FRO To Go

Radio FRO, der lokale Community-Sender in Linz, sendet seit 18 Jahren vielfältiges Radioprogramm aus der Linzer Stadtwerkstatt. Zu hören ist das auf der Frequenz 105.0 MHz im Großraum Linz. Ab sofort kann Radio FRO auch über die Sendegrenzen hinaus einfach und jederzeit gehört werden: mit FRApp – der Freien Radio App!

FRApp ist da!

Hurra! Die Freie Radio App ist da! Mit FRApp kannst du Radio FRO ganz einfach auf dem Smartphone hören, Sendungen abonnieren oder nachhören. Jetzt installieren!

FROhe Feiertage

wünschen wir euch von Herzen. Rutschts bitte gut umi ins neue Jahr! Wir sind da...

Danke, Radio 50+

500 Sendungen zu 500 Themen hat unser Radiomacher Franz Schramböck gestaltet und verabschiedet sich nach 15 radioaktiven Jahren aus dem FRO-Programm. Wir bedanken uns ganz herzlich für sein Engagement!

Flüchtlinge brauchen Unterkunft

Stopp dem Aufnahmestopp - Flüchtlinge brauchen Unterkunft! Protestaktion am Donnerstag, 12. November, ab 13 Uhr, am Linzer Hauptplatz vorm Alten Rathaus.

Editorial

Herzlich willkommen! Schön, dass du reinschaust! Es waren heiße Tage, als wir diese Ausgabe im Juli und August zusammenstellten. Gemeinsam mit vielen ehren- und hauptamtlichen Flüchtlingshelfer*innen schlossen wir uns zur „Plattform Solidarität“ zusammen – eine Vereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf das Versagen der politisch Verantwortlichen bei der Aufnahme von Asylsuchenden hinzuweisen und eine sofortige Änderung der bewusst oder fahrlässig herbeigeführten Zustände zu erreichen.

Vom Extremismus der Mitte

von Martin Schenk // Hetze und Menschenfeindlichkeit sind in Österreich kein Randphänomen mehr, sondern wurden längst von der gesellschaftlichen Mitte übernommen. Das ist die Beobachtung des Sozialexperten Martin Schenk. Über eine gefährliche Dynamik, die sich da ausgebreitet hat. Die sozialen Probleme steigen, obwohl die Gesellschaft insgesamt immer reicher wird, besonders ganz oben. Schuld sind aber immer die da unten. „Die Unterschichtler“, „die Mindestsicherungsbezieherinnen“ und „die Asylanten“. Das ist eine Methode, um die Verteilungs- und Gerechtigkeitsdebatte nur „ganz unten“ zu führen. Die zehn Prozent der Bevölkerung mit den geringsten Einkommen und Chancen dürfen einander die Augen auskratzen. Wie in einem römischen Stadion werden sie aufeinander losgelassen. Der Rest darf zuschauen und sich ein bisschen fürchten – oder daran erfreuen, nicht zu „denen“ zu gehören.

Menschen wie du und ich!

von Markus Panholzer // Mitte Mai füllten sich am Linzer Polizeisportplatz die Zelte. Asylwerber, für die Oberösterreich keine festen Unterkünfte bereitstellte, wurden vom Innenministerium in dieses Zeltlager verfrachtet und Medien berichteten sehr unterschiedlich darüber. Sehr schnell war klar, dass es bei dieser Form der Unterbringung am Notwendigsten mangelte. Eine Gruppe Freund*innen machte sich daher Anfang Juni auf, um Dinge, die offensichtlich fehlten, ins Lager zu bringen und sich selbst ein Bild zu verschaffen. Daraus entstand eine jener Hilfsgruppen für Flüchtlinge, wie es sie zu Hunderten in Österreich gibt. Eine jener Gruppen, die dem Versagen der politisch Verantwortlichen und der staatlichen Institutionen nicht mehr länger zusehen wollten. In Oberösterreich haben sich nun ehrenamtliche Helfer*innen und Menschen aus der professionellen Flüchtlingsbetreuung zur Plattform Solidarität zusammengeschlossen.

Geltendes Recht ist einzuhalten

Interview mit Linda Greuter // Seit Mai bietet der Verein „Helping Hands Linz“ im Seminarraum von Radio FRO jeden Dienstag kostenlose Rechtsberatung für Asylwerber*innen an. Eine kleine Gruppe von Jurist*innen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlinge in Linz und Umgebung ehrenamtlich im Asylverfahren zu unterstützen. Die Hilfestellungen reichen von der Beantwortung rechtlicher Fragen zur Grundversorgung über das Verfassen von Schriftsätzen bis hin zur Begleitung zu Ersteinvernahmen. Im Mail-Interview mit Andi Wahl spricht die Vorsitzende des Vereins Linda Greuter über Motivationen, Gesetzesnovellen und Rechtssicherheit in Theorie und Praxis.

Weil Betteln kein Verbrechen ist…

von Michaela Haunold // Die Idee der Demokratie geht davon aus, dass alle für ihre Interessen eintreten und ihre Stimme erheben können. Das ist ein schöner und wertschätzender Gedanke. Aber es gibt auch Menschen, die dieses Recht nicht ausüben können. Etwa weil sie mit dem blanken Überleben beschäftigt sind. Hier ist es wichtig, dass jemand in ihrem Namen das Wort ergreift. Die Bettellobby OÖ macht genau das. Hier ihre Selbstbeschreibung.

Termin // Erzählcafé mit Linzer Bettler*innen

Bettlerinnen und Bettler sind immer wieder in den Schlagzeilen. Es wird viel ÜBER sie geschrieben und gesprochen, jedoch wenig MIT ihnen. Wir vom Freien Radio finden das verkehrt und laden daher gemeinsam mit der Bettellobby ein, im Rahmen eines Erzählcafés mit Menschen, die in Linz durch Betteln ihren Lebensunterhalt verdienen, ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Hintergründe zu erfahren.