48575364271_f7e11a60c9_b Photo showing Klaus Schulze in the course of the Linzer Stahlsinfonie in 1980.
Peter Wurst
FROzine

„Out of the Box!“ und „Stay unfinished!“

Das ARS ELECTRONICA FESTICAL wird wieder einmal zum Treffpunkt für KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und EntwicklerInnen der internationalen Digitalszene. Gefeiert wird heuer der 40. Geburtstag des Festivals. // Ebenfalls feiert die Stadtwerkstatt: Unter dem Titel STWST48x5 STAY UNFINISHED versammelt sie heuer zum 5. mal in der 48-Stunden-Showcase-Extravaganza kritische ProduzentInnen und KünstlerInnen, um permanent unfertige Zustände zu verhandeln.

Zwei äußerst spannende Veranstaltungen für Medienkunst und Wissenschaft gehen dieses Wochenende in Linz über die Bühne und bieten ein progressives und vor allem intensives Programm.

Out of the Box – Das Ars Electronica Festival feiert Geburtstag

Da wäre zum einen das Ars Electronica Festival, das man eigentlich gar nicht mehr ankündigen muss. Seit 1979 analysiert und kommentiert die Veranstaltung die digitale Revolution. Im Mittelpunkt stehen dabei stets aktuelle Entwicklungen und mögliche Zukunftsszenarien und die Frage, wie diese unser Leben verändern werden.

Letzte Woche wurden die Highlights des diesjährigen Festivals präsentiert. Im Vordergrund stand dabei das 40-jährige Jubiläum der Ars Electronica. Dieses Jubiläum wird mit dem umfangreichsten Programm der Geschichte gefeiert. Unter dem Motto „Out of the box“ wird das Festival vom 5. – 9. September zum Treffpunkt für WegbereiterInnen aus vier Jahrzehnten Digitalisierung und preisgekrönten KünstlerInnen, führenden WissenschaftlerInnen und einflussreichen EntwicklerInnen.

Michael Diesenreither war bei der Programm-Präsentation dabei und hat mit Gerfried Stocker – dem künstlerischen Leiter des Ars Electronica Festivals – ein ausführliches Gespräch geführt. Über die Midlife Crisis der Digitalen Revolution, über Daten-Humanismus als Alternative zu Datenkapitalismus und Daten-Totalitarismus, Digitalisierung als kulturelle Transformation und Forderungen an die Politik.

Das umfassende Programm gibt’s natürlich auf der Website zum einsehen. Am besten man nimmt sich dafür ein bisschen mehr Zeit: https://ars.electronica.art/news/

Stay unfinished – gegen das Fertige und die Fertigen andenken

Die Stadtwerkstatt versammelt mit der diesjährigen 5. Ausgabe der 48-Stunden-Showcase-Extravaganza kritische ProduzentInnen und KünstlerInnen, um permanent unfertige Zustände zu verhandeln. STWST48x5 STAY UNFINISHED thematisiert das programmatisch Unfertige, ein real existierendes Utopia und die ever-expandierenden Kunstkontexte des Neuen. Bei STWST48 werden internationale Artists eingeladen. Zudem werden neue Kunstkontexte gezeigt, die in und um die STWST entwickelt wurden – wie etwa Infolab, Quasikunst und weitere Formate der Stadtwerkstatt-Kunstproduktion.

Georg Steinfelder hat Tanja Brandmayer und Franz Xaver von der Stadtwerkstatt zum Interview im Studio von Radio FRO getroffen. Was hat es mit Stay Unfinished auf sich und warum wird vor der Stadtwerkstatt (in dem sich auch das Studio von FRO befindet) gerade eine riesige Sandkiste aufgebaut?

NETZ UND RADIO

12:00 – 17:00 UNFINISHED LIST – Mailing List Radio Streams
17:00 – 18:00 COMPOSTING THE NET – Performance von Shue Lea Chang

UNFINISHED LIST bringt fünf bestehende Mailinglisten LIVE IM RADIO zusammen. Die textbasierten E-Mail-Listservs sind Online-Plattformen, auf denen die Mediengemeinschaften und ihre Mitglieder sich mit Informationen, Diskussionen und Debatten versorgen.
COMPOSTING THE NET ist eine Performance der Netzwerk-Künstlerin Shue Lea Chang. Damit möchte sie die Unmengen der „Datenmüllhalde“ im Internet als hoffnungsvolle Version neu aufarbeiten.

Mehr Infos auf http://stwst48x5.stwst.at/

Die Versorgerin der Stadtwerkstatt: https://versorgerin.stwst.at/

Die Stadtwerkstatt feiert heuer übrigens ebenfalls ihren 40. Geburtstag. Herzliche Gratulation!

Zuletzt geändert am 05.09.19, 08:28 Uhr

Gesendet am Mi 04. Sep 2019 / 18 Uhr

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