“Asyl hat ein Gesicht” Teil 3

FROzine am 20. Februar - das Infomagazin von Radio FRO um 18 Uhr

Heute im Teil 3 des Monatsschwerpunktes:
Jugendliche AsylantInnen, AsylwerberInnen und MigrantInnen. Ihre Situation in Oberösterreich und ihre Probleme und Chancen - darum geht es im heutigen Monatsschwerpunkt im Februar.

Eine Wiederholung der Sendung gibt es am Folgetag um 6 Uhr und 13 Uhr.

Wie unterscheidet sich der Status von jugendlichen AsylantInnen, AsylwerberInnen und MigrantInnen? Welche Angebote gibt es von Seiten NGO’s und Vereinen und was hat sich in den letzten Jahren bezüglich ihrer Chancen in Österreich verändert? Die FROzine war hierzu im Gespräch mit MAIZ.

MAIZ beschreibt sich selbst als “… ein Verein von und für Migrantinnen mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitssituation von Migrantinnen in Österreich zu verbessern und ihre politische und kulturelle Partizipation zu fördern. Aus unserer eigenen Betroffenheit heraus haben wir 1994 mit anderen Migrantinnen begonnen, unsere Situation in Österreich zu analysieren und uns für eine rechtliche und soziale Besserstellung von Migrantinnen, insbesondere von Migrantinnen in der Sexarbeit – Betroffene von Frauenhandel oder auch nicht – einzusetzen. Wir treten gegen den sex-and-tear-Voyeurismus österreichischer Medien und die Entpolitisierung der Situation der Migrantinnen durch eine „Kultur der Hilfe“ auf. Als Betroffene und Protagonistinnen zugleich bestätigen die beteiligten Frauen die Fähigkeit von Minderheiten zur Selbstorganisation. Wir versuchen durch die Arbeit in verschiedenen Bereichen, Antworten auf die Herausforderungen der Frauenarbeitsmigration zu geben. Dabei erforschen und verändern wir Theorie und Praxis und entwickeln vielfältige neue Formen, Methoden und Strategien.”

Die FROzine war dazu im Gespräch mit Beate Helberger von MAIZ; sie verantwortet den Bereich Bildung bei MAIZ und wir haben über die Bildungschancen von jugendlichen AsylwerberInnen, AsylantInnen und MigrantInnen gesprochen.

Was sagen jugendliche AsylwerberInnen selbst zu ihrer Situation in Österreich? Richard Paulovsky hat gestern mit einigen Jugendlichen über ihre Probleme gesprochen. Viele von ihnen sind ohne Familie in Österreich angekommen und stehen vor den gewaltigen Problemen der Nicht-Arbeitserlaubnis, den Schwierigkeiten die deutsche Sprache zu erlernen und vielen anderen prekären Situationen. Die Jugendlichen erzählen wie es ihnen jetzt geht; was davor war, welche Leidenswege sie gegangen sind, haben sie für sich behalten. Die FROzine bedankt sich bei den Jugendlichen für den Einblick in ihre Situation!

Im zweiten Teil der Sendung gibt es einen Einblick in die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum Lentos. Klingender Titel der aktuellen Schau: Störenfriede – der Schrecken der Avantgarde von Markat bis Nitsch. Die Ausstellung zeigt Klassiker der Moderne, die in ihrer Provokation und Subversion die Gesellschaft herausgefordert haben – und es ist ja bekannt, dass so manche KünstlerIn auch mit der Justiz ihre Probleme hatte. Stella Rollig spricht in diesem Interviewausschnitt aber über die sehr aktuellen Provokationen der Kunstwelt – und überraschenderweise sind Kunst und Provokation noch immer keine obsoleten Begriffspaare. Presse und Politik greifen in den Kunstdiskurs ein und instrumentalisieren die Kunst für sich.

Buchbesprechung von dem Buch “Treffen sich zwei” das die Berliner Autorin Iris Hanika 2008 im Droschl Verlag publiziert hat.

… und wer ist Dr. Ratschlag?! Die FROzine begibt sich auf die Spurensuche eines zynisch-optimistisch, reflektiert autologischen Phänomens!

Durch die Sendung führt euch heute Pamela Neuwirth

Quellen:

MAIZ

MAIZ Audiobeitrag

Störenfriede der Kunst

Dr. Ratschlag

Zuletzt geändert am 20.02.08, 00:00 Uhr

Verfasst von Simone Boria

zur Autorenseite

Schreibe einen Kommentar

Kommentare werden von der Redaktion moderiert. Es kann daher etwas dauern, bis dein Kommentar hier erscheint. Wir behalten uns vor, diskriminierende oder diffamierende Kommentare, sowie solche, die straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, zu entfernen.