Frozine Hitzesommer FROzine Gäste zum Thema "Zuviel Hitze in der Stadt Linz"
Gesendet am Mi 10. Okt 2018 / 18 Uhr
FROzine

Hitze- und Dürresommer 2018 – zu heiß in Linz?

Im FROzine-Stadtgespräch thematisieren wir den Rekordsommer 2018: Wie lässt sich das bisherige Jahr meteorologisch betrachtet einordnen? Worauf müssen wir uns einstellen? Was kann die Stadt Linz gegen die Hitze tun und für Abkühlung sorgen?

Wiederholung des FROzine-Stadtgesprächs vom 11. September. Auch im September und Oktober gab es noch einige wärmere Tage mit Temperaturen über 25° und entsprechender Trockenheit. Das wurde bereits in dieser Sendung prognostiziert.

 

Zuviel Hitze in dieser Stadt? Welche Maßnahmen gegen die lang andauernde Hitze und Trockenheit gibt es? Wie kann die Stadt Linz für Abkühlung sorgen?

Das und viele weitere Fragen diskutiert Michael Diesenreither mit seinen Gästen:

  • Wilfried Hager, Leiter Umweltmanagement der Stadt Linz
  • Wolfgang Traunmüller, Meteorologe und Geschäftsführer Blue Sky Wetteranalysen, Attnang-Puchheim
  • Michaela Sommer, Stadtbäuerin in Linz-Pichling und Gemeinderätin (ÖVP)

Rekordsommer 2018

2018 wird immer deutlicher zu einem Jahr, in dem die Folgen der Klimaveränderung immer stärker sichtbar werden. Das heurige Jahr ist viel zu heiß und viel zu trocken. Der August lag neuerlich um 4,2 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel, im gesamten Jahr sind dies bislang 2,5 Grad. Dramatisch ist die Trockenheit vor allem im oö. Zentralraum mit nur etwas mehr als 50% der langjährigen Niederschlagswerte (im Landesschnitt 71%).

Es ist davon auszugehen, dass der Klimawandel auf Dauer zu einer mehr oder weniger starken Veränderung der Lebensbedingungen führen wird. Dies wird die Landwirtschaft, die Versorgung mit Wasser, die Veränderung der Flora und Fauna aber auch das städtische Klima beeinflussen.

Städtische Hitzeinseln

Besonders heiß war und ist es in den größeren Städten, wo Häuser, Straßen und Plätze die Hitze speichern. Dann kühlt es auch nachts nicht mehr ab. Was heißt das für die Stadt Linz? Die Hälfte des Linzer Stadtgebiets ist zwar grün, besteht aus Wiesen und Wäldern. Allerdings sind diese Gebiete im Norden und Süden der Stadt konzentriert. In der Innenstadt gibt es dagegen sehr wenig Grünflächen.

„Fest steht freilich, dass wir zum Schutz der Gesundheit der Linzerinnen und Linzer das innerstädtische Grün schützen und ausbauen müssen. Schon kleine Grünflächen sind natürliche Klimaanlagen für die Stadt“, sagt Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, von der Dach- und Fassadenbegrünung bis hin zum Freihalten der Frischluftschneisen durch den Flächenwidmungsplan.

„Ein großer Baum kann die Luft in der Umgebung um bis zu drei Grad Celsius abkühlen“, sagt Wilfried Hager, der Leiter der Abteilung Umweltmanagement der Stadt Linz. Mehr dazu und wie das mit den Frischluftschneisen für Linz funktioniert, wird in der Sendung thematisiert.

Link zu Presseaussendung der Stadt Linz: Schutz vor Überhitzung

Link zu Blue Sky Wetteranalysen

 

Moderation: Michael Diesenreither

Zuletzt geändert am 10.10.18, 14:54 Uhr

Michael Diesenreither

Verfasst von Michael Diesenreither

ist seit 2014 FRO-affin: zunächst Lehrredaktion bei Radio FRO, seit Okt 2014 Mitglied in der FROzine-Redaktion, eigene Sendereihe "DAHOAMgrown - frischer Sound aus dem Alpenraum" (2015-2017), gelegentlich im Kultur- & Bildungskanal zu hören (z.B. seit 2015 fürs Crossing Europe).
Hat "Kommunikation, Wissen, Medien" an der FH Hagenberg studiert und anschließend Webwissenschaften mit dem Schwerpunkt "Web Art & Design" an JKU und Kunstuni.
Schwerpunkte in der FROzine-Redaktion: Verkehrspolitik, Stadtentwicklung, LGBT-Themen, Migrationspolitik.

Ideen und Feedback gerne an michael.diesenreither@fro.at.

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Gesendet am Mi 10. Okt 2018 / 18 Uhr

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