Literarische Avantgarde im Stifterhaus
Vom 16.-18.06 füllt sich das StifterHaus mit Stimmen der Literatur gegen gesellschaftliche, sprachliche und politische Routinen. Im Rahmen des Festivals „Literarische Avantgarde“ treffen Positionen der Gegenwartsliteratur aufeinander. Was dabei geschieht ist ein Schaffensprozess, eine literarische Bewegung zwischen den Texten und mit dem Publikum.
Was dabei geschieht ist ein Schaffensprozess, eine literarische Bewegung zwischen den Texten und mit dem Publikum. Die Veranstaltung versammelt Autor*innen, deren Arbeiten traditionelle literarische Formen überschreiten und neue Möglichkeiten von Sprache erproben.
Im Gespräch mit dem Kurator Florian Huber und der Schriftstellerin Lydia Haider über das Festival literarische Avantgarde und übers Schreiben außerhalb von bekannten Formen.
Florian Huber wurde 1981 in Linz geboren. Er ist Kulturhistoriker und beschäftigt sich in seiner Forschung mit den Verbindungen zwischen Literatur, Wissen und Gesellschaft. Nach Tätigkeiten an Universitäten in den USA und in Lüneburg lebt und arbeitet er heute in Wien. In seinen wissenschaftlichen und publizistischen Arbeiten setzt er sich immer wieder mit literarischen Experimenten, der österreichischen Nachkriegsliteratur und Fragen kultureller Erinnerung auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei auch der Linzer Schriftsteller und Herausgeber Heimrad Bäcker zu dem er im vergangen Jahr eine Tagung am Stifterhaus kuratierte.
Lydia Haider, sie ist in 1985 in Steyr geboren, studierte in Wien und schrieb sowohl für die Volksbühne Berlin als auch fürs Wiener Volkstheater. 2015 debütierte sie mit dem Roman Kongregation. Ihre literarische Stimme ist eigenwillig, provokativ und feministisch. Mit großer Wucht vereint sie die Formen der Literatur und malt musikalische Sprachbilder, die sich teils in Humor und teils in Atemlosigkeit auflösen, und gleichzeitig Gänsehaut-Schatten hinterlassen.
Sendungsgestaltung und Interviews: Sofia Engler
Zuletzt bearbeitet am 03.06.26, 16:09 Uhr
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