Jagd, Ökologie und Tierschutz – passt das zusammen?
Eine Allianz aus Tierschützer:innen, Forstwirt:innen und ökologisch motivierten Jäger:innen fordert ein neues Jagdgesetz nach Grundsätzen des Tierschutzes und der Ökologie.
Wir verbringen immer mehr Lebenszeit in Zimmern, Wohnungen und Häusern. Die Sendereihe „Flaneur und Distel“ durchbricht diese Mauern und begibt sich einmal im Monat auf wilde Streifzüge durch die Landschaft vor der Haustür.
Zu den akustischen Fundstücken am Wegesrand zählen Gespräche mit WissenschafterInnen und AnrainerInnen, Geschichten und Entdeckungen zu Stadtwildnis und Landstrichen, Tieren, Ruinen, Pflanzen, Flüssen, Wäldern und dem Niemandsland zwischen Ortsrand und Einkaufszentren. Dazu passend gibt es Zitate und Ausschnitte aus Film, Literatur und Musik.
Video: Flaneur und Distel
Eine Allianz aus Tierschützer:innen, Forstwirt:innen und ökologisch motivierten Jäger:innen fordert ein neues Jagdgesetz nach Grundsätzen des Tierschutzes und der Ökologie.
Ein Literaturprofessor mit einem Faible für Schauerromane und Geistergeschichten, der sich für das Feiern traditioneller Feste einsetzt. Zwei Musiker, die der englischen Volksmusik mehr Achtung verschaffen wollen und ein bibliophiler Exzentriker als selbsternannter König. Auf den Spuren regionaler Identität in England und Wales.
Müll ist ständiger Begleiter der Menschen. Von der ersten Windel bis zu den Zahnfüllungen und künstlichen Hüften, die noch lange nach dem Tod erhalten sein werden. Wo immer man hinkommt – der Müll ist schon dort. In Nepal, unter dem Meer, unter den obersten Bodenschichten einer ehemaligen Mülldeponie oder am Strand der Malediven. Nikolaus Geyrhalter richtet in seinem Film „Matter Out of Place“ die Kamera auf den Müll. In langen Einstellungen zeigt er Landschaften voller menschlicher Hinterlassenschaften und er verfolgt den Weg des Mülls; wie er mühselig eingesammelt, abtransportiert, zerkleinert, verbrannt oder deponiert wird. Flaneur und Distel sprechen mit Nikolaus Geyrhalter über seinen Film als eine Abfolge von Wimmelbildern, über seine Bildsprache, die so universell zugänglich ist wie die Bildsprache der allerersten Filme der Filmgeschichte, und sie sprechen über Müll und Menschen als Teil des Ökosystems.
Eine Sendung über Tiere, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen. Themen sind das Ungezähmte in der Wissenschaft, in Filmen und Abenteuerexpeditionen, in Literatur und Tierfotografie.
Ein Portrait des Malers, Fotografen, Zeichners, Reisenden und Zeitmillionärs Willy Puchner.
Wolfgang Rehm ist der Sprecher und das Aushängeschild der Umweltorganisation VIRUS meldet sich immer wieder zu Wort, wenn es um geplante Straßenprojekte, Tunnelprojekte, Wasserstraßen und generell um die Zerstörung der Natur und der Landschaft geht – mit Fakten, juristischen Argumenten und auch ein wenig Sarkasmus.
Martin Balluch ist einer der bekanntesten Tierschützer Österreichs. Er ist unter anderem Obmann des Vereins gegen Tierfabriken VGT, Tierethiker und Redakteur des Tierrechtsradios auf Radio Orange 94,4. An einem verregneten Herbsttag erzählt er uns von seiner Liebe zur Wildnis, von Baumpersönlichkeiten, von den Erfolgen des VGT und von seiner Vision eines gelungenen Miteinanders von Menschen und nichtmenschlichen Tieren. Ein Podcast von Hartmut Schnedl. Foto Balluch:C.Stadler/Bwag – Foto Rothwald: Christoph Leditznig Collage: Hartmut Schnedl
Was haben Spinnen, Käfer, Asseln und Silberfischchen mit einem urbanen Wochenjournal für Politik, Kultur und Stadtleben zu tun? Das Bindeglied heißt „Tier der Woche“. Eine Kolumne, die der Biologe und Kulturökologe Peter Iwaniewicz seit vielen Jahren für die Wochenzeitung „Falter“ schreibt. In unserem Podcast erklärt Iwaniewicz warum er sich auf Insektenkunde spezialisiert hat, anstatt durchs Unterholz zu springen um dort Schlangen mit der Hand zu fangen. Er erzählt vom spezifischen Humor der BiologInnen und von scherzenden Katzen. Er führt aus, wie eine Fernsehkolumne in der „Kronen Zeitung“ dazu beitragen kann, besser verständliche und unterhaltsamere Texte für die Naturvermittlung zu verfassen und fordert, dass die Politik mehr auf Fachleute hören soll.Dazu gibt es Blues und Jazz – handverlesen von unserem Gast. Sein aktuelles Buch „Menschen, Tiere und andere Dramen“ ist im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen.
Flaneur und Distel reisen als "Trusted Housesitters" nach Südschweden, um in einem roten Haus im Wald auf Kater Hugo und die Katze Sally aufzupassen. Sie besuchen in Trelleborg eine Wikingersiedlung und lassen sich von Emma und John vom Leben der Wikinger erzählen. Linus vom Reitstall Ridlycka berichtet gelassen von einer Begegnung im Wald, die in Österreich für Panik gesorgt hätte. Das ausgeklügelte Mülltrennsystem, eine Art Sudoku in Schweden, erfordert vollste Konzentration von Flaneur und Distel, während schwedische Frauen wie Königinnen durch Fußgängerzonen schreiten und ihre Männer eineinhalb Meter hinter ihnen hertrippeln. Ein Elch-Guide fordert an der norwegischen Grenze das absolute Stillschweigen und am Schluss kommt dann doch ein echter Elch zu Wort. (Sprachen: Deutsch/Englisch)
Der Steuerbeamte Joseph Kyselak frönte einem Hobby, das im Biedermeier unerhört war: Er wanderte durch Österreich und hinterließ seinen Namen an Felsen, in Kirchen und Höhlen, an Denkmälern und Amtsgebäuden im ganzen Land. Der Graffiti-Forscher Norbert Siegl liest bunte Wände wie andere Menschen die Tageszeitung und verrät, warum ihm ein simpler Kraftausdruck lieber ist als ein aufwändiges Gemälde an einer öffentlichen Graffiti-Wand. Auf einer Tour durch das westliche Belfast weist Taxifahrer Jimmy die politischen Wandmalereien der beiden ehemaligen Bürgerkriegsparteien hin und erklärt, dass die Tradition der „Murals“ im heutigen Belfast immer noch lebendig ist. Im niederösterreichischen Mostviertel hat die Gruppe "Literatur an anderen Orten" Geschichten in der Landschaft gesucht.
Die Rückkehr der Wölfe nach Österreich stellt die Bevölkerung auf einen Prüfstand. In einer Umfrage des WWF haben sich 74 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für den Verbleib der Wölfe ausgesprochen. Doch die Gegner melden sich lautstark zu Wort
Im Spreewald geht alles ein wenig langsamer, sagt man. Das fällt besonders im Kontrast zum schrillen, bunten Berlin-Friedrichshain auf. Flaneur und Distel machen eine Woche lang entschleunigte Sommerfrische und plaudern über Paddeln auf der Spree, über Begegnungen mit Nutrias und Schildkröten, über den Gesang der Schilfrohrsänger und über den Geschmack von grünen Gurken und grünem Bier.