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Melanie Schiller (©)
Zu hören am Do 05. Mär 2026 / 18 Uhr
FROzine

PK „Unsere Kinder brauchen uns jetzt“ und Ankündigung zum 8.März

In dieser Folge vom frozine hören Sie eine PK zum Thema "Unsere Kinder brauchen uns jetzt", sowie eine Ankündigung zum feministischen Kampftag, dem 8. März.

PK „Unsere Kinder brauchen uns jetzt“

Der Förderschlüssel für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf muss zumindest schrittweise von 2,7 auf 3,1 Prozent ab Herbst 2026 angehoben werden. Denn zurzeit sieht es wie folgt aus: etwa 15 000 Kinder von rund 30 000 Kindern bekommen nicht die zusätzlichen pädagogischen Ressourcen, die ihnen vom Bund zustehen. Seit 2006 setzen sich Elterninitiativen, sowie Politiker_innen und Pädagog_innen dafür ein, dass der Förderbedarf angehoben wird.

Im aktuellen Regierungsprogramm ist eine Anhebung auf 4,5 Prozent vorgesehen. Mittlerweile ist klar, dass dies frühestens nach dem Finanzausgleich 2029 erfolgen kann. „Diese Zeit haben unsere Kinder und unser gesamtes Bildungssystem nicht mehr! Der kritische Punkt wurde längst überschritten“, so Gertrude Riegler, S p r e c h e r i n e i n e r b u n d e s w e i t e n E l t e r n i n i t i a t i v e . G e m e i n s a m m i t d e n Bildungssprecher:innen aller im OÖ. Landtag vertretenen Parteien und der Kinder- und Jugendanwaltschaft fordert sie den Bund einmal mehr auf, hier dringend zumindest eine schrittweise Anhebung des Förderschlüssels auf 3,1 Prozent bereits ab dem kommenden Schuljahr vorzunehmen.

Zu Wort kommen:

Mag. (FH) Gertrude Riegler, Sprecherin Elterninitiative für Kinder mit besonderem Bedarf im Pflichtschulbereich, Mag. Christine Winkler-Kirchberger Kinder und Jugendanwältin des Landes OÖ sowie die Bildungssprecher:innen LAbg. Mag. Regina Aspalter (OÖVP), LAbg. Stefanie Hofmann (FPÖ), LAbg. Doris Margreiter (SPÖ), LAbg. Mag. Reinhard Ammer (Grüne), LAbg. Dagmar Häusler (MFG) und LAbg. Dr. Julia Bammer (NEOS)

 

Das Bündnis 8. März und Do It Yourself Frauentag Linz veranstalten wieder gemeinsam die Demonstration zum 8. März, dem internationalen feminstischen Kampftag, in Linz.

Ein großes Thema sind heuer die Einsparungen, ob im Arbeitsmarktbereich, in der Gesundheit oder Bildung. Ingrid und Martina vom Bündnis 8. März kritisieren, dass hier kein Geld da sei für die Menschen, aber die Kosten für die Stadtautobahn A26 problemlos übernommen würden. Das Motto der Demonstration lautet: „Enough! Basta! Genug!“ Der kämpferische Name des 8. Märzes sei passend, so Ingrid, denn man erinnere daran, dass Frauen für gleiche Rechte kämpfen mussten und auch heute noch in vielen Teilen der Welt nicht gleichberechtigt seien. Auch die Gefahr, dass Frauenrechte wieder eingeschränkt würden, z.B. durch strengere Abtreibungsgesetze oder Verbote, seien Motivation, solidarisch auf die Straße zu gehen.

Der 8. März hat seine Ursprünge in der Arbeiterinnenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Forderungen damals u.a. waren bessere Arbeitsbedingungen, Mutterschutz und Arbeitszeitverkürzung bei gleichem Lohn. Ähnliche Themen, wie die, die auch jetzt noch diskutiert werden. Auch wenn es mühsam werden kann, nach Jahren und Jahrzehnten kaum Besserungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu sehen, sind die beiden Feministinnen doch positiv gestimmt. Die Arbeit im Bündnis, und dass neue Generationen den feministischen Kampf mit fortführen, motiviert.

Zuletzt geändert am 05.03.26, 10:06 Uhr

Zu hören am Do 05. Mär 2026 / 18 Uhr

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