Geschlechtervielfalt im Universitäts- und Breitensport
Melanie Schiller (©)
Zu hören am Do. 16. Apr. 2026 / 18 Uhr
FROzine

Geschlechtervielfalt im Universitäts- und Breitensport und Welt-Autismus-Tag

In diese FROzine-Ausgabe erfahrt ihr mehr zu den Themen Geschlechtervielfalt im Univeristäts- und Breitensport, sowie über den Welt-Autismus-Tag.


Geschlechtervielfalt im Universitäts- und Breitensport

In den letzten Jahren ist es in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu spürbaren Verbesserungen für trans und nicht-binäre Personen gekommen. So erkennen inzwischen Österreich und viele andere Staaten in Europa neben männlich und weiblich auch andere Geschlechtseinträge an, und auch All-Gender-WCs sind an einigen Orten des öffentlichen Lebens zu finden. Im Sport jedoch ist der Umgang mit Geschlechtervielfalt nach wie vor ein umkämpftes Terrain. Selbst im Universitäts- und Breitensport bleiben die Normen der Zweigeschlechtlichkeit und Geschlechterstereotypen häufig unhinterfragt und werden so (un)bewusst reproduziert.

Wie kann es vor diesem Hintergrund gelingen, eine sichere und wertschätzende sportliche Betätigung für Menschen aller Geschlechter zu ermöglichen? Diese Veranstaltung widmet sich diesem Thema, ausgehend von einem Fachvortrag von Jannis Ruhnau (er/ihm) von der Universität Bielefeld mit dem Titel „Bodyshaping, Self-Care und Empowerment – trans, nicht-binäre und genderqueere Perspektiven im Kraftsport“, welcher die Herausforderungen im Zusammenhang mit und die Bedeutsamkeit von sportlicher Betätigung für trans und nicht-binäre Personen am Beispiel des Kraftsports wissenschaftlich einordnet und beleuchtet. Auf Basis dieses Vortrags und der anschließenden Podiumsdiskussion mit Expert*innen und einem Rahmenprogramm gehen wir der Frage nach, was Universitäten, Sportverbände und -vereine tun können, um trans und nicht-binäre Personen sportliche Teilhabe zu ermöglichen und welchen Beitrag dies zur Lebensqualität dieser Personen leisten kann.

Welt-Autismus -Tag

Anlässlich des Welt-Autismus Tages war am 08.04.2026 im Alten Rathaus in Linz ein Aktionstag mit dem Fokus auf „Autismus und Lernen“.

Vor Ort waren zehn soziale Organisationen, die Menschen mit Autismus in Oberösterreich begleiten. Sie zeigen auf, welche Herausforderungen Betroffenen und deren Angehörigen bewältigen müssen und wie sie für Verbesserungen der alltäglichen Bedingungen für Menschen im Autismus-Spektrum eintreten. Außerdem war Primar Dr. Johannes Hofer, Vorstand des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder Linz, für einen Impulsvortrag anwesend. Anschließend sprachen drei Autist*innen über ihre Erfahrungen mit Autismus und Lernen.

Autismus und Lernen ist deshalb ein so wichtiges Feld, da Lernen für Menschen im Autismus-Spektrum oftmals kein selbstverständlicher, reibungsloser Prozess ist. Denn der Lernerfolg ist stark an die Rahmenbedingungen gekoppelt. Autist*innen reagieren meist anders auf eine hohe Reizdichte und soziale Erwartungen. Umso bedeutender ist es, dass das Licht auf neurodiverses Lernen gelenkt wird, um neue Perspektiven und Lösungsstrategien zu eröffnen. Denn damit das Lernen zu einem erfolgreichen und geliebten Prozess werden kann, müssen unterschiedliche Zugänge anerkannt, und individuelle Unterstützung gewährleistet werden.

Zuletzt bearbeitet am 15.04.26, 11:50 Uhr

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