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Radiabled. Radio von Menschen mit und ohne Behinderungen

Das Projekt "radiabled" will gemeinsame Redaktionskollektive von Menschen mit und ohne Behinderungen im Freien Radio etablieren.
Zum Projektstart bietet Radio FRO am Wochenende 15. / 16. Juli einen besonderen Workshop an, der nicht nur für den Ausbildungsbereich von Radio FRO eine spannende Herausforderung darstellt, sondern in der Folge auch den Zugang für alle weiter öffnet.

Der Anstoß zu „radiabled“ gründet sich auf die Tatsache, dass Menschen mit Behinderungen in den (Mainstream-) Medien nach wie vor stark unterrepräsentiert sind, die Darstellung bzw. die Einbindung in den Produktionsprozess von Menschen mit Behinderungen allgemein sehr einseitig erfolgt und die Beteiligten gewöhnlich lediglich auf ihre Behinderung reduziert werden. Gleichberechtigte Zusammenarbeit findet hier selten bis garnicht statt: Menschen ohne Behinderungen kommen nur als BetreuerInnen, TrainerInnen oder als administrativ Durchführende vor, die gemeinsame Entwicklung gemeinsamer Projekte zu Themen und Problemen, die für beide Seiten von Interesse sind, scheinen kaum realisiert zu werden.

Der integrative Aspekt gemeinsamen Arbeitens von Menschen mit und ohne Behinderungen soll verhindern, ein reines „Behindertenprojekt“ zu verwirklichen, das gesellschaftliche Ausschlussmechanismen reproduziert. Angestrebtes Ziel des Projekts ist eine motivierte, integrative Gruppe von Programmmachenenden, die autonom Sendungen zu den Themen und Interessensgebieten ihrer Wahl gestalten. Längerfristig sollen die neugebildeten Redaktionskollektive bei ihrer Arbeit unterstützt werden und diese sollen selbst weitere Redaktionsmitglieder aktivieren und an der Integration und der Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderungen im Freien Radio mitwirken.

„Radiabled“ steht für Radio machen können – und das gestaltet sich so:

Ein intensiver zweitägiger Workshop soll den Impuls für die Arbeit mit dem Medium Radio geben, die Möglichkeit bieten, Mitglieder bestehender Redaktionen bzw Sendungen auf Radio FRO 105,0 kennenzulernen, Austausch zu ermöglichen und Raum zu bieten gemeinsame Interessen zu entdecken und on Air zu bringen.
Wider der Abhandlung der Thematik „Leben mit körperlichen Behinderungen“, soll der Ausgangspunkt der neuen RadiomacherInnen das gemeinsame Interesse an einem Thema, einem Musikstil oder einer Gestaltungsform sein.

Das Haus Kirchengasse 4, Stadtwerkstatt – servus.at – Radio FRO, wurde 2002 mit besonderem Bedacht auf Barrierefreiheit umgebaut. Derzeit wird auch das Radio FRO Sendestudio verschiedenen speziellen Bedürfnissen angepasst, um in der Gewährleistung des offenen Zugangs zum Freien Radio noch einen Schritt weiter gehen zu können.

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Zuletzt geändert am 01.07.06, 00:00 Uhr

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