Visotschnig_mit Wahlhand

Nicht über unsere Köpfe

Parteienstreit, Politikverdrossenheit, sinkende Wahlbeteiligung – ist die Demokratie am Ende?
Keineswegs meint Erich Visotschnig, sie arbeitet nur mit den falschen Mitteln. Wir haben ihn, zu seinem Modell des Systemischen Konsensierens befragt. Im Gespräch erfahren wir getestete Anwendungsmöglichkeiten in Firmen, Schulen und auf Gemeinde- und Landesebene in Österreich.

Zu Gast im Studio ist Erich Visotschnig,
er hat Mathematik und Physik studiert („sub auspiciis praesidentis“). Bei IBM arbeitete er als Systemanalytiker und Projektmanager bis 1999. Gemeinsam mit Siegfried Schrotta entwickelt er machtfreie Abläufen und machtfreie Strukturen. Gemeinsam haben sie das Konzept des Systemischen Konsensierens entwickelt und stellen damit ihren Beitrag zu einem friedlichen Miteinander, Firmen, NGO’s und der Politik zur Verfügung.

In seinem Buch »Nicht über unsere Köpfe. Wie ein neues Wahlsystem die Demokratie retten kann« zeigt er die Schwächen des Mehrheitsprinzips auf und stellt mit seinem Konzept des Systemischen Konsensierens eine Alternative vor, die es Beteiligten ermöglicht, sich effektiver in Entscheidungsprozesse einzubringen. Dadurch entsteht eine neue demokratische Kultur, in der nicht länger Großkonzerne und kapitalstarke Interessengruppen, sondern Bürger* und Bürger*innen  das Sagen haben.

Dieses Prinzip bewährt sich seit Jahren im privaten, wirtschaftlichen und politischen Bereich. Das Buch stellt gelungene Praxisbeispiele vor und erklärt, wie Systemisches Konsensieren eine erneuerte Demokratie ermöglicht.

Erich Visotschnig ist in Linz zu Gast und hält einen Workshop für das Team von Radio FRO zu Systemischen Konsensieren, damit wir hier hautnah das neue vielversprechende Wahlsystem erproben können und auf Herz und Nieren prüfen. Am ersten Workshoptag sind bereits einige Entscheide durchgeführt worden und zur Zufriedenheit aller abgelaufen.

Im Interview hören sie nun Erich Visotschnig zu den Anfängen von Systemisch Konsensieren, die Funktionsweise und über einige Beispiele sprechen. Er erklärt die einzelnen Komponenten wie „die Messung des Widerstands“ und „die Passiv-Lösung“ und ihre Auswirkung. Auch die demokratiepolitische Bedeutung dieses Entscheidungs-Tools für ein friedliches Miteinander werden im Interview deutlich.

Links:
www.sk-prinzip.eu

SK – Team

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Buch „Nicht über unsere Köpfe“

Zuletzt geändert am 03.05.18, 13:06 Uhr