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Dis-Othering: „Das Fremde“ in Kultur und Alltag

Tag der Ermutigung auf der Zusammenhelfen-Konferenz 2018,
Dis-Othering: Eine Podiumsdiskussion zum "Fremden" in Alltag und Kulturbetrieb
Sprache und soziale Ungleichheit ein Interview mit Katharina Brizić.

Unter dem Motto „Gemeinsam für geflüchtete Menschen“ trafen sich auf der Zusammenhelfen-Konferenz Engagierte Menschen, Freiwillige und Betroffene. FROzine Redaktionsleiterin Sigrid Ecker war vor Ort und hat mit Melanie Jungwirth von ZusammenHelfen in Oberösterreich, sowie mit Nicole Sonnleitner von ULF (Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum) gesprochen. Beide waren im Organisationsteam der ZusammenHelfen-Konferenz 2018. Nicole Sonnleitner spricht im Interview über das Thema freiwilliges Engagement, die Arbeit von Vereinen im sozialen Bereich und die Notwendigkeit einer solchen Konferenz. Außerdem beleuchtet sie die Entwicklung der freiwilligen Arbeit mit geflüchteten Menschen. Melanie Jungwirth beantwortet Fragen zur Konferenz selbst, über die Vorbereitung und die Entwicklung der Veranstaltung, die nun zum vierten Mal stattfand. Zu guter Letzt gibt es noch Stimmen von Besucher*innen der Konferenz zu hören.

Dis-Othering

Wenn Menschen aufgrund eines bestimmten Merkmals in die Schublade des „Fremden“ und „Anderen“ gesteckt werden, findet Othering statt. Viele Schwarze Menschen in weißen Mehrheitsgesellschaften sind von diesem Blickwinkel betroffen, der zu Rassismus aber auch zu Exotismus führen kann. Exotismus, die Faszination mit „dem Fremden“, auch eine Form des Othering, fand und findet im Kultur- und Museumsbereich etwa in Form von Großausstellungen über „indische Kunst“ oder „afrikanische Kunst“ statt, die sich mit dieser Kunst nur von einem europäischen Standpunkt auseinandersetzen. Was für Strategien gibt es, gegen so ein Othering zu arbeiten, ein Dis-Othering zu betreiben? Diese Themen wurden auf einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Dis-Othering, a self-reflection on cultural identity“ (https://africanfuturisms.stwst.at/), organisiert von gfk OÖ und Kulturen in Bewegung, besprochen. Diskutiert haben dort Musikerin und Produzentin Ihu Anyanwu, Marie Edwige Hartig, Gemeinderatspolitikerin und Obfrau des Vereins für schwarze Frauen Jaapo (https://www.jaapo.at/de/), Manuela Naveau, die einen Bereich der ARS Electronica gestaltete und Hemma Schmutz, Direktorin der Museen der Stadt Linz. Moderiert wurde das Gespräch von Victoria Windtner.

Passend dazu wird in der Sendung ein Beitrag von Radio Corax in Halle übernommen. Es geht darin um Schwarze Identität im Theater, Rosina Kaleab gibt im Interview einen Einblick in die aktuelle Situation schwarzer Identitäten an deutschen Bühnen. Sie ist Schauspielerin und Drehbuchautorin mit eritreischer Abstammung und arbeitet in Berlin und Köln. Für die Neuinszenierung der grand opera L´Africaine durch ein europäisch-afrikanisches Produktionsteam arbeitet sie gemeinsam mit einer Performancegruppe an der Neuschreibung von Rollen. (https://www.freie-radios.net/91312)

Unterschiedliche Sprachen als wertvolle Ressource einer Gesellschaft

Im Bereich des Othering spielt Sprache eine wichtige Rolle, sie kann etwa exklusiv sein. Auch  im letzten Teil der Sendung geht es um Sprache: Ein Interview von Sigrid Ecker mit Linguistin und Autorin Katharina Brizić, die eine Professur füt Mehrsprachigkeit an der Universität Freiburg innehat. Sie sprechen über Zusammenhänge zwischen Sprache und sozialer Ungleichheit. Wer wird wie angesprochen? Wie kann Sprache soziale Ungleichheit herstellen oder verstärken? Mit diesen Fragen und möglichen Strategien dem entgegenzuwirken, beschäftigen sich die Beiden im Interview.

Moderation Angelika Miesenberger

Zuletzt geändert am 04.10.18, 11:53 Uhr

Gesendet am Do 04. Okt 2018 / 18 Uhr

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