Slider_socialhackathon_Vienna_IV
Matthias Rauch (©)
FROzine

Ein digitaler Marathon für sozialen Mehrwert

Wie können Technik und Kreativität politische und gesellschaftliche Probleme lösen? Ein Feature über den Social Hackathon Vienna 2019 / Im Anschluss ein Bericht über eine dem Land OÖ drohende Klagswelle in Sachen Wohnbeihilfe

Digitaler Marathon für sozialen Mehrwert

Im BRZ Wien fand letztes Wochenende ein Social Hackathon namens SHack Vienna statt. Bei einem Hackathon handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der die TeilnehmerInnen binnen 48 Stunden eine bestimmte Aufgabenstellung technischer Natur lösen müssen. Programmier- und Designkenntnisse sind von Vorteil aber nicht zwingend notwendig, um bei einer solchen Veranstaltung mitzumachen. Ausgetragen wurde der SHack Vienna von einer Organisation namens European Youth Award, die von Österreich aus internationale Events organisiert.

Georg Steinfelder war beim Social Hackthon Vienna 2019 dabei. Wie können Technik und Kreativität soziale Probleme lösen? Welche Rolle spielt die Internationalität des Events dabei? Welche Herausforderungen und Chancen entstehen, wenn Menschen verschiedener Herkunft sich treffen um gemeinsam an Projekten zu arbeiten? Im Gespräch mit Organisatorin Birgit Kolb geht er diesen Fragen nach und erklärt Begrifflichkeiten.

Gestaltung: Georg Steinfelder

Der Link zum Beitrag: https://cba.fro.at/398241

Zu diesem FROzine-Beitrag wird übrigens noch eine ausführliche Sondersendung im Rahmen von Kultur & Bildung spezial nachgereicht. Georg Steinfelder porträtiert darin ein Team, das er im Verlauf des Hackathons begleitet hat und beleuchtet an ihrem Beispiel Gruppendynamiken und Designprozesse intensiver.

Diskriminierende Regelung des Landes OÖ bei Wohnbeihilfe

Dem Land OÖ droht eine Klagswelle in Sachen Wohnbeihilfe. Seit 1.1. 2018 müssen Personen mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft in Oberösterreich eine Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren, 54 Monate Erwerbsarbeit binnen der letzten fünf Jahre sowie Deutschkenntnisse auf Niveau A2 nachweisen, um Wohnbeihilfe (oder eine geförderte Wohnung) zu erhalten. Der Verein migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ hat seither 150 Fälle dokumentiert, in denen Personen keine Wohnbeihilfe mehr bekamen – auch von Menschen, die schon jahrzehntelang in Österreich leben. Grund dafür sind häufig nicht nachzuweisende formelle Deutschkenntnisse bzw. entsprechende Zeiten der Erwerbstätigkeit.

Laut einem Rechtsgutachten, dass von migrare in Auftrag gegeben wurde, verstößt das Gesetz (Wohnbauförderungsgesetz 1993 sowie die Novellierung 2018) gegen EU-Recht. Das Land OÖ ist den Betroffenen gegenüber nach dem oö. Antidiskriminierungsrecht schadenersatzpflichtig, was erste Urteile des Linzer Landesgerichts bestätigen.

Michael Diesenreither war zu diesem Thema bei der Pressekonferenz von Migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ. Zu hören sind:

  • Magdalena Danner, stv. Geschäftsführerin von migrare
  • Interview mit Rechtsgutachter Dr. Christopher Frank vom Institut für Legal Gender Studies
  • Interview mit Stefan Hindinger als Vertreter der Wohnungslosenhilfe OÖ

Gestaltung: Michael Diesenreither

Der Link zum Beitrag: https://cba.fro.at/398165

Moderation: Georg Steinfelder

Die gesamte Sendung zum Nachhören: https://cba.fro.at/398235

Zuletzt geändert am 06.03.19, 19:41 Uhr

Verfasst von Georg Steinfelder

zur Autorenseite
Gesendet am Mi 06. Mär 2019 / 18 Uhr