Claudia Taller KLACZAK, newart
KLACZAK, newart
Jeden geraden Dienstag, 10 - 10:30 Uhr | Wiederholung jeweils: | Jeden geraden Samstag, 9 - 9:30 Uhr

Literarische Matinée

Die Literarische Matinée möchte alle, die Freude am Lesen haben, ein wenig hinter die Kulissen des Schreibens schauen lassen. Was hat es mit dem Schreiben auf sich? Nach dem Motto: Was Sie schon immer über die Schriftstellerei wissen wollten und sich nie zu fragen trauten.

Ist Schreiben überhaupt eine Arbeit? Was passiert eigentlich vor dem Schreiben? Waren die SchriftstellerInnen an all den Orten, über die sie schreiben? Kann man Schreiben lehren? Können Schriftsteller Freunde sein oder sind sie vielmehr Konkurrenten? Gibt es so etwas wie die Angst vorm leeren Blatt? Ist es für SchriftstellerInnen wichtig, in Vereinigungen zu sein, zum Beispiel im ‚Linzer AutorInnenkreis‘ oder im P.E.N.-Club?
Auf solche und ähnliche Fragen will die ‚Literarische Matinée‘ versuchen, Antworten zu finden.
In der einen oder anderen Sendung werden auch SchriftstellerInnen aus OÖ live zu Wort kommen. Und jahreszeitliche Ereignisse werden natürlich auch begangen, sei es der 8.März,der Internationale Frauentag, die gute alte Sommerfrische oder winterliche & weihnachtliche Themen wie der Schnee, Engel oder Zitate am Weihnachtsbaum.
Und immer gibt es eine fein auf die Texte abgestimmte Musik. Viel Vergnügen!

Video: Claudia Taller stellt ihre Sendung vor.

Verantwortliche/r: Claudia Taller (Bild: KLACZAK, newart)
Kontakt: claudia-taller@ecrivez.at
Sprachen: Deutsch

Kommende Sendetermine

Jul
7
10 - 10:30 Uhr
Jul
11
9 - 9:30 Uhr
Jul
21
10 - 10:30 Uhr

RedakteurInnen

Claudia Taller

Vergangene Sendungen

„Sind Briefe Literatur? – Briefwechsel berühmter...

Es gibt Briefwechsel zwischen Schriftsteller-Kollegen wie Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, es gibt Briefwechsel zwischen Kunstschaffenden verschiedener Genres wie zwischen Ingeborg Bachmann und dem Komponisten Hans Werner Henze. Und es gibt Briefwechsel zwischen berühmten Schriftstellern und ihren mehr oder weniger berühmten Geliebten, wie den Briefwechsel zwischen Arthur Schnitzler und Adele Sandrock, einer legendären Wiener Schauspielerin zu Ende des 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts, oder wie den Briefwechsel zwischen Franz Kafka und der Journalistin Jelena Jesenská. Und es gibt den wunderbaren Briefwechsel zwischen der Dichterin Ingeborg Bachmann und dem Dichter Paul Celan. Doch sind diese Schreiben selbst Literatur? Wir werden in etliche Briefwechsel hineinhören - die Antwort fällt weder leicht, noch eindeutig aus. Begleiten wird uns Musik von Neil Young, Keren Ann, Sting und Edward Elgar.

‚Namensgebung – wie kommen Schriftsteller zu den Namen ihrer...

Wie kam 'Madame Bovary' eigentlich zu ihrem Namen 'Bovary'? Das reale Vorbild für Gustave Flauberts Roman hieß doch Delphine Delamare? Wieso besteht Pascal Mercier darauf, dass die Protagonistin seines Romans 'Lea' unbedingt 'Lea' heißen muss? Kommen die Namen ihrer Figuren spontan auf die Schriftstellerinnen zu? Oder ist es sinnvoller Namensgeneratoren im Internet zu benutzen? Und wie ist eigentlich 'James Bond' zu seinem Namen gekommen? Gab es eine reale Person dieses Namens? Es wird einige überraschende Antworten geben und Umberto Eco wird auch noch zu Wort kommen. Die Musik dazu kommt von César Frank, Françoise Hardy und Elton John.

„Was Schriftsteller schreiben – ist das subjektiv oder...

Dieses Thema polarisiert - Schriftsteller wie Ilja Trojanow, Raoul Schrott, Martin Suter oder Peter Handke haben ihr je eigene Antwort zu dieser Thematik. Zig weitere Gegensatzpaare tauchen auf wie 'individuell-universell' oder 'spezifische-exemplarisch'. Wir treffen auf AutorInnen, die ein ich-freies Erzählen propagieren und solche, die ein ich-loses Erzählen strikt zurückweisen. Gustave Flaubert fühlt sich gar wie ein Gott in seinem Werk und in der Atmosphäre der Erzählungen von Pascale Mercier lässt sich seine Seele finden. Musik kommt dazu von Sting, Chris Rea und Neil Young. Und ein Musikstück dürfen Sie erraten.

Als Schriftsteller existieren – wie ist das eigentlich?

'Es wäre schön, kein Schriftsteller zu sein' - das schreibt der Schriftsteller Gerhard Amanshauser im Jahr 1980 in sein Tagebuch. Amanshauser geht gnadenlos mit sich und seinen Schriftstellerkollegen um. Die Identität des Schriftstellers, der Schriftstellerin, ist eine unsichere, eine immer wieder angezweifelte. Wir hören Zitate u.a. von Julya Rabinowich, Daniel Kehlmann, Gerhard Roth, Julian Schutting und Peter Handke. Auch die Rolle der Literaturkritik wird beleuchtet. Musik dazu gibt es von Leonard Cohen, Sophie Auster, der Tochter des Schriftstellers Paul Auster, von Eva Cassisdy und Elton John.

Der Linzer Autorenkreis – das unbekannte Wesen

Zu Gast in der 'Literarischen Matinée um 10:00' ist die oberösterreichische Schriftstellerin Martina Sens. Sie ist Mitglied im Autoren- und Autorinnen-Kreis Linz. Sie wird uns etwas über diese Autorenvereinigung - es ist die am längsten bestehende in Oberösterreich - erzählen und ihr vor kurzem erschienenes Buch 'SENSor' vorstellen. Die Musikauswahl hat Martina Sens vorgenommen: Udo Lindenberg.

„SchriftstellerInnen und ihre Verleger – wer braucht wen...

Es gibt berühmte SchriftstellerInnen und berühmte Verlage - und es gibt komplexe, bisweilen auch schwierige Beziehungen zwischen ihnen. Bachmann, Bernhard, Handke - ihr Verlag war der Suhrkamp Verlag mit dem legendären Verleger Siegfried Unseld. Mit Thomas Bernhard und Peter Handke wechselte Unseld Hunderte von Briefen. Diese Briefwechsel sind dramatischer als manches 2-Personen-Schauspiel. Marlene Streeruwitz und Gerhard Roth werden ebenso zu Wort kommen wie der radikale Skeptiker Gerhard Amanshauser, der mit gewohnter Schärfe auch gegen seine Verleger austeilt. Wer wen mehr braucht - das ist in den spannenden Beziehungsgeflechten zwischen SchriftstellerInnen und ihren Verlegern letztendlich nicht wirklich auszumachen.