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Frankfurter Buchmesse 2022

Daniela Kocmut: Freitauchen / Bettina Scheiflinger: Erbgut

Daniela Kocmut: Freitauchen „Im Band 26 der Reihe keiper Lyrik präsent der Verlag Gedichte von Daniela Kocmut, deren Arbeit sowohl als Übersetzerin als auch als Lyrikerin von ihrer deutsch-slowenischen Zweisprachigkeit mitbestimmt wird. In Kocmuts neuen Gedichten geht es der Autorin »hauptsächlich um Vergangenes, Gegenwärtiges und eine pessimistisch-hoffnungsvolle Einstellung der Zukunft gegenüber, die wir als ungewisse […]

Daniela Kocmut: Freitauchen

„Im Band 26 der Reihe keiper Lyrik präsent der Verlag Gedichte von Daniela Kocmut, deren Arbeit sowohl als Übersetzerin als auch als Lyrikerin von ihrer deutsch-slowenischen Zweisprachigkeit mitbestimmt wird. In Kocmuts neuen Gedichten geht es der Autorin »hauptsächlich um Vergangenes, Gegenwärtiges und eine pessimistisch-hoffnungsvolle Einstellung der Zukunft gegenüber, die wir als ungewisse alle gemein haben – das eint, das vereint uns Menschen.« Einige Gedichte sind Rückblicke auf die Kindheit und andere vergangene Lebensphasen, manche sind Momentaufnahmen, wie auf einem Foto festgehalten, wieder andere sind Repliken auf Texte, Bücher oder Autorinnen und Autoren, die Kocmut persönlich kennt oder deren Werke sie übersetzt. Und schließlich finden sich auch zweisprachige Experimente und Reflexionen zum Vorgang des Übersetzens. Immer wieder wird, mit nicht zuletzt auch politischer Dimension, das Anliegen der Dichterin deutlich, Sprachen und Mehrsprachigkeit sichtbar zu machen – insbesondere eine der im österreichischen Staatsvertrag verankerten Landessprachen: Slowenisch.“ (Quelle: Edition Keiper)

Bettina Scheiflinger: Erbgut

„Mit einem lauten Schrei erblickt ein Kind das Licht der Welt und ein Lebensweg, dessen Bahnen schon vorgegeben zu sein scheinen, nimmt seinen Lauf. Rund um die Ich-Erzählerin wird ein Netz aus Beziehungen offenbar: vom gewalttätigen Großvater väterlicherseits, der NSDAP-Mitglied und später Kriegsgefangener war, der Großmutter mütterlicherseits, die als Tochter von italienischen Gastarbeiter*innen in der Schweiz aufwuchs, bis zu den Eltern, die sich in Bezug auf ihre Vergangenheit in Schweigen hüllen. Als sie erwachsen wird, steht die junge Frau vor der Wahl, welchen Weg sie selbst gehen möchte. Kann sie sich vom unsichtbaren Erbe ihrer Vorfahren lösen? Bettina Scheiflinger setzt in ihrem Debütroman Szenen aus verschiedenen Biografien wie Mosaiksteinchen nebeneinander, bis allmählich sichtbar wird, wie über Generationen Verhaltensweisen, Lebensentwürfe und Traumata weitergegeben werden und mahnend über den Individuen schweben, die um ihre Eigenständigkeit ringen.“ Quelle: Kremayr & Scheriau)

Zuletzt geändert am 24.10.22, 11:10 Uhr

Gesendet am Mo 24. Okt 2022 / 12 Uhr

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