Beiträge von Daniela Lipka

Vom Umgang mit Wölfen (Wiederholung)

Die Rückkehr der Wölfe nach Österreich stellt die Bevölkerung auf einen Prüfstand. In einer Umfrage des WWF haben sich 74 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für den Verbleib der Wölfe ausgesprochen. Doch die Gegner melden sich lautstark zu Wort

Im Spreewald – eine Sommerfrische

Im Spreewald geht alles ein wenig langsamer, sagt man. Das fällt besonders im Kontrast zum schrillen, bunten Berlin-Friedrichshain auf. Flaneur und Distel machen eine Woche lang entschleunigte Sommerfrische und plaudern über Paddeln auf der Spree, über Begegnungen mit Nutrias und Schildkröten, über den Gesang der Schilfrohrsänger und über den Geschmack von grünen Gurken und grünem Bier.

Gift, Gefahr, Genuss (Wiederholung vom 12. Juni 2016)

Eine Sendung über todbringende Pflanzen, us-amerikanisches Naturverständnis zwischen Kreationismus und Schutz der Wildnis und über einen österreichischen Tabakbauern und Zigarettenfabrikanten. Reinhard Hohenegger vom Botanischen Garten Wien erzählt von wehrhaften Pflanzen und warum es keine gute Idee ist, zu einem Grillabend einen Spieß aus Oleanderholz mitzubringen. Shane Schoolman, ein Biologe aus Colorado, spricht über us-amerikanische Biologiebücher, die in Texas zensuriert werden, über die Gefahren in der amerikanischen Wildnis und über den Kultautor und Ökoaktivisten Edward Abbey, dessen Leichnam in der Wüste Arizonas verbuddelt wurde. Warum man hierzulande mit einer Schaufel in den Wald gehen soll, erfährt ihr im Gespräch. Reinhard Leitner baut auf einem kleinen Feld im Weinviertel Tabak an und will mit seinen “Tschick” die Rauchkultur in Österreich wiederbeleben. Er erklärt, was seine kleine Ein-Mann-Firma von den großen Tabakkonzernen unterscheidet, und warum die Feldhasen seine Pflanzen nicht anknabbern. Die gefährlich-genüssliche Musik kommt von The Stranglers, King Dude, The Coasters, Lou Rawls und Nick Cave and the Bad Seeds.

Wenn Elefanten „rumblen“- die Erforschung der Tierlaute

Angela Stöger-Horwath ist Bioakustikerin. Sie erforscht die Laute der Tiere und was sie dadurch mitteilen. Sie hat das Buch "Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten - Wie Tiere kommunizieren und was wir lernen, wenn wir ihnen zuhören." geschrieben. Es ist jüngst zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt worden. Wir haben die Forscherin im Department of Cognitive Biology an der Uni Wien zum Interview getroffen. Zum Bild: (c) Privat Angela Stöger-Horwaths Spezialgebiet ist die Erforschung der Elefantenlaute.

Interview mit hackedepicciotto zum neuen Album The silver threshold

Alexander Hacke, der Bassist der "Einstürzenden Neubauten" und Danielle de Picciotto, die Mitbegründerin der Loveparade, sind ein Ehepaar, das als Duo unter dem Bandnamen hackedepicciotto auf der Bühne steht. In ihrem neuen Album "The silver threshhold" geht es um die Schwelle, auf der sich die Menschheit momentan befindet. hackedepicciotto liefern dazu den mutmachenden Soundtrack, ein Stärkungsmittel aus exotischen und hypnotischen Sounds, spoken word poetry und Kehlkopfgesang. Im Interview mit Daniela Lipka erzählen die beiden unter anderem, wie sie per Zug auf Tournee gehen, warum eine Drehleier ramponiert am besten klingt und wie es zu ihrem ersten Liebesduett kam.

Gehen auf alten Wegen und in der Lobau

Martin Burger ist den Spuren der Römer, Pilger und Händler durch Niederösterreich gefolgt und hat darüber einen Reiseführer geschrieben. Wir haben ihn ein Stück begleitet und mit ihm über sein Buch "Gehen auf alten Wegen" gesprochen.  Im zweiten Teil der Sendung schlendern Flaneur und Distel durch die Lobau und sinnieren über das Gehen mit einem Holzstock, über das barfuß und bei Nacht draußen sein, über Begegnungen am Wegesrand und über Bücher von Menschen, die weite Distanzen zu Fuß zurückgelegt haben.

Kampf ums Klima: Gegen Lobautunnel und Stadtstraße

Wir lassen den Hainburg-Aktivisten und Nationalpark-Ranger Manfred Rosenberger zu Wort kommen und führen Gespräche mit Aktivistinnen und Aktivisten, die seit Monaten in Zelten in einem...

Die Besetzung der Hainburger Au – vom Blutigen Mittwoch zum...

Zwischen Wien und Bratislava liegt eine der letzten frei fließenden Flussstrecken der Donau. Die Auwälder, welche die Flussstrecke begleiten, sind heute zum großen Teil geschützt und Teil des Nationalpark Donauauen. Wäre es nach den Plänen der Österreichischen Bundesregierung gegangen, sähe es heute anders aus. Statt eines Nationalparks gäbe es ein Kraftwerk, dessen Stauraum bis nach Wien zurückreichen würde. Im Dezember 1984 sollten in der Au bei Stopfenreuth erste Rodungsarbeiten beginnen. Aktivist*innen besetzten die Au, um Baumfällungen zu behindern. Es war eine der größten Protestaktionen welche die Republik Österreich je gesehen hatte. Eine breite Allianz von Anwohner*innen, Student*innen, Naturschützer*innen, Bürgerinitiativen, Prominenten und Politiker*innen verschiedener Couleur beteiligten sich am gewaltlosen zivilen Ungehorsam. Manfred Rosenberger ist Zeitzeuge und Aktivist der ersten Stunde. Er erzählt von den Auseinandersetzungen mit der Polizei, vom Übernachten im Wald bei 24 Grad unter Null, von der einzigartigen Stimmung im Protestcamp und schließlich vom Erfolg der Naturschützer*innen.

Die Nacht (Wiederholung vom 10. September 2015)

Expert*innen der Nacht und der Dunkelheit sprechen über Dinge, die man ohne Licht tun kann, die man nur in der Nacht sieht, und denen man nach Sonnenuntergang begegnet. Helmut Schachinger, Geschäftsführer der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ erzählt wie Blinde gärtnern. Er beschreibt, welche Empfindungen er beim blind im Schwimmen im Meer hat,  wie er Menschen anhand ihrer Schritte einschätzen kann und was das alles mit dem Gefühl der Geborgenheit zu tun hat. Der Astronom Günther Wuchterl, Leiter der Kuffner Sternwarte, spricht über Lichtverschmutzung, das Verschwinden der Sternbilder am Großstadthimmel und über den Reiz, gefährliche Orte bei Nacht zu betreten. Der Fledermausforscher Ulrich Hüttmeir erinnert sich an seine nächtlichen Streifzügen durch Großstädte und Wälder, bei denen er mit Eicheln beworfen wurde und er erklärt, warum Fledermäuse ihre Umwelt wie Discotänzer wahrnehmen. Wilhelm Gabler, Gründer und Obmann der Vienna Ghosthunters berichtet wie er paranormalen Phänomenen mit technischen Mitteln auf den Grund geht und warum es so schwer ist, eine Geistererscheinung nachzuweisen. Daniela Lipka und Hartmut Schnedl, die Gestalter der Sendereihe „Flaneur und Distel“ sprechen über das Gemälde „Sternennacht“ von Vincent van Gogh. Sie berichten von ihren Erfahrungen beim Schlafen in Wäldern und Wiesen. Die Nacht-Musik kommt von Les Nubians, Bonnie Prince Billy, Don McLean, The Cure, Blacktop, Cat Power und Eddie Vedder.

Weitra Umgebung: Brigitte Baldrians papierenes Biotop und das Mosaik der...

Heute sind Flaneur und Distel in der Nähe von Weitra, im Nördlichen Waldviertel unterwegs. Wir besuchen die Illustratorin, Biologin und Gärtnerin Brigitte Baldrian, die sich an den Hängen des Nebelsteins ihre Motive sucht. Kreativität anderer Art entfaltet sich auf Wiesen und Äckern des Vereins freeNature, wo der Landwirt Walter Watzl mit Mähbalken und Wildblumensamen ein Mosaik der Artenvielfalt schafft.

In memoriam Ben Wagin: Berlin- Kunst zwischen Underground und...

Zur Erinnerung an Ben Wagin bringen wir ein Interview mit ihm, das wir 2019 bei einem spontanen Besuch in seiner Wohnung aufgenommen haben. Flaneur und Distel hat es nach Berlin verschlagen: Wir besuchen den Maler, Aktions- und Landartkünstler Ben Wagin in seinem Haus im Tiergarten und schauen uns das Tier-Theaterstück „Hirundo rustica – Die Rauchschwalbe“ von „Fräulein Brehms Tierleben“ an. Wir sprechen mit der Musikerin und Künstlerin Danielle de Picciotto über die Leichtigkeit des Seins in Berlin am Ende der 1980er und 90er Jahre. Sie hat darüber das Buch „The beauty of transgression – a berlin memoir“ geschrieben.

Wer rettet die Lobau? Der langsame Tod eines Nationalparks (Wiederholung...

Die Lobau trocknet aus. Wo bleibt das Wasser? Der Anblick blühender Seerosen ist für viele Menschen ein schönes Naturerlebnis. In der Lobau sind Seerosen ein alarmierendes Zeichen für das langsame Sterben einer Wasserlandschaft. Der Au geht das Wasser aus. Wir befragen den Wildtier-Fotograf und Anrainer Kurt Kracher, den Lokalhistoriker Robert Eichert, Jutta Matysek  von der BürgerInitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“  sowie Univ. Prof. Dr. Thomas Hein vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement ( Universität für Bodenkultur Wien) über die Hintergründe und über mögliche Rettungsmaßnahmen. Der historische und aktuelle Zustand der Lobau wird im Blog Lobaumuseum dokumentiert.