Letzte Sendungen aus dem CBA nachhören (Englisch)
AMRO26 on air #2
Together, they explore the strong community dimension at the heart of Art Meets Radical Openness and reflect on how digital technologies continue to shape artistic production, collaboration, and exchange. The conversation offers insights into the curatorial approaches behind this year’s festival and highlights how AMRO creates spaces for collective engagement across disciplines.
A special focus is placed on the 2026 program: What kinds of formats invite participation? How do artists respond to current technological and social conditions? And in what ways can digital tools foster not only innovation but also critical reflection?
From exhibitions and performances to the Nightline, this episode sheds light on the diverse practices and perspectives that define AMRO26. It reveals how the festival operates not just as an event, but as a living network shaped by its contributors and audiences alike.
This episode invites listeners to take a closer look at the intersections of community, technology, and artistic experimentation. And to discover how AMRO continues to evolve as a platform for radical openness.
For more information about the festival and the program visit: www.radical-openness.org
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
If Pigeons Turned To Gold//Silencio//Jenseits der Erinnerung//This Is Not A French Film
Am letzten Festivaltag von Crossing Europe 2026 berichtet Radio FRO über eine sehr vielfältige Palette an Filmen. Diese reicht von der sehr persönlichen und bewegenden Arbeit der tschechischen Filmemacherin Pepa Lubojacki, die den Preis der Competition Fiction gewann, über den skurrilen Vampirfilm „Silencio“ und einer Dokumentation über das Andenken an NS-Kriegsverbrechen im oberösterreichischen Mühlviertel bis hin zur Satire „This Is Not A French Film“.
KDYBY SE HOLUBI PROMĚNILI VE ZLATO / IF PIGEONS TURNED TO GOLD, Pepa Lubojacki CZ/SK 2026
Die sehr persönlich gehaltene Dokumentation erzählt über Suchterkrankung innerhalb Pepas Familie. Sie portraitiert ihren Bruder und ihre beiden Cousins und macht sichtbar, dass auch wenn Sucht und Obdachlosigkeit ein großer Teil ihrer Leben ist, sie auch noch mehr sind als das. Mit bunten, teils flippigen Stilmitteln werden Familienfotos durch KI zum Sprechen gebracht und die schwere Geschichte mit einer guten Menge Humor erzählt, ohne dabei ihre Ernsthafitgkeit zu verlieren.
Sofia Engler im Interview mit der Filmemacherin Pepa Lubojacki. Der Film wurde außerdem mit dem CROSSING EUROPE Social Awareness Award – Best Documentary ausgezeichnet.
SILENCIO/SILENCE, Eduardo Casanova, ES 2025
Aylin Yilmaz und Melanie Schiller stellen sich die Frage „Wie viele Vampirfilme braucht es noch“ und besprechen dabei den Film „Silencio“ von Eduardo Casanov. In diesem Film aus der Nachtsicht-Programmschiene stehen vier Vampirschwestern vor ethischen Problemen. Denn die Menschheit ist durch die Pest geplagt.
JENSEITS DER ERINNERUNG, Michael John, Bernhard Branstein, AT 2025
Michael Diesenreither mit dem Historiker Michael John über dessen Film Jenseits der Erinnerung. Schattenseiten Gallneukirchen 1938 bis 1945 gesprochen. Der Film beschäftigt sich mit NS-Kriegsverbrechen in Gallneukirchen.
Ceci n’est pas un film français/This Is Not A French Film
„This is not a french Film“ zeigt Tom Adjibi, den Filmemacher selbst, wie er erst etwas planlos versucht, als Reaktion auf die eurozentrische Filmwelt einen Film auf die Beine zu stellen, bei dem nur nicht-weiße Personen im Cast und in der Crew sind. Im Stile eines Making-Off-Videos nimmt er uns mit auf eine Reise über Black Pain, Rassismus und die Spuren der Kolonialzeit in Belgien. Die satirische Dokumentation „This is not a french film“ von Tom Adjibi besprechen Raissa Iradukunda und Sofia Engler.
Am Sonntag, 3.5. noch im Programm des Crossing Europe Film Festivals:
- 18.15 Uhr, City 1: ON VOUS CROIT/WE BELIEVE YOU/WIR GLAUBEN EUCH, BE 2025
- 18.15 Uhr, Movie 1: SOLOMAMMA, NO/LV/DK/FI 2025
- 18.15 Uhr, Movie 3: HEX, NO 2026
- 19.00 Uhr, Movie 2: MIOB NEW VISION AWARD 2026: VETRE, PRIČAJ SA MNOM / WIND, TALK TO ME, SR/SI/HR 2025
- 20.00 Uhr, City 1: KDYBY SE HOLUBI PROMĚNILI VE ZLATO / IF PIGEONS TURNED TO GOLD, CZ/SK 2026
Moderation: Sofia Engler und David Winkler-Ebner
Peacemaker//White Lies//Die noch unbekannten Tage//A Year of School
Caravan // Stereo Girls // Ida Who Sang So Badly…// Rainy Summer Days
Vier Filme, vier ganz unterschiedliche Geschichten – und doch kreisen sie alle um denselben Kern: das Erwachsenwerden in all seinen widersprüchlichen Facetten. Ob eine überforderte Mutter auf der Suche nach einem anderen Leben, zwei Freundinnen mit einem zerbrechenden Traum, ein Mädchen, das sich in Fantasie vor der Realität schützt, oder drei junge Menschen, die lernen müssen, dass nichts für immer bleibt – sie alle erzählen von Umbrüchen, Verlusten und der Sehnsucht nach Nähe. Es sind leise, eindringliche Geschichten über Beziehungen, Identität und den Moment, in dem sich alles verändert.
Caravan / Karavan – Aylin Yilmaz hat mit Regisseurin Zuzana Kirchnerová gesprochen, die mit Karavan einen Film geschaffen hat, der eine Mutter-Sohn Beziehung zeigt. Man begleitet Ester, gespielt von Aňa Geislerová und ihren behinderten Sohn David, gespielt von David Vodstrčil auf einen Roadtrip durch Italien. Karavan handelt vom Erwachsenwerden, Loslassen und sich selbst finden.
Screening: 02.05.2026 um 12:00 in City 1
Les Immortelles / Stereo Girls – Raissa Iradukunda und Aylin Yilmaz besprechen jetzt den Film Stereo Girls von der Regisseurin Caroline Deruas Peano. Ein Coming of age Film, der in den frühen 90er Jahren in Frankreich spielt. Es geht um Freundschaft, die Ungewissheit des Erwachsenwerdens, Träume und Musik.
Screening: 02.05.2026 um 16:45 in Movie 1
Ida, ki je pela tako grdo, da so še mrtvi vstali od mrtvih in zapeli z njo / Ida Who Sang So Badly Even the Dead Rose Up and Joined Her in Song
Aus der Perspektive der zehnjährigen Ida entfaltet sich eine Kindheit, in der Fantasie zum Schutzraum wird. In einem ländlichen Umfeld der 1970er-Jahre – im damaligen sozialistischen Jugoslawien – scheint zunächst alles geordnet, doch unter der Oberfläche zeigen sich Risse; sei es in der Familie, in der Schule oder im allgemeinen Umgang mit Verlust. Während Ida glaubt, mit ihrem Gesang die kranke Großmutter retten zu können, verdichten sich Traumwelt und Wirklichkeit zu einer leisen Coming-of-Age-Geschichte über Einsamkeit, Hoffnung und die fragile Kraft kindlicher Vorstellung. Sofia Engler spricht mit der Regisseurin Ester Ivakic.
Screenings waren schon am 29. und 30. April 2026.
Musik: Nebes Glas aus dem Original Soundtrack des Films von Alenja Pivko Knezevic and Simon Pensek
Dies d’estiu i de pluja / Rainy Summer Days – Abril, Biel und Gerard sind lange schon befreundet. Doch haben sie sich von einander entfernt. Beim gemeinsamen Wanderurlaub in den Pyrenäen versuchen sie sich anzunähern und stoßen dabei immer wieder auf Hindernisse. „Rainy Summer Days“ erzählt von Freundschaft, dem stetigen Neuausloten von Beziehungen, von den Herausforderungen und Krisen des Heranwachsens. Gedreht hat den Film das junge spanische Kollektiv „Espurnes“. Àlex Serra, Clàudia Vila und Eva Picazo sind Teil des Kollektivs. David Winkler-Ebner hat die drei getroffen und mit ihnen über den Werdegang des Films, über peinliches Küssen in der Öffentlichkeit und nächtliche Fuchsbesuche gesprochen.
Screening: 02.05.2026 um 14:30 in Movie 1
Dieser Beitrag enthält Ausschnitte aus den Trailern von den Filmen.
Crossing Europe 2026: Interview „Rainy Summer Days“
Abril, Biel and Gerard have been friends for a long time. But they’ve seperated from each other. During a hiking vacation in the Pyrenees they try to get closer again and face severeal difficulties doing so. „Dies d’estiu i de pluja“ („Rainy Summer Days“) tells about friendship, the continuous rearranging within relationships and the challenges and crises of growing-up. The movie is a collaboration of the members of the Spain-based Espurnes Collective. Clàudia Vila, Àlex Serra and Eva Picazo are members of the collective. David Winkler-Ebner has visited them and talked with them about the making process of the movie, embarrassing kissing in public spaces and nocturnal fox visits.
Hysteria, Was an Empfindsamkeit bleibt, Don’t worry, Sári und Straight Circle
In diesem Beitrag können Sie mehr über die Filme Hysteria, Was an Empfindsamkeit bleibt, Don’t worry, Sári und Straight Cirlce, welche am Crossing Europe Festival laufen, erfahren.
Hysteria
Im ersten Beitrag hören Sie eine Filmbesprechung von meinen Kolleginnen Anneta Trimis, Raissa Iradukunda und Aylin Yilmaz. Sie haben den Film Hysteria von Mehmed Akif Büyükatalay gesehen. In dem Film steht ein verbrannter Koran im Zentrum, behandelt aber weiters viel mehr Themen, wie Privilegien und Rassismus.
Was an Empfindsamkeit bleibt
Das dokumentarische Langfilmdebüt der Regisseurin Daniela Magnani Hüller feierte im Forum der Berlinale 2026 seine Premiere. Der Film setzt sich auf eindringliche und zugleich zurückhaltende Weise mit einem versuchten Femizid auseinander, die die Filmemacherin selbst als Jugendliche überlebt hat. Jahre später spricht sie mit Menschen aus dem damaligen Umfeld – eine Ermittlerin, eine Lehrerin, eine Mitschülerin, ein Notarzt, ihr Rechtsbeistand – und fragt nach Erinnerungen, Wahrnehmungen und dem, was geblieben ist.
Anna Jungwirth hat mit der Regisseurin Daniela Magnani Hüller über ihren Film gesprochen.
Don’t worry, Sári
Beim Crossing Europe Filmfestival in der Sektion Competition Documentary läuft heuer ein besonders persönlicher Film: „Don’t Worry, Sári“ (Sári spricht man als „Schahri“ aus). Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, die das Familienleben stets mit der Kamera festgehalten hat, beginnt Sári selbst zu filmen – und bringt damit ihren Vater und ihre beiden Brüder wieder ein Stück näher zusammen. Archivmaterial und neue Aufnahmen verschmelzen zu einer eindringlichen Geschichte über Familie, Verlust und psychische Herausforderungen.
Meine Kollegin Vera Ecser (‚Etscher) hat mit Regisseurin Sári Haragonics (Schahri ´Haragonitsch) über die Intimität des Films gesprochen, darüber, wie ihre Familie darauf reagiert hat, warum der Titel international anders ist – und wem sie diesen Film besonders empfehlen würde.
STRAIGHT CIRCLE
Das Spielfilmdebüt von Regisseur Oscar Hudson feierte seine österreich Premiere beim crossing europe filmfestival 2026 in der Kategorie Competition Fiction. In einer stilisierten, präzise komponierten Inszenierung erzählt der Film von zwei gegnerischen Soldaten an einer abgelegenen Wüstengrenze, die durch einen fragilen Waffenstillstand gezwungen sind, sich eine Unterkunft zu teilen – nicht aber ihre Haltung zur Welt.
Geprägt von seiner Arbeit im Musikvideo- und Werbefilmbereich entwickelt Hudson eine eigene, rhythmisch klare Handschrift, die ebenso kontrolliert wie verstörend wirkt.
Anna Jungwirth hat mit Regisseur Oscar Hudson über seinen Film gesprochen. Das Interview wurde auf englisch geführt.
Fantasy // Avant/Après // Feels Like Home
Wir starten unsere Crossing Europe Film Festival Sendereihe „Kino für die Ohren“ gleich mit vier spannenden Beiträgen.
Festivaleröffnung
Die Festivaleröffnung fand bereits gestern Abend (28.04.) statt. Wir waren vor Ort und haben erste Eindrücke für euch gesammelt. Zu hören sind Moderator Neil Young, die beiden Festivalleiterinnen Sabine Gebetsroiter und Katharina Riedler sowie Regina Rusz und Theresa Eckstein als Vertreterinnen der Bundesministerien.
FANTASY
Live im Studio begrüßen wir Kukla, die Regisseurin von „FANTASY“, im Gespräch mit Anneta Trimis.
Das Spielfilmdebut von Regisseurin Kukla führt auf eine Reise nach Nordmazedonien und in die Lebenswelt der Protagonistinnen Mihrije, Sina und Jasna. Die drei besten Freundinnen sind um die zwanzig Jahre alt und versuchen sich dem konservativen System zu widersetzen, in das sie hineingeboren wurden. Ihre Welt gerät aus den Fugen, als sie Fantasy kennenlernen. Fantasy kümmert es wenig, was andere über sie sagen.
Screening: 30.04.2026, 10:15 Central
Avant / Après
Michael widmet sich dem Film „Avant / Après“ und hat dazu Manoël Dupont zum Interview eingeladen.
In diesem belgischen Low-Budget-Buddy-Movie versuchen zwei junge Männer, ihre schwindende Haarpracht durch eine Operation in Istanbul in der Türkei zu neuer Fülle zu verhelfen. Der Film läuft in der Kategorie Competition Fiction 2026, die Operationen der beiden Männer und die politischen Eindrücke und Treffen mit Menschen aus Istanbul sind aber real. Der Film hatte kein fixes Skript und lud die beiden Schauspieler zur Improvisation ein.
Screening: 30.04.2026, 12:15 City 1
Itt érzem magam otthon
Außerdem hat Vera Ecser mit Attila Veres gesprochen, der das Drehbuch zum erfolgreichen ungarischen Psychothriller „FEELS LIKE HOME“ geschrieben hat.
Rita, die eben ihren Job verloren hat, wird auf dem Nachhauseweg gekidnappt und findet sich gefesselt in einem spärlich eingerichteten Raum wieder. Ihr Entführer behauptet, sie sei seine davongelaufene Schwester Szilvi. Nach anfänglichem Widerstand wird Rita nach und nach klar, dass der einzig mögliche Ausweg über die ihr aufgezwungene Rolle führt.
Screening: 30.04.2026, 11:00 City 2
Musik: Victoria West – Call Me
Moderation: Michael Diesenreither, Anneta Trimis
How Far? – 10,000 Falling Petals II.
In dieser Episode der Sendereihe „Der kraffftvolle Weg“ liest der Dichter und Philosoph David Lee neuerlich ausgewählte Gedichte aus seinem Werk „10,000 Falling Petals“ – im englischen Original. Im anschließenden Gespräch mit Erika Krafft gibt er Einblicke in die Hintergründe seiner Texte und teilt weiterführende Gedanken dazu in deutscher Sprache.
In dieser Episode hören Sie folgende Gedichte:
Going Organic
Lockdown Breakdown
The bard he told us
In India they say
How Far
Please Lettuce Bee
Shelf Life
one thing I have learned
Weitere Informationen zu David Lee finden Sie auf seiner Autorenseite. Das Buch „10,000 Falling Petals“ erschien 2024 im Verlag Kraffftvoll.
Ein herzlicher Dank gilt Christine Högl für einige Takte aus ihrem Musikstück „Der Aufbruch“, die freundlicherweise mit ihrer Erlaubnis verwendet werden durften.
An exploratory cultural and theoretical history of mermaids
The essay then examines how, within European traditions, these figures gradually become tied to narratives of love, possession, and projection. Through literary works such as Undine geht by Ingeborg Bachmann, Achatz reflects on the loss of voice, autonomy, and subjectivity, showing how the transition from water to land marks a shift into silence, dependency, and objectification.At the same time, the radio essay opens a queer-feminist and poststructuralist perspective: returning to the water becomes an act of resistance and self-assertion. Underwater, identity dissolves into multiplicity, fluidity, and affect — a space beyond fixed roles and normative concepts of love. Drawing on thinkers such as Gilles Deleuze, Maurice Blanchot, and Franz Kafka, sirens are reimagined not as seductive figures, but as forces, events, and interruptions that destabilize language and meaning.
The essay also connects these ideas to global mythologies, including Mami Wata and Oshun, where water beings appear as powerful, sovereign entities rather than passive objects. In dialogue with voices such as Anaïs Nin and Audre Lorde and bell hooks the essay situates these figures within broader questions of creativity, voice, and resistance.
Finally, Achatz reflects on the ecological and political urgency of these myths today. In the context of climate crisis, displacement, and ongoing violence, the figure of the mermaid becomes an allegory for the fragile relationship between humans and nature — and a call to return to depth, to imagination, and to forms of life that resist domination.
The radio essay unfolds as a poetic and analytical journey into the oceanic — an invitation to listen differently, to embrace uncertainty, and to rediscover the creative forces that lie beneath the surface.
Ungarnwahl – eine Analyse
Die Wahl in Ungarn
Am 12.04.2026 wurde in Ungarn ein neues Parlament gewählt. Die oppositionelle Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA) um ihren Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar setzte sich deutlich gegen die seit 16 Jahren regierende Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán durch und gewann eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit.
Auf Budapests Straßen waren die Freude und Euphorie groß, doch als diese abflachte, folgte die Unsicherheit: Was genau bedeutet es für Ungarn, nach 16 Jahren nicht mehr unter Orbáns Regime zu stehen? Kann und wird Magyar seine Versprechen halten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen nun die Menschen, nicht nur in Ungarn, sondern auch hier in Österreich.
Expert*innengespräch
Aus diesem Grund fand am 14. April 2026 in Wien ein politikwissenschaftliches Expert*innengespäch zu den Parlamentswahlen in Ungarn statt. Veranstalter war das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen rund um die Demokratie, die Parteienlandschaft und die Frage, was das Wahlergebnis bedeuten kann.
Als Expert*innen sprachen Béla Greskovits und Eszter Kováts. Béla Greskovits ist Professor an der Central European University sowie an der Hungarian University und forscht zu politischer Ökonomie, Demokratisierungsprozessen und postsozialistischen Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Seine Arbeiten analysieren insbesondere die strukturellen Grundlagen illiberaler Systeme. Eszter Kováts ist Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien. Ihre Schwerpunkte liegen auf Genderpolitik, feministischer Theorie sowie rechtspopulistischen und anti-liberalen Bewegungen in Europa, insbesondere in Ungarn. Die Moderation übernahm Ulrich Brand.
Béla Greskovits gab einen Einblick darin, wie das letzte Jahrzehnt unter und mit Orbán gestaltet war. Er behandelt die beiden Punkte, wie sich das Regime so lange halten konnte und wie es dann zur Krise kam. Eszter Kováts stellte in ihrem Impulsvortrag dar, was von 2024 bis zur Wahl passiert ist, welche Gründe Péter Magyar so erfolgreich machten und wie das Parlament nun zusammengesetzt ist.
Beitragsbild: Richard Stachmann @unsplash
AMRO26 on air #1
What exactly is AMRO? And how do free software, art, and social change intersect?
In this podcast episode, we speak with Aileen Derieg – translator, media activist, and curator of AMRO26 – and Ushi Reiter, curator and co-founder of “Art Meets Radical Openness.” Together, they share insights into the origins of the open-source movement and its lasting impact on artistic practices and collaborative processes.
Since its beginnings, the “Art Meets Radical Openness” festival has positioned itself as a platform for exchange, critical thinking, and collective experimentation. The conversation highlights how the principles of free software have profoundly influenced the cultural and artistic landscape.
A key focus of this year’s edition is the theme “Becoming Unreadable.” It explores strategies of withdrawal and resistance against total legibility and exploitation within digital systems. What does it mean to evade constant surveillance and data capture? And how can art open up new spaces for ambiguity and self-determination?
This episode offers compelling perspectives on the intersections of technology, activism, and art and invites listeners to rethink what openness can mean today.
For more information about the festival and the program visit www.radical-openness.org
Beitragsgestaltung: Anna Jungwirth
Bild:c AMRO26, Design by Hanna Priemetzhofer
TMC Episode IV
HEAVY QUEENS III
Heavy Queens spannt heute den Bogen von sanften Tönen bis hin zu roughen Riffs und heavy Melodien.
Herzlich Willkommen zur 3. Ausgabe von den Heavy Queens: der Sendung mit den Female-Leads!
Dieses Mal spannen wir den Bogen von sanft bis heavy und ich freue mich euch heute folgende Setliste präsentieren zu dürfen:
Tori Amos – Cruzify
The Agonist – Thank You, Pain
Conquer Divide – Atonement
Kittie – Spit
Hole – Violet
The Pretty Reckless – Make Me Wanna Die
Hands Off Gretel – Kiss Me Girl
Patti Smith – Free Money
Poppy, Amy Lee, Courtney LaPlante – End Of You
The Warning – Kerosene
Blue Medusa, Alissa White-Gluz – Checkmate
Halestorm – Freak Like Me
Nightwish – Music
Poppy – they’re all around us
Weltempfänger: 10 Jahre Friedensabkommen Kolumbien
Erich Klinger Spezial
Live aus dem Studio 1:
An meinem vorletzten Nachspann-Sendungstermin waren unter anderem 10 Exponate aus meinem Liederzyklus „Panoramabilder aus dem Keller“ und weitere Lieder sowie textliche Wieder-Entdeckungen, neue Texte und akustische Experimente/Hörbilder aus der „jüngeren Vergangenheit“ zu hören. Und die erstmalige Wiedergabe der Aufnahme der am 12.11.2025 im Strandgut bei der X-Blatt-Präsentation „Prosa“ von mir gelesenen Texte.
Das Inhaltsverzeichnis der Sendung (s.u.) wird von mir in den nächsten Tagen vervollständigt.
Die für diesen Termin geplante Ausstrahlung des Hörstücks “Who the Hell is James Webb? oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum entdeckte” von Katharina Kain (Welturaufführung!) – Mitwirkende: Universumsforscherinnen, die Autorin, Alenka Maly, ich als Stimmen- und Klangmischer und vielleicht als Eishai – wird am 24. Mai von 18 bis 20 Uhr über die akustische Radio-Bühne gehen.
Erich Klinger 18.04.2026
#Stimmlagen: Machtwechsel in Ungarn | Die Räumung von St. Marx
Diese Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich, kommt aus der der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz und widmet sich heute dem Wahlsig von Peter Magyar in Ungarn und der Räumung der St.Marx Besetzung in Wien.
Machtwechsel in Ungarn – Wer ist Péter Magyar?
Nach dem Abgang von Viktor Orbán steht Ungarn vor einer politischen Zäsur. Doch wie wird dieser Machtwechsel wahrgenommen?
Im Fokus der Sendung steht der neue politische Akteur Péter Magyar: Welche Hintergründe prägen ihn, und wie lässt sich seine politische Ausrichtung einordnen? Besonders im Verhältnis zur Europäischen Union stellt sich die Frage, wo er sich klar von der bisherigen Linie Orbáns absetzt – und in welchen Bereichen Kontinuitäten erkennbar bleiben.
Zwischen möglichem Wandel und bestehenden Kontinuitäten werfen wir einen genaueren Blick auf seine Positionen, etwa zur EU, zur Migrationspolitik und zu LGBTIQ+ -Rechten.
Tamara spricht dafür mit Laci, er ist aus Ungarn und lebt seit einigen Jahren in Graz.
Das Interview ist auf Englisch.
Tamara spricht dafür mit Laci, er ist aus Ungarn und lebt seit einigen Jahren in Graz.
Das Interview ist auf Englisch.
Hier könnt ihr das gesamte Interview nachhören.
Beitragsgestaltung: Tamara Ussner
Stadt für alle – Nein zur Halle: Die Räumung von St. Marx
In Wien sorgt ein umstrittenes Bauprojekt für Kritik: Für rund 220 Millionen Euro soll eine neue Veranstaltungshalle entstehen – während gleichzeitig in Bereichen wie Soziales und bei den freien Medien gespart wird. Diese Prioritätensetzung stößt auf wachsenden Widerstand.
Besonders ist auch die selbstorganisierte Nutzung der Fläche in St. Marx, auf der die Halle gebaut werden soll: Dort befanden sich zuletzt ein selbstorganisierter Skatepark, gemeinschaftlich genutzte Gartenflächen sowie Infrastruktur für Konzerte und kollektive Aktivitäten wie gemeinsames Kochen.
Am 9. April wurde das Areal ohne Vorankündigung geräumt. Augenzeug:innen berichten von einem brutalen Vorgehen der Polizei, mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen.
Enric von der VON UNTEN Redaktion war sowohl bei der spontanen Solidaritätskundgebung unmittelbar nach der Räumung vor Ort als auch am darauffolgenden Tag beim Polizeianhaltezentrum (PAZ), wo Unterstützer:innen auf die Freilassung der Festgenommenen warteten.
Mehr Infos findet ihr auf der Instagram Seite von st.marxfüralle.
Beitragsgestaltung: Enric Thier
UNCOVERED Vol. XXVIII
Es freut mich euch in dieser Show die ORIGINALversionen zu allseits bekannten Coverversionen spielen und näher vorstellen zu dürfen.
In der 28. Ausgabe gab es die ORIGINALE von…
01)
Yes we can (im Original von LEE DORSEY)
02)
Jump jive an‘ wail (im Original von LOUIS PRIMA)
03)
Wild thing (im Original von THE WILD ONES)
04)
Der lachende Vagabund (im Original von JIM LOWE „Gambler’s guitar“)
05)
3 AM (im Original von TABITHA’S SECRET)
06)
Try (im Original von GONORTHTOGOSOUTH)
07)
Solitaire (im Original von MARTINE CLEMENCEAU)
08)
This girl (im Original von COOKIN‘ ON 3 BURNERS)
09)
Du bist wie a Wunder (im Original von STONY BECKER „Matchless women“)
10)
Ich bin müde (im Original von MAGIC)
11)
They say it’s gonna rain (im Original von (KERRY DELUIS)
12)
Crying in the rain (im Original von THE EVERLY BROTHERS)
13)
I made it through the rain (im Original von GERARD KENNY)
14)
How come u don’t call me anymore (im Original von PRINCE)
15)
Walk, don’t run (im Original von JOHNNY SMITH)
16)
It’s a fine day (im Original von JANE)
zu hören.
KAPU Radioshow, 08.04.2026, Defenders of Steel Special
Die KAPU Radioshow, vom 08.04.2026, mit einem Special von Torpedo Promotion: Vorschau auf die 1. Ausgabe von Defenders of Steel, am Fr, 8.5. in der KAPU und am Sa, 9.5. im Alten Schl8hof Wels. Mit dabei: Enforcer, Wytch Hazel, Roadwolf, Demon, The Night Eternal, Mindless Sinner, Vulture, Eisenhand, Zepter.
Mehr Infos zum 2-Tages-Festival gibts hier.
Hans Peter Heinzl, Georg Danzer, Sketches und Parodien…
Diesmal eine Hommage an Hans Peter Heinzl, einem österr. Kabarettisten der 80er und 90er Jahre. Dazu einige seiner Musikstücke, ausserdem Songs von Georg Danzer und Parodien vom unruhestifter: „wie textet Gabalier und DJ Ötzi wenn sie Julian le play einladen?“ „Neues aus der Menosphere“ und „Tagebücher der Schwester eines Diktators“ Viel Vergnügen
Zwischen Leinwand und Lebensrealität
aufgequirlt
Das Final Girls Berlin Film Festival präsentiert Horrorfilme von Frauen* und non-binären Filmemacher*innen und schafft Raum für vielfältige Visionen – ob monströs, heroisch oder irgendwo dazwischen. Die elfte Ausgabe fand vom 4. bis 8. März 2026 im City Kino Wedding in Berlin statt.
M.C. Monster* und Barbara Eder waren beim Festival vor Ort und haben für die 52 Radiominuten Stimmen und Eindrücke gesammelt. M.C. Monster* ist ein queer-feministischer Medienclub aus Linz, der sich dem phantastischen Genre – insbesondere dem Horror – aus theoretischer, visueller und politischer Perspektive widmet. Das Team besteht aus den Künstlerinnen* Judith Gattermayr, Rebekka Hochreiter und Melanie Ludwig und wird vom FIFTITU% unterstützt.
- Instagram-Kanal: @m.c.monster_linz
- Die nächste Veranstaltung, „Haunted Woods – rest in sleep: open research part 1“, findet am 25. März um 19:00 Uhr im FIFTITU% statt.
Shownotes:
- “TOKUM AMA YERİM (I’m Full But I’ll Eat Anyway)” (5:22) Written, directed and produced by Bilge Olcay yılmaz, Turkey, 2025
- “Mother of Flies” (92 mins) Written, directed, and produced by John Adams, Zelda Adams, Toby Poser, USA, 2025
- “Jeff” (24:34) Written and directed by Julia Hebner, USA, 2025
- Final Girls Berlin Halloween 2025
- Ausblick auf das Final Girls Berlin Brain Binge-Symposion
- Mehr zu Sara Neidorfs Band PAVONE CRISTALLO
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aufgequirlt
Der mit 5.000 Euro dotierte Frauenpreis der Stadt Linz ging heuer an die LENA, eine Caritas-Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren. Ausgezeichnet wurde ihre Aufklärungskampagne, die gezielt Kunden anspricht und für mehr Verantwortung beim Thema Safer Sex sensibilisiert.
Zu hören ist ein Gespräch, das im Rahmen der Preisverleihung entstanden ist: Die Frauenbeauftragte der Stadt Linz, Abena Carty-Pinner, spricht mit Mitarbeiterinnen* der Beratungsstelle LENA über ihre Arbeit.
Die Frauenpreisverleihung könnt ihr auf dorftv.at nachsehen.
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aufgequirlt
Am 8. März 2026 gingen in Linz rund 5.000 Menschen auf die Straße zum Internationalen Feministischen Kampftag. Unter dem Motto „ENOUGH. BASTA. GENUG!“ zogen sie mit bunten Schildern und Transparenten vom Musiktheater über die Landstraße bis zur Endstation Hauptplatz.
Wir blicken auf die Demonstration zurück.
Bündnis 8. März OÖ – Frauen* verbünden sich
Musik:
- „Witch“ by Notic Nastic
- „Bury the Evidence“ by Tricky
- „Bullet With Butterfly Wings“ by The Smashing Pumpkins
- Festivaltrailer „Ectoplasmic Runoff“ by Sarattma
- „Medusa“ by Uzi Freyja
- „Out of Luck“ by H6llb6nder
- ŽEN – Igra protona elektrona i neutrona
- „Terminal“ by Drained Glory
Foto: Judith Gattermayr
Unruhestifter zum Jahresbeginn
Eine diesmal sehr musikalische Sendungvon Eurem Unruhestifter. Die Sendung wird gerade neu konzipiert und ab März warten einige neue Themen und ein neuer Co Moderator auf Euch.
Mit neuem Co Moderator Alois und live Musik im Gepäck
Der Unruhestifter mit dargebrachten Coversongs aus dem aktuellen Coverprogramm, live eingespielt in dieser Sendung.
Ebenfalls neu sind Jingles zu künftigen Serien kabarettistischen Charakters, die in Doppelconferencen mit dem neuen Co Moderator Alois über den Äther gechickt werden.
Der Unruhestifter wünscht gute Unterhaltung!
Sprachenvielfalt
Die Teilnehmer*innen des Audio-Basiskurses sprechen über Sprachen und persönliche Lebenserfahrungen.
Selecting Memories: Auswahl der Erinnerungen
Die aktuelle Ausgabe des FROzine beschäftigt sich mit der Frage, wie Museen entscheiden, was erinnert und was vergessen wird.
Ausgangspunkt ist ein Gesprächsabend im Weltmuseum Wien mit der neuen Kuratorin der Afrika-Sammlung südlich der Sahara, Henri Denise, der Philosophin Marina Gržinić und der Erziehungswissenschaftler*in und Pädagog*in Dshamilja Gosteli.
Unter dem Titel „Selecting Memories – Auswahl der Erinnerungen: Was kommt ins Museum?“ diskutierten die drei darüber, wie afrikanische und Schwarze Geschichte in ethnografischen Museen dargestellt wird und wer die Macht hat zu bestimmen, was gesammelt, ausgestellt und damit Teil des kollektiven Gedächtnisses wird.
In der Sendung reflektieren die Gesprächspartner*innen die kolonialen Ursprünge vieler Museen und sprechen über strukturellen Rassismus in kulturellen Institutionen. Dabei wird deutlich, dass Museen nicht neutrale Orte sind, sondern Räume, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar werden und reproduziert werden können.
Gleichzeitig geht es auch um mögliche Veränderungen: um die Frage, wie Museen zu Orten des Dialogs werden können, wie marginalisierte Perspektiven stärker einbezogen werden und welche Rolle Besucher*innen selbst dabei spielen. Kritisches Nachfragen, institutionelle Selbstreflexion und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven werden dabei als zentrale Schritte gesehen.
Die Sendung enthält Ausschnitte aus Gesprächen, die Anneta Trimis nach dem Panel mit Henrie Denise, Marina Gržinić und Dshamilja Gosteli geführt hat. Die Interviews wurden auf Englisch geführt und in der Sendung auf Deutsch eingeordnet.
Selecting Memories: Auswahl der Erinnerungen
Die aktuelle Ausgabe des FROzine beschäftigt sich mit der Frage, wie Museen entscheiden, was erinnert und was vergessen wird.
Ausgangspunkt ist ein Gesprächsabend im Weltmuseum Wien mit der neuen Kuratorin der Afrika-Sammlung südlich der Sahara, Henri Denise, der Philosophin Marina Gržinić und der Erziehungswissenschaftler*in und Pädagog*in Dshamilja Gosteli.
Unter dem Titel „Selecting Memories – Auswahl der Erinnerungen: Was kommt ins Museum?“ diskutierten die drei darüber, wie afrikanische und Schwarze Geschichte in ethnografischen Museen dargestellt wird und wer die Macht hat zu bestimmen, was gesammelt, ausgestellt und damit Teil des kollektiven Gedächtnisses wird.
In der Sendung reflektieren die Gesprächspartner*innen die kolonialen Ursprünge vieler Museen und sprechen über strukturellen Rassismus in kulturellen Institutionen. Dabei wird deutlich, dass Museen nicht neutrale Orte sind, sondern Räume, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar werden und reproduziert werden können.
Gleichzeitig geht es auch um mögliche Veränderungen: um die Frage, wie Museen zu Orten des Dialogs werden können, wie marginalisierte Perspektiven stärker einbezogen werden und welche Rolle Besucher*innen selbst dabei spielen. Kritisches Nachfragen, institutionelle Selbstreflexion und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven werden dabei als zentrale Schritte gesehen.
Die Sendung enthält Ausschnitte aus Gesprächen, die Anneta Trimis nach dem Panel mit Henrie Denise, Marina Gržinić und Dshamilja Gosteli geführt hat. Die Interviews wurden auf Englisch geführt und in der Sendung auf Deutsch eingeordnet.