Kulturelle Nahversorgung _FBheader_07.10 Gemeinsamer Programmschwerpunkt 2019
Juliana Melzer

Kulturelle Nahversorgung auf dem Land und in der Stadt

Der Themenschwerpunkt der Freien Radios in Österreich - täglich bis 4. November um 12:00 auf Radio FRO.

Die Freien Radios in Österreich widmen ihren Themenschwerpunkt 2019 der kulturellen Nahversorgung. Ein Querschnitt durch die österreichische “Kulturlandschaft” in 10 Beiträgen aus 10 Orten: von Innsbruck (Kulturarbeit im Schatten der Berge) bis Oberpullendorf (Zusammen.wachsen), von Klagenfurt (Kunst der Stunde) bis Freistadt (Gibt’s was Neues?).

Kulturinitiativen auf dem Land und im städtischen Grätzel haben mehr Sichtbarkeit bzw. Hörbarkeit verdient, weil sie unverzichtbare Arbeit leisten: nicht nur in der Kultur im engeren Sinn, sondern auch in Sachen Teilhabe, in der Regionalentwicklung, im interkulturellen Bereich – kurz: für die Gesellschaft.

Aber für wen und warum machen sie das eigentlich? Unter welchen Bedingungen kann das gelingen und wo gibt es solche schon? Welche unterschiedlichen Zugänge gibt es? Ist Kulturarbeit Ehrenamt oder warum soll dafür Steuergeld ausgegeben werden? Und was sagt die Wissenschaft/das Publikum/die Politik dazu?

Zu hören von 26. Oktober bis 4. November täglich in den 14 Freien Radios in Österreich; auf Radio FRO jeweils um 12:00 Uhr (außer Sonntage)

Der Beitrag aus Salzburg steht am 26. Oktober am Programm und fragt sich: Kultur für alle – wozu eigentlich? Kulturelle Initiativen “in der Provinz” werden als Heilmittel gegen Abwanderung und für die Regionalentwicklung gehandelt. Zuletzt auch im neuen Kulturentwicklungsplan (KEP)des Landes Salzburg. Können sie das wirklich leisten und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Die Radiofabrik spricht darüber mit der Kulturwissenschaftlerin Anita Moser, mit Tom Burger über seine Tätigkeit im Kulturverein W 2.0 in Thalgau und mit den “Menschen vor Ort” darüber, was das bringt. 

Das Gesamtprogramm des Schwerpunkts gibt es demnächst hier: (https://www.freie-radios.at/gemeinsames-programm.html)  Alle Sendungen sind im Anschluss unbegrenzt online nachhörbar. Wie auch alle anderen Themenschwerpunkte seit 2014.

Unser Programm:

26.10. von 12:00 -12:30 Uhr

Radiofabrik: Kultur für alle – wozu eigentlich?
Kulturelle Initiativen „in der Provinz“ werden als Heilmittel gegen Abwanderung und für die Regionalentwicklung gehandelt. Zuletzt auch im neuen Kulturentwicklungsplan (KEP)des Landes Salzburg. Können sie das wirklich leisten und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Die Radiofabrik spricht darüber mit der Kulturwissenschaftlerin Anita Moser, mit Tom Burger über seine Tätigkeit im Kulturverein W 2.0 in Thalgau und mit den „Menschen vor Ort“ darüber, was das bringt. 

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26.10. von 12:30 -13:00 Uhr
Radio AGORA 105 I 5: Kunst der Stunde
Kulturinitiativen im ländlichen Raum sind in Kärnten eine fixe Größe. Ihre Produktionen wagen sich an anspruchsvolle Themen heran. Sie thematisieren die Auseinandersetzungen in der Gesellschaft und wirken dabei bildend und aufklärerisch, (zumeist) ohne dabei in Moralisierung zu verfallen. Auch auf wirklich moderne und originelle Kunst kann man neben den Blaskapellen, Tamburizzagruppen, Amateurtheatern und Trachtenvereinen am Land stoßen.  Vorgestellt werden zwei kärntnerslowenische Kulturinitiativen aus dem Rosen- und Jauntal, wie auch zwei deutschsprachige Kulturinitiativen, die mit ihren Theaterproduktionen die Kärntner Bevölkerung flächendeckend versorgen wollen. 
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28.10.  von 12:00 -12:30 Uhr
Campus und City Radio 94.4: Kulturbegegnungsraum in St. Pölten Stadt und Land
St. Pölten bewirbt sich um die europäische Kulturhauptstadt 2024. Eine der dafür federführenden Initiativen ist die Plattform Kulturhauptstart (https://www.kulturhauptstart-stp.eu), die bereits seit einigen Jahren dafür sorgt, kulturelle Nahversorgung durch unabhängige lokale Einrichtungen zu forcieren. Lena Weiderbauer ist eine der LeiterInnen von Kulturhauptstart, wo sie sich besonders für Grätzlpolitik und Vernetzung vor Ort einsetzt. Die Kräuterpädagogin und Mit-Gschäftsführerin des Bio-Handels „Greißlerei 2.0“ spricht im 1. Beitrag über St. Pöltens Kulturinitiativen und deren Projekte. 
Mit ihrem „Raum_Wagen“ fährt Michaela Schmitz durch Neulengbach, im Bezirk St. Pölten, platziert ihn an neuralgischen Punkten und bietet so einen „konsumationsfreien Raum“ für Kommunikation, Diskussion, Zukunfts-Workshops und mehr. Auch ihre „offenen“ Bücher-Regale wechseln regelmäßig die Unterkunft, samt Sessel und Abdeckplane. Mit 2 weiteren engagierten Neulengbacherinnen hat sie nun „art & wiese“ gegründet – Kunsthandwerksgalerie und regionales Vernetzungsbüro: ein offener Treffpunkt mitten in der Kleinstadt, für allerlei Workshops,„Repair“-Café, Co-Working-Plätze und sonstige Ideen. 
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29.10. von 12:00 -12:30 Uhr
Freies Radio Freistadt: Gibt‘s was Neues?
„Es gibt nichts Neues in der Kulturszene“, meinte unlängst ein Teilnehmer bei einer Veranstaltung zur Entwicklung des neuen Kulturleitbildes für OÖ.
Wie ist der Zustand der zeitgenössischen Kuturszene im östlichen Mühlviertel, dem Sendegebiet vom Freien Radio Freistadt? Gibt es etwas Neues, Innovatives? Sind die einst frechen, kritischen, mit Gestaltungswillen strotzenden Initiativen stehengeblieben? Wie schaffen es die Initiativen sich zu verjüngern? Harald Freudenthaler im Gespräch mit KulturaktivistInnen.
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30.10. 12:00 – 12:30 Uhr
Radio Freequenns: Kunst im Glashaus
Was tut sich im kulturellen Bereich am Land? Wie ist das mit Kultur im Vergleich zur Stadt? Dazu hat sich Redakteurin Jackie Rehak einen außergewöhnlichen Veranstaltungsort ausgesucht, der sich im steirischen Bezirk Liezen gerade etabliert. Kunst im Glashaus – Kunst im Pranzl, eine Gärtnerei mit Glashaus, feinem Ambiente und den schönen Künsten. Dazu gibt es neben der Vorstellung der neuen Veranstalterin, auch die Präsentation einer neuen Band, die sich ebenso freudig im Bezirk und darüber hinaus entwickelt: Paganin Soatnquartett. Paganin Soatnquartett spielt am 8. November im Pranzl.
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31.10. von 12:00 – 12:30 Uhr
Radio OP: Zusammen.wachsen
Der einhundertjährige Geburtstag des Burgenlandes steht bevor – während die Bezirke des langen Zipfels im Osten mit der Zeit zusammenwuchsen, gilt das nicht für die freie Kulturszene. Einige Projekte zum 100.-Jährigen wollen das ändern. Was braucht es, damit das gelingt? konstantin.vlasich@gmail.com
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1.11. von 12:00 – 12:30 Uhr
FREIRAD – Freies Radio Innsbruck: Kulturarbeit im Schatten der Berge.
Wie läuft die Kulturabeit in der tiroler Alpenstadt ab? Kommt man da an der Blasmusik vorbei? Warum ist Kulturarbeit im Kleinen wichtig? Inwiefern profitiert ein Stadtteil und dessen Bewohner*innen davon? Welchen Stolpersteinen begegnet man als Organisator*in? Und warum macht man es trotzdem? Ein paar Kulturschaffende und Radiomacher*innen haben sich zusammengetan, um im FREIRAD-Studio über ihre Erfahrungen mit der Kuturarbeit in den Innsbrucker Grätzln zu sprechen. Mit dabei sind Menschen von Open Space – Verein zur Förderung der Alltagskultur, vom Kulturverein Vogelweide und vom Institut kultureller Kompostierung.
Sendungsgestaltung: Hermann Leitner, Vinz Mell, Marten Mariner
Links:
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2.11. von 12:00 – 12:30 Uhr
Radio FRO: Strandgut. Kulturarbeit im Linzer Grätzel.
Der Kulturverein „Strandgut“ bietet neben laufenden Ausstellungen zahlreiche Veranstaltungen, wie Kabarett, Theater, Literatur und viel Musik. Strandgut will Künstler*innen fördern und Kultur ins Grätzl Alt Urfahr bringen. Johannes Mayerbrugger und Erich Tomandl sprechen mit Alexandra Schmid, Kulturarbeiterin im Strandgut und Robert Autzinger, Obmann des Kulturvereins über den Kulturverein, über vergangene Ereignisse und vor allem über kommende Veranstaltungen.
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2.11. von 12:30 – 13:00 Uhr
Radio Helsinki: Kulturelle Nachversorgung Oststeiermark.
Ein Input von Günther Friesinger (IG Kultur Wien) beim 6. Treffen zum Jugendnetzwerk Oststeiermark in Hartberg.
Ein Beitrag von Simon Hafner (Kulturradio, Radio Helsinki).
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4.11. von 12:00 – 12:30 Uhr
Radio Orange 94.0: Die Stadt als Labor.
Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Rotes Wien“ widmet sich das 10. urbanize! Festival heuer dem Thema Wohnen. Verteilt über den 10. bringen Ausstellungen, künstlerische Aktionen, Stadterkundungen, Performances, Interventionen im öffentlichen Raum, Workshops, Diskussionen, Vorträge und Filmvorführungen unterschiedliche AkteurInnen und Perspektiven zusammen, um die Wohnungsfrage zu verhandeln und Stadt neu zu denken.

Zuletzt geändert am 06.11.19, 14:42 Uhr

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