwärtsblick suchen. schade nur, dass manche orte umschrieben, aber nicht benannt werden. am ende des buches wird margit heumann über die transparenz der wurstscheiben, deren ästhetik und präsentation vom supermarkt der selbsterkenntnis erfaßt: wien hält mir täglich einen spiegel vor, schreibt sie, wien sei dank! mehr über den inhalt sowie einige textauszüge in der sendung ! margit heumanns schaufenster : www.margitheumann.com wallyre08/14

Nora.X. & Decodierung der Decaden

Gastautorin: Erika Kronabitter, sowie im Teil 2 Michael Fischer (soundscape). Im ersten Teil der Sendung liest die Vorarlberger Autorin und Künstlerin Erika Kronabitter Textauszüge aus dem 2013 im Limbus Verlag erschienen Roman "Nora.X.", aufgenommen am Balkon ihres "Hagebuttenhimmeldomizils" in Wien. Das Buch Nora.X. handelt um die Geschwister Nora und X. und deren -unterschiedliche- Aufarbeitung und Erinnerung an eine, von Vaterkommando und eine, die Kommandovorfälle überdeckende Mutterkrankheit dominierte Kindheit der beiden. In einer Art "Lebensessay", mit jeweils lyrischem Vorspann zu den einzelnen Kapitel, reflektiert Erika Kronabitter die verschiedenen Lebensentwürfe der beiden Geschwister: während Nora sich der Kunst verschreibt und in Granada eine Gedenkausstellung für den Poeten Garcia Lorca organisiert, die Autorin wird Textpassagen aus diesen Kapiteln lesen, wirft X. eine Bankkarriere, um sich als Friedensberater in Krisengebieten im nahen Osten zu engagieren..... Es geht also um ein zersprungenes Stück Kindheit, um verzeihen und vergessen. und auch nicht: " Familienlinie. Bruder. Schwester. Enge Beziehungen. Dahinter die Elternlinie. Vater. Mutter. Beziehungen. Außenbeziehungen. Großeltern als dritte Generation. Verbindlichkeiten. Störungen. Verschweigungen. Geheimgehaltenes, das jetzt Platz beansprucht, das in der Gegenwart seinen Platz einfordert.... (Textauszug. Buch S. 87.) Teil 2 der Sendung ist die Aufzeichnung einer Lesung im Literatursalon des BOeS Ateliers (Bund österr. Schreibpädagoginnen) auf Einladung von Petra Ganglbauer. Begleitet von Instantcomposer und Musikpoet Michael Fischer mit Soundscape Empathien, Analogien und Erwiderungen liest Erika Kronabitter aus ihrem Lyrikband „Decodierung der Dekaden“ ( Edition Art Science) sowie eine Textprobe aus einer, noch nicht veröffentlichten, Anthologie zum Thema „Freudenalphabet“ initiiert von Gerhard Jaschke und der Tanzpoetin Marion Steinfellner. …………. Aufnahme, Sendungsgestaltung: Wally Rettenbacher Links: www.Kronabitter.com http://m.fischer.wuk.at/ www.schreibpaedagogik.com/ edition Art science Limbus Verlag.at wallyre/07

„Poetischer act auf der Hohentwiel“

Der Name „Hohentwiel“ bezieht sich auf Österreichs einzigen, liebevollst renovierten Schaufelraddampfer mit Baujahr 1913. Im Rahmen des Literaturfestivals „HARD cover“, in Hard am Bodensee, fand am 25. Mai eine abendliche Literaturfahrt statt, bei der 15 geladene Autorinnen und Autoren in einer „Nachbarschaftslesung “ vor oder besser gesagt im Publikum gelesen haben.

Margarete Schütte-Lihotzky: Erinnerungen aus dem Widerstand – Das...

Margarete Schütte-Lihotzky (1897 – 2000), Österreichs bekannteste Architektin, die als Repräsentantin des „Neuen Bauens“ in der Zwischenkriegszeit in Wien, Frankfurt, der Sowjetunion und in der Türkei arbeitete, kehrte Ende des Jahres 1940 aus dem sicheren Istanbul zurück nach Wien, um sich hier dem Widerstand gegen die Nazis anzuschließen. Was sie dazu bewog diesen Schritt zu wagen und wie der Widerstand konkret aufgebaut war, darüber schrieb sie in den 90-er Jahren in ihrem Buch. Das Erste Wiener Lesetheater - Frauen lesen Frauen bringen Ausschnitte aus diesen Lebenserinnerungen von Margarete Schütte-Lihotzky. Es lasen: Judith Gruber-Rizy (Textzusammenstellung, Verantwortung), Heidi Hagl, Angelika Raubek, Susanne Schneider, Gabriela Schmoll, Hilde Schmölzer. Diese Sendung wurde aufgezeichnet am 13. März 2014 im Rahmen der Lesung im Werkl im Goethehof in Wien. (www.werkl.org) Aufnahme: Wally Rettenbacher

Nach dem Tanz der Wolkentöchter….

die nunmehr 6. reise nach indien führte die reiseliteratin wally rettenbacher in den nordosten des landes, zu den 7 schwestern. sie liest auszüge aus ihrem aktuellen literarischen reisebericht und erzählt über ihre erfahrungen und eindrücke. moderation: erich klinger. textauszug: es gibt ein indien, das jenseits bekannter reiseberichte oder medienberichte ein gesicht zeigt, dass man ihm, dem land nicht zuordnet. wo die erinnerungen vergangenheit sind, die gegenwart ihr resultat und ihre zukunft zugleich. ein indien der glühenden geschichten und gesänge. über bunte vögel, die auf den regenbäumen tanzen. über die roten blüten des flammenbaumes. die kraft der frauen. über männer, die auf den terrassen singen. über schönheit, unrecht und schmerz. dieses indien, die 7 schwestern, im nordosten des landes, habe ich erkundet: im fragen. beobachten. vergleichen. in einem versuch, zu verstehen was mich trennt und was mich verbindet mit dem volk der khasi, mit den frauen. mit den naga, den mizo und all den anderen, deren gastfreundschaft ich geniessen durfte. wallyre0414

Gastautorin: Helga Christina Pregesbauer

Die Autorin wird Texte lesen, die aus ihrer Auseinandersetzung mit dem Faschismus und seinen Folgen in der Sprache hervorgegangen sind.